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Vimeo / Venite Austria’s videos

Organsolo 'Ströhme' (Mo, 12 Jun 2017)
Cast: Venite Austria
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Music dialogue 8 (Di, 30 Mai 2017)
Artwork: music: Violin: Renate Spitzner | Viola: Gerald Spitzner Photos+ Video: Gerald Spitzner 2017-05-28 Cast: Venite Austria Tags: flowers, Video, music, Art and Photos
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Mains protectrices - Schützende Hände (Protecting Hands) (Sa, 20 Mai 2017)
Violin solo 'Mains protectrices - Schützende Hände' (Protecting Hands) music: Violin solo: Renate Spitzner | photo+video: Gerald Spitzner 2017-05-20 Cast: Venite Austria
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Hope - Espoir - Hoffnung (So, 14 Mai 2017)
Pianosolo: 'Hope - Espoir - Hoffnung' Dedication to all victims of slavery (10.5. - Remembering Day in France (Europe), "Abolissement de l'esclavage" - End of Slayery Artwork: music: Pianosolo: Gerald Spitzner photo+video: Gerald Spitzner 2017-05-12 Cast: Venite Austria Tags: Pianosolo, Art, Photos and Gerald Spitzner
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Music dialogue 7 (Mi, 10 Mai 2017)
'Music dialogue 7' - Dedication to Henri Dunant(Founder of the Red Cross) Violin: Renate Spitzner Viola: Gerald Spitzner Photos+Video: Gerald Spitzner Cast: Venite Austria Tags: flowers, Art, music, Violin-Viola and photos
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l'intelligence des fleurs (So, 07 Mai 2017)
'l'intelligence des fleurs', dedication to Maurice Maeterlinck (29 August 1862 – 6 May 1949) Violin: Renate Spitzner | Viola: Gerald Spitzner | Photos+Video: Gerald Spitzner Cast: Venite Austria Tags: Maurice Maeterlinck, flowers, Art, music, Violin-Viola and photos
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Music dialogue 4 (Sa, 06 Mai 2017)
Cast: Venite Austria Tags: Art, music, Violin-Viola and flowers
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Music dialogue 3 (Sa, 06 Mai 2017)
Cast: Venite Austria Tags: Art, music, flowers and Violin-Viola
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Music dialogue 2 (Fr, 21 Apr 2017)
Violin: Renate Spitzner - Viola: Gerald Spitzner Photos+Video: Gerald Spitzner 2017-04-18 Cast: Venite Austria Tags: music, art, Violin, flowers, Viola and Violn-Viola
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Music Dialogue (Di, 18 Apr 2017)
'Music Dialogue' Violin: Renate Spitzner Viola: Gerald Spitzner Photos+Video: Gerald Spitzner Cast: Venite Austria Tags: music, Dialogue, Art, Violin, Viola and Flowers
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'Light Impressions' (Mi, 29 Mär 2017)
Violia solo + Photos Cast: Venite Austria Tags: Light, music, Photos and art
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Violin solo 'Spring Impressions' (+Photo) (Mi, 29 Mär 2017)
music: Violin solo: composed and played by Renate Spitzner Cast: Venite Austria Tags: music, Art, spring, Photos and Violin
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Pianosolo Hommage à J.S.Bach (*21.3.1685) (Mi, 29 Mär 2017)
Piano solo: composed and played by Renate Spitzner 2017-03-21 Photo+Video: Gerald Spitzner Cast: Venite Austria Tags: Art, Photo, music, Pianosolo and Bach
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VIDEO 2017-03-23 GS Va solo 'Solo for Viola (Pipa 琵琶)' (Fr, 24 Mär 2017)
Cast: Venite Austria
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☳ 震 - Frühling vor den Toren - Early Spring Impressions (Sa, 18 Mär 2017)
music: Violine solo: Renate Spitzner Viola solo + 琵琶 Pipa: Gerald Spitzner Photos and Video artwork: Gerald Spitzner Cast: Venite Austria Tags: music, Art, Spring, Video, Fotos, and
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Moon Inspirations (music+photos artwork) (Fr, 03 Mär 2017)
music: Violine solo: Renate Spitzner Viola solo: Gerald Spitzner Photos and Video artwork: Gerald Spitzner Cast: Venite Austria Tags: Moon, music, Art and Photos
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Widmung für Sabine Oberhauser (+2017-02-23) Austrian Minister of Health (Sa, 25 Feb 2017)
music: Violine solo: Renate Spitzner Viola solo: Gerald Spitzner Cast: Venite Austria Tags: Art, music and Sabine Oberhauser
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Lunar eclipse music (2017-02-11) (Fr, 10 Feb 2017)
Lunar eclipse music (2017-02-11 ~01:45) music: Violine solo: Renate Spitzner Viola solo: Gerald Spitzner Cast: Venite Austria Tags: art, music, Lunar eclipse and moon
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'Lunar Inspiration' (Di, 07 Feb 2017)
Violin solo: Renate Spitzner Viola solo: Gerald Spitzner Cast: Venite Austria Tags: music, Art, Vione and Viola
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Happy Chinese New Year (3rd Day) (Di, 31 Jan 2017)
2017-01-30 [Vl-Va] 'Happy Chinese New Year (3rd Day)' 春節快樂 / 春节快乐 - 日弟三 Cast: Venite Austria Tags: 春節快樂, Chinese New Year, 春节快乐, music and art
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Happy Chinese New Year (2nd Day) (Mo, 30 Jan 2017)
2017-01-30 - 'Happy Chinese New Year (2nd Day)' 春節快樂 / 春节快乐 日弟二 Cast: Venite Austria Tags: 春节快乐, 春節快樂 and Happy Chinese New Year
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Happy Chinese New Year 2017 ( Year of the Rooster) (So, 29 Jan 2017)
2017-01-28 - 2017 is the Chinese Year of the Rooster 春節快樂 / 春节快乐 新春快樂 新年快樂 Cast: Venite Austria Tags: Happy Chinese New Year, 春节快乐, 春節快樂, 新春快樂 and 新年快樂
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Dedication for the victims of earthquacke and avalanche in Italy (Di, 24 Jan 2017)
(18.1.2017) Dedication for the victims of earthquacke and avalanche in Italy Cast: Venite Austria Tags: music, Art and Violin-Viola
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Lichtblick - Ray of hope (Di, 17 Jan 2017)
dedicated to all who are now il gewidmet allen die jetzt krank sind Cast: Venite Austria Tags: music, Art and Violin-Viola
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View to Heaven - Day and Night (Mo, 16 Jan 2017)
'Blick zum Himmel - Tag und Nacht' (1 min) 'View to Heaven - Day and Night' m u s i c : Violine: Renate Spitzner Viola: Gerald Spitzner Cast: Venite Austria Tags: music, Art and Violin-Viola
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Thema Umweltschutz (environment) - Aktuelles

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(Für den Inhalt sind die jeweiligen Websiten verantwortlich)

SAVE THE ARCTIC:    http://www.savethearctic.org/de-AT/

Grüner Strom aus SOLAR (Stirlingmotor):

e-car - electric car (pure) with SOLAR-ENERGY

AT_Greenpeace Österreich

Lebensmittel im Langzeitcheck: Die Sechs-Monats-Bilanz (Fr, 21 Jul 2017)
Verschiedene Käsesorten, Joghurt und Eier stapeln sich im Kühlregal. Ein Blick darauf zeigt: Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist schon seit Monaten überschritten. Doch werden die Lebensmittel richtig gelagert, ist das kein Problem. Denn wie der Greenpeace-Langzeittest zeigt, sind die Produkte weit über dem Mindesthaltbarkeitsdatum unbedenklich. Das Joghurt hat sogar die 6-Monats-Grenze überschritten. Bereits 26 Wochen, also mehr als sechs Monate ist das Mindesthaltbarkeitsdatum beim Joghurt abgelaufen, doch das Produkt ist weiterhin unbedenklich verzehrbar. Zu diesem Ergebnis kommt das Labor der Lebensmittelversuchsanstalt, die im Auftrag von Greenpeace seit Jänner 2017 acht Produkte mikrobiologisch und sensorisch getestet hat. Auch die anderen Lebensmittel, darunter Käse, Wurst und Sojajoghurt, haben deutlich länger gehalten, als das Mindesthaltbarkeitsdatum vermuten lässt. Räuchertofu und Soja-Joghurt haben beide jeweils über 18 Wochen, die Eier immerhin über 10 Wochen länger gehalten. Der verpackte Kuchen sowie die Salami waren mehr als acht Wochen nach dem Ablauf des MHD noch verzehrbar und der verpackte Schnittkäse hielt über sechs Wochen. Nur der Sesam-Dip war nach zwei Wochen bereits verdorben. Hier war offenbar ein realistisches MHD vom Hersteller angegeben. Aus der Sicht von Greenpeace ist es endlich Zeit zu handeln: Die Lebensmittelhersteller und die Politik sind gefragt. Um den Wegwerf-Wahnsinn zu stoppen müssen sie sich für ein realitätsnahes Mindesthaltbarkeitsdatum einsetzen. Denn jährlich landen 206.000 Tonnen Lebensmittel im Müll, ob wohl sie noch genießbar sind. Unterstützen Sie unsere Petition gegen Lebensmittelverschwendung Finanziell unterstützt wird der MHD-Langzeittest von MUTTER ERDE, einer Initiative des ORF und führender Umwelt- und Naturschutzorganisationen. 
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Chance für den Bialowieza-Urwald (Fr, 14 Jul 2017)
Der wertvolle Bialowieza-Urwald in Polen bekam in den letzten Tagen tatkräftige Unterstützung von internationaler Seite. Während die UNESCO ihre Position verstärkt und sich mit einem Beschluss erneut für den Schutz des Bialowieza-Urwaldes ausgesprochen hat, bringt die EU-Kommission Polen nun vor den Europäischen Gerichtshof. Beide Institutionen schließen sich der Forderung von Greenpeace und vielen weiteren Organisationen, WissenschaftlerInnen und Menschen weltweit an: Die polnische Regierung muss die Abholzung im Bialowieza-Urwald sofort beenden. (c) Adam Lawnik/Greenpeace Es ist der 25.März 2016: Der polnische Umweltminister Jan Szyszko verabschiedet einen Beschluss über die Änderung des Waldwirtschaftsplans und verdreifacht die Abholzungsrate im Bialowieza-Urwald. Damit hat es die polnische Regierung an die Spitze getrieben. Aus diesem Grund begann eine internationale Protestwelle, die in den letzten Monaten einen Höhepunkt erreichte. Greenpeace-AktivistInnen verbrachten mehrere Wochen im Bialowieza-Urwald, ketteten sich an die Abholzungsmaschinen und protestierten auf den Bäumen. Auf der politischen Bühne kam es zu einem Tauziehen zwischen nationalen Interessen und europäischen Umweltschutzmaßnahmen. Die EU-Kommission drohte Polen mit einem Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof, falls die Abholzungen nicht sofort beendet werden würden.  Szyszko zeigte sich davon unbeeindruckt und erklärte die Abholzung mit dem Befall des Borkenkäfers. Doch diese Argumentation lässt die EU-Kommission nicht gelten. WissenschaftlerInnen bestätigen, dass der Borkenkäfer quasi ein natürlicher Bewohner des Waldes ist. Nun lässt die EU-Kommission ihren Worten Taten folgen: Polen muss sich vor dem Europäischen Gerichtshof verantworten. Zusätzlich ging die europäische Institution noch einen Schritt weiter: Sie fordert von dem Europäischen Gerichtshof vor dem Verfahren bereits einstweilige Maßnahmen, damit die polnische Regierung die Abholzungsarbeiten sofort stoppt:  http://bit.ly/2ui2YXl (c) Grzegorz Broniatowski/Greenpeace Der Grund für das Einschalten der EU-Kommission: Die Abholzung ist illegal. Denn mit dieser gefährdet die polnische Regierung ein Gebiet des europäischen Natura 2000-Netzwerkes, das besonders wertvolle Schutzgebiete in der Europäischen Union verbindet. Neben dem Natura-2000-Netzwerk ist der Urwald ebenso Teil des UNESCO-Weltnaturerbes. Aus diesem Grund hat sich die UNESCO letzte Woche mit einem Beschluss erneut für den Schutz des Bialowieza-Urwalds in Polen ausgesprochen. Die Entscheidung erfolgte im Zuge einer Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees, die in der polnischen Stadt Krakau stattfand. Konkret fordert die UNESCO die polnische Regierung auf, die Abholzungsarbeiten zu stoppen und einen grenzüberschreitenden Verwaltungsplan für den Urwald einzurichten. Szyszko habe in seiner Entscheidung den außergewöhnlichen universellen Wert des Bialowieza-Urwalds nicht berücksichtigt. Beide Entscheidungen sind ein herber Rückschlag für den polnischen Umweltminister. Umso mehr zeigt sie, dass Europa hinter dem Bialowieza-Urwald steht. Denn dieser ist einer der Letzten seiner Art. Der Urwald ist nicht nur eine polnische Angelegenheit. Er ist ein europäisches Naturjuwel, für den es sich zu kämpfen lohnt. 
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Neue Greenpeace-Werbekampagne mit Josef Hader (Do, 13 Jul 2017)
Die neue Werbekampagne von Greenpeace spielt bewusst mit Fake News, um auf unrealistische Angaben beim Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) aufmerksam zu machen. Österreichs Haushalte produzieren jedes Jahr 206.000 Tonnen an vermeidbaren Lebensmittelabfällen, vieles davon ist auf eine falsche Interpretation des MHD zurückzuführen. Mit der neuen Kampagne zeigt Greenpeace auf Plakaten, in Printinseraten und im Hörfunk einmal mehr auf, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum kein Ablaufdatum ist. Josef Hader (c)Mitja Kobal/Greenpeace Für die Radiospots wurde kein geringerer als der österreichische Kabarettist Josef Hader gewonnen. Er unterstützt die Kampagne, da ihm das Thema Lebensmittelverschwendung sehr am Herzen liegt und ihn die Texte für die Radiospots überzeugten. Mit unterhaltsamen, teils skurrilen Anekdoten macht er klar, dass man das MHD nicht für bare Münze nehmen darf.  Die Spots gibt es hier zum Anhören: Die Sujets für Plakate und Printmedien greifen die Ergebnisse des Greenpeace-Langzeitchecks auf und zeigen Käse, Eier und Joghurt – Lebensmittel, die bis zu 16 Wochen nach Ablauf des MHD noch genießbar sind. Die Fake News wie „Obst macht dumm.“ werden hier direkt auf dem Lebensmittel kommuniziert, mit dem Zusatz: „Glaub nicht alles, was auf einem Ei steht. Schon gar nicht das Mindesthaltbarkeitsdatum.“ Mit der Kampagne ruft Greenpeace dazu auf, die Petition gegen Lebensmittelverschwendung zu unterzeichnen und die Forderung nach realistischen Angaben zum MHD zu unterstützen.
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Fortschritt beim Dosenthunfisch (Di, 11 Jul 2017)
Zwei Jahre lang führte Greenpeace eine Kampagne gegen Thai Union, den größten Dosenthunfisch-Hersteller der Welt. Dabei zeigten wir auf, welche katastrophalen Arbeitsbedingungen und zerstörerischen Fangmethoden in der thailändischen Fischerei-Industrie an der Tagesordnung stehen. Gemeinsam mit Menschen weltweit haben wir den Thunfisch-Konzern aufgefordert seine Geschäftspraktiken zu ändern. Mit Erfolg: Heute präsentiert Thai Union neue Richtlinien für seine globale Produktion. Mit sozialen und ökologischen Maßnahmen setzt Thai Union endlich Schritte zu einer nachhaltigen Fischerei. The Greenpeace ship Esperanza continues on an expedition in the Indian Ocean to peacefully tackle unsustainable fishing. With some tuna stocks in the Indian Ocean, such as Yellowfin, on the brink of collapse due to overfishing, the expedition is exposing destructive fishing methods which contribute to overfishing and harm a range of marine life including sharks and juvenile tuna. Jede fünfte Thunfischdose stammt von Thai Union. Auch in Österreich ist der Konzern mit der Marke „John West“ vertreten. Der thailändische Konzern trägt Verantwortung für unsere Meere. Denn bereits 90 Prozent der Fischbestände sind laut den Vereinten Nationen bereits überfischt oder bis an die Grenzen genutzt. Doch bislang hat sich Thai Union geweigert, entsprechende Maßnahmen zu setzen, um tatsächlich einen nachhaltigen Beitrag zu leisten. Dies ändert sich jedoch ab heute: Mit neuen Richtlinien will der Fisch-Konzern zu einer nachhaltigen Fischerei beitragen. Dabei setzt Thai Union einerseits auf soziale Maßnahmen. Denn die Lebensbedingungen auf den thailändischen Fischfangschiffen sind oft extrem und führen zu Krankheiten bis hin zum Tod. Der Konzern wird bereits in den nächsten sechs Monaten einen Verhaltenskodex für menschenrechtskonforme Arbeitsbedingungen entlang seiner gesamten Lieferkette aufsetzen. Unabhängige Prüfer werden die Schiffe kontrollieren. Zusätzlich sollen elektronische Überwachungen menschenrechtsverletzende Praktiken auf den Flotten verbannen. Ebenso verlängert Thai Union ein Moratorium für das sogenannte Transshipment. Dies ist eine Methode der Fischerei-Industrie, bei der große Fischmengen auf offener See auf ein Transportschiff umgeladen werden. Das Fangschiff muss somit nicht zum Hafen zurückkehren und kann effizienter und kostengünstiger arbeiten. Auf offener See umgeht das Schiff jedoch auch staatliche Kontrollen. Damit verbunden sind oft Menschenrechtsverletzungen. Diese sind in der thailändischen Fischerei-Industrie gang und gäbe. Das Gehalt der Arbeiter wird oftmals zurückgehalten oder gar nicht ausbezahlt. Mündliche Vereinbarungen werden nicht eingehalten, was dazu führt, dass die Arbeiter oft mehrere Monate länger als vereinbart auf offener See bleiben müssen. Auch kommt es immer wieder zu verbaler und körperlicher Gewalt. Neben den sozialen Maßnahmen wird Thai Union auch ökologisch-nachhaltige Schritte setzen: Allen voran sollen zerstörerische Fischereimethoden reduziert werden. Im Fokus stehen zwei Fangarten: Die industrielle Langleinenfischerei und sogenannte Fischsammler (FAD). Beiden Methoden produzieren Beifang. (c) Greenpeace Die Langleinenfischerei soll bei Flotten, die für Thai Union liefern, reduziert und durch vertretbare Fangmethoden wie Leine und Rute ersetzt werden. Bei allen restlichen Langleinenschiffen sollen Methoden zum Einsatz kommen, um den Beifang zu reduzieren, wie zum Beispiel Rundhaken oder Vergrämer, die Vögel vertreiben. Denn etliche Tiere wie Seevögel, Schildkröten und Haie werden durch die Langleinenfischerei getötet und landen als Abfall wieder im Meer. Bis zum Jahr 2020 soll der Einsatz von FADs um 50 Prozent reduziert werden. . Fischsammler sind künstliche, schwimmende Plattformen, die von den Fischereiflotten auf der Meeresoberfläche ausgebracht werden. Thunfische werden von den FADs instinktiv angezogen, aber auch viele andere Meerestiere. Greenpeace-VertreterInnen werden sich alle sechs Monate mit MitarbeiterInnen von Thai Union treffen, um die Umsetzung der Maßnahmen zu evaluieren. Bereits Ende 2018 wird eine unabhängige Prüfung den Fortschritt von Thai Union dokumentieren. Die Maßnahmen von Thai Union stellen die Weichen für eine vertretbare Fischerei, bei der Menschenrechte geachtet werden. Zusätzlich sind die Verpflichtungen des Konzerns aber auch ein Zeichen für die gesamte Fischerei-Industrie: Der Status Quo ist nicht mehr akzeptabel. Und wenn es der größte Dosenthunfisch-Hersteller der Welt schafft, derartige Maßnahmen anzukündigen, dann können und müssen globale Fisch-Konzerne diesem Beispiel folgen. Greenpeace wird sich dafür weiterhin weltweit einsetzen. 
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Geben wir Plastik keine Chance (Mo, 03 Jul 2017)
Ob Verpackungen, Elektrogeräte oder Möbel – Plastik ist heute überall. Jedes Jahr gelangen in etwa acht Millionen Plastikabfälle in die Weltmeere. Das Material ist langlebig. Experten gehen von bis zu 450 Jahren aus. Für unsere Umwelt ist das eine Gefahr. Denn mit den Jahren zerkleinert sich das Plastik in den Ozeanen. Fische, Schildkröten und Vögel verwechseln die Kunststoffteilchen mit Nahrung. Viele verenden, da ihre Mägen von Plastik verstopft sind. Der Plastic Bag Free Day am 3. Juli soll auf die gravierenden Auswirkungen unserer Wegwerfgesellschaft aufmerksam machen. 2015 hat das Europäische Parlament beschlossen, Plastiksackerl den Kampf anzusagen: Ab 2018 sollen EU-weite keine gratis Plastiksackerl mehr verteilt und bis Ende 2019 die Menge der Sackerl grundsätzlich reduziert werden. Aus der Sicht von Greenpeace ist dieser Beschluss jedoch zu lasch. Beispielsweise wurden dünne Obstsackerl nicht berücksichtigt. In Österreich hat sich der Lebensmittelhandel 2016 freiwillig verpflichtet, die Sackerl aus Kunststoff zu reduzieren. Obwohl die Zahl in diesem Bereich zurückgegangen ist, ist noch viel zu tun. Die Textilbranche nutzt weiterhin das Plastiksackerl und gibt es gratis an die Kundinnen und Kunden weiter. Um die Plastikflut einzudämmen kämpft Greenpeace an den unterschiedlichsten Fronten und weltweit für weniger Kunststoff.   „Rainbow Warrior III“ auf der Suche nach Plastik Seit Juni 2017 ist das Greenpeace-Schiff im Mittelmeer unterwegs um in den kommenden Monaten die schädlichen Auswirkungen von Plastik zu dokumentieren. Der Fokus dabei liegt auf Einwegplastik, also Kunststoffprodukte, die nur kurz genutzt werden, wie Kaffeelöffel oder Plastiksackerl. 11/06/2017. Baleares. España.Objetos plásticos gigantes emergen del agua en el Mediterráneo. A primera hora de la mañana, activistas de Greenpeace, han llevado a cabo en aguas baleares una acción simbólica para visibilizar el problema de la contaminación por plásticos en los mares, y más en concreto en el Mediterráneo. La organización ha colocado diez objetos gigantes (1), algunos de los más comunes que se encuentran en playas y mares (dos botellas de 12 metros, dos vasos de 6, tapones y pajitas) para visibilizar lo que está pasando bajo las aguas mediterráneas, aunque no se pueda ver.El buque insignia de Greenpeace, el Rainbow Warrior ha comenzado una gira en España y continuará en Italia, Croacia y Grecia. La última etapa llevará a la nave a la costa búlgara del Mar Negro, una cuenca también afectada por la contaminación plástica.Durante el tour "Menos Plástico, Más Mediterráneo", el Rainbow Warrior se detendrá en varios puertos de cada país y el equipo de a bordo se reunirá con políticos, realizará eventos de puertas abiertas para el público y realizará experimentos científicos simples para exponer plásticos. Además, en el mar, el buque llevará a cabo investigaciones científicas en colaboración con instituciones científicas de cada país.©Greenpeace Handout/Pedro ARMESTRE - No sales - No Archives - Editorial Use Only - Free use only for 14 days after release. Photo provided by GREENPEACE, distributed handout photo to be used only to illustrate news reporting or commentary on the facts or events depicted in this image.  Nein zu PET-Flaschen Coca-Cola ist der weltweit größte Softdrink-Hersteller. Jedes Jahr verkauft das Unternehmen rund 100 Milliarden Plastikflaschen – das sind 3.400 Flaschen pro Sekunde. Recycelt werden diese aber nicht. Greenpeace fordert von Coca-Cola Verantwortung zu übernehmen und seine Flaschen zu 100 Prozent zu recyceln.   Kosmetik ohne Mikroplastik Doch auch die Kosmetikindustrie ist gefragt: In etlichen Pflegeprodukten wie Gesichtscreme oder Shampoo steckt Plastik. So zum Beispiel in vielen Nivea Produkten. Der Konzern spricht eigentlich davon "frei von Mikroplastik" zu sein, doch der Schein trügt: Nivea-Produkte enthalten Mikrokunststoffe, die nachweislich umweltschädlich sind. Aus diesem Grund fordert Greenpeace vom deutschen Nivea-Konzern Beiersdorf wirklich „plastikfreie“ Körperpflege anzubieten.  DEU, Hamburg, 2017, Aktion der Greenpeace Jugend vor dem NIVEA Flagstore am Hamburger Jungfernstieg und der Binnenalster, Copyright : Greenpeace/Fred Dott, Hamburg, http://www.freddott.de Plastikfreie Produkte, ob Stoffsackerl, wiederverwertbare Trinkbecher oder Naturkosmetik: Alternativen zu Kunststoff gibt es bereits. Daher rät Greenpeace vor dem Kauf immer auf die Zusatzinformation zu achten und Plastik keine Chance zu geben
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Marktcheck 7-2017, Obst und Gemüse (Mo, 03 Jul 2017)
Der Greenpeace-Marktcheck hat das Obst- und Gemüseangebot der Supermärkte unter die Lupe genommen. Dafür hat Greenpeace für jedes der zwölf Monate eine Sorte ausgewählt, die frisch geerntet oder als Lagerware aus Österreich erhältlich ist. Bewertet wurde, wie viel von dem Obst- und Gemüse-Angebot in den Supermärkten aus Österreich kommt und wie hoch der Bio-Anteil ist. Test 7-2017, Obst & Gemüse Der Test vom Greenpeace-Marktcheck zeigt: Mehr als die Hälfte der Produkte stammen aus Österreich. Beim Bio-Anteil können und sollten sich die Supermärkte aus Sicht von Greenpeace noch verbessern. Als beste Note gab es ein „Gut“ – sowohl für den Testsieger Merkur als auch für Billa und Hofer auf den Plätzen zwei und drei.  Die Ergebnisse Greenpeace-Marktcheck 7-2017: Test Obst und Gemüse Zum Vergrößern und Ausdrucken einfach auf die Tabelle oben klicken. Hier die Detailinfos zum Nachlesen: das Ergebnisse und das Angebot der Supermärkte die Kriterien des Tests im Detail Obst und Gemüse im Test Die folgenden Sorten hat Greenpeace für den Test erhoben. Abgefragt wurde der Zeitraum April 2016 bis Mai 2017. Gemüse-Auswahl für 12 Monate 2017 April Radieschen März Erdäpfel Februar Karotten Jänner Zwiebel 2016 Dezember Äpfel November Maroni Oktober Weintrauben September Paradeiser August Paprika Juli Zucchini Juni Erdbeeren Mai Spargel   Heimische Ware schützt das Klima Ob bei Erdbeeren oder Spargel, der Griff zu heimischen Obst- und Gemüseprodukten ist auf jeden Fall möglich. Im Schnitt stammen über 60 Prozent der abgefragten Produkte aus Österreich. Das schont das Klima: Äpfel die beispielsweise aus Neuseeland angeschifft werden, sind fast sieben Mal so klimaschädlich wie Äpfel aus der Region. Nicht nur der Transport, auch die massive Bewässerung in heißen und trockenen Regionen wirkt sich negativ auf die Klimabilanz aus. „Wer österreichisches und saisonales Obst und Gemüse kauft, schützt das Klima“, sagt Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftssprecher bei Greenpeace in Österreich. Bio ist die beste Wahl Am besten für unsere Mensch und Umwelt sind Produkte in Bio-Qualität. Für deren Herstellung dürfen keine chemisch-synthetische Pflanzengifte eingesetzt werden. „Heimisches Obst und Gemüse in Bio-Qualität ist auch für unsere Gesundheit die beste Wahl“, sagt Theissing-Matei. Daher hat Greenpeace beim Obst und Gemüse-Test nicht nur abgefragt, wie hoch der Bio-Anteil insgesamt ist, sondern auch wie viel der Ware aus biologischer Landwirtschaft in Österreich kommt. Bei dem Greenpeace-Marktcheck konnten in der Kategorie „Bio aus Österreich“ Merkur, Billa und Hofer am meisten punkten. Lidl ist hier Schlusslicht und landet auf dem letzten Platz.  Einkaufen mit Verantwortung Die Supermärkte steuern mit der angebotenen Ware, welches Obst und Gemüse im Einkaufswagen landet. Mit dem Test von Obst- und Gemüse zeigt Greenpeace auf, dass sowohl bei heimischer Ware als auch beim Bio-Angebot noch Verbesserungsbedarf in den Märkten besteht. Aber auch die KonsumentInnen können und müssen beim Einkauf Verantwortung zeigen. Sebastian Theissing: „Greenpeace empfiehlt bei Obst und Gemüse möglichst saisonal, regional und bio zu kaufen. Das ist ein wichtiger Beitrag, damit Erdbeeren im Winter bei uns endlich der Vergangenheit angehören.“ Tipp: Saisonkalender Obst & Gemüse Die folgenden Saisonkalender helfen allen, die sich gesund ernähren und umweltfreundlich einkaufen wollen:   Obst und Gemüse aus ganz Österreich (umweltberatung.at) Obst und Gemüse aus Tirol (MPreis) Nachhaltigkeit am Prüfstand Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt der Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen Einzelhandels unter die Lupe. Jeweils zu Monatsanfang wird im Hinblick auf die Erfüllung von nachhaltigen Kriterien ein Ranking der größten Supermarktketten in Österreich veröffentlicht. Infos zu allen Tests unter: greenpeace.at/nachhaltigkeit-im-test
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Greenpeace-Test: Hälfte des Faschierten mit resistenten Keimen belastet (Mi, 21 Jun 2017)
Wie wir Nutztiere halten, schadet unserer Gesundheit: Wegen der schlechten Haltungsbedingungen werden die Tiere oft krank und deshalb mit Antibiotika behandelt. Dadurch passen sich immer mehr Bakterien an und werden resistent gegen die Medikamente. Solche multiresistenten Keime können auch für Menschen hochgefährlich sein. Wir haben stichprobenartig untersucht, inwieweit in Österreich erhältliches Frischfleisch in dieser Hinsicht belastet ist. Und die Ergebnisse unserer Tests sind alarmierend. Beim faschierten Fleisch war die Hälfte der Proben keimbelastet. In drei der sechs Produkte wurden ESBL-Keime entdeckt, in einem davon zusätzlich MRSA. Theoretisch können sich aber auch auf jedem anderen Fleischstück Keime befinden. Besonders häufig kann damit bei Schweinefleisch gerechnet werden, da in der Schweine-Mast sehr viele Antibiotika zum Einsatz kommen. Es braucht daher dringend eine drastische Reduktion des Antibiotika-Einsatzes in der Tierhaltung! Unser Tipp für Konsumentinnen und Konsumenten: Auf gute Küchenhygiene achten. Wer mit seinen bloßen Händen Fleischlaibchen oder Cevapcici formt, läuft Gefahr, mit resistenten Keimen in Berührung zu kommen. Im schlimmsten Fall kann das eine schwere Erkrankung nach sich ziehen. Nach dem Kontakt mit rohem Fleisch sollte man sich daher immer gründlich die Hände waschen und die Kochutensilien säubern. Das Fleisch sollte außerdem immer gut durchgebraten werden. Beim Kauf empfiehlt es sich, Bio-Fleisch zu wählen. Hier ist der Einsatz von Antibiotika sehr viel strenger geregelt. Und natürlich kann man statt zu Fleisch auch einfach zu Gemüse oder etwa zu Soja-Produkten greifen. Schmackhafte und gesunde Alternativen gibt es erfreulicherweise jede Menge.  Fordern wir gemeinsam Maßnahmen gegen den massiven Antibiotika-Einsatz in der Tierhaltung!
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Anketten und durchhalten (Di, 13 Jun 2017)
Schon seit drei Wochen befinden sich Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace im polnischen Bialowieza-Wald. Tag für Tag versuchen sie alles Erdenkliche, um die Rodungen in dem bedeutsamen Wald zu stoppen. Sie ketten sich an Maschinen, klettern auf Bäume und unterbrechen so die Abholzungsarbeiten. Ans Aufgeben denken die Aktivistinnen und Aktivisten nicht. Denn der Schutz des Bialowieza-Waldes ist zu wichtig. Wiola ist 26 Jahre jung und kommt aus der polnischen Stadt Poznan. Bereits seit sieben Jahren ist sie Greenpeace-Aktivistin und setzt sich für den Schutz unseres Planeten ein. Wiola bestieg schon im Jahr 2013 gemeinsam mit anderen den „Shard“-Wolkenkratzer in London, um gegen Ölbohrpläne von Shell in der Arktis zu protestieren. Die Aktion erreichte damals weltweite Aufmerksamkeit. Zwei Jahre später verkündete Shell, sich aus der Arktis zurückzuziehen. Jetzt protestiert Wiola gegen die Abholzung in einem der letzten Urwälder Europas, dem Bialowieza-Wald in ihrer Heimat Polen. Bei einem der Proteste befand sich Wiola auf einem dreibeinigen Gerüst, das zwischen Rodungsmaschinen aufgestellt war. Durch diese Blockade konnte die Abholzung vor Ort nicht weitergeführt werden. Wiola ist eine von vielen Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten, die derzeit im wertvollen Bialowieza-Wald gegen dessen Abholzung protestiert. Durchschnittlich 20 bis 40 Personen befinden sich seit dem 24. Mai in dem Urwald, um friedliche, direkte Aktionen durchzuführen. Greenpeace antwortet mit solchen Aktionen, wenn Unternehmen oder Regierungen auf die Zivilgesellschaft nicht mehr hören und Gespräche mit ihnen zu nichts führen. Und das ist der Fall beim Bialowieza-Wald: Greenpeace Polen setzt sich bereits seit Jahren für den Schutz dieses UNESCO-Weltnaturerbes ein. Er gehört zu den letzten Urwäldern Europas und bietet für mehr als 11.000 Tierarten ein Zuhause. Immer wieder hat es in der Vergangenheit so ausgesehen, als ob das polnische Umweltministerium endlich Schutzmaßnahmen für den Wald ergreifen würde. Doch jene, die sich freuten, freuten sich zu früh. Die polnische Regierung will nun das Ausmaß des Holzeinschlags im Bialowieza-Wald sogar verdreifachen. Und die Rodungen finden mitten in der Brutzeit der dort heimischen Vögel statt. Dies war eigentlich bis vergangenen Jänner verboten. Doch der polnische Umweltminister Jan Szyszko führte ein neues Gesetz ein, mit dem nun Rodungen während der Brutzeit erlaubt sind. Grund genug für Wiola und viele weiteren Greenpeace-Aktivistinnen und Aktivisten, um vor Ort einzuschreiten und friedliche Aktionen zu organisieren. Sie wollen die Rodungen zumindest kurzfristig stoppen und außerdem weltweite Aufmerksamkeit für den Schutz des Urwaldes schaffen. Und sie tun dies mit Erfolg: Innerhalb der letzten drei Wochen konnten die Aktivistinnen und Aktivisten bereits für mehrere Tage die Rodungsarbeiten unterbrechen. Dafür ketteten sie sich an die Maschinen, die die Bäume fällen sollen, und kletterten auf Bäume, wo sie riesige Transparente anbrachten. Auch einige Bewohnerinnen und  Bewohner von naheliegenden Dörfern unterstützten die Aktionen. Die einen beteiligten sich mit selbst gebastelten Schildern an einem Protestmarsch durch den Wald; die anderen brachten den Aktivistinnen und Aktivisten, die an den Maschinen angekettet waren, Tee und Sandwiches, um sie nach stundenlangem Ausharren zu stärken.   Die Unterbrechung der Rodungsarbeiten hat zwar bislang den polnischen Umweltminister noch nicht zum Umdenken gebracht, doch die Aktionen sind von großer symbolischer Wirkungskraft und erreichten weltweite Aufmerksamkeit: Vom britischen Guardian bis zur Washington Post berichteten Medien über die Proteste. In Österreich zeigten etwa die Zeit im Bild im ORF und die Puls4 Nachrichten Beiträge über die Aktionen. Auch die UNESCO reagierte und veröffentlichte ein Schreiben, in dem die Organisation der Vereinten Nationen festhält, dass Rodungen von alten Bäumen im Bialowieza-Wald eine mögliche Gefahr für den außergewöhnlichen universellen Wert der Wälder darstellt. Und die EU-Kommission droht der polnischen Regierung mit einem Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof, falls die Rodungen nicht gestoppt werden. Mit all diesen Maßnahmen steigt der Druck auf die polnische Regierung. Sie muss endlich einsehen, dass das UNESCO-Weltnaturerbe vor weiterer Zerstörung geschützt gehört. Wiola und die anderen Greenpeace-Aktivistinnen und Aktivisten geben nicht auf. Sie protestieren weiterhin im Bialowieza-Wald und setzen sich für den Schutz eines der letzten Urwälder Europas ein. Bitte unterstützen Sie Wiola und die anderen und erheben auch Sie Ihre Stimme für diesen wertvollen Wald!
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Marktcheck 6-2017, Veggie-Grillen (Mi, 07 Jun 2017)
Der Greenpeace-Marktcheck hat vor dem Höhepunkt der Grillsaison geprüft, was die Supermärkte an pflanzlichen Grill-Produkten zu bieten haben. Das Ergebnis ist durchaus erfreulich: Ob Gemüseburger, vegane Wurst oder Grillkäse, fast alle Supermärkte bieten gute Alternativen zu Grillfleisch an.   Test 6-2017, Veggie-Grillen Für den Test „Veggie-Grillen“ hat Greenpeace zehn vegetarische Produkte zum Grillen definiert und von den Supermärkten abgefragt, welche davon erhältlich sind. Auch ob die Produkte biologisch hergestellt und vegan sind und wie sie gekennzeichnet sind, hat Greenpeace bewertet.  Die Ergebnisse Test 6-2017: Veggie-Grillen Zum Vergrößern und Ausdrucken einfach auf die Tabelle oben klicken. Zu den Test-Ergebnissen "Veggie-Grillen": Billa und Merkur werden mit dem besten Angebot ex aequo Testsieger und erhalten wie Interspar von Greenpeace die Bestnote "Ausgezeichnet". Hofer und MPreis folgen im Ranking mit der Note "Sehr Gut". Sutterlüty, Spar und Unimarkt erhalten ein "Gut" von Greenpeace, Lidl ein "Befriedigend". PennyMarkt hat das kleinste Angebot und liegt mit "Nicht genügend" abgeschlagen auf dem letzten Platz. Im Test beim "Veggie-Grillen"  Für den Test hat Greenpeace die folgenden vegetarischen Grill-Produkte ausgewählt. Diese sind vorwiegend pflanzlicher Natur. Ansonsten werden bei der Herstellung als Zutaten nur Bestandteile vom lebenden Tier verwendet:  Wurst, also Vurst Tofu natur Tofu geräuchert Fleischersatzprodukt, nicht auf Sojabasis Gemüselaibchen/Bratlinge/Burger Falafel Grillkäse Grillsauce Baguette Ein vegetarisches/veganes Produkt zum Grillen nach Wahl Bewertet wurde, wie viele dieser Produkte in den Supermärkten angeboten werden. Auch ob sie biologisch erzeugt und auch vegan sind, also ganz ohne tierische Zutaten auskommen, hat Greenpeace beurteilt. Verbessern können sich alle Supermärkte noch bei der Kennzeichnung der Produkte: Der Hinweis "vegan" oder "vegetarisch" erleichtert den KonsumentInnen den Griff zu den umweltfreundlicheren Produkten. Alle Infos zu den Test-Kriterien "Veggie-Grillen" Weniger Fleisch bringt's Unser Fleischkonsum belastet die Gesundheit und unsere Umwelt. Die ÖsterreicherInnen essen fast 66 Kilogramm Fleisch pro Jahr. Die Österreichische Gesellschaft für Ernährung empfiehlt jedoch nicht mehr als 22 Kilogramm, also nur ein Drittel der tatsächlich verzehrten Menge. Die Folgen sind Herzkreislauferkrankungen und andere Zivilisationskrankheiten. Am beliebtesten ist in Österreich Schweinefleisch: Dessen Herstellung verursacht mehr als die doppelte Menge an klimaschädlichen Treibhausgasen im Vergleich mit Tofu - und Schweinefleisch ist sieben Mal so klimaschädlich wie Gemüse. Gute Gründe, weniger Fleisch und öfter Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Getreideprodukte zu essen. Grillen mit Veggie-Produkten Die beste Wahl sind vegane Produkte in Bio-Qualität, weil die biologische Produktion wesentlich schonender für die Umwelt ist. Mehr pflanzliche Produkte bedeuten auch weniger Tierleid und sind besser für unsere Gesundheit. "Der hohe Fleischkonsum tut uns nicht gut. Anlass genug, wieder mal was Neues auszuprobieren und beim nächsten Grillfest Gemüse und pflanzliche Produkte auf den Rost zu legen. Das Angebot in den Supermärkten stimmt. Jetzt müssen wir nur mehr zugreifen und können mit gutem Gewissen genießen", sagt Schachl abschließend.  Hintergrundinfo: Konsum von Fleisch und pflanzlichen Produkten Nachhaltigkeit am Prüfstand Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt der Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen Einzelhandels unter die Lupe. Jeweils zu Monatsanfang wird im Hinblick auf die Erfüllung von nachhaltigen Kriterien ein Ranking der größten Supermarktketten in Österreich veröffentlicht. Infos zu allen Tests unter: greenpeace.at/nachhaltigkeit-im-test
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Der Glyphosat-Gemeindecheck (Di, 06 Jun 2017)
Greenpeace hat alle österreichischen Gemeinden dazu befragt, wie sie es mit der Nutzung von Glyphosat halten. Die gute Nachricht: Schon 311 Gemeinden verzichten auf den umstrittenen Unkrautvernichter. Damit sind sie Vorbild für ganz Österreich und auch für Europa.   Zu den 15 Prozent glyphosatfreien Gemeinden gehören unter anderem die Landeshauptstädte Graz, Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt und St. Pölten. Die Bundeshauptstadt Wien verzichtet zumindest großteils auf Glyphosat. In den meisten Gemeinden ist der Einsatz des Wirkstoffes im öffentlichen Raum jedoch weiterhin Standard, zum Beispiel in Parks, auf Friedhöfen oder an Straßenrändern. Fordern wir gemeinsam von unseren Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, jetzt Verantwortung zu übernehmen und ebenfalls auf Glyphosat zu verzichten! Ob in eurer Gemeinde Glyphosat eingesetzt wird oder nicht, erfahrt ihr in unserem Gemeindecheck!
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Geheimakte Nord Stream 2 (Do, 01 Jun 2017)
Ein Naturschutzgebiet in Russland, Heimat von Seeadlern, Robben und Bären: Geht es nach den Plänen der Nord Stream 2 AG und Gazprom, soll bald einen Pipeline durch die unberührte Natur führen. Greenpeace wurden Unterlagen aus russischen Regierungskreisen zugespielt. Diese zeigen, wie möglich gemacht werden soll, dass die Route der Pipeline durch das russische Naturschutzgebiet Kurgalsky führt. Noch wäre eine solche Route gesetzeswidrig. Durch Änderungen russischer Umweltgesetze oder durch Grenzänderungen beim Naturschutzgebiet könnte sie aber ermöglicht werden. Der österreichische Mineralölkonzern OMV wird die Nord Stream 2 mit bis zu 950 Millionen Euro mitfinanzieren. Im Zuge der Veröffentlichung der Dokumente fordert Greenpeace die OMV auf, sich aus dem Projekt zurückzuziehen. „Es wäre mehr als unverantwortlich, in bestehende Umweltgesetze einzugreifen oder die Grenzen eines wertvollen Naturschutzgebietes zu verändern – nur, damit eine Gas-Pipeline errichtet werden kann. Dies könnte ein brandgefährlicher Präzedenzfall für den Umweltschutz werden“, erklärt Lukas Meus von Greenpeace in Österreich. Dass die Route der Nord Stream 2 durch das Naturschutzgebiet führen soll, wurde bereits öffentlich angekündigt. Auf welche Weise dies genau geschehen soll, ist aber bislang nicht bekannt. Die der Organisation zugespielten Dokumente geben hier Hinweise. Sie bestehen aus einem Briefwechsel und aus Protokollen von Treffen zwischen russischen Regierungsmitgliedern und VertreterInnen der Nord Stream 2 AG und Gazprom. Die Gespräche fanden zwischen Mai 2016 und März 2017 statt. In den Dokumenten werden mehrere Optionen, wie eine Route durch das Kurgalsky-Naturschutzgebiet erfolgen kann, beschrieben: Zum einen könnten die Grenzen des Naturschutzgebiets geändert werden. Zum anderen könnte die Verordnung über das staatliche Naturschutzgebiet Kurgalsky oder direkt das russische Umweltrecht geändert werden, um die Routenplanung umzusetzen.  Ein ehemaliger hochrangiger Beamter des russischen Umweltministeriums, der anonym bleiben möchte, hat Greenpeace die Dokumente zugespielt. Er ist über die Gespräche und Treffen aller Involvierten gut informiert und erklärt die Situation folgend: „Die Nord Stream 2 AG und ihre Partner nannten uns bestimmte Standards, zu deren Einhaltung sie sich verpflichten würden. Wir widersprachen jedoch mit dem Argument, dass wir zum einen keine ExpertInnen für Investment-Standards seien und zum anderen mit der gesetzeswidrigen Änderung der Grenzen eines Naturschutzgebiets schlichtweg keinen Präzedenzfall schaffen wollten. Natürlich sind die Nord Stream 2 AG und die Personen, die hinter diesem Konzern stehen, alles andere als angetan von einer solchen Position. Was sie von uns gerne hätten, ist eine Art Freibrief zu tun, was sie wollen, ohne um ihren Ruf fürchten zu müssen.“  Das Kurgalsky-Naturschutzgebiet befindet sich auf der Halbinsel Kurgalsky im Finnischen Meerbusen. Die Halbinsel bietet Lebensraum für viele seltene und bedrohte Tierarten. Kegelrobben, Ostsee-Ringelrobben, Bären, Wölfe und Füchse sind im Gebiet beheimatet. Auch der seltene Seeadler lebt hier. Seine Nistplätze befinden sich nur 50 Meter von der vorgeschlagenen Pipeline-Route entfernt. Auch die OMV ist an der Nord Stream 2 beteiligt. Im April 2017 wurde bekannt, dass der österreichische Konzern mit vier weiteren Unternehmen die Hälfte der Projektkosten von derzeit erwarteten 9,5 Milliarden Euro übernehmen wird. "Mit der Finanzierung der Nord Stream 2 macht sich die OMV mitverantwortlich für die Bedrohung eines wertvollen Lebensraums. Wenn der OMV Umweltschutz auch nur im Entferntesten wichtig ist, muss sie dem Projekt eine klare Absage erteilen“, sagt Meus.    Hier geht es zum Greenpeace-Bericht „Geheimakte Nord Stream 2“.
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Märchenwald in Gefahr: Die EU-Kommission eilt zur Rettung (Di, 30 Mai 2017)
Einer der letzten wilden Wälder Europas ist von massiven Abholzungen bedroht: der wunderschöne Bialowieza-Wald in Polen. Greenpeace kämpft für dessen Überleben – und erhält dabei machtvolle Verstärkung von der Europäischen Kommission. Uralte Bäume, tausende verschiedene Pflanzenarten und Heimat der europäischen Bisons: Der Bialowieza-Wald in Polen gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe und ist Teil des europäischen Natura-2000-Netzwerks. Mehr als 11.000 Tierarten sind in diesem Wald zuhause - neben den europäischen Bisons etwa auch etliche Vogelarten. Die höchsten Bäume Europas sind hier zu finden. Sie ragen 40 Meter und weiter in den Himmel, gewachsen über hunderte von Jahren. Bialowieza ist ungezähmt und wunderschön – einer der letzten wilden Wälder Europas. Ein Märchenwald, der jedoch bald zerstört werden könnte. Wenn es nach dem polnischen Umweltministerium geht, sollen hier in den kommenden zehn Jahren mehr als 180.000 Kubikmeter Holz gefällt werden. Der Vorwand dafür: Der Borkenkäfer sei dabei, die Wälder zu zerstören. Dass der Käfer schon immer Teil des Ökosystems war, interessiert in Regierungskreisen niemanden. Wirtschaftliche Interessen scheinen wichtiger zu sein. Umweltschutzorganisationen in Polen – darunter Greenpeace – arbeiten seit Jahren für Schutzmaßnahmen im Bialowieza-Wald. Und sie haben mittlerweile mächtige Unterstützung bekommen: Die EU-Kommission droht der polnischen Regierung mit einem Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof, falls die Rodungen nicht gestoppt werden. Dass das Bestehen der Europäischen Union auch mit umweltpolitischen Errungenschaften verbunden ist, geht in der medialen Berichterstattung oder im politischen Diskurs über Europa oftmals unter. Mit einer ganzen Reihe an Richtlinien und Maßnahmen wurden im Rahmen der EU in den letzten Jahrzehnten Standards gesetzt, die etwa den Erhalt wildlebender Vogelarten, den Schutz der Meeres- und Süßwasserwelt oder die Qualität von Trinkwasser und Luft garantieren. Der Bialowieza-Wald fällt ins sogenannte Natura-2000-Netz der EU. Dieses verbindet Schutzgebiete in der gesamten Europäischen Union und macht mehr als 18 Prozent der Landfläche der EU sowie sechs Prozent der Meeresfläche aus. Natura 2000 ist ein gutes Beispiel für Schutzbestimmungen, die es ohne EU nicht geben würde. Zum Glück können EU-Institutionen Regierungen zurechtweisen und bestrafen, wenn sie sich nicht an vereinbarte Umweltschutzstandards halten. Eine funktionierende europäische Gemeinschaft kann jedoch ein zentraler Faktor im globalen Kampf gegen den Klimawandel und ökologische Verwerfungen sein. Eine Welt, in der sich die meisten Herausforderungen nicht auf nationale Grenzen beschränken, braucht ein starkes, ökologisch nachhaltiges und demokratisches Europa. Greenpeace wird sich weiterhin für den Schutz des Bialowieza-Waldes und der anderen Wälder auf dieser Erde einsetzen. Unterstützt uns dabei!
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Uns fehlt die Luft zum Atmen! (Di, 23 Mai 2017)
Es ist unsichtbar, geruchlos und gefährlich: Stickstoffdioxid (NO2) greift die Atemwege an und kann Asthma und Bronchitis auslösen. Besonders gefährdet sind Kinder. Greenpeace hat NO2-Messungen vor vier Schulen in Wien, Graz und Innsbruck vorgenommen: Fast alle Ergebnisse liegen deutlich über den gesetzlichen EU-Grenzwert. Copyright Paul Langrock Agentur Zenit. Rushhour im Berufsverkehr auf Berliner Hofjaegerallee. Allee, Strasse, Autoabgas, Autoabgase, Emission, Emmmissionen, Schadstoff, Schadstoffausstoss, Verschmutzung, Schmutz, Umweltverschmutzung, abstrakt, Abstraktion, Licht, Lichter, Grossstadt, Fahren, KFZ, Kraftfahrzeug, Auto, Autos, Berufsverkehr, Fahrzeug, Fahrzeuge, Infrastruktur, Verkehrsinfrastruktur, mobil, immobil, Mobilitaet, Immobilitaet, Stau, Stop and Go, Transport, transportieren, Strasse, Strassenszene, Verkehr, Geschwindigkeit, Geschwindigkeitsbegrenzung, Tempolimit, Tempo, dynamisch, Dynamik, mobility, mobile, immobility, immobile, bumper to bumper traffic jam, car, rush hour time, speed, high, low, city, alley, street, light, citylights, air pollution, polluted, contaminated, contamination. Berlin Tiergarten. 21. Oktober 2015 Mit einer spektakulären Aktion beim Maria-Theresia-Monument in Wien hat Greenpeace am Dienstag in 20 Meter Höhe auf die alarmierenden Ergebnisse von jüngst durchgeführten Luftschadstoff-Messungen hingewiesen. Ausgestattet mit modernsten Messgeräten hat Greenpeace über den Zeitraum von einer Schulwoche im Halbstundentakt die Stickstoffdioxid-Werte vor vier Schulen in Wien, Graz und Innsbruck getestet und mit den Messungen der offiziellen Messstellen verglichen. Alle Schulen lagen an verkehrsreichen Straßen. Die Ergebnisse sind schockierend: „ Bei fast allen Standorten lagen die NO2-Werte deutlich über dem gesetzlich erlaubten EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft“, sagt Adam Pawloff, Klima- und Mobilitätssprecher von Greenpeace in Österreich: „Dieses aggressive Gemisch müssen unsere Kinder tagtäglich einatmen, ob sie wollen oder nicht.“ Stickstoffdioxid ist eine geschmack- und geruchlose gasförmige Verbindung, die vor allem bei der Verbrennung von Dieselkraftstoffen anfällt. NO2 greift die Atemwege an und kann Bronchitis und Asthma auslösen. „Stickoxide in der Luft zu akzeptieren, ist wie eine Schar von Kettenrauchern um das eigene Kind zu akzeptieren“, betont die Lungenfachärztin Robab Breyer-Kohansal vom Ludwig Boltzmann Institut für COPD und pneumologische Epidemiologie am Wiener Otto Wagner Spital. Laut Weltgesundheitsorganisation führt die Schadstoffbelastung durch den Straßenverkehr in Österreich pro Jahr zu 21.000 zusätzlichen Fällen von Bronchitis und 15.000 zusätzlichen Asthma-Anfällen bei Kindern. Und der Europäischen Umweltagentur sterben jährlich 8.200 Menschen in Österreich frühzeitig infolge der Luftverschmutzung –  910 davon aufgrund von Stickstoffdioxid. Wegen der andauernden Überschreitungen des EU-Grenzwerts für Stickstoffdioxid, hat die Europäische Kommission bereits im Februar ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich eingeleitet. „Wir fordern auf die jeweilige Region zugeschnittene Maßnahmen, die den öffentlichen Verkehr, Radfahren und Zu-Fuss- Gehen attraktiver machen als das Auto“, so Pawloff. In Gebieten, wo es derzeit nicht möglich ist auf das Auto zu verzichten, muss die Elektromobilität ausgebaut werden. Die Ergebnisse im Detail: Vor der Schule am Wiener Margaretengürtel lagen die Ergebnisse, hochgerechnet auf den Jahresmittelwert, um 73 Prozent über dem EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (µg/m³). Im Messzeitraum lagen die Greenpeace-Daten immer noch um knapp 40 Prozent über jenen der offiziellen Messstation am Hietzinger Kai. Auch bei der zweiten Schule in Wien und bei jener in Innsbruck lagen die Greenpeace-Messungen über den offiziellen Messdaten. Nur in Graz lagen sie leicht darunter –hochgerechnet zwar knapp unter dem von der EU erlaubten Jahresmittel, aber dennoch deutlich über den niedriger gelegenen Österreich-Grenzwert von 30 µg/m³.   Nehmen Sie gemeinsam mit uns Stellung zu einer umwelt- und klimafreundlichen Mobilität: mobilitaet.greenpeace.at
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Mobilität in Stadt & Land (Mo, 22 Mai 2017)
Mobilität bringt Freiheit und verbindet – das Zuhause mit der Arbeit, die Stadt mit dem Land, uns mit Freunden. Doch wir verbringen immer mehr Zeit im Verkehr. Am Land ist man aufs Auto angewiesen, in der Stadt kommt man damit nicht mehr weiter. So kann es nicht weitergehen. Wir wollen wieder gut vorankommen. Wir brauchen eine moderne und umweltbewusste Verkehrsplanung - zugeschnitten auf die Region. Bitte unterstützen Sie uns dabei! Mobilität bringt Freiheit und verbindet – das Zuhause mit der Arbeit, die Stadt mit dem Land, uns mit Freunden. Doch wir verbringen immer mehr Zeit im Verkehr. Am Land ist man aufs Auto angewiesen, in der Stadt kommt man damit nicht mehr weiter. So kann es nicht weitergehen. Wir wollen wieder gut vorankommen. Wir brauchen eine moderne und umweltbewusste Verkehrsplanung - zugeschnitten auf die Region. Bitte unterstützen Sie uns dabei!
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Lebensmittel im Langzeit-Check: Die Bilanz (Do, 18 Mai 2017)
Vier Monate drüber und immer noch gut: 16 Wochen lang haben wir Lebensmittel mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) auf ihre Haltbarkeit getestet, mit bemerkenswerten Resultaten. 112 Tage nach Ende des MHD sind drei von acht Produkten nach wie vor genießbar – Joghurt, Soja-Joghurt und Räuchertofu. Jetzt muss es heißen: Schluss mit völlig unrealistischen Mindesthaltbarkeitsdaten! Gemeinsam mit der Lebensmittelversuchsanstalt in Klosterneuburg haben wir seit Jahresbeginn acht Lebensmittel mit abgelaufenem MHD alle zwei Wochen auf ihre Haltbarkeit untersucht. Und die Ergebnisse haben uns teilweise selbst überrascht: Die getesteten rohen Eier hielten bis 10 Wochen über dem MHD, die Salami und der Marmorgugelhupf 8 Wochen, der Tilsiter-Käse 6 Wochen. Nur der Brotaufstrich, ein Sesam-Dip, war schon beim ersten Test verdorben. Joghurt, Soja-Joghurt und Räuchertofu sind sogar auch 16 Wochen nach Ablauf des MHD noch einwandfrei. Wir werden sie deshalb weiter testen. Die Ergebnisse bestätigen unseren Verdacht: Lebensmittelproduzenten setzen das MHD oft viel zu kurz an. Jährlich landen in Österreich mindestens 760.000 Tonnen Lebensmittel im Müll. 280.000 Tonnen fallen alleine in den Haushalten an, das sind 7.000 LKW-Ladungen. Diese LKW-Sattelzüge würden hintereinander gestellt eine geschlossene Kette von knapp 160 Kilometer Länge ergeben! Ein großer Teil des Lebensmittelmülls entsteht deshalb, weil Produkte nach Ablauf des MHD ungeprüft weggeworfen werden. Jede Sekunde wandern also in Österreich originalverpackte Lebensmittel bester Qualität in den Müll. Hier kann die Politik nicht einfach tatenlos zusehen.  Zum Glück verlassen sich viele Konsumentinnen und Konsumenten auf ihre Sinne, bevor sie wertvolle Nahrung ungeprüft wegwerfen: Riechen, Schmecken, Schauen und auf die Konsistenz von Lebensmitteln Achten reicht meist aus, um die Qualität festzustellen. Viele Menschen in Österreich setzen beim Thema MHD schon jetzt ihren Hausverstand ein. Nun ist es an der Zeit, dass auch die Politik vernünftig handelt und entsprechende Maßnahmen ergreift.  
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Tick-Tack, Tick-Tack (Mo, 08 Mai 2017)
Die nördlichen Wälder unseres Planeten fallen tagtäglich der Zerstörung zum Opfer. Greenpeace nimmt seit einigen Monaten jene Unternehmen ins Visier, die durch ihre Produkte dem riesigen borealen Waldökosystem schaden. Während einige Firmen nun Maßnahme ergreifen, schweigen andere dazu. Und die Zeit für das wichtige Dvinsky-Waldschutzgebiet in Russland wird immer knapper. Im Einsatz für den Schutz der Wälder hat Greenpeace schon oft Firmen mit wichtigen, aber unangenehmen Tatsachen konfrontiert. Der Druck auf Unternehmen, die Produkte aus Urwaldzerstörung kaufen, hat erfolgreich dazu beigetragen, den Great Bear Rainforest in Kanada zu schützen und Moratorien auf Entwaldung durch die Soja- und Viehwirtschaftsausweitung im brasilianischen Amazonas zu schaffen. Ebenso entstanden mehrere „Zero Deforestation“(Null-Entwaldungs-)Verpflichtungen innerhalb und außerhalb Indonesiens, sowie eine Vielzahl von weiteren Schutzmaßnahmen und Regelungen zum Schutz der verbleibenden Urwälder der Welt vor weiterer Zerstörung und sinnloser Gier. Derzeit konfrontiert Greenpeace Unternehmen, die aus den russischen Wäldern Holzprodukte beziehen.  Anfang März veröffentlichte Greenpeace einen Bericht zur Zerstörung der letzten verbleibenden intakten Urwaldgebiete in der Region Archangelsk in Nordwestrussland – „Tatort Taiga“. Der Bericht zeigt auch auf, welche Kunden der Holzfirmen an der Zerstörung beteiligt sind. Sie alle vertrauen auf die Zertifizierung von FSC (Forest Stewardship Council).  Einen Monat nach der Publikation publizierte die russische Sektion des FSC ein Statement auf ihrer Website zum Bericht. Während FSC Russland nicht ausdrücklich mit der Schlussfolgerung von Greenpeace einverstanden ist, dass ein kompletter, stufenweiser Rückzug  aus der Abholzung der verbleibenden  intakten Urwaldgebiete (IFLs) in Arkhangelsk dringend notwendig ist, scheint die Organisation zumindest zu erkennen, dass man vom gegebenen „Business-as-usual“-Holzabbau in diesen wertvollen Urwaldgebieten wegkommen muss. Wie in unserem Bericht gezeigt rücken die Holzfirmen nach Abholzung eines Urwaldstückes einfach ins nächste Waldgebiet, ohne Rücksicht auf diese wertvolle Region. In ihren Schlussfolgerungen stimmt FSC Russland Greenpeace zu, dass durchaus der Druck von Kunden der FSC-zertifizierten Unternehmen notwendig ist, um die dringend notwendige Transformation der Forstindustrie in Archangelsk zu einem echten nachhaltigen Forstwirtschaftsmodell sowie die Erschaffung des Dvinsky-Waldschutzgebiets zu erreichen.  Schon vor der Publikation des Berichts hat Greenpeace in ganz Europa im Bericht genannte Unternehmen angeschrieben und sie zum Handeln aufgefordert. Die Antworten waren gemischt: Von eisernem Schweigen (z.B. von Papierproduzent Arctic Paper) über nichtssagende Antworten wie "unsere Richtlinien verlangen Produkte aus nachhaltiger Produktion“ (z.B. von Verpackungshersteller Smurfit Kappa) über Unternehmen, welche sich aktiv zu engagieren begannen (z.B. Nestlé, Stora Enso, SCA). Ein paar organisieren nun Besuche vor Ort, um bei der Schaffung von adäquaten Aktionsplänen mitzuhelfen.  Allerdings ist weiterer Kundendruck auf Pomor Timber, Titan und Arkhangelsk Pulp & Paper (APPM), insbesondere in Bezug auf die Schaffung des Dvinsky Waldschutzreservates, dringend erforderlich. Damit das Schutzgebiet im von offizieller Stelle erkorenen „Jahr der Naturschutzgebiete und Jahr der Ökologie in Russland“ unter Dach und Fach gebracht werden kann, müssen die erwähnten Firmen ihre formelle Unterstützung bis spätestens Ende Juni 2017 zusichern. Bis dann bleibt nicht mehr viel  Zeit.  Angesichts der Dringlichkeit dieser Situation und angesichts der FSC-Russland-Erklärung ruft Greenpeace die Kunden der drei Unternehmen dazu auf, dass sie von ihren Lieferanten verlangen, das geplante Waldschutzreservat auf der seit 2011 ausgearbeiteten Grundlage der vorgeschlagenen 489.000 Hektaren zu akzeptieren und öffentlich zu unterstützen. Wenn diese das geplante Waldschutzgebiet bis Ende Juni 2017 nicht öffentlich unterstützen (zusammen mit konkreten Fortschritten) sollten die Kunden die Verträge mit den Unternehmen aus Archangelsk suspendieren, bis Fortschritte sichtbar sein werden.  Helfen Sie mit, die Wälder des Nordens zu schützen  Alexey Yaroshenko ist Leiter der Waldkampagne von Russland.  
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Marktcheck 5-2017, Mehrweg-Getränke (Di, 02 Mai 2017)
Der Greenpeace-Marktcheck hat erneut das Angebot von Getränken in Mehrwegflaschen bewertet. Das Fazit ist ernüchternd: Plastikflaschen, Dosen und Wegwerfflaschen verdrängen immer mehr die umweltfreundliche Mehrwegflasche in den heimischen Supermärkten – ob bei Bier, Mineralwasser, Saft, Limonade oder Wein.   Test 5-2017, Mehrweg-Getränke Wie die Tabelle unten zeigt wird Unimarkt mit Firmensitz in Oberösterreich Testsieger. Punkten kann Unimarkt vor allem mit seinem regionalen Angebot bei Saft und Limonade. Interspar folgt auf Platz zwei und erhält ebenfalls ein „Gut“.  Alle Supermärkte haben Verbesserungsbedarf beim Mehrweg-Angebot - vor allem die Diskonter, denn die haben ihren Kunden und Kundinnen hier gar nichts zu bieten.  Die Noten "Sehr Gut" und "Ausgezeichnet" konnte Greenpeace diesmal nicht vergeben.  Die Ergebnisse Greenpeace-Marktcheck 5-2017: Test Mehrweg Zum Vergrößern und Ausdrucken einfach auf die Tabelle oben klicken. Greenpeace-Sprecherin Hanna Simons sagt zu den Ergebnissen des Tests: „Der Blick ins Supermarkt-Regal zeigt, dass es eng wird für die Mehrwegflasche. Dosen, Plastik und Wegwerfglas bedrohen die ökologischen Flaschen zum Wiederbefüllen – und das schadet unserer Umwelt.“ Denn im Gegensatz zu der Mehrweg-Glasflasche, die bis zu 40 Mal wiederbefüllt werden kann, landet die Einwegflasche direkt im Müll. Die Kriterien des Tests Greenpeace hat abgefragt, wie viele Produkte in Mehrweg-Flaschen bei Bier, Mineral, Saft bzw. Limonade und Wein erhältlich sind. Als fünfte Kategorie wurden die Maßnahmen zur Förderung von Mehrweg beurteilt. Im Detail sind dies: die (geplante) Einführung der 0,33 l-Bierflasche als Mehrweggebinde die Anzahl von Preisaktionen für Bier in Mehrwegflaschen die Kennzeichnung von Mehrwegflaschen im Regal das Angebot von gekühlten Getränken in Mehrwegflaschen Die Kriterien des Tests sind hier im Detail ausgeführt. Was die Supermärkte konkret anbieten und was sie für Mehrweg tun, ist bei den Ergebnissen hier zum Nachlesen. Die Mehrwegflasche ist bedroht Dosen, Plastik und Wegwerfglas bedrängen im Supermarkt-Regal die umweltfreundlichen Flaschen zum Wiederbefüllen. Noch ist Bier in der Halbliterflasche mit Pfand österreichweit erhältlich. Aber immer mehr KonsumentInnen greifen zu Bier in der 0,33 l-Flasche - die aber vorwiegend als Wegwerfflasche angeboten wird. Wie der Greenpeace Test zeigt besteht hier ein Ost-Westgefälle bei der Verpackung: In Vorarlberg ist auch die kleinere Bierflasche traditionell mit Pfand erhältlich, in Wien dagegen stellt die Pfandflasche eine echte Seltenheit dar. Mineralwasser wird von einigen wenigen bekannten Marken in Pfandflaschen abgefüllt. In den Supermärkten sind die Mehrweg-Glasflaschen oft nur mehr vereinzelt zu finden. Bei Fruchtsäften und Limonaden ist das Angebot an Mehrwegflaschen in den Supermarktregalen ebenfalls gering. Neben Pfanner und Pago mit einem kleinen Mehrweg-Angebot gibt es in einigen Bundesländern noch kleinere Brauereien und Fruchtsaft-Hersteller, die ihre Getränke in der umweltfreundlichen Alternative abfüllen. Beim Wein ist nur mehr die „Steiermark-Flasche“ am Mehrweg-Sektor zu nennen: Dank Spar werden diese Flaschen großflächig zurückgenommen, gereinigt und von den steirischen Winzern wieder befüllt. Greenpeace fordert ein "Ja" zu Mehrweg Die Supermärkte müssen mehr tun, wenn sie der Mehrwegflasche als beste aller Verpackungsformen wieder auf die Sprünge helfen wollen. Die angebotenen Mehrwegflaschen müssen im Regal besser platziert und klar gekennzeichnet werden. Attraktive Preise und mehr Aktionen helfen dieser Verpackungsform zusätzlich auf die Sprünge. Aber auch die Diskonter müssen endlich handeln und ein Pfand- und Rücknahmesystem einführen, fordert Hanna Simons: „Die Kunden und KundInnen von Hofer, Lidl und PennyMarkt schauen bei Mehrweg durch die Finger. Denn hier besteht nicht einmal die Wahlmöglichkeit zwischen einer Flasche zum Wegwerfen nach einmaligem Gebrauch und der umweltfreundlichen Pfandflasche.“  Nachhaltigkeit am Prüfstand Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt der Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen Einzelhandels unter die Lupe. Jeweils zu Monatsanfang wird im Hinblick auf die Erfüllung von nachhaltigen Kriterien ein Ranking der größten Supermarktketten in Österreich veröffentlicht. Infos zu allen Tests unter: greenpeace.at/nachhaltigkeit-im-test
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Wehret den Angriffen auf demokratische Rechte! (Di, 18 Apr 2017)
In Österreich und anderen EU-Ländern sowie außerhalb der Union erleben wir aktuell eine stückweise Aushöhlung demokratischer Grundrechte. Diese autoritären Entwicklungen müssen gestoppt werden. Denn sonst bleiben Mensch und Umwelt auf der Strecke. (c) Bence Járdány - Demonstration in Budapest Als Greenpeace setzen wir uns für eine Gesellschaft ein, in der die Bedürfnisse der Menschen und der Umwelt mehr zählen als der Profit weniger Großkonzerne. Wenn es darum geht, so rasch wie möglich so viel Profit wie möglich einzufahren, bleiben Umweltschutzstandards oder Arbeitnehmerrechte gezwungenermaßen auf der Strecke. Wenn wir die Geschicke der Menschheit denjenigen überlassen, die Profite scheffeln, kommen die Lebensbedingungen unserer Gesellschaft weiter unter die Räder. Nur eine demokratische Gesellschaft, in der die Menschen ihre Rechte einfordern, kann eine ökologisch nachhaltige Welt garantieren. Viele umweltpolitische Verbesserungen wurden durch demokratische Kämpfe ermöglicht. Ob es um fahrlässige Abfallentsorgung, die Vernichtung der Tropenwälder, die Ausweitung des Ozonlochs, die Überfischung unserer Meere, die Auswirkungen der Kernkraft oder die Verschmutzung von Gewässer, Böden oder der Vegetation geht – gegen all diese Übel haben wir in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Verbesserungen durchgesetzt. Eine starke Zivilgesellschaft, die anhand der zur Verfügung stehenden demokratischen Mittel Druck auf Regierungen und Konzerne ausübt, ist von zentraler Bedeutung für unser Ziel einer nachhaltigen Welt. Diese demokratischen Mittel müssen wir schützen – denn aktuell sind sie in Gefahr. Heute erleben wir autoritäre Tendenzen in Europa und der gesamten Welt. Scheibchenweise werden demokratische Rechte demontiert. In Ungarn und Polen gibt es seit Jahren Angriffe auf die Pressefreiheit und die Justiz. In Spanien wurde das Versammlungs- und Demonstrationsrecht mit hohen Geld- und Haftstrafen stranguliert und in Frankreich gilt seit 2015 ein Ausnahmezustand, der etwa Hausdurchsuchungen ohne richterliche Genehmigung und Demonstrationsverbote für Gewerkschaften zur Realität gemacht hat. In Russland, der Türkei und den USA setzen die Regierungen unter Putin, Erdogan und Trump auf einen zunehmend autoritären Führungsstil unter Gefährdung demokratischer Grundrechte. Doch auch in Österreich beginnt eine stückweise Zurückdrängung demokratischer Freiheiten – mit einer ganzen Reihe an bedenklichen Initiativen der Bundesregierung: Mit der Strafgesetznovelle sollen nicht näher definierte „staatsfeindliche Bewegungen und Aktivitäten“ mit hohen Strafen von bis zu zwei Jahren geahndet werden. Wer sich „auf gesetzwidrige Weise“ der Vollziehung von Gesetzen entgegenstellt, etwa durch einen Protest gegen ein Kraftwerk, könnte so ins Gefängnis wandern. Die Besetzung der Hainburger Au im Jahr 1984, ein historischer umweltpolitischer Erfolg, würde so künftig mit hohen Strafen verfolgt werden. Die schwammige Formulierung dieses „Gummiparagraphen“ öffnet einer möglichen missbräuchlichen Verwendung Tür und Tor. Zudem plant die Regierung eine Verlängerung der Anzeigefrist für Kundgebungen und Versammlungen, wodurch eine zeitnahe Reaktion auf tagespolitische Geschehnisse erschwert wird. Spontanversammlungen sollen zwar weiter möglich sein, sind jedoch leicht auflösbar und mit vielen Einschränkungen versehen. Versammlungen von Drittstaatsangehörigen, auch hier erlaubt die ungenaue Formulierung jederlei Interpretationsmöglichkeit, sollen zurückgedrängt werden. Sind nicht näher definierte „internationale Gepflogenheiten“ oder die „außenpolitischen Interessen“ Österreichs gefährdet, können Versammlungen untersagt werden. Dies könnte beispielsweise Proteste gegen die Arktis-Bohrungen ausländischer Ölkonzerne oder gegen die Folterung von AktivistInnen in Saudi-Arabien unmöglich machen, wenn der Gesetzgeber wirtschaftliche Interessen gefährdet sieht. Diese stückweise Aushöhlung von Grundrechten wie die Versammlungsfreiheit reiht sich ein in jüngste Maßnahmen der Regierung, etwa das polizeiliche Staatsschutzgesetz oder das Überwachungspaket, die umfangreiche Möglichkeiten einer verdachtsunabhängigen Überwachung schaffen. Da Innenminister Sobotka diese Pläne immer noch nicht weit genug gehen, sind weiter Verschärfungen nicht auszuschließen. Als Greenpeace lehnen wir jegliche Aushöhlung von Menschen- und Grundrechten ab. Die Versammlungsfreiheit ist – neben dem Recht auf freie Meinungsäußerung und der Pressefreiheit – einer der Eckpfeiler einer gesunden Demokratie und darf nicht leichtfertig eingeschränkt werden. Noch dazu durch Gummiparagraphen, die keine Rechtssicherheit schaffen und daher leicht missbraucht werden könnten. Unsere Mission für eine bessere Welt ist noch lange nicht zu Ende. Lassen wir uns die demokratischen Möglichkeiten dazu nicht nehmen!    Die Greenpeace-Stellungnahme zur Änderung des Versammlungsrechts finden Sie hier
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Ungarn und der Frieden, für den ich stehe (Di, 11 Apr 2017)
Die ungarische Regierung plant derzeit ein Gesetz, das Nichtregierungsorganisationen massiv schaden könnte: Organisationen, die mehr als 7,2 Millionen Forint (23.200 Euro) jährlich von ausländischen Geldgebern erhalten, sollen sich künftig bei Gericht registrieren lassen. Zudem soll bei allen Medienauftritten und Publikationen die Bezeichnung „auslandsunterstütze Organisation“ angeführt werden – diese diskriminierenden Methoden kannte man bis jetzt vor allem aus Russland und Israel. Katalin Rodics, Landwirtschaftsexpertin bei Greenpeace Ungarn erklärt, wieso es jetzt so wichtig ist, die Stimme zu erheben. Protest gegen neue Gesetze, die auf Hochschulen und NGOs abzielen Im Winter 2017 erhielt ich einen Anruf von einer Kollegin. Sie erzählte mir von einer kleinen Gruppe von Leuten am Land, die weit weg von den chaotischen Straßen Budapests, Hilfe benötigten. Eine lutherische Organisation startete gerade ein Projekt, um Menschen mit Behinderung am Arbeitsmarkt zu integrieren. Wir entschlossen uns, das Projekt zu unterstützen. Und diese Entscheidung haben wir nicht bereut: Gemeinsam mit Greenpeace Ungarn plant die Gruppe jetzt einen zugänglichen ökologischen Garten im Budapester Stadtzentrum. Um Hilfe wurde ein Netzwerk an Biobäuerinnen und Biobauern in Ungarn angefragt, das wir über das ganze Land verteilt aufgebaut haben. Mit biologischen Pflanzen und Materialien werden sie dabei helfen, den Garten blühen zu lassen. Bald werden mehr als 100 Menschen mit Behinderung an diesem Projekt arbeiten, und zeigen, dass nachhaltige Landwirtschaft machbar ist. Das ist das Ungarn, das ich liebe und auf das ich stolz bin – aufstrebend und integrierend. Ich wünsche mir, dass alle Kinder in einer Gesellschaft aufwachsen können, in der sie den Mut haben, für das einzutreten, an das sie glauben. Das ist das Ziel, das ich anstrebe. Jeden Tag kämpfen zivilgesellschaftliche Organisationen, egal ob groß oder klein, dafür, dass dieses Land sicherer, sauberer und zu einem ökonomisch pulsierenden Ort wird. Doch all das ist in Gefahr, wenn die jetzige Regierung ihren Kurs beibehält. Ein neues Gesetz wurde erst kürzlich im ungarischen Parlament eingebracht. Dieses bedroht massiv die Arbeit von Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs), die sich für unsere Rechte und Umwelt einsetzen. Das Gesetz würde jede Gruppe, die eine bestimmte Finanzierungssumme von Personen außerhalb Ungarns erhält, als „ausländischen Agenten“ abstempeln und möglicherweise mit Geldwäschern oder sogar Terroristen in Verbindung bringen. Protest gegen neue Gesetze, die auf Hochschulen und NGOs abzielen Greenpeace ist eine Organisation, die bereit ist, Regierungen und Unternehmen herauszufordern, wenn diese unsere Umwelt verschmutzen – sei es die Luft, die Gewässer oder den Boden. Sich für relevante Dinge einzusetzen, ist bedeutend, wenn man in einer freien Gesellschaft lebt. Aber die ungarische Regierung signalisiert, dass sie bestimmte zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für das Wohl von Mensch und Umwelt einsetzen, schwächen will. Am vergangenen Wochenende haben sich 70.000 Menschen vor dem ungarischen Parlament versammelt, um für eine freie Gesellschaft und Meinungsfreiheit einzutreten. Mütter, Väter, Schwestern, Brüder, Studenten, Lehrer, Aktivisten - eine Gruppe aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten kam zusammen. Wir werden niemals aufhören unsere Universitäten, Organisationen und unsere freie Gesellschaft zu verteidigen. Gemeinsam stehen wir für eine grünere und friedlichere Welt.        
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Jubiläum: Greenpeace feiert 20 Jahre Gentechnik-Volksbegehren (Do, 06 Apr 2017)
Vor 20 Jahren konnte Greenpeace einen der größten Kampagnen-Erfolge in der österreichischen Geschichte verbuchen. Das 1997 unterzeichnete Volksbegehren war ein überwältigendes Signal gegen den Einsatz von Gentechnik. Über Umwege landet Gentechnik allerdings dennoch auf unseren Tellern: In der Schweine- und Rindermast wird in Österreich in großen Mengen Gentech-Soja eingesetzt. GEntchnik "Turbokuh" April 1997 Zwischen 7. und 14. April 1997 unterzeichneten 1,2 Millionen ÖsterreicherInnen das Gentechnik-Volksbegehren, das drei Forderungen enthielt: „Kein Essen aus dem Genlabor in Österreich“ „Keine Freisetzungen genmanipulierter Organismen in Österreich“ „Kein Patent auf Leben“ Das bis heute zweiterfolgreichste Volksbegehren der österreichischen Geschichte war ein starkes Signal der Bevölkerung gegen Gentechnik: Auch 20 Jahre später gibt es in Österreichs Supermärkten keine gentechnisch veränderten Lebensmittel, und auf unseren Feldern werden keine Gentech-Pflanzen angebaut. Mahnwache 10/1997 Mit zahlreichen Enthüllungen und Aktionen setzt sich Greenpeace seit den 1990ern für ein gentechnikfreies Österreich ein. Zum Beispiel 1998: Greenpeace weist Gentech-Soja in Iglo-Hühnersticks nach. Der Hersteller Unilever und in der Folge sogar der Produktionsgigant Nestlé garantieren schlussendlich, auf Gentech-Inhaltsstoffe zu verzichten. 1999 führt Österreich als erstes Land der Welt das „Gentechnik-frei“-Gütezeichen ein. 2003 setzt auch Toni’s Freilandeier ein Zeichen und stellt auf gentechnikfreie Produktion um. Daraufhin folgt 2010 schrittweise die gesamte Eierbranche. Nach einer weiteren erfolgreichen Greenpeace-Kampagne wird 2005 auch NÖM-Milch 100% gentechnikfrei. Die Erfolge ziehen sich in die Jahre 2010 und 2012, als die österreichische Milch- und danach die Hühnerfleischindustrie flächendeckend auf gentechnikfreie Produktion umstellt. Zeit für Wende in der Landwirtschaft „Dennoch kann man nicht von einem gentechnikfreien Österreich sprechen“, sagt Herwig Schuster von Greenpeace, der schon zur Zeit des Volksbegehrens im Greenpeace-Team war. Handlungsbedarf besteht noch bei der Schweine- und Rindfleischproduktion. Jährlich sind hier immer noch zirka 350.000 Tonnen Gentechnik-Soja in Umlauf. „Jetzt müssen die Produzenten endlich handeln und auch abseits von Nischenprojekten Gentechnik aus den Futtertrögen verbannen“, fordert Herwig Schuster. „Bis spätestens Ende 2018 muss die gesamte heimische Lebensmittelproduktion auf kontrolliert gentechnikfreie Futtermittel umgestellt werden.“ Die Menschen in Österreich haben erfolgreich Nein zu Gentechnik gesagt. Was heute aber immer noch fehlt, ist eine grundlegende Veränderung unseres Landwirtschaftssystems. Gemeinsam mit Bäuerinnen, Bauern und vielen anderen Menschen setzt sich Greenpeace für eine Wende in der Landwirtschaft ein – hin zu einer ökologischen und zukunftsfähigen Produktion unserer Lebensmittel. TIPP: Wer beim Thema Gentechnik ganz sicher gehen will, kann auf Bio-Produkte zurückgreifen, oder auf Lebensmittel, die mit dem grünen „Ohne Gentechnik“-Gütezeichen gekennzeichnet sind.  
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Langzeittest: 42 Tage abgelaufene Lebensmittel einwandfrei (Do, 23 Mär 2017)
Was macht man mit Eiern, Käse, Joghurt, Soja-Joghurt, Tofu, Salami und Kuchen, deren Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) seit sechs Wochen überschritten ist? Ganz einfach: Man macht ein herzhaftes Mittagessen (Omelette) mit Vor- und Nachspeise (Tsatsiki bzw. Joghurt mit Früchten und Kuchen). Ein Team aus Greenpeace-MitarbeiterInnen verkostete jetzt jene Lebensmittel aus dem MHD-Langzeittest, die auch sechs Wochen nach dem Ablaufen des MHD noch im Rennen sind. Fazit: Alle Produkte waren nicht nur einwandfrei, sondern geschmacklich von frischen Lebensmitteln kaum zu unterscheiden. „Auch in der Praxis zeigt sich, was die Laborergebnisse bestätigen“, sagt Greenpeace-Sprecherin Hanna Simons während der Verkostung: „Das MHD ist bestenfalls eine Frischegarantie für Produkte und sagt rein gar nichts darüber aus, ob sie noch genießbar sind.“ Gemeinsam mit KollegInnen hat Hanna Simons die abgelaufenen Lebensmittel verkostet Greenpeace lässt Lebensmittel mit abgelaufenem MHD in der Lebensmittelversuchsanstalt in Klosterneuburg über einen Zeitraum von insgesamt vier Monaten testen. Die ersten Tests starteten Ende Jänner. Bis auf einen veganen Brotaufstrich sind alle getesteten Produkte nach wie vor einwandfrei. Simons hofft, dass die Testreihe Klarheit in das leidige Thema MHD bringt: „Viele Konsumentinnen und Konsumenten halten das MHD irrtümlich für ein Verfallsdatum und werfen abgelaufene Lebensmittel ungeprüft in den Müll. In Summe fallen dann hunderttausende Tonnen an Lebensmittelabfällen an, die leicht vermeidbar wären.“ Dazu komme, dass viele Produzenten dass MHD zu früh ansetzen würden, um Haftungsfragen zu entgehen oder den Anforderungen der Supermärkte zu entsprechen. Simons: „Dabei können wir uns ganz einfach auf die eigenen Sinne verlassen: Anschauen, riechen, schmecken, tasten, bevor wir ein Produkt wegwerfen. Besteht es den Sinnetest, können wir es getrost essen.“  Bei der Haltbarkeit von Lebensmitteln hilft uns auch der Hausverstand. Damit Lebensmittel lange genießbar bleiben, müssen sie richtig gelagert werden. „Die meisten Produkte mögen es dunkel, kühl und trocken“, erklärt Simons. „Außerdem lohnt es sich, über den richtigen Platz für Lebensmittel im Kühlschrank nachzudenken. Käse mag es nicht zu kalt – ihn bewahrt man am besten ganz oben oder gleich im Gemüsefach auf. Eier gibt man am besten ins Eierfach in der Tür, Joghurt ins mittlere Fach.“ Von den 760.000 Tonnen Lebensmitteln, die in Österreich jährlich im Müll landen, stammt mehr als ein Drittel aus Privathaushalten. Wer sich auf seine Sinne statt auf das MHD verlässt, spart auch Geld. Jeder Haushalt wirft pro Jahr etwa 300 Euro an Lebensmitteln weg.
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Plan A für das Klima (Do, 16 Mär 2017)
Im vergangenen Jahr hat Österreich als eines der ersten EU-Länder das Klimaabkommen von Paris ratifiziert. Die darin definierten Ziele geben klare Leitlinien vor: Die Erderwärmung soll auf weit unter zwei Grad Celsius begrenzt und die Nutzung fossile Energie bis zum Jahr 2050 beendet werden. Was das für Österreich bedeutet, zeigt jetzt eine neue Studie. Die Studie „Energie- und Klimazukunft Österreich“, herausgegeben von GLOBAL 2000, Greenpeace und WWF, zeigt einen möglichen Weg, wie der Energiebedarf Österreichs bis spätestens 2050 einerseits nahezu halbiert, andererseits ausschließlich aus heimischen erneuerbaren Energieträgern gedeckt werden kann. Zudem geht sie darauf ein, wie klimaschädliche Treibhausgasemissionen aus Bereichen wie Industrie, Landwirtschaft und Energieversorgung um insgesamt mindestens 90 Prozent bis 2050 gesenkt werden können. Um die im Klimaabkommen von Paris festgelegten Ziele zu erreichen, braucht es ambitionierte Pläne auf nationaler Ebene. Derzeit arbeitet die österreichische Bundesregierung an einer nationalen Energie- und Klimastrategie, der jedoch bis heute klaren Ziele fehlen. Mit der aktuellen Studie „Klima- und Energiezukunft Österreich“ wollen die Umweltschutzorganisationen eine Hilfestellung bieten. „Die österreichische Regierung muss das Aus von Kohle, Öl und Gas bis zum Jahr 2050 in der Strategie verankern. Da gibt es nichts zu diskutieren. Nur so ist es möglich das Zwei-Grad-Ziel einzuhalten und die gravierendsten Auswirkungen des Klimawandels einzudämmen“, kommentiert der Klima- und Energiesprecher bei Greenpeace Österreich Adam Pawloff.
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Auf dem Holzweg (Mo, 13 Mär 2017)
Goldminen, wo unberührter Wald sein sollte: Luftaufnahmen von Greenpeace zeigen, wie der Mensch in Brasiliens Schutzgebieten wütet. Besserung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil. Eigentlich war Brasilien auf einem guten Weg, seinen Wald im Amazonasgebiet wirkungsvoll zu schützen: Zwischen 2005 und 2012 sind dort immer weniger Bäume gefällt worden als in den Jahren zuvor. Dieser Trend kehrte sich in den vergangenen Jahren allerdings um: Bis 2015 zog die Entwaldungsrate erneut um 75 Prozent an. Derzeit erwägt die brasilianische Regierung sogar, ihre Schutzbestimmungen weiter zu lockern; betroffen wären davon rund eine Million Hektar Wald. Luftaufnahmen von Greenpeace zeigen, wo und durch wen der Wald in diesen ausgewiesenen Schutzgebieten bereits jetzt bedroht ist. Die Bilder des Fotografen Daniel Beltrá zeigen illegale Goldminen und neu angelegte Straßen: vermutlich Zufahrten, um die Werthölzer im Wald zu schlagen, ganze Waldstücke zu roden oder Farmen zu bauen. Mit dem Verlust des Waldes verschwindet auch die Artenvielfalt im Amazonas. Und obwohl sich die Situation zusehends verschlimmert, macht die brasilianische Regierung Politik im Sinne der Holz- und Agrarwirtschaft: Präsident Michel Temer will in den kommenden Wochen einen Gesetzesentwurf im Parlament einbringen, der eines der Schutzgebiete auflöst und vier weitere um 40 Prozent verkleinert – rund ein Drittel der Fläche Belgiens. Das Weltklima braucht den Wald Schutzgebiete zu beschneiden, während im Amazonas gleichzeitig immer mehr Holz geschlagen wird – das passt nicht zusammen und widerspricht dem Pariser Klimaschutzabkommen, das auch Brasilien unterzeichnet hat. Damit die Erderhitzung unter 1,5 Grad Celsius stabilisiert werden kann, brauchen wir große, gesunde Waldgebiete wie den Amazonas. Länder wie Deutschland und Norwegen haben Brasilien in den vergangenen Jahren beim Waldschutz durch den Amazon Fund und das ARPA-Projekt mit Millionenbeträgen unterstützt – Bemühungen, die durch die jüngsten Entwicklungen missachtet werden. Denn die Entwaldungsrate in ganz Brasilien ist im vergangenen Jahr um 29 Prozent gestiegen – ein Alarmzeichen. Menschliche Eingriffe in das Ökosystem haben Folgen für den ganzen Planeten – das Weltklima braucht die „grüne Lunge“ in Südamerika. Die Gebiete, die Daniel Beltrá aus der Luft fotografiert hat, sind auch strategisch für den Waldschutz in Brasilien enorm wichtig. Sie bilden nämlich eine Art Barriere; so lange sie unter Schutz stehen, kann sich die Agrarindustrie nicht weiter ins Amazonas-Gebiet ausbreiten – in die Urwaldregion, die das größte zusammenhängende Waldgebiet entlang des namensgebenden Flusses bildet. Probleme gibt es viele Derzeit ist Brasilien offensichtlich jedoch nicht bereit, sich stärker zum Waldschutz zu bekennen. 40 Prozent der Treibhausgasemissionen des Landes hängen mit Entwaldung zusammen, damit steht es beim CO2-Ausstoß weltweit an sechster Stelle. „Schuld daran tragen Rinderzucht, illegaler Holzeinschlag und unkontrollierter Sojaanbau“, sagt Jannes Stoppel, Experte von Greenpeace Deutschland für Wald und Klima. Zwar sei das Soja-Moratorium ein Teilerfolg, um die Entwaldung einzudämmen. „Bergbau und gigantische Infrastrukturprojekte wie etwa Staudämme treiben die Entwaldung allerdings weiter voran. „Im Sinne des Klimaabkommens von Paris muss die Entwaldung gestoppt werden – für die Welt und die Glaubwürdigkeit Brasiliens“, fordert Jannes Stoppel. Helfen Sie uns, den Amazonas-Regenwald zu schützen!
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Lebensmittel im Langzeitcheck: Die Sechs-Monats-Bilanz (Fr, 21 Jul 2017)
Verschiedene Käsesorten, Joghurt und Eier stapeln sich im Kühlregal. Ein Blick darauf zeigt: Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist schon seit Monaten überschritten. Doch werden die Lebensmittel richtig gelagert, ist das kein Problem. Denn wie der Greenpeace-Langzeittest zeigt, sind die Produkte weit über dem Mindesthaltbarkeitsdatum unbedenklich. Das Joghurt hat sogar die 6-Monats-Grenze überschritten. Bereits 26 Wochen, also mehr als sechs Monate ist das Mindesthaltbarkeitsdatum beim Joghurt abgelaufen, doch das Produkt ist weiterhin unbedenklich verzehrbar. Zu diesem Ergebnis kommt das Labor der Lebensmittelversuchsanstalt, die im Auftrag von Greenpeace seit Jänner 2017 acht Produkte mikrobiologisch und sensorisch getestet hat. Auch die anderen Lebensmittel, darunter Käse, Wurst und Sojajoghurt, haben deutlich länger gehalten, als das Mindesthaltbarkeitsdatum vermuten lässt. Räuchertofu und Soja-Joghurt haben beide jeweils über 18 Wochen, die Eier immerhin über 10 Wochen länger gehalten. Der verpackte Kuchen sowie die Salami waren mehr als acht Wochen nach dem Ablauf des MHD noch verzehrbar und der verpackte Schnittkäse hielt über sechs Wochen. Nur der Sesam-Dip war nach zwei Wochen bereits verdorben. Hier war offenbar ein realistisches MHD vom Hersteller angegeben. Aus der Sicht von Greenpeace ist es endlich Zeit zu handeln: Die Lebensmittelhersteller und die Politik sind gefragt. Um den Wegwerf-Wahnsinn zu stoppen müssen sie sich für ein realitätsnahes Mindesthaltbarkeitsdatum einsetzen. Denn jährlich landen 206.000 Tonnen Lebensmittel im Müll, ob wohl sie noch genießbar sind. Unterstützen Sie unsere Petition gegen Lebensmittelverschwendung Finanziell unterstützt wird der MHD-Langzeittest von MUTTER ERDE, einer Initiative des ORF und führender Umwelt- und Naturschutzorganisationen. 
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Chance für den Bialowieza-Urwald (Fr, 14 Jul 2017)
Der wertvolle Bialowieza-Urwald in Polen bekam in den letzten Tagen tatkräftige Unterstützung von internationaler Seite. Während die UNESCO ihre Position verstärkt und sich mit einem Beschluss erneut für den Schutz des Bialowieza-Urwaldes ausgesprochen hat, bringt die EU-Kommission Polen nun vor den Europäischen Gerichtshof. Beide Institutionen schließen sich der Forderung von Greenpeace und vielen weiteren Organisationen, WissenschaftlerInnen und Menschen weltweit an: Die polnische Regierung muss die Abholzung im Bialowieza-Urwald sofort beenden. (c) Adam Lawnik/Greenpeace Es ist der 25.März 2016: Der polnische Umweltminister Jan Szyszko verabschiedet einen Beschluss über die Änderung des Waldwirtschaftsplans und verdreifacht die Abholzungsrate im Bialowieza-Urwald. Damit hat es die polnische Regierung an die Spitze getrieben. Aus diesem Grund begann eine internationale Protestwelle, die in den letzten Monaten einen Höhepunkt erreichte. Greenpeace-AktivistInnen verbrachten mehrere Wochen im Bialowieza-Urwald, ketteten sich an die Abholzungsmaschinen und protestierten auf den Bäumen. Auf der politischen Bühne kam es zu einem Tauziehen zwischen nationalen Interessen und europäischen Umweltschutzmaßnahmen. Die EU-Kommission drohte Polen mit einem Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof, falls die Abholzungen nicht sofort beendet werden würden.  Szyszko zeigte sich davon unbeeindruckt und erklärte die Abholzung mit dem Befall des Borkenkäfers. Doch diese Argumentation lässt die EU-Kommission nicht gelten. WissenschaftlerInnen bestätigen, dass der Borkenkäfer quasi ein natürlicher Bewohner des Waldes ist. Nun lässt die EU-Kommission ihren Worten Taten folgen: Polen muss sich vor dem Europäischen Gerichtshof verantworten. Zusätzlich ging die europäische Institution noch einen Schritt weiter: Sie fordert von dem Europäischen Gerichtshof vor dem Verfahren bereits einstweilige Maßnahmen, damit die polnische Regierung die Abholzungsarbeiten sofort stoppt:  http://bit.ly/2ui2YXl (c) Grzegorz Broniatowski/Greenpeace Der Grund für das Einschalten der EU-Kommission: Die Abholzung ist illegal. Denn mit dieser gefährdet die polnische Regierung ein Gebiet des europäischen Natura 2000-Netzwerkes, das besonders wertvolle Schutzgebiete in der Europäischen Union verbindet. Neben dem Natura-2000-Netzwerk ist der Urwald ebenso Teil des UNESCO-Weltnaturerbes. Aus diesem Grund hat sich die UNESCO letzte Woche mit einem Beschluss erneut für den Schutz des Bialowieza-Urwalds in Polen ausgesprochen. Die Entscheidung erfolgte im Zuge einer Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees, die in der polnischen Stadt Krakau stattfand. Konkret fordert die UNESCO die polnische Regierung auf, die Abholzungsarbeiten zu stoppen und einen grenzüberschreitenden Verwaltungsplan für den Urwald einzurichten. Szyszko habe in seiner Entscheidung den außergewöhnlichen universellen Wert des Bialowieza-Urwalds nicht berücksichtigt. Beide Entscheidungen sind ein herber Rückschlag für den polnischen Umweltminister. Umso mehr zeigt sie, dass Europa hinter dem Bialowieza-Urwald steht. Denn dieser ist einer der Letzten seiner Art. Der Urwald ist nicht nur eine polnische Angelegenheit. Er ist ein europäisches Naturjuwel, für den es sich zu kämpfen lohnt. 
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Neue Greenpeace-Werbekampagne mit Josef Hader (Do, 13 Jul 2017)
Die neue Werbekampagne von Greenpeace spielt bewusst mit Fake News, um auf unrealistische Angaben beim Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) aufmerksam zu machen. Österreichs Haushalte produzieren jedes Jahr 206.000 Tonnen an vermeidbaren Lebensmittelabfällen, vieles davon ist auf eine falsche Interpretation des MHD zurückzuführen. Mit der neuen Kampagne zeigt Greenpeace auf Plakaten, in Printinseraten und im Hörfunk einmal mehr auf, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum kein Ablaufdatum ist. Josef Hader (c)Mitja Kobal/Greenpeace Für die Radiospots wurde kein geringerer als der österreichische Kabarettist Josef Hader gewonnen. Er unterstützt die Kampagne, da ihm das Thema Lebensmittelverschwendung sehr am Herzen liegt und ihn die Texte für die Radiospots überzeugten. Mit unterhaltsamen, teils skurrilen Anekdoten macht er klar, dass man das MHD nicht für bare Münze nehmen darf.  Die Spots gibt es hier zum Anhören: Die Sujets für Plakate und Printmedien greifen die Ergebnisse des Greenpeace-Langzeitchecks auf und zeigen Käse, Eier und Joghurt – Lebensmittel, die bis zu 16 Wochen nach Ablauf des MHD noch genießbar sind. Die Fake News wie „Obst macht dumm.“ werden hier direkt auf dem Lebensmittel kommuniziert, mit dem Zusatz: „Glaub nicht alles, was auf einem Ei steht. Schon gar nicht das Mindesthaltbarkeitsdatum.“ Mit der Kampagne ruft Greenpeace dazu auf, die Petition gegen Lebensmittelverschwendung zu unterzeichnen und die Forderung nach realistischen Angaben zum MHD zu unterstützen.
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Fortschritt beim Dosenthunfisch (Di, 11 Jul 2017)
Zwei Jahre lang führte Greenpeace eine Kampagne gegen Thai Union, den größten Dosenthunfisch-Hersteller der Welt. Dabei zeigten wir auf, welche katastrophalen Arbeitsbedingungen und zerstörerischen Fangmethoden in der thailändischen Fischerei-Industrie an der Tagesordnung stehen. Gemeinsam mit Menschen weltweit haben wir den Thunfisch-Konzern aufgefordert seine Geschäftspraktiken zu ändern. Mit Erfolg: Heute präsentiert Thai Union neue Richtlinien für seine globale Produktion. Mit sozialen und ökologischen Maßnahmen setzt Thai Union endlich Schritte zu einer nachhaltigen Fischerei. The Greenpeace ship Esperanza continues on an expedition in the Indian Ocean to peacefully tackle unsustainable fishing. With some tuna stocks in the Indian Ocean, such as Yellowfin, on the brink of collapse due to overfishing, the expedition is exposing destructive fishing methods which contribute to overfishing and harm a range of marine life including sharks and juvenile tuna. Jede fünfte Thunfischdose stammt von Thai Union. Auch in Österreich ist der Konzern mit der Marke „John West“ vertreten. Der thailändische Konzern trägt Verantwortung für unsere Meere. Denn bereits 90 Prozent der Fischbestände sind laut den Vereinten Nationen bereits überfischt oder bis an die Grenzen genutzt. Doch bislang hat sich Thai Union geweigert, entsprechende Maßnahmen zu setzen, um tatsächlich einen nachhaltigen Beitrag zu leisten. Dies ändert sich jedoch ab heute: Mit neuen Richtlinien will der Fisch-Konzern zu einer nachhaltigen Fischerei beitragen. Dabei setzt Thai Union einerseits auf soziale Maßnahmen. Denn die Lebensbedingungen auf den thailändischen Fischfangschiffen sind oft extrem und führen zu Krankheiten bis hin zum Tod. Der Konzern wird bereits in den nächsten sechs Monaten einen Verhaltenskodex für menschenrechtskonforme Arbeitsbedingungen entlang seiner gesamten Lieferkette aufsetzen. Unabhängige Prüfer werden die Schiffe kontrollieren. Zusätzlich sollen elektronische Überwachungen menschenrechtsverletzende Praktiken auf den Flotten verbannen. Ebenso verlängert Thai Union ein Moratorium für das sogenannte Transshipment. Dies ist eine Methode der Fischerei-Industrie, bei der große Fischmengen auf offener See auf ein Transportschiff umgeladen werden. Das Fangschiff muss somit nicht zum Hafen zurückkehren und kann effizienter und kostengünstiger arbeiten. Auf offener See umgeht das Schiff jedoch auch staatliche Kontrollen. Damit verbunden sind oft Menschenrechtsverletzungen. Diese sind in der thailändischen Fischerei-Industrie gang und gäbe. Das Gehalt der Arbeiter wird oftmals zurückgehalten oder gar nicht ausbezahlt. Mündliche Vereinbarungen werden nicht eingehalten, was dazu führt, dass die Arbeiter oft mehrere Monate länger als vereinbart auf offener See bleiben müssen. Auch kommt es immer wieder zu verbaler und körperlicher Gewalt. Neben den sozialen Maßnahmen wird Thai Union auch ökologisch-nachhaltige Schritte setzen: Allen voran sollen zerstörerische Fischereimethoden reduziert werden. Im Fokus stehen zwei Fangarten: Die industrielle Langleinenfischerei und sogenannte Fischsammler (FAD). Beiden Methoden produzieren Beifang. (c) Greenpeace Die Langleinenfischerei soll bei Flotten, die für Thai Union liefern, reduziert und durch vertretbare Fangmethoden wie Leine und Rute ersetzt werden. Bei allen restlichen Langleinenschiffen sollen Methoden zum Einsatz kommen, um den Beifang zu reduzieren, wie zum Beispiel Rundhaken oder Vergrämer, die Vögel vertreiben. Denn etliche Tiere wie Seevögel, Schildkröten und Haie werden durch die Langleinenfischerei getötet und landen als Abfall wieder im Meer. Bis zum Jahr 2020 soll der Einsatz von FADs um 50 Prozent reduziert werden. . Fischsammler sind künstliche, schwimmende Plattformen, die von den Fischereiflotten auf der Meeresoberfläche ausgebracht werden. Thunfische werden von den FADs instinktiv angezogen, aber auch viele andere Meerestiere. Greenpeace-VertreterInnen werden sich alle sechs Monate mit MitarbeiterInnen von Thai Union treffen, um die Umsetzung der Maßnahmen zu evaluieren. Bereits Ende 2018 wird eine unabhängige Prüfung den Fortschritt von Thai Union dokumentieren. Die Maßnahmen von Thai Union stellen die Weichen für eine vertretbare Fischerei, bei der Menschenrechte geachtet werden. Zusätzlich sind die Verpflichtungen des Konzerns aber auch ein Zeichen für die gesamte Fischerei-Industrie: Der Status Quo ist nicht mehr akzeptabel. Und wenn es der größte Dosenthunfisch-Hersteller der Welt schafft, derartige Maßnahmen anzukündigen, dann können und müssen globale Fisch-Konzerne diesem Beispiel folgen. Greenpeace wird sich dafür weiterhin weltweit einsetzen. 
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Geben wir Plastik keine Chance (Mo, 03 Jul 2017)
Ob Verpackungen, Elektrogeräte oder Möbel – Plastik ist heute überall. Jedes Jahr gelangen in etwa acht Millionen Plastikabfälle in die Weltmeere. Das Material ist langlebig. Experten gehen von bis zu 450 Jahren aus. Für unsere Umwelt ist das eine Gefahr. Denn mit den Jahren zerkleinert sich das Plastik in den Ozeanen. Fische, Schildkröten und Vögel verwechseln die Kunststoffteilchen mit Nahrung. Viele verenden, da ihre Mägen von Plastik verstopft sind. Der Plastic Bag Free Day am 3. Juli soll auf die gravierenden Auswirkungen unserer Wegwerfgesellschaft aufmerksam machen. 2015 hat das Europäische Parlament beschlossen, Plastiksackerl den Kampf anzusagen: Ab 2018 sollen EU-weite keine gratis Plastiksackerl mehr verteilt und bis Ende 2019 die Menge der Sackerl grundsätzlich reduziert werden. Aus der Sicht von Greenpeace ist dieser Beschluss jedoch zu lasch. Beispielsweise wurden dünne Obstsackerl nicht berücksichtigt. In Österreich hat sich der Lebensmittelhandel 2016 freiwillig verpflichtet, die Sackerl aus Kunststoff zu reduzieren. Obwohl die Zahl in diesem Bereich zurückgegangen ist, ist noch viel zu tun. Die Textilbranche nutzt weiterhin das Plastiksackerl und gibt es gratis an die Kundinnen und Kunden weiter. Um die Plastikflut einzudämmen kämpft Greenpeace an den unterschiedlichsten Fronten und weltweit für weniger Kunststoff.   „Rainbow Warrior III“ auf der Suche nach Plastik Seit Juni 2017 ist das Greenpeace-Schiff im Mittelmeer unterwegs um in den kommenden Monaten die schädlichen Auswirkungen von Plastik zu dokumentieren. Der Fokus dabei liegt auf Einwegplastik, also Kunststoffprodukte, die nur kurz genutzt werden, wie Kaffeelöffel oder Plastiksackerl. 11/06/2017. Baleares. España.Objetos plásticos gigantes emergen del agua en el Mediterráneo. A primera hora de la mañana, activistas de Greenpeace, han llevado a cabo en aguas baleares una acción simbólica para visibilizar el problema de la contaminación por plásticos en los mares, y más en concreto en el Mediterráneo. La organización ha colocado diez objetos gigantes (1), algunos de los más comunes que se encuentran en playas y mares (dos botellas de 12 metros, dos vasos de 6, tapones y pajitas) para visibilizar lo que está pasando bajo las aguas mediterráneas, aunque no se pueda ver.El buque insignia de Greenpeace, el Rainbow Warrior ha comenzado una gira en España y continuará en Italia, Croacia y Grecia. La última etapa llevará a la nave a la costa búlgara del Mar Negro, una cuenca también afectada por la contaminación plástica.Durante el tour "Menos Plástico, Más Mediterráneo", el Rainbow Warrior se detendrá en varios puertos de cada país y el equipo de a bordo se reunirá con políticos, realizará eventos de puertas abiertas para el público y realizará experimentos científicos simples para exponer plásticos. Además, en el mar, el buque llevará a cabo investigaciones científicas en colaboración con instituciones científicas de cada país.©Greenpeace Handout/Pedro ARMESTRE - No sales - No Archives - Editorial Use Only - Free use only for 14 days after release. Photo provided by GREENPEACE, distributed handout photo to be used only to illustrate news reporting or commentary on the facts or events depicted in this image.  Nein zu PET-Flaschen Coca-Cola ist der weltweit größte Softdrink-Hersteller. Jedes Jahr verkauft das Unternehmen rund 100 Milliarden Plastikflaschen – das sind 3.400 Flaschen pro Sekunde. Recycelt werden diese aber nicht. Greenpeace fordert von Coca-Cola Verantwortung zu übernehmen und seine Flaschen zu 100 Prozent zu recyceln.   Kosmetik ohne Mikroplastik Doch auch die Kosmetikindustrie ist gefragt: In etlichen Pflegeprodukten wie Gesichtscreme oder Shampoo steckt Plastik. So zum Beispiel in vielen Nivea Produkten. Der Konzern spricht eigentlich davon "frei von Mikroplastik" zu sein, doch der Schein trügt: Nivea-Produkte enthalten Mikrokunststoffe, die nachweislich umweltschädlich sind. Aus diesem Grund fordert Greenpeace vom deutschen Nivea-Konzern Beiersdorf wirklich „plastikfreie“ Körperpflege anzubieten.  DEU, Hamburg, 2017, Aktion der Greenpeace Jugend vor dem NIVEA Flagstore am Hamburger Jungfernstieg und der Binnenalster, Copyright : Greenpeace/Fred Dott, Hamburg, http://www.freddott.de Plastikfreie Produkte, ob Stoffsackerl, wiederverwertbare Trinkbecher oder Naturkosmetik: Alternativen zu Kunststoff gibt es bereits. Daher rät Greenpeace vor dem Kauf immer auf die Zusatzinformation zu achten und Plastik keine Chance zu geben
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Marktcheck 7-2017, Obst und Gemüse (Mo, 03 Jul 2017)
Der Greenpeace-Marktcheck hat das Obst- und Gemüseangebot der Supermärkte unter die Lupe genommen. Dafür hat Greenpeace für jedes der zwölf Monate eine Sorte ausgewählt, die frisch geerntet oder als Lagerware aus Österreich erhältlich ist. Bewertet wurde, wie viel von dem Obst- und Gemüse-Angebot in den Supermärkten aus Österreich kommt und wie hoch der Bio-Anteil ist. Test 7-2017, Obst & Gemüse Der Test vom Greenpeace-Marktcheck zeigt: Mehr als die Hälfte der Produkte stammen aus Österreich. Beim Bio-Anteil können und sollten sich die Supermärkte aus Sicht von Greenpeace noch verbessern. Als beste Note gab es ein „Gut“ – sowohl für den Testsieger Merkur als auch für Billa und Hofer auf den Plätzen zwei und drei.  Die Ergebnisse Greenpeace-Marktcheck 7-2017: Test Obst und Gemüse Zum Vergrößern und Ausdrucken einfach auf die Tabelle oben klicken. Hier die Detailinfos zum Nachlesen: das Ergebnisse und das Angebot der Supermärkte die Kriterien des Tests im Detail Obst und Gemüse im Test Die folgenden Sorten hat Greenpeace für den Test erhoben. Abgefragt wurde der Zeitraum April 2016 bis Mai 2017. Gemüse-Auswahl für 12 Monate 2017 April Radieschen März Erdäpfel Februar Karotten Jänner Zwiebel 2016 Dezember Äpfel November Maroni Oktober Weintrauben September Paradeiser August Paprika Juli Zucchini Juni Erdbeeren Mai Spargel   Heimische Ware schützt das Klima Ob bei Erdbeeren oder Spargel, der Griff zu heimischen Obst- und Gemüseprodukten ist auf jeden Fall möglich. Im Schnitt stammen über 60 Prozent der abgefragten Produkte aus Österreich. Das schont das Klima: Äpfel die beispielsweise aus Neuseeland angeschifft werden, sind fast sieben Mal so klimaschädlich wie Äpfel aus der Region. Nicht nur der Transport, auch die massive Bewässerung in heißen und trockenen Regionen wirkt sich negativ auf die Klimabilanz aus. „Wer österreichisches und saisonales Obst und Gemüse kauft, schützt das Klima“, sagt Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftssprecher bei Greenpeace in Österreich. Bio ist die beste Wahl Am besten für unsere Mensch und Umwelt sind Produkte in Bio-Qualität. Für deren Herstellung dürfen keine chemisch-synthetische Pflanzengifte eingesetzt werden. „Heimisches Obst und Gemüse in Bio-Qualität ist auch für unsere Gesundheit die beste Wahl“, sagt Theissing-Matei. Daher hat Greenpeace beim Obst und Gemüse-Test nicht nur abgefragt, wie hoch der Bio-Anteil insgesamt ist, sondern auch wie viel der Ware aus biologischer Landwirtschaft in Österreich kommt. Bei dem Greenpeace-Marktcheck konnten in der Kategorie „Bio aus Österreich“ Merkur, Billa und Hofer am meisten punkten. Lidl ist hier Schlusslicht und landet auf dem letzten Platz.  Einkaufen mit Verantwortung Die Supermärkte steuern mit der angebotenen Ware, welches Obst und Gemüse im Einkaufswagen landet. Mit dem Test von Obst- und Gemüse zeigt Greenpeace auf, dass sowohl bei heimischer Ware als auch beim Bio-Angebot noch Verbesserungsbedarf in den Märkten besteht. Aber auch die KonsumentInnen können und müssen beim Einkauf Verantwortung zeigen. Sebastian Theissing: „Greenpeace empfiehlt bei Obst und Gemüse möglichst saisonal, regional und bio zu kaufen. Das ist ein wichtiger Beitrag, damit Erdbeeren im Winter bei uns endlich der Vergangenheit angehören.“ Tipp: Saisonkalender Obst & Gemüse Die folgenden Saisonkalender helfen allen, die sich gesund ernähren und umweltfreundlich einkaufen wollen:   Obst und Gemüse aus ganz Österreich (umweltberatung.at) Obst und Gemüse aus Tirol (MPreis) Nachhaltigkeit am Prüfstand Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt der Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen Einzelhandels unter die Lupe. Jeweils zu Monatsanfang wird im Hinblick auf die Erfüllung von nachhaltigen Kriterien ein Ranking der größten Supermarktketten in Österreich veröffentlicht. Infos zu allen Tests unter: greenpeace.at/nachhaltigkeit-im-test
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Greenpeace-Test: Hälfte des Faschierten mit resistenten Keimen belastet (Mi, 21 Jun 2017)
Wie wir Nutztiere halten, schadet unserer Gesundheit: Wegen der schlechten Haltungsbedingungen werden die Tiere oft krank und deshalb mit Antibiotika behandelt. Dadurch passen sich immer mehr Bakterien an und werden resistent gegen die Medikamente. Solche multiresistenten Keime können auch für Menschen hochgefährlich sein. Wir haben stichprobenartig untersucht, inwieweit in Österreich erhältliches Frischfleisch in dieser Hinsicht belastet ist. Und die Ergebnisse unserer Tests sind alarmierend. Beim faschierten Fleisch war die Hälfte der Proben keimbelastet. In drei der sechs Produkte wurden ESBL-Keime entdeckt, in einem davon zusätzlich MRSA. Theoretisch können sich aber auch auf jedem anderen Fleischstück Keime befinden. Besonders häufig kann damit bei Schweinefleisch gerechnet werden, da in der Schweine-Mast sehr viele Antibiotika zum Einsatz kommen. Es braucht daher dringend eine drastische Reduktion des Antibiotika-Einsatzes in der Tierhaltung! Unser Tipp für Konsumentinnen und Konsumenten: Auf gute Küchenhygiene achten. Wer mit seinen bloßen Händen Fleischlaibchen oder Cevapcici formt, läuft Gefahr, mit resistenten Keimen in Berührung zu kommen. Im schlimmsten Fall kann das eine schwere Erkrankung nach sich ziehen. Nach dem Kontakt mit rohem Fleisch sollte man sich daher immer gründlich die Hände waschen und die Kochutensilien säubern. Das Fleisch sollte außerdem immer gut durchgebraten werden. Beim Kauf empfiehlt es sich, Bio-Fleisch zu wählen. Hier ist der Einsatz von Antibiotika sehr viel strenger geregelt. Und natürlich kann man statt zu Fleisch auch einfach zu Gemüse oder etwa zu Soja-Produkten greifen. Schmackhafte und gesunde Alternativen gibt es erfreulicherweise jede Menge.  Fordern wir gemeinsam Maßnahmen gegen den massiven Antibiotika-Einsatz in der Tierhaltung!
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Anketten und durchhalten (Di, 13 Jun 2017)
Schon seit drei Wochen befinden sich Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace im polnischen Bialowieza-Wald. Tag für Tag versuchen sie alles Erdenkliche, um die Rodungen in dem bedeutsamen Wald zu stoppen. Sie ketten sich an Maschinen, klettern auf Bäume und unterbrechen so die Abholzungsarbeiten. Ans Aufgeben denken die Aktivistinnen und Aktivisten nicht. Denn der Schutz des Bialowieza-Waldes ist zu wichtig. Wiola ist 26 Jahre jung und kommt aus der polnischen Stadt Poznan. Bereits seit sieben Jahren ist sie Greenpeace-Aktivistin und setzt sich für den Schutz unseres Planeten ein. Wiola bestieg schon im Jahr 2013 gemeinsam mit anderen den „Shard“-Wolkenkratzer in London, um gegen Ölbohrpläne von Shell in der Arktis zu protestieren. Die Aktion erreichte damals weltweite Aufmerksamkeit. Zwei Jahre später verkündete Shell, sich aus der Arktis zurückzuziehen. Jetzt protestiert Wiola gegen die Abholzung in einem der letzten Urwälder Europas, dem Bialowieza-Wald in ihrer Heimat Polen. Bei einem der Proteste befand sich Wiola auf einem dreibeinigen Gerüst, das zwischen Rodungsmaschinen aufgestellt war. Durch diese Blockade konnte die Abholzung vor Ort nicht weitergeführt werden. Wiola ist eine von vielen Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten, die derzeit im wertvollen Bialowieza-Wald gegen dessen Abholzung protestiert. Durchschnittlich 20 bis 40 Personen befinden sich seit dem 24. Mai in dem Urwald, um friedliche, direkte Aktionen durchzuführen. Greenpeace antwortet mit solchen Aktionen, wenn Unternehmen oder Regierungen auf die Zivilgesellschaft nicht mehr hören und Gespräche mit ihnen zu nichts führen. Und das ist der Fall beim Bialowieza-Wald: Greenpeace Polen setzt sich bereits seit Jahren für den Schutz dieses UNESCO-Weltnaturerbes ein. Er gehört zu den letzten Urwäldern Europas und bietet für mehr als 11.000 Tierarten ein Zuhause. Immer wieder hat es in der Vergangenheit so ausgesehen, als ob das polnische Umweltministerium endlich Schutzmaßnahmen für den Wald ergreifen würde. Doch jene, die sich freuten, freuten sich zu früh. Die polnische Regierung will nun das Ausmaß des Holzeinschlags im Bialowieza-Wald sogar verdreifachen. Und die Rodungen finden mitten in der Brutzeit der dort heimischen Vögel statt. Dies war eigentlich bis vergangenen Jänner verboten. Doch der polnische Umweltminister Jan Szyszko führte ein neues Gesetz ein, mit dem nun Rodungen während der Brutzeit erlaubt sind. Grund genug für Wiola und viele weiteren Greenpeace-Aktivistinnen und Aktivisten, um vor Ort einzuschreiten und friedliche Aktionen zu organisieren. Sie wollen die Rodungen zumindest kurzfristig stoppen und außerdem weltweite Aufmerksamkeit für den Schutz des Urwaldes schaffen. Und sie tun dies mit Erfolg: Innerhalb der letzten drei Wochen konnten die Aktivistinnen und Aktivisten bereits für mehrere Tage die Rodungsarbeiten unterbrechen. Dafür ketteten sie sich an die Maschinen, die die Bäume fällen sollen, und kletterten auf Bäume, wo sie riesige Transparente anbrachten. Auch einige Bewohnerinnen und  Bewohner von naheliegenden Dörfern unterstützten die Aktionen. Die einen beteiligten sich mit selbst gebastelten Schildern an einem Protestmarsch durch den Wald; die anderen brachten den Aktivistinnen und Aktivisten, die an den Maschinen angekettet waren, Tee und Sandwiches, um sie nach stundenlangem Ausharren zu stärken.   Die Unterbrechung der Rodungsarbeiten hat zwar bislang den polnischen Umweltminister noch nicht zum Umdenken gebracht, doch die Aktionen sind von großer symbolischer Wirkungskraft und erreichten weltweite Aufmerksamkeit: Vom britischen Guardian bis zur Washington Post berichteten Medien über die Proteste. In Österreich zeigten etwa die Zeit im Bild im ORF und die Puls4 Nachrichten Beiträge über die Aktionen. Auch die UNESCO reagierte und veröffentlichte ein Schreiben, in dem die Organisation der Vereinten Nationen festhält, dass Rodungen von alten Bäumen im Bialowieza-Wald eine mögliche Gefahr für den außergewöhnlichen universellen Wert der Wälder darstellt. Und die EU-Kommission droht der polnischen Regierung mit einem Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof, falls die Rodungen nicht gestoppt werden. Mit all diesen Maßnahmen steigt der Druck auf die polnische Regierung. Sie muss endlich einsehen, dass das UNESCO-Weltnaturerbe vor weiterer Zerstörung geschützt gehört. Wiola und die anderen Greenpeace-Aktivistinnen und Aktivisten geben nicht auf. Sie protestieren weiterhin im Bialowieza-Wald und setzen sich für den Schutz eines der letzten Urwälder Europas ein. Bitte unterstützen Sie Wiola und die anderen und erheben auch Sie Ihre Stimme für diesen wertvollen Wald!
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Marktcheck 6-2017, Veggie-Grillen (Mi, 07 Jun 2017)
Der Greenpeace-Marktcheck hat vor dem Höhepunkt der Grillsaison geprüft, was die Supermärkte an pflanzlichen Grill-Produkten zu bieten haben. Das Ergebnis ist durchaus erfreulich: Ob Gemüseburger, vegane Wurst oder Grillkäse, fast alle Supermärkte bieten gute Alternativen zu Grillfleisch an.   Test 6-2017, Veggie-Grillen Für den Test „Veggie-Grillen“ hat Greenpeace zehn vegetarische Produkte zum Grillen definiert und von den Supermärkten abgefragt, welche davon erhältlich sind. Auch ob die Produkte biologisch hergestellt und vegan sind und wie sie gekennzeichnet sind, hat Greenpeace bewertet.  Die Ergebnisse Test 6-2017: Veggie-Grillen Zum Vergrößern und Ausdrucken einfach auf die Tabelle oben klicken. Zu den Test-Ergebnissen "Veggie-Grillen": Billa und Merkur werden mit dem besten Angebot ex aequo Testsieger und erhalten wie Interspar von Greenpeace die Bestnote "Ausgezeichnet". Hofer und MPreis folgen im Ranking mit der Note "Sehr Gut". Sutterlüty, Spar und Unimarkt erhalten ein "Gut" von Greenpeace, Lidl ein "Befriedigend". PennyMarkt hat das kleinste Angebot und liegt mit "Nicht genügend" abgeschlagen auf dem letzten Platz. Im Test beim "Veggie-Grillen"  Für den Test hat Greenpeace die folgenden vegetarischen Grill-Produkte ausgewählt. Diese sind vorwiegend pflanzlicher Natur. Ansonsten werden bei der Herstellung als Zutaten nur Bestandteile vom lebenden Tier verwendet:  Wurst, also Vurst Tofu natur Tofu geräuchert Fleischersatzprodukt, nicht auf Sojabasis Gemüselaibchen/Bratlinge/Burger Falafel Grillkäse Grillsauce Baguette Ein vegetarisches/veganes Produkt zum Grillen nach Wahl Bewertet wurde, wie viele dieser Produkte in den Supermärkten angeboten werden. Auch ob sie biologisch erzeugt und auch vegan sind, also ganz ohne tierische Zutaten auskommen, hat Greenpeace beurteilt. Verbessern können sich alle Supermärkte noch bei der Kennzeichnung der Produkte: Der Hinweis "vegan" oder "vegetarisch" erleichtert den KonsumentInnen den Griff zu den umweltfreundlicheren Produkten. Alle Infos zu den Test-Kriterien "Veggie-Grillen" Weniger Fleisch bringt's Unser Fleischkonsum belastet die Gesundheit und unsere Umwelt. Die ÖsterreicherInnen essen fast 66 Kilogramm Fleisch pro Jahr. Die Österreichische Gesellschaft für Ernährung empfiehlt jedoch nicht mehr als 22 Kilogramm, also nur ein Drittel der tatsächlich verzehrten Menge. Die Folgen sind Herzkreislauferkrankungen und andere Zivilisationskrankheiten. Am beliebtesten ist in Österreich Schweinefleisch: Dessen Herstellung verursacht mehr als die doppelte Menge an klimaschädlichen Treibhausgasen im Vergleich mit Tofu - und Schweinefleisch ist sieben Mal so klimaschädlich wie Gemüse. Gute Gründe, weniger Fleisch und öfter Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Getreideprodukte zu essen. Grillen mit Veggie-Produkten Die beste Wahl sind vegane Produkte in Bio-Qualität, weil die biologische Produktion wesentlich schonender für die Umwelt ist. Mehr pflanzliche Produkte bedeuten auch weniger Tierleid und sind besser für unsere Gesundheit. "Der hohe Fleischkonsum tut uns nicht gut. Anlass genug, wieder mal was Neues auszuprobieren und beim nächsten Grillfest Gemüse und pflanzliche Produkte auf den Rost zu legen. Das Angebot in den Supermärkten stimmt. Jetzt müssen wir nur mehr zugreifen und können mit gutem Gewissen genießen", sagt Schachl abschließend.  Hintergrundinfo: Konsum von Fleisch und pflanzlichen Produkten Nachhaltigkeit am Prüfstand Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt der Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen Einzelhandels unter die Lupe. Jeweils zu Monatsanfang wird im Hinblick auf die Erfüllung von nachhaltigen Kriterien ein Ranking der größten Supermarktketten in Österreich veröffentlicht. Infos zu allen Tests unter: greenpeace.at/nachhaltigkeit-im-test
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Der Glyphosat-Gemeindecheck (Di, 06 Jun 2017)
Greenpeace hat alle österreichischen Gemeinden dazu befragt, wie sie es mit der Nutzung von Glyphosat halten. Die gute Nachricht: Schon 311 Gemeinden verzichten auf den umstrittenen Unkrautvernichter. Damit sind sie Vorbild für ganz Österreich und auch für Europa.   Zu den 15 Prozent glyphosatfreien Gemeinden gehören unter anderem die Landeshauptstädte Graz, Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt und St. Pölten. Die Bundeshauptstadt Wien verzichtet zumindest großteils auf Glyphosat. In den meisten Gemeinden ist der Einsatz des Wirkstoffes im öffentlichen Raum jedoch weiterhin Standard, zum Beispiel in Parks, auf Friedhöfen oder an Straßenrändern. Fordern wir gemeinsam von unseren Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, jetzt Verantwortung zu übernehmen und ebenfalls auf Glyphosat zu verzichten! Ob in eurer Gemeinde Glyphosat eingesetzt wird oder nicht, erfahrt ihr in unserem Gemeindecheck!
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Geheimakte Nord Stream 2 (Do, 01 Jun 2017)
Ein Naturschutzgebiet in Russland, Heimat von Seeadlern, Robben und Bären: Geht es nach den Plänen der Nord Stream 2 AG und Gazprom, soll bald einen Pipeline durch die unberührte Natur führen. Greenpeace wurden Unterlagen aus russischen Regierungskreisen zugespielt. Diese zeigen, wie möglich gemacht werden soll, dass die Route der Pipeline durch das russische Naturschutzgebiet Kurgalsky führt. Noch wäre eine solche Route gesetzeswidrig. Durch Änderungen russischer Umweltgesetze oder durch Grenzänderungen beim Naturschutzgebiet könnte sie aber ermöglicht werden. Der österreichische Mineralölkonzern OMV wird die Nord Stream 2 mit bis zu 950 Millionen Euro mitfinanzieren. Im Zuge der Veröffentlichung der Dokumente fordert Greenpeace die OMV auf, sich aus dem Projekt zurückzuziehen. „Es wäre mehr als unverantwortlich, in bestehende Umweltgesetze einzugreifen oder die Grenzen eines wertvollen Naturschutzgebietes zu verändern – nur, damit eine Gas-Pipeline errichtet werden kann. Dies könnte ein brandgefährlicher Präzedenzfall für den Umweltschutz werden“, erklärt Lukas Meus von Greenpeace in Österreich. Dass die Route der Nord Stream 2 durch das Naturschutzgebiet führen soll, wurde bereits öffentlich angekündigt. Auf welche Weise dies genau geschehen soll, ist aber bislang nicht bekannt. Die der Organisation zugespielten Dokumente geben hier Hinweise. Sie bestehen aus einem Briefwechsel und aus Protokollen von Treffen zwischen russischen Regierungsmitgliedern und VertreterInnen der Nord Stream 2 AG und Gazprom. Die Gespräche fanden zwischen Mai 2016 und März 2017 statt. In den Dokumenten werden mehrere Optionen, wie eine Route durch das Kurgalsky-Naturschutzgebiet erfolgen kann, beschrieben: Zum einen könnten die Grenzen des Naturschutzgebiets geändert werden. Zum anderen könnte die Verordnung über das staatliche Naturschutzgebiet Kurgalsky oder direkt das russische Umweltrecht geändert werden, um die Routenplanung umzusetzen.  Ein ehemaliger hochrangiger Beamter des russischen Umweltministeriums, der anonym bleiben möchte, hat Greenpeace die Dokumente zugespielt. Er ist über die Gespräche und Treffen aller Involvierten gut informiert und erklärt die Situation folgend: „Die Nord Stream 2 AG und ihre Partner nannten uns bestimmte Standards, zu deren Einhaltung sie sich verpflichten würden. Wir widersprachen jedoch mit dem Argument, dass wir zum einen keine ExpertInnen für Investment-Standards seien und zum anderen mit der gesetzeswidrigen Änderung der Grenzen eines Naturschutzgebiets schlichtweg keinen Präzedenzfall schaffen wollten. Natürlich sind die Nord Stream 2 AG und die Personen, die hinter diesem Konzern stehen, alles andere als angetan von einer solchen Position. Was sie von uns gerne hätten, ist eine Art Freibrief zu tun, was sie wollen, ohne um ihren Ruf fürchten zu müssen.“  Das Kurgalsky-Naturschutzgebiet befindet sich auf der Halbinsel Kurgalsky im Finnischen Meerbusen. Die Halbinsel bietet Lebensraum für viele seltene und bedrohte Tierarten. Kegelrobben, Ostsee-Ringelrobben, Bären, Wölfe und Füchse sind im Gebiet beheimatet. Auch der seltene Seeadler lebt hier. Seine Nistplätze befinden sich nur 50 Meter von der vorgeschlagenen Pipeline-Route entfernt. Auch die OMV ist an der Nord Stream 2 beteiligt. Im April 2017 wurde bekannt, dass der österreichische Konzern mit vier weiteren Unternehmen die Hälfte der Projektkosten von derzeit erwarteten 9,5 Milliarden Euro übernehmen wird. "Mit der Finanzierung der Nord Stream 2 macht sich die OMV mitverantwortlich für die Bedrohung eines wertvollen Lebensraums. Wenn der OMV Umweltschutz auch nur im Entferntesten wichtig ist, muss sie dem Projekt eine klare Absage erteilen“, sagt Meus.    Hier geht es zum Greenpeace-Bericht „Geheimakte Nord Stream 2“.
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Märchenwald in Gefahr: Die EU-Kommission eilt zur Rettung (Di, 30 Mai 2017)
Einer der letzten wilden Wälder Europas ist von massiven Abholzungen bedroht: der wunderschöne Bialowieza-Wald in Polen. Greenpeace kämpft für dessen Überleben – und erhält dabei machtvolle Verstärkung von der Europäischen Kommission. Uralte Bäume, tausende verschiedene Pflanzenarten und Heimat der europäischen Bisons: Der Bialowieza-Wald in Polen gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe und ist Teil des europäischen Natura-2000-Netzwerks. Mehr als 11.000 Tierarten sind in diesem Wald zuhause - neben den europäischen Bisons etwa auch etliche Vogelarten. Die höchsten Bäume Europas sind hier zu finden. Sie ragen 40 Meter und weiter in den Himmel, gewachsen über hunderte von Jahren. Bialowieza ist ungezähmt und wunderschön – einer der letzten wilden Wälder Europas. Ein Märchenwald, der jedoch bald zerstört werden könnte. Wenn es nach dem polnischen Umweltministerium geht, sollen hier in den kommenden zehn Jahren mehr als 180.000 Kubikmeter Holz gefällt werden. Der Vorwand dafür: Der Borkenkäfer sei dabei, die Wälder zu zerstören. Dass der Käfer schon immer Teil des Ökosystems war, interessiert in Regierungskreisen niemanden. Wirtschaftliche Interessen scheinen wichtiger zu sein. Umweltschutzorganisationen in Polen – darunter Greenpeace – arbeiten seit Jahren für Schutzmaßnahmen im Bialowieza-Wald. Und sie haben mittlerweile mächtige Unterstützung bekommen: Die EU-Kommission droht der polnischen Regierung mit einem Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof, falls die Rodungen nicht gestoppt werden. Dass das Bestehen der Europäischen Union auch mit umweltpolitischen Errungenschaften verbunden ist, geht in der medialen Berichterstattung oder im politischen Diskurs über Europa oftmals unter. Mit einer ganzen Reihe an Richtlinien und Maßnahmen wurden im Rahmen der EU in den letzten Jahrzehnten Standards gesetzt, die etwa den Erhalt wildlebender Vogelarten, den Schutz der Meeres- und Süßwasserwelt oder die Qualität von Trinkwasser und Luft garantieren. Der Bialowieza-Wald fällt ins sogenannte Natura-2000-Netz der EU. Dieses verbindet Schutzgebiete in der gesamten Europäischen Union und macht mehr als 18 Prozent der Landfläche der EU sowie sechs Prozent der Meeresfläche aus. Natura 2000 ist ein gutes Beispiel für Schutzbestimmungen, die es ohne EU nicht geben würde. Zum Glück können EU-Institutionen Regierungen zurechtweisen und bestrafen, wenn sie sich nicht an vereinbarte Umweltschutzstandards halten. Eine funktionierende europäische Gemeinschaft kann jedoch ein zentraler Faktor im globalen Kampf gegen den Klimawandel und ökologische Verwerfungen sein. Eine Welt, in der sich die meisten Herausforderungen nicht auf nationale Grenzen beschränken, braucht ein starkes, ökologisch nachhaltiges und demokratisches Europa. Greenpeace wird sich weiterhin für den Schutz des Bialowieza-Waldes und der anderen Wälder auf dieser Erde einsetzen. Unterstützt uns dabei!
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Uns fehlt die Luft zum Atmen! (Di, 23 Mai 2017)
Es ist unsichtbar, geruchlos und gefährlich: Stickstoffdioxid (NO2) greift die Atemwege an und kann Asthma und Bronchitis auslösen. Besonders gefährdet sind Kinder. Greenpeace hat NO2-Messungen vor vier Schulen in Wien, Graz und Innsbruck vorgenommen: Fast alle Ergebnisse liegen deutlich über den gesetzlichen EU-Grenzwert. Copyright Paul Langrock Agentur Zenit. Rushhour im Berufsverkehr auf Berliner Hofjaegerallee. Allee, Strasse, Autoabgas, Autoabgase, Emission, Emmmissionen, Schadstoff, Schadstoffausstoss, Verschmutzung, Schmutz, Umweltverschmutzung, abstrakt, Abstraktion, Licht, Lichter, Grossstadt, Fahren, KFZ, Kraftfahrzeug, Auto, Autos, Berufsverkehr, Fahrzeug, Fahrzeuge, Infrastruktur, Verkehrsinfrastruktur, mobil, immobil, Mobilitaet, Immobilitaet, Stau, Stop and Go, Transport, transportieren, Strasse, Strassenszene, Verkehr, Geschwindigkeit, Geschwindigkeitsbegrenzung, Tempolimit, Tempo, dynamisch, Dynamik, mobility, mobile, immobility, immobile, bumper to bumper traffic jam, car, rush hour time, speed, high, low, city, alley, street, light, citylights, air pollution, polluted, contaminated, contamination. Berlin Tiergarten. 21. Oktober 2015 Mit einer spektakulären Aktion beim Maria-Theresia-Monument in Wien hat Greenpeace am Dienstag in 20 Meter Höhe auf die alarmierenden Ergebnisse von jüngst durchgeführten Luftschadstoff-Messungen hingewiesen. Ausgestattet mit modernsten Messgeräten hat Greenpeace über den Zeitraum von einer Schulwoche im Halbstundentakt die Stickstoffdioxid-Werte vor vier Schulen in Wien, Graz und Innsbruck getestet und mit den Messungen der offiziellen Messstellen verglichen. Alle Schulen lagen an verkehrsreichen Straßen. Die Ergebnisse sind schockierend: „ Bei fast allen Standorten lagen die NO2-Werte deutlich über dem gesetzlich erlaubten EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft“, sagt Adam Pawloff, Klima- und Mobilitätssprecher von Greenpeace in Österreich: „Dieses aggressive Gemisch müssen unsere Kinder tagtäglich einatmen, ob sie wollen oder nicht.“ Stickstoffdioxid ist eine geschmack- und geruchlose gasförmige Verbindung, die vor allem bei der Verbrennung von Dieselkraftstoffen anfällt. NO2 greift die Atemwege an und kann Bronchitis und Asthma auslösen. „Stickoxide in der Luft zu akzeptieren, ist wie eine Schar von Kettenrauchern um das eigene Kind zu akzeptieren“, betont die Lungenfachärztin Robab Breyer-Kohansal vom Ludwig Boltzmann Institut für COPD und pneumologische Epidemiologie am Wiener Otto Wagner Spital. Laut Weltgesundheitsorganisation führt die Schadstoffbelastung durch den Straßenverkehr in Österreich pro Jahr zu 21.000 zusätzlichen Fällen von Bronchitis und 15.000 zusätzlichen Asthma-Anfällen bei Kindern. Und der Europäischen Umweltagentur sterben jährlich 8.200 Menschen in Österreich frühzeitig infolge der Luftverschmutzung –  910 davon aufgrund von Stickstoffdioxid. Wegen der andauernden Überschreitungen des EU-Grenzwerts für Stickstoffdioxid, hat die Europäische Kommission bereits im Februar ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich eingeleitet. „Wir fordern auf die jeweilige Region zugeschnittene Maßnahmen, die den öffentlichen Verkehr, Radfahren und Zu-Fuss- Gehen attraktiver machen als das Auto“, so Pawloff. In Gebieten, wo es derzeit nicht möglich ist auf das Auto zu verzichten, muss die Elektromobilität ausgebaut werden. Die Ergebnisse im Detail: Vor der Schule am Wiener Margaretengürtel lagen die Ergebnisse, hochgerechnet auf den Jahresmittelwert, um 73 Prozent über dem EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (µg/m³). Im Messzeitraum lagen die Greenpeace-Daten immer noch um knapp 40 Prozent über jenen der offiziellen Messstation am Hietzinger Kai. Auch bei der zweiten Schule in Wien und bei jener in Innsbruck lagen die Greenpeace-Messungen über den offiziellen Messdaten. Nur in Graz lagen sie leicht darunter –hochgerechnet zwar knapp unter dem von der EU erlaubten Jahresmittel, aber dennoch deutlich über den niedriger gelegenen Österreich-Grenzwert von 30 µg/m³.   Nehmen Sie gemeinsam mit uns Stellung zu einer umwelt- und klimafreundlichen Mobilität: mobilitaet.greenpeace.at
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Mobilität in Stadt & Land (Mo, 22 Mai 2017)
Mobilität bringt Freiheit und verbindet – das Zuhause mit der Arbeit, die Stadt mit dem Land, uns mit Freunden. Doch wir verbringen immer mehr Zeit im Verkehr. Am Land ist man aufs Auto angewiesen, in der Stadt kommt man damit nicht mehr weiter. So kann es nicht weitergehen. Wir wollen wieder gut vorankommen. Wir brauchen eine moderne und umweltbewusste Verkehrsplanung - zugeschnitten auf die Region. Bitte unterstützen Sie uns dabei! Mobilität bringt Freiheit und verbindet – das Zuhause mit der Arbeit, die Stadt mit dem Land, uns mit Freunden. Doch wir verbringen immer mehr Zeit im Verkehr. Am Land ist man aufs Auto angewiesen, in der Stadt kommt man damit nicht mehr weiter. So kann es nicht weitergehen. Wir wollen wieder gut vorankommen. Wir brauchen eine moderne und umweltbewusste Verkehrsplanung - zugeschnitten auf die Region. Bitte unterstützen Sie uns dabei!
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Lebensmittel im Langzeit-Check: Die Bilanz (Do, 18 Mai 2017)
Vier Monate drüber und immer noch gut: 16 Wochen lang haben wir Lebensmittel mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) auf ihre Haltbarkeit getestet, mit bemerkenswerten Resultaten. 112 Tage nach Ende des MHD sind drei von acht Produkten nach wie vor genießbar – Joghurt, Soja-Joghurt und Räuchertofu. Jetzt muss es heißen: Schluss mit völlig unrealistischen Mindesthaltbarkeitsdaten! Gemeinsam mit der Lebensmittelversuchsanstalt in Klosterneuburg haben wir seit Jahresbeginn acht Lebensmittel mit abgelaufenem MHD alle zwei Wochen auf ihre Haltbarkeit untersucht. Und die Ergebnisse haben uns teilweise selbst überrascht: Die getesteten rohen Eier hielten bis 10 Wochen über dem MHD, die Salami und der Marmorgugelhupf 8 Wochen, der Tilsiter-Käse 6 Wochen. Nur der Brotaufstrich, ein Sesam-Dip, war schon beim ersten Test verdorben. Joghurt, Soja-Joghurt und Räuchertofu sind sogar auch 16 Wochen nach Ablauf des MHD noch einwandfrei. Wir werden sie deshalb weiter testen. Die Ergebnisse bestätigen unseren Verdacht: Lebensmittelproduzenten setzen das MHD oft viel zu kurz an. Jährlich landen in Österreich mindestens 760.000 Tonnen Lebensmittel im Müll. 280.000 Tonnen fallen alleine in den Haushalten an, das sind 7.000 LKW-Ladungen. Diese LKW-Sattelzüge würden hintereinander gestellt eine geschlossene Kette von knapp 160 Kilometer Länge ergeben! Ein großer Teil des Lebensmittelmülls entsteht deshalb, weil Produkte nach Ablauf des MHD ungeprüft weggeworfen werden. Jede Sekunde wandern also in Österreich originalverpackte Lebensmittel bester Qualität in den Müll. Hier kann die Politik nicht einfach tatenlos zusehen.  Zum Glück verlassen sich viele Konsumentinnen und Konsumenten auf ihre Sinne, bevor sie wertvolle Nahrung ungeprüft wegwerfen: Riechen, Schmecken, Schauen und auf die Konsistenz von Lebensmitteln Achten reicht meist aus, um die Qualität festzustellen. Viele Menschen in Österreich setzen beim Thema MHD schon jetzt ihren Hausverstand ein. Nun ist es an der Zeit, dass auch die Politik vernünftig handelt und entsprechende Maßnahmen ergreift.  
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Tick-Tack, Tick-Tack (Mo, 08 Mai 2017)
Die nördlichen Wälder unseres Planeten fallen tagtäglich der Zerstörung zum Opfer. Greenpeace nimmt seit einigen Monaten jene Unternehmen ins Visier, die durch ihre Produkte dem riesigen borealen Waldökosystem schaden. Während einige Firmen nun Maßnahme ergreifen, schweigen andere dazu. Und die Zeit für das wichtige Dvinsky-Waldschutzgebiet in Russland wird immer knapper. Im Einsatz für den Schutz der Wälder hat Greenpeace schon oft Firmen mit wichtigen, aber unangenehmen Tatsachen konfrontiert. Der Druck auf Unternehmen, die Produkte aus Urwaldzerstörung kaufen, hat erfolgreich dazu beigetragen, den Great Bear Rainforest in Kanada zu schützen und Moratorien auf Entwaldung durch die Soja- und Viehwirtschaftsausweitung im brasilianischen Amazonas zu schaffen. Ebenso entstanden mehrere „Zero Deforestation“(Null-Entwaldungs-)Verpflichtungen innerhalb und außerhalb Indonesiens, sowie eine Vielzahl von weiteren Schutzmaßnahmen und Regelungen zum Schutz der verbleibenden Urwälder der Welt vor weiterer Zerstörung und sinnloser Gier. Derzeit konfrontiert Greenpeace Unternehmen, die aus den russischen Wäldern Holzprodukte beziehen.  Anfang März veröffentlichte Greenpeace einen Bericht zur Zerstörung der letzten verbleibenden intakten Urwaldgebiete in der Region Archangelsk in Nordwestrussland – „Tatort Taiga“. Der Bericht zeigt auch auf, welche Kunden der Holzfirmen an der Zerstörung beteiligt sind. Sie alle vertrauen auf die Zertifizierung von FSC (Forest Stewardship Council).  Einen Monat nach der Publikation publizierte die russische Sektion des FSC ein Statement auf ihrer Website zum Bericht. Während FSC Russland nicht ausdrücklich mit der Schlussfolgerung von Greenpeace einverstanden ist, dass ein kompletter, stufenweiser Rückzug  aus der Abholzung der verbleibenden  intakten Urwaldgebiete (IFLs) in Arkhangelsk dringend notwendig ist, scheint die Organisation zumindest zu erkennen, dass man vom gegebenen „Business-as-usual“-Holzabbau in diesen wertvollen Urwaldgebieten wegkommen muss. Wie in unserem Bericht gezeigt rücken die Holzfirmen nach Abholzung eines Urwaldstückes einfach ins nächste Waldgebiet, ohne Rücksicht auf diese wertvolle Region. In ihren Schlussfolgerungen stimmt FSC Russland Greenpeace zu, dass durchaus der Druck von Kunden der FSC-zertifizierten Unternehmen notwendig ist, um die dringend notwendige Transformation der Forstindustrie in Archangelsk zu einem echten nachhaltigen Forstwirtschaftsmodell sowie die Erschaffung des Dvinsky-Waldschutzgebiets zu erreichen.  Schon vor der Publikation des Berichts hat Greenpeace in ganz Europa im Bericht genannte Unternehmen angeschrieben und sie zum Handeln aufgefordert. Die Antworten waren gemischt: Von eisernem Schweigen (z.B. von Papierproduzent Arctic Paper) über nichtssagende Antworten wie "unsere Richtlinien verlangen Produkte aus nachhaltiger Produktion“ (z.B. von Verpackungshersteller Smurfit Kappa) über Unternehmen, welche sich aktiv zu engagieren begannen (z.B. Nestlé, Stora Enso, SCA). Ein paar organisieren nun Besuche vor Ort, um bei der Schaffung von adäquaten Aktionsplänen mitzuhelfen.  Allerdings ist weiterer Kundendruck auf Pomor Timber, Titan und Arkhangelsk Pulp & Paper (APPM), insbesondere in Bezug auf die Schaffung des Dvinsky Waldschutzreservates, dringend erforderlich. Damit das Schutzgebiet im von offizieller Stelle erkorenen „Jahr der Naturschutzgebiete und Jahr der Ökologie in Russland“ unter Dach und Fach gebracht werden kann, müssen die erwähnten Firmen ihre formelle Unterstützung bis spätestens Ende Juni 2017 zusichern. Bis dann bleibt nicht mehr viel  Zeit.  Angesichts der Dringlichkeit dieser Situation und angesichts der FSC-Russland-Erklärung ruft Greenpeace die Kunden der drei Unternehmen dazu auf, dass sie von ihren Lieferanten verlangen, das geplante Waldschutzreservat auf der seit 2011 ausgearbeiteten Grundlage der vorgeschlagenen 489.000 Hektaren zu akzeptieren und öffentlich zu unterstützen. Wenn diese das geplante Waldschutzgebiet bis Ende Juni 2017 nicht öffentlich unterstützen (zusammen mit konkreten Fortschritten) sollten die Kunden die Verträge mit den Unternehmen aus Archangelsk suspendieren, bis Fortschritte sichtbar sein werden.  Helfen Sie mit, die Wälder des Nordens zu schützen  Alexey Yaroshenko ist Leiter der Waldkampagne von Russland.  
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Marktcheck 5-2017, Mehrweg-Getränke (Di, 02 Mai 2017)
Der Greenpeace-Marktcheck hat erneut das Angebot von Getränken in Mehrwegflaschen bewertet. Das Fazit ist ernüchternd: Plastikflaschen, Dosen und Wegwerfflaschen verdrängen immer mehr die umweltfreundliche Mehrwegflasche in den heimischen Supermärkten – ob bei Bier, Mineralwasser, Saft, Limonade oder Wein.   Test 5-2017, Mehrweg-Getränke Wie die Tabelle unten zeigt wird Unimarkt mit Firmensitz in Oberösterreich Testsieger. Punkten kann Unimarkt vor allem mit seinem regionalen Angebot bei Saft und Limonade. Interspar folgt auf Platz zwei und erhält ebenfalls ein „Gut“.  Alle Supermärkte haben Verbesserungsbedarf beim Mehrweg-Angebot - vor allem die Diskonter, denn die haben ihren Kunden und Kundinnen hier gar nichts zu bieten.  Die Noten "Sehr Gut" und "Ausgezeichnet" konnte Greenpeace diesmal nicht vergeben.  Die Ergebnisse Greenpeace-Marktcheck 5-2017: Test Mehrweg Zum Vergrößern und Ausdrucken einfach auf die Tabelle oben klicken. Greenpeace-Sprecherin Hanna Simons sagt zu den Ergebnissen des Tests: „Der Blick ins Supermarkt-Regal zeigt, dass es eng wird für die Mehrwegflasche. Dosen, Plastik und Wegwerfglas bedrohen die ökologischen Flaschen zum Wiederbefüllen – und das schadet unserer Umwelt.“ Denn im Gegensatz zu der Mehrweg-Glasflasche, die bis zu 40 Mal wiederbefüllt werden kann, landet die Einwegflasche direkt im Müll. Die Kriterien des Tests Greenpeace hat abgefragt, wie viele Produkte in Mehrweg-Flaschen bei Bier, Mineral, Saft bzw. Limonade und Wein erhältlich sind. Als fünfte Kategorie wurden die Maßnahmen zur Förderung von Mehrweg beurteilt. Im Detail sind dies: die (geplante) Einführung der 0,33 l-Bierflasche als Mehrweggebinde die Anzahl von Preisaktionen für Bier in Mehrwegflaschen die Kennzeichnung von Mehrwegflaschen im Regal das Angebot von gekühlten Getränken in Mehrwegflaschen Die Kriterien des Tests sind hier im Detail ausgeführt. Was die Supermärkte konkret anbieten und was sie für Mehrweg tun, ist bei den Ergebnissen hier zum Nachlesen. Die Mehrwegflasche ist bedroht Dosen, Plastik und Wegwerfglas bedrängen im Supermarkt-Regal die umweltfreundlichen Flaschen zum Wiederbefüllen. Noch ist Bier in der Halbliterflasche mit Pfand österreichweit erhältlich. Aber immer mehr KonsumentInnen greifen zu Bier in der 0,33 l-Flasche - die aber vorwiegend als Wegwerfflasche angeboten wird. Wie der Greenpeace Test zeigt besteht hier ein Ost-Westgefälle bei der Verpackung: In Vorarlberg ist auch die kleinere Bierflasche traditionell mit Pfand erhältlich, in Wien dagegen stellt die Pfandflasche eine echte Seltenheit dar. Mineralwasser wird von einigen wenigen bekannten Marken in Pfandflaschen abgefüllt. In den Supermärkten sind die Mehrweg-Glasflaschen oft nur mehr vereinzelt zu finden. Bei Fruchtsäften und Limonaden ist das Angebot an Mehrwegflaschen in den Supermarktregalen ebenfalls gering. Neben Pfanner und Pago mit einem kleinen Mehrweg-Angebot gibt es in einigen Bundesländern noch kleinere Brauereien und Fruchtsaft-Hersteller, die ihre Getränke in der umweltfreundlichen Alternative abfüllen. Beim Wein ist nur mehr die „Steiermark-Flasche“ am Mehrweg-Sektor zu nennen: Dank Spar werden diese Flaschen großflächig zurückgenommen, gereinigt und von den steirischen Winzern wieder befüllt. Greenpeace fordert ein "Ja" zu Mehrweg Die Supermärkte müssen mehr tun, wenn sie der Mehrwegflasche als beste aller Verpackungsformen wieder auf die Sprünge helfen wollen. Die angebotenen Mehrwegflaschen müssen im Regal besser platziert und klar gekennzeichnet werden. Attraktive Preise und mehr Aktionen helfen dieser Verpackungsform zusätzlich auf die Sprünge. Aber auch die Diskonter müssen endlich handeln und ein Pfand- und Rücknahmesystem einführen, fordert Hanna Simons: „Die Kunden und KundInnen von Hofer, Lidl und PennyMarkt schauen bei Mehrweg durch die Finger. Denn hier besteht nicht einmal die Wahlmöglichkeit zwischen einer Flasche zum Wegwerfen nach einmaligem Gebrauch und der umweltfreundlichen Pfandflasche.“  Nachhaltigkeit am Prüfstand Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt der Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen Einzelhandels unter die Lupe. Jeweils zu Monatsanfang wird im Hinblick auf die Erfüllung von nachhaltigen Kriterien ein Ranking der größten Supermarktketten in Österreich veröffentlicht. Infos zu allen Tests unter: greenpeace.at/nachhaltigkeit-im-test
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Wehret den Angriffen auf demokratische Rechte! (Di, 18 Apr 2017)
In Österreich und anderen EU-Ländern sowie außerhalb der Union erleben wir aktuell eine stückweise Aushöhlung demokratischer Grundrechte. Diese autoritären Entwicklungen müssen gestoppt werden. Denn sonst bleiben Mensch und Umwelt auf der Strecke. (c) Bence Járdány - Demonstration in Budapest Als Greenpeace setzen wir uns für eine Gesellschaft ein, in der die Bedürfnisse der Menschen und der Umwelt mehr zählen als der Profit weniger Großkonzerne. Wenn es darum geht, so rasch wie möglich so viel Profit wie möglich einzufahren, bleiben Umweltschutzstandards oder Arbeitnehmerrechte gezwungenermaßen auf der Strecke. Wenn wir die Geschicke der Menschheit denjenigen überlassen, die Profite scheffeln, kommen die Lebensbedingungen unserer Gesellschaft weiter unter die Räder. Nur eine demokratische Gesellschaft, in der die Menschen ihre Rechte einfordern, kann eine ökologisch nachhaltige Welt garantieren. Viele umweltpolitische Verbesserungen wurden durch demokratische Kämpfe ermöglicht. Ob es um fahrlässige Abfallentsorgung, die Vernichtung der Tropenwälder, die Ausweitung des Ozonlochs, die Überfischung unserer Meere, die Auswirkungen der Kernkraft oder die Verschmutzung von Gewässer, Böden oder der Vegetation geht – gegen all diese Übel haben wir in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Verbesserungen durchgesetzt. Eine starke Zivilgesellschaft, die anhand der zur Verfügung stehenden demokratischen Mittel Druck auf Regierungen und Konzerne ausübt, ist von zentraler Bedeutung für unser Ziel einer nachhaltigen Welt. Diese demokratischen Mittel müssen wir schützen – denn aktuell sind sie in Gefahr. Heute erleben wir autoritäre Tendenzen in Europa und der gesamten Welt. Scheibchenweise werden demokratische Rechte demontiert. In Ungarn und Polen gibt es seit Jahren Angriffe auf die Pressefreiheit und die Justiz. In Spanien wurde das Versammlungs- und Demonstrationsrecht mit hohen Geld- und Haftstrafen stranguliert und in Frankreich gilt seit 2015 ein Ausnahmezustand, der etwa Hausdurchsuchungen ohne richterliche Genehmigung und Demonstrationsverbote für Gewerkschaften zur Realität gemacht hat. In Russland, der Türkei und den USA setzen die Regierungen unter Putin, Erdogan und Trump auf einen zunehmend autoritären Führungsstil unter Gefährdung demokratischer Grundrechte. Doch auch in Österreich beginnt eine stückweise Zurückdrängung demokratischer Freiheiten – mit einer ganzen Reihe an bedenklichen Initiativen der Bundesregierung: Mit der Strafgesetznovelle sollen nicht näher definierte „staatsfeindliche Bewegungen und Aktivitäten“ mit hohen Strafen von bis zu zwei Jahren geahndet werden. Wer sich „auf gesetzwidrige Weise“ der Vollziehung von Gesetzen entgegenstellt, etwa durch einen Protest gegen ein Kraftwerk, könnte so ins Gefängnis wandern. Die Besetzung der Hainburger Au im Jahr 1984, ein historischer umweltpolitischer Erfolg, würde so künftig mit hohen Strafen verfolgt werden. Die schwammige Formulierung dieses „Gummiparagraphen“ öffnet einer möglichen missbräuchlichen Verwendung Tür und Tor. Zudem plant die Regierung eine Verlängerung der Anzeigefrist für Kundgebungen und Versammlungen, wodurch eine zeitnahe Reaktion auf tagespolitische Geschehnisse erschwert wird. Spontanversammlungen sollen zwar weiter möglich sein, sind jedoch leicht auflösbar und mit vielen Einschränkungen versehen. Versammlungen von Drittstaatsangehörigen, auch hier erlaubt die ungenaue Formulierung jederlei Interpretationsmöglichkeit, sollen zurückgedrängt werden. Sind nicht näher definierte „internationale Gepflogenheiten“ oder die „außenpolitischen Interessen“ Österreichs gefährdet, können Versammlungen untersagt werden. Dies könnte beispielsweise Proteste gegen die Arktis-Bohrungen ausländischer Ölkonzerne oder gegen die Folterung von AktivistInnen in Saudi-Arabien unmöglich machen, wenn der Gesetzgeber wirtschaftliche Interessen gefährdet sieht. Diese stückweise Aushöhlung von Grundrechten wie die Versammlungsfreiheit reiht sich ein in jüngste Maßnahmen der Regierung, etwa das polizeiliche Staatsschutzgesetz oder das Überwachungspaket, die umfangreiche Möglichkeiten einer verdachtsunabhängigen Überwachung schaffen. Da Innenminister Sobotka diese Pläne immer noch nicht weit genug gehen, sind weiter Verschärfungen nicht auszuschließen. Als Greenpeace lehnen wir jegliche Aushöhlung von Menschen- und Grundrechten ab. Die Versammlungsfreiheit ist – neben dem Recht auf freie Meinungsäußerung und der Pressefreiheit – einer der Eckpfeiler einer gesunden Demokratie und darf nicht leichtfertig eingeschränkt werden. Noch dazu durch Gummiparagraphen, die keine Rechtssicherheit schaffen und daher leicht missbraucht werden könnten. Unsere Mission für eine bessere Welt ist noch lange nicht zu Ende. Lassen wir uns die demokratischen Möglichkeiten dazu nicht nehmen!    Die Greenpeace-Stellungnahme zur Änderung des Versammlungsrechts finden Sie hier
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Ungarn und der Frieden, für den ich stehe (Di, 11 Apr 2017)
Die ungarische Regierung plant derzeit ein Gesetz, das Nichtregierungsorganisationen massiv schaden könnte: Organisationen, die mehr als 7,2 Millionen Forint (23.200 Euro) jährlich von ausländischen Geldgebern erhalten, sollen sich künftig bei Gericht registrieren lassen. Zudem soll bei allen Medienauftritten und Publikationen die Bezeichnung „auslandsunterstütze Organisation“ angeführt werden – diese diskriminierenden Methoden kannte man bis jetzt vor allem aus Russland und Israel. Katalin Rodics, Landwirtschaftsexpertin bei Greenpeace Ungarn erklärt, wieso es jetzt so wichtig ist, die Stimme zu erheben. Protest gegen neue Gesetze, die auf Hochschulen und NGOs abzielen Im Winter 2017 erhielt ich einen Anruf von einer Kollegin. Sie erzählte mir von einer kleinen Gruppe von Leuten am Land, die weit weg von den chaotischen Straßen Budapests, Hilfe benötigten. Eine lutherische Organisation startete gerade ein Projekt, um Menschen mit Behinderung am Arbeitsmarkt zu integrieren. Wir entschlossen uns, das Projekt zu unterstützen. Und diese Entscheidung haben wir nicht bereut: Gemeinsam mit Greenpeace Ungarn plant die Gruppe jetzt einen zugänglichen ökologischen Garten im Budapester Stadtzentrum. Um Hilfe wurde ein Netzwerk an Biobäuerinnen und Biobauern in Ungarn angefragt, das wir über das ganze Land verteilt aufgebaut haben. Mit biologischen Pflanzen und Materialien werden sie dabei helfen, den Garten blühen zu lassen. Bald werden mehr als 100 Menschen mit Behinderung an diesem Projekt arbeiten, und zeigen, dass nachhaltige Landwirtschaft machbar ist. Das ist das Ungarn, das ich liebe und auf das ich stolz bin – aufstrebend und integrierend. Ich wünsche mir, dass alle Kinder in einer Gesellschaft aufwachsen können, in der sie den Mut haben, für das einzutreten, an das sie glauben. Das ist das Ziel, das ich anstrebe. Jeden Tag kämpfen zivilgesellschaftliche Organisationen, egal ob groß oder klein, dafür, dass dieses Land sicherer, sauberer und zu einem ökonomisch pulsierenden Ort wird. Doch all das ist in Gefahr, wenn die jetzige Regierung ihren Kurs beibehält. Ein neues Gesetz wurde erst kürzlich im ungarischen Parlament eingebracht. Dieses bedroht massiv die Arbeit von Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs), die sich für unsere Rechte und Umwelt einsetzen. Das Gesetz würde jede Gruppe, die eine bestimmte Finanzierungssumme von Personen außerhalb Ungarns erhält, als „ausländischen Agenten“ abstempeln und möglicherweise mit Geldwäschern oder sogar Terroristen in Verbindung bringen. Protest gegen neue Gesetze, die auf Hochschulen und NGOs abzielen Greenpeace ist eine Organisation, die bereit ist, Regierungen und Unternehmen herauszufordern, wenn diese unsere Umwelt verschmutzen – sei es die Luft, die Gewässer oder den Boden. Sich für relevante Dinge einzusetzen, ist bedeutend, wenn man in einer freien Gesellschaft lebt. Aber die ungarische Regierung signalisiert, dass sie bestimmte zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für das Wohl von Mensch und Umwelt einsetzen, schwächen will. Am vergangenen Wochenende haben sich 70.000 Menschen vor dem ungarischen Parlament versammelt, um für eine freie Gesellschaft und Meinungsfreiheit einzutreten. Mütter, Väter, Schwestern, Brüder, Studenten, Lehrer, Aktivisten - eine Gruppe aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten kam zusammen. Wir werden niemals aufhören unsere Universitäten, Organisationen und unsere freie Gesellschaft zu verteidigen. Gemeinsam stehen wir für eine grünere und friedlichere Welt.        
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Jubiläum: Greenpeace feiert 20 Jahre Gentechnik-Volksbegehren (Do, 06 Apr 2017)
Vor 20 Jahren konnte Greenpeace einen der größten Kampagnen-Erfolge in der österreichischen Geschichte verbuchen. Das 1997 unterzeichnete Volksbegehren war ein überwältigendes Signal gegen den Einsatz von Gentechnik. Über Umwege landet Gentechnik allerdings dennoch auf unseren Tellern: In der Schweine- und Rindermast wird in Österreich in großen Mengen Gentech-Soja eingesetzt. GEntchnik "Turbokuh" April 1997 Zwischen 7. und 14. April 1997 unterzeichneten 1,2 Millionen ÖsterreicherInnen das Gentechnik-Volksbegehren, das drei Forderungen enthielt: „Kein Essen aus dem Genlabor in Österreich“ „Keine Freisetzungen genmanipulierter Organismen in Österreich“ „Kein Patent auf Leben“ Das bis heute zweiterfolgreichste Volksbegehren der österreichischen Geschichte war ein starkes Signal der Bevölkerung gegen Gentechnik: Auch 20 Jahre später gibt es in Österreichs Supermärkten keine gentechnisch veränderten Lebensmittel, und auf unseren Feldern werden keine Gentech-Pflanzen angebaut. Mahnwache 10/1997 Mit zahlreichen Enthüllungen und Aktionen setzt sich Greenpeace seit den 1990ern für ein gentechnikfreies Österreich ein. Zum Beispiel 1998: Greenpeace weist Gentech-Soja in Iglo-Hühnersticks nach. Der Hersteller Unilever und in der Folge sogar der Produktionsgigant Nestlé garantieren schlussendlich, auf Gentech-Inhaltsstoffe zu verzichten. 1999 führt Österreich als erstes Land der Welt das „Gentechnik-frei“-Gütezeichen ein. 2003 setzt auch Toni’s Freilandeier ein Zeichen und stellt auf gentechnikfreie Produktion um. Daraufhin folgt 2010 schrittweise die gesamte Eierbranche. Nach einer weiteren erfolgreichen Greenpeace-Kampagne wird 2005 auch NÖM-Milch 100% gentechnikfrei. Die Erfolge ziehen sich in die Jahre 2010 und 2012, als die österreichische Milch- und danach die Hühnerfleischindustrie flächendeckend auf gentechnikfreie Produktion umstellt. Zeit für Wende in der Landwirtschaft „Dennoch kann man nicht von einem gentechnikfreien Österreich sprechen“, sagt Herwig Schuster von Greenpeace, der schon zur Zeit des Volksbegehrens im Greenpeace-Team war. Handlungsbedarf besteht noch bei der Schweine- und Rindfleischproduktion. Jährlich sind hier immer noch zirka 350.000 Tonnen Gentechnik-Soja in Umlauf. „Jetzt müssen die Produzenten endlich handeln und auch abseits von Nischenprojekten Gentechnik aus den Futtertrögen verbannen“, fordert Herwig Schuster. „Bis spätestens Ende 2018 muss die gesamte heimische Lebensmittelproduktion auf kontrolliert gentechnikfreie Futtermittel umgestellt werden.“ Die Menschen in Österreich haben erfolgreich Nein zu Gentechnik gesagt. Was heute aber immer noch fehlt, ist eine grundlegende Veränderung unseres Landwirtschaftssystems. Gemeinsam mit Bäuerinnen, Bauern und vielen anderen Menschen setzt sich Greenpeace für eine Wende in der Landwirtschaft ein – hin zu einer ökologischen und zukunftsfähigen Produktion unserer Lebensmittel. TIPP: Wer beim Thema Gentechnik ganz sicher gehen will, kann auf Bio-Produkte zurückgreifen, oder auf Lebensmittel, die mit dem grünen „Ohne Gentechnik“-Gütezeichen gekennzeichnet sind.  
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Langzeittest: 42 Tage abgelaufene Lebensmittel einwandfrei (Do, 23 Mär 2017)
Was macht man mit Eiern, Käse, Joghurt, Soja-Joghurt, Tofu, Salami und Kuchen, deren Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) seit sechs Wochen überschritten ist? Ganz einfach: Man macht ein herzhaftes Mittagessen (Omelette) mit Vor- und Nachspeise (Tsatsiki bzw. Joghurt mit Früchten und Kuchen). Ein Team aus Greenpeace-MitarbeiterInnen verkostete jetzt jene Lebensmittel aus dem MHD-Langzeittest, die auch sechs Wochen nach dem Ablaufen des MHD noch im Rennen sind. Fazit: Alle Produkte waren nicht nur einwandfrei, sondern geschmacklich von frischen Lebensmitteln kaum zu unterscheiden. „Auch in der Praxis zeigt sich, was die Laborergebnisse bestätigen“, sagt Greenpeace-Sprecherin Hanna Simons während der Verkostung: „Das MHD ist bestenfalls eine Frischegarantie für Produkte und sagt rein gar nichts darüber aus, ob sie noch genießbar sind.“ Gemeinsam mit KollegInnen hat Hanna Simons die abgelaufenen Lebensmittel verkostet Greenpeace lässt Lebensmittel mit abgelaufenem MHD in der Lebensmittelversuchsanstalt in Klosterneuburg über einen Zeitraum von insgesamt vier Monaten testen. Die ersten Tests starteten Ende Jänner. Bis auf einen veganen Brotaufstrich sind alle getesteten Produkte nach wie vor einwandfrei. Simons hofft, dass die Testreihe Klarheit in das leidige Thema MHD bringt: „Viele Konsumentinnen und Konsumenten halten das MHD irrtümlich für ein Verfallsdatum und werfen abgelaufene Lebensmittel ungeprüft in den Müll. In Summe fallen dann hunderttausende Tonnen an Lebensmittelabfällen an, die leicht vermeidbar wären.“ Dazu komme, dass viele Produzenten dass MHD zu früh ansetzen würden, um Haftungsfragen zu entgehen oder den Anforderungen der Supermärkte zu entsprechen. Simons: „Dabei können wir uns ganz einfach auf die eigenen Sinne verlassen: Anschauen, riechen, schmecken, tasten, bevor wir ein Produkt wegwerfen. Besteht es den Sinnetest, können wir es getrost essen.“  Bei der Haltbarkeit von Lebensmitteln hilft uns auch der Hausverstand. Damit Lebensmittel lange genießbar bleiben, müssen sie richtig gelagert werden. „Die meisten Produkte mögen es dunkel, kühl und trocken“, erklärt Simons. „Außerdem lohnt es sich, über den richtigen Platz für Lebensmittel im Kühlschrank nachzudenken. Käse mag es nicht zu kalt – ihn bewahrt man am besten ganz oben oder gleich im Gemüsefach auf. Eier gibt man am besten ins Eierfach in der Tür, Joghurt ins mittlere Fach.“ Von den 760.000 Tonnen Lebensmitteln, die in Österreich jährlich im Müll landen, stammt mehr als ein Drittel aus Privathaushalten. Wer sich auf seine Sinne statt auf das MHD verlässt, spart auch Geld. Jeder Haushalt wirft pro Jahr etwa 300 Euro an Lebensmitteln weg.
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Plan A für das Klima (Do, 16 Mär 2017)
Im vergangenen Jahr hat Österreich als eines der ersten EU-Länder das Klimaabkommen von Paris ratifiziert. Die darin definierten Ziele geben klare Leitlinien vor: Die Erderwärmung soll auf weit unter zwei Grad Celsius begrenzt und die Nutzung fossile Energie bis zum Jahr 2050 beendet werden. Was das für Österreich bedeutet, zeigt jetzt eine neue Studie. Die Studie „Energie- und Klimazukunft Österreich“, herausgegeben von GLOBAL 2000, Greenpeace und WWF, zeigt einen möglichen Weg, wie der Energiebedarf Österreichs bis spätestens 2050 einerseits nahezu halbiert, andererseits ausschließlich aus heimischen erneuerbaren Energieträgern gedeckt werden kann. Zudem geht sie darauf ein, wie klimaschädliche Treibhausgasemissionen aus Bereichen wie Industrie, Landwirtschaft und Energieversorgung um insgesamt mindestens 90 Prozent bis 2050 gesenkt werden können. Um die im Klimaabkommen von Paris festgelegten Ziele zu erreichen, braucht es ambitionierte Pläne auf nationaler Ebene. Derzeit arbeitet die österreichische Bundesregierung an einer nationalen Energie- und Klimastrategie, der jedoch bis heute klaren Ziele fehlen. Mit der aktuellen Studie „Klima- und Energiezukunft Österreich“ wollen die Umweltschutzorganisationen eine Hilfestellung bieten. „Die österreichische Regierung muss das Aus von Kohle, Öl und Gas bis zum Jahr 2050 in der Strategie verankern. Da gibt es nichts zu diskutieren. Nur so ist es möglich das Zwei-Grad-Ziel einzuhalten und die gravierendsten Auswirkungen des Klimawandels einzudämmen“, kommentiert der Klima- und Energiesprecher bei Greenpeace Österreich Adam Pawloff.
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Auf dem Holzweg (Mo, 13 Mär 2017)
Goldminen, wo unberührter Wald sein sollte: Luftaufnahmen von Greenpeace zeigen, wie der Mensch in Brasiliens Schutzgebieten wütet. Besserung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil. Eigentlich war Brasilien auf einem guten Weg, seinen Wald im Amazonasgebiet wirkungsvoll zu schützen: Zwischen 2005 und 2012 sind dort immer weniger Bäume gefällt worden als in den Jahren zuvor. Dieser Trend kehrte sich in den vergangenen Jahren allerdings um: Bis 2015 zog die Entwaldungsrate erneut um 75 Prozent an. Derzeit erwägt die brasilianische Regierung sogar, ihre Schutzbestimmungen weiter zu lockern; betroffen wären davon rund eine Million Hektar Wald. Luftaufnahmen von Greenpeace zeigen, wo und durch wen der Wald in diesen ausgewiesenen Schutzgebieten bereits jetzt bedroht ist. Die Bilder des Fotografen Daniel Beltrá zeigen illegale Goldminen und neu angelegte Straßen: vermutlich Zufahrten, um die Werthölzer im Wald zu schlagen, ganze Waldstücke zu roden oder Farmen zu bauen. Mit dem Verlust des Waldes verschwindet auch die Artenvielfalt im Amazonas. Und obwohl sich die Situation zusehends verschlimmert, macht die brasilianische Regierung Politik im Sinne der Holz- und Agrarwirtschaft: Präsident Michel Temer will in den kommenden Wochen einen Gesetzesentwurf im Parlament einbringen, der eines der Schutzgebiete auflöst und vier weitere um 40 Prozent verkleinert – rund ein Drittel der Fläche Belgiens. Das Weltklima braucht den Wald Schutzgebiete zu beschneiden, während im Amazonas gleichzeitig immer mehr Holz geschlagen wird – das passt nicht zusammen und widerspricht dem Pariser Klimaschutzabkommen, das auch Brasilien unterzeichnet hat. Damit die Erderhitzung unter 1,5 Grad Celsius stabilisiert werden kann, brauchen wir große, gesunde Waldgebiete wie den Amazonas. Länder wie Deutschland und Norwegen haben Brasilien in den vergangenen Jahren beim Waldschutz durch den Amazon Fund und das ARPA-Projekt mit Millionenbeträgen unterstützt – Bemühungen, die durch die jüngsten Entwicklungen missachtet werden. Denn die Entwaldungsrate in ganz Brasilien ist im vergangenen Jahr um 29 Prozent gestiegen – ein Alarmzeichen. Menschliche Eingriffe in das Ökosystem haben Folgen für den ganzen Planeten – das Weltklima braucht die „grüne Lunge“ in Südamerika. Die Gebiete, die Daniel Beltrá aus der Luft fotografiert hat, sind auch strategisch für den Waldschutz in Brasilien enorm wichtig. Sie bilden nämlich eine Art Barriere; so lange sie unter Schutz stehen, kann sich die Agrarindustrie nicht weiter ins Amazonas-Gebiet ausbreiten – in die Urwaldregion, die das größte zusammenhängende Waldgebiet entlang des namensgebenden Flusses bildet. Probleme gibt es viele Derzeit ist Brasilien offensichtlich jedoch nicht bereit, sich stärker zum Waldschutz zu bekennen. 40 Prozent der Treibhausgasemissionen des Landes hängen mit Entwaldung zusammen, damit steht es beim CO2-Ausstoß weltweit an sechster Stelle. „Schuld daran tragen Rinderzucht, illegaler Holzeinschlag und unkontrollierter Sojaanbau“, sagt Jannes Stoppel, Experte von Greenpeace Deutschland für Wald und Klima. Zwar sei das Soja-Moratorium ein Teilerfolg, um die Entwaldung einzudämmen. „Bergbau und gigantische Infrastrukturprojekte wie etwa Staudämme treiben die Entwaldung allerdings weiter voran. „Im Sinne des Klimaabkommens von Paris muss die Entwaldung gestoppt werden – für die Welt und die Glaubwürdigkeit Brasiliens“, fordert Jannes Stoppel. Helfen Sie uns, den Amazonas-Regenwald zu schützen!
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Pressedienst der DLG e.V.: DLG-Publikationen

EnergyDecentral goes INTERSOLAR South America und INTERSOLAR India (Do, 24 Nov 2016)

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EuroTier: Zukunft der Tierhaltung (Fr, 18 Nov 2016)

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VDMA: Leitmesse Energy Decentral stärkt die eigene Positionierung und setzt auf die richtigen Themen (Fr, 18 Nov 2016)

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Innovation Award EnergyDecentral 2016: DLG verleiht eine Gold- und vier Silbermedaillen (Mo, 14 Nov 2016)

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Dezentrale Erzeugung – Einer der Schlüssel für die Energiewende (Mo, 14 Nov 2016)

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Internationales Diskussionsforum "Organic residue management in China" (Do, 03 Nov 2016)

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Innovative Energien in der Lebensmittelbranche (Fr, 28 Okt 2016)

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Innovative Energien in der Lebensmittelbranche (Do, 27 Okt 2016)

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EnergyDecentral: Vortrags- und Diskussionsrunden im Forum (Mi, 26 Okt 2016)

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Weniger Luftbelastung durch moderne Biomasseheizungen (Do, 06 Okt 2016)

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