Urgent Petition - Dringende Unterschriftenlisten

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News & Aktuelles

Stark gefährdeter Blauwal von isländischem Walfangunternehmen illegal abgeschlachtet (So, 15 Jul 2018)
Blauwal vor der Schlachtung11. Juli 2018: Sea-Shepherd-Freiwillige, die die Walfangstation Hvalur hf in Hvalfjordur Island überwachen, haben in der Nacht zum 7. Juli das Abschlachten eines stark gefährdeten Blauwals dokumentiert. Dies ist bereits der 22. stark gefährdete Wal, der seit dem 20. Juni 2018 von Kristján Loftssons kommerzieller Walfanggesellschaft getötet und für den Export nach Japan abgeschlachtet wurde. Obwohl die ersten 21 getöteten Wale stark gefährdete Finnwale waren – deren Schlachtung die isländische Regierung Loftssons Unternehmen trotz eines internationalen Moratoriums für den Walfang und des gefährdeten Status‘ des Finnwals genehmigt hatte – haben sie keine rechtliche Befugnis, stark gefährdete Blauwale zu töten, auch nicht innerhalb Islands. Die HVALUR 8 schleppt einen Finnwal (rechts) und einen Blauwal (links) zum Hafen. Finnwal (rechts) und Blauwal (links) kurz vor dem Anlanden. Keine andere Nation – nicht einmal Japan oder Norwegen – schlachtet Finnwale, und in den letzten 50 Jahren wurde kein einziger Blauwal getötet, bis dieser Wal von der HVALUR 8 harpuniert wurde. Die Crew von Loftssons Walfangstation posierte für Fotos neben und sogar auf dem Wal, von dem sie sehr gut wussten, dass es sich um einen seltenen Blauwal handelt. Dann befahl Loftsson seiner Crew, den Wal wie einen anderen Finnwal zu schlachten – Fleisch, Haut, Fettvorräte (Blubber) und Knochen sind nun mit den zuvor gefangenen Finnwalen vermischt, was es schwierig oder unmöglich machen wird, ihn bei möglichen Inspektionen durch die Behörden zu finden. Kristján Loftsson sieht sich den Blauwal an. Die Internationale Walfangkommission (IWC) hat alle kommerziellen Walfangaktivitäten verboten. Blauwale und Finnwale sind durch das Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES) geschützt. Fotos und Videos, die das Team von Sea Shepherd UK auf dem Grundstück in der Nähe der Walfangstation aufgenommen hat, ermöglichen es, die Arten aufgrund der Indikatoren wie Hautfarbe/Muster, Bartenfarbe, Rückenflossenform und Schwanzflosse zu identifizieren. Laut mehreren wissenschaftlichen Experten, die sich auf die Identifizierung von Walen spezialisiert haben und von Sea Shepherd kontaktiert wurden, ist der Wal zweifellos ein Blauwal. Blauwal – Rückenflossennachweis „Obwohl ich nicht ganz ausschließen kann, dass es sich um einen Hybriden handelt, sehe ich keine Merkmale, die darauf hindeuten. Auf den Fotos hat er alle Merkmale eines Blauwals; vor allem, da es anhand des Farbmusters kaum eine Möglichkeit gibt, dass ein erfahrener Beobachter auf See diesen Wal als irgendetwas anderes hätte identifizieren können.” - Dr. Phillip Clapham, Fischereiwissenschaftliches Zentrum der NOAA (Nationale Ozean- und Atmosphärenbehörde) in Alaska. Blauwal vor der Schlachtung Sea-Shepherd-Gründer Captain Paul Watson appelliert an die isländischen Behörden, diese Verbrechen gegen den Naturschutz durch Kristján Loftsson zu beenden. „Dieser Mann muss davon abgehalten werden, gnadenlos gegen internationales Naturschutzrecht zu verstoßen und die isländische Nation in Verruf zu bringen. Es gibt keine legale Rechtfertigung für dieses Verbrechen." Captain Paul Watson hat über ein halbes Jahrhundert damit verbracht, Wale zu verteidigen. Nachdem er die Fotos und Videos seines Teams in Island gesehen hatte, sagte er: „Ich habe viele Blauwale an der Oberfläche gesehen, mit ihnen unter der Oberfläche in Westaustralien, vor der Küste von Kalifornien, im Südpolarmeer und in den Gewässern vor Neufundland getaucht. Ich erkenne einen Blauwal, wenn ich ihn sehe, und dieser von Kristján Loftsson geschlachtete Wal ist ein Blauwal."  Japanischer Inspektor und die Crew machen Bilder vom Blauwal Der Geschäftsführer von Sea Shepherd UK, Robert Read, erklärte: „Das Verbrechen gegen diesen legendären Wal muss von unabhängigen Inspektoren vollständig untersucht werden, wobei DNA-Proben des gesamten Walfleisches und Teilen, die in Loftssons Walfangstation und Lagerhäusern gelagert sind, entnommen werden müssen, da der Wal geschlachtet und beiseite geschafft wurde, um die Beweise zu verbergen, da Loftsson keine Befugnis hat (auch nicht innerhalb Islands), einen Blauwal zu töten. Außerdem sollten weitere DNA-Proben von der Ausrüstung der Walfangstation, Oberflächen und Behältern genommen werden, um nach Blauwal-DNA zu suchen, falls die geschlachteten Teile entfernt wurden, um diese jüngste Gräueltat zu verbergen." Nichts wird verschwendet außer der Wal selbst – Nummer 22, ein illegal abgeschlachteter Blauwal Sea Shepherd hat seit Beginn der Schlachtung von Finnwalen am 20. Juni eine Crew vor Ort in Island. Ihr Ziel ist es, dass jeder Wal während der gesamten Finnwal-Saison dokumentiert wird. Fotos werden am Kopf des Blauwals gemacht.
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Illegale Fischereiaktivitäten in Tansania nach sechsmonatigen Patrouillen vereitelt (Sa, 14 Jul 2018)
 Die OCEAN WARRIORDienstag, 12. Juli 2018: In Tansanias Gewässern konnte dank sechsmonatiger Patrouillen auf See ein Großteil illegaler Fischereiaktivitäten vereitelt werden. Dafür haben tansanische Strafverfolgungsbehörden, Fish-i Africa und die Sea Shepherd Crew an Bord der OCEAN WARRIOR zusammengearbeitet. OPERATION JODARI, die erste Kampagne dieser ungewöhnlichen Zusammenarbeit, hat zur Festsetzung von zwei Langleinenschiffen, die illegal Shark-Finning betrieben, 27 Daus für das Schmuggeln von Haiflossen und zu Geldstrafen von 19 weiteren Schiffen, die aus tansanischen Gewässern flohen, um den Inspektionen zu entgehen, geführt. Die Patrouillen werden weitergehen, wenn die derzeit durchgeführten Wartungsarbeiten und Reparaturen an der OCEAN WARRIOR beendet sind. „Die Resultate der Patrouillen des letzten halben Jahres unter der Aufsicht und Leitung der tansanischen Behörden im Kampf gegen Fischereiverbrechen sind deutlich zu erkennen: Die Wilderer sind aus tansanischen Gewässern geflohen. Sie haben sich abgesetzt und zeigen damit, wie wichtig es ist, neue Partnerschaften in der Region des Westindischen Ozeans zu schaffen, während wir weiterhin an der Seite der tansanischen Behörden arbeiten, die den Kampf gegen illegale Fischerei anführen, und das nicht nur lokal, sondern weltweit. Tansania hat der Welt gezeigt, wie es geht“, so Sea Shepherd Globals Kampagnenleiter Peter Hammarstedt. Sea Shepherd Crew und tansanische Partner auf der OCEAN WARRIOR. Foto: Jax Oliver/Sea Shepherd Zwei Langleinenschiffe wegen illegalen Haifangs festgesetzt Während der Patrouillen in Tansanias Ausschließlicher Wirtschaftszone, die zuvor außerhalb der Reichweite der Fischereikontrollen lag, konnten zwei Fischereischiffe unter fremder Flagge aufgrund von illegalem Shark-Finning festgesetzt werden. An Bord eines dieser Schiffe, der BUAH NAGA 1, haben die tansanischen Strafverfolgungsbeamten eine nicht registrierte Waffe sichern können, die vom Kapitän zur Bedrohung seiner Crew genutzt wurde. Der Kapitän, der Besitzer und der Schiffsagent der BUAH NAGA 1 bleiben bis zu ihrem Prozess in Untersuchungshaft. 19 Fischereischiffe müssen Geldstrafen für ihre Flucht vor dem Gesetz zahlen Nach der Festsetzung der beiden Fischereischiffe und einer Erhebung von umgerechnet etwa 6.865.160 € Strafe für die 19 weiteren Schiffe, die vor den Behörden geflohen sind, um den Inspektionen zu entgehen, konnte wenig bis gar keine illegale Fischereiaktivität in tansanischen Gewässern festgestellt werden. Das tansanische Multi-Agency Task Team – geleitet von der tansanischen Polizei mit Mitgliedern der tansanischen Forstbehörde, Wildtierabteilung, Fischereiabteilung und dem tansanischen Sicherheitsdienst – geht davon aus, dass die 19 legal gemeldeten Schiffe aus Tansania flohen, weil sie vermutlich illegal Shark-Finning durchführten, obwohl sie für den Thunfischfang registriert sind. Die OCEAN WARRIOR begleitet Daus mit ihrer geschmuggelten Ware zurück in den Hafen. Foto: Jax Oliver/Sea Shepherd 27 Daus wegen Schmuggels festgesetzt Seit Beginn von OPERATION JODARI hat die OCEAN WARRIOR bekannte Schmuggelrouten zwischen Sansibar und Tansania überwacht. Es wurden 27 Daus auf Grund verschiedener Vorwürfe wie dem Schmuggel illegaler Ladungen von Mangrovenholz, die auf dem Schwarzmarkt verkauft werden bis hin zum Menschenschmuggel, festgesetzt. Daus sind traditionelle Frachtschiffe, die oft beim Handel auf dem Indischen Ozean gesehen werden können. Das tansanische Gesetz schützt die Mangrovenwälder strengstens, da sie für die vielen Arten von Muscheln und Fischen, die dort laichen und ihre Kinderstube haben, einen wichtigen Lebensraum darstellen und somit entscheidend für die Existenzsicherung der örtlichen Gemeinschaften, insbesondere der Kleinfischer sind. Trotz größter Anstrengungen der tansanischen Regierung, einen umfassenden Schutz von Mangrovensümpfen durchzusetzen, wurden einige Gebiete so stark ausgebeutet, dass eine natürliche Regeneration ohne das Eingreifen der Strafverfolgungsbehörden nicht möglich ist. Die Zerschlagung von Holzschmuggeloperationen auf See ist ein wichtiger Teil dieses menschlichen Eingreifens und führt zu Erkenntnissen, die von den Strafverfolgungsbehörden genutzt werden können, um landseitige Operationen des höchst lukrativen Schmuggelhandels mit Mangrovenholz zu stoppen. Eine geschmuggelte Mangrovenkohlelieferung wird während OPERATION JODARI abgefangen. Foto: Alba Treadwell/Sea Shepherd OPERATION JODARI OPERATION JODARI zielt darauf ab, alle Schiffsoperationen in den Gewässern von Tansania zu kontrollieren und an Bord solcher Schiffe zu gehen, die der IUU-Fischerei verdächtigt werden, sowie tansanische Offiziere darin zu schulen, die Fischerei-Aktivitäten in tansanischen Gewässern zu beobachten, zu kontrollieren und zu überwachen. Dazu gehören auch die Überprüfung von Fischereifahrzeugen und das Entern von Schiffen. An Bord des Sea-Shepherd-Schiffs OCEAN WARRIOR befinden sich Strafverfolgungsbeamte der Deep Sea Fishing Authority (eine staatliche Behörde, die dazu verpflichtet ist, die Fischereiressourcen der Tiefsee nachhaltig zu bewirtschaften), tansanische Marinesoldaten und Mitglieder des Multi-Agency Task Teams (MATT), um zusammen mit Captain Adam Meyerson und der Crew von Sea Shepherd Tansanias Hoheitsgewässer zu patrouillieren. Die Strafverfolgungsbeamten haben das Recht, Schiffe, die gegen tansanische Gesetze verstoßen, zu entern, zu durchsuchen und festzusetzen. Das MATT wird von der tansanischen Polizei geleitet und setzt sich zusammen aus dem tansanischen Forstdienst, der Abteilung für Wildtiere, der Abteilung für Fischerei und dem tansanischen Geheim- und Sicherheitsdienst. Es wurde gegründet, um Einzeltäter und Netzwerke zu entlarven, welche die Umweltkriminalität in der Region und den illegalen Handel mit Wildtieren kontrollieren. Tansanische Behörden entern ein Fischereischiff zur Inspektion. Foto: Jax Oliver/Sea Shepherd Es wird angenommen, dass weltweit jährlich zwischen 11 und 16 Mio. Tonnen Fisch durch IUU-Fischerei gefangen werden. Gerade Entwicklungsländer sind anfällig für IUU-Fischerei. Jährlich verliert die Region am Westindischen Ozean etwa 1 Mrd. US-Dollar an die IUU-Fischerei. OPERATION JODARI wird von Fish-i Africa unterstützt, einer Partnerschaft von acht ostafrikanischen Ländern, darunter die Komoren, Kenia, Madagaskar, Mauritius, Mosambik, die Seychellen und Somalia. Im Rahmen der Partnerschaft werden Informationen ausgetauscht und die regionale Kooperation zur Bekämpfung großräumiger illegaler Fischerei im Westlichen Indischen Ozean gefördert.
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PERKUNAS: Ostsee-Schweinswal unter Druck (Fr, 13 Jul 2018)
header WMKommentar von PERKUNAS-Kampagnenleiter, Reinhard Grabler:  Mit nur 500 verbliebenen Exemplaren der nordöstlichen Schweinswalpopulation  sind die Ostsee-Schweinswale als vom Aussterben bedroht eingestuft worden. Als Beifang in Fischernetzen zu verenden, stellt die größte Bedrohung für die Tiere dar. Dennoch ist das Fischen sogar in Meeresschutzgebieten erlaubt. Im Rahmen von Sea Shepherds PERKUNAS-Kampagne dokumentiert und überwacht die Crew der EMANUEL BRONNER tödliche Stellnetze in den Schutzgebieten der Ostsee. Doch der Unfalltod in Fischernetzen ist nicht die einzige vom Menschen verursachte Bedrohung für diese Tiere. Eutrophierung, Unterwasserlärm, Vermüllung, Überfischung und die Grundschleppnetzfischerei schädigen auch das Ökosystem der Ostsee und wirken sich sowohl auf den Schweinswal, als auch die von ihr abhängigen lokalen Bevölkerung aus. Eutrophierung Die Ostsee ist ein brackiges Binnenmeer, das von neun nordeuropäischen Ländern umgeben und einem Prozess namens Eutrophierung ausgesetzt ist. Ein zu hoher Nährstoffeintrag, der vor allem den Abflüssen aus der industriellen Landwirtschaft geschuldet ist, führt zu einem Algenwachstum, das verminderte Lichtverhältnisse im Wasser und Sauerstoffmangel zur Folge hat. Daher gelten 97% der Ostsee als eutrophiert, was sie zu einem der größten sauerstoffarmen Gebiete der Erde macht. Es entstehen sogenannte „tote Zonen“, in denen kein Leben möglich ist. Dies betrifft letztendlich nicht nur die Ostsee-Schweinswale, sondern auch die Fischereiindustrie. Unterwasserlärm Unterwasserlärm ist eine besonders gefährliche Bedrohung für Wale und Delfine. Schweinswale haben ein ausgezeichnetes Gehör unter Wasser und sind für ihre Orientierung, Kommunikation und Nahrungssuche auf Geräusche angewiesen. Zu den tödlichen Auswirkungen des Unterwasserlärms auf die Meeresbewohner gehören Massenstrandungen und gestörtes Fressen. Dauerschallquellen sind Offshore-Windkraftanlagen, die Schifffahrt, Bootsfahrten, Brücken und Tunnel. Der geplante Fehmarnbelttunnel erscheint absurd: Der geplante Unterwassertunnel zwischen Dänemark und der deutschen Insel Fehmarn wird direkt durch das Meeresschutzgebiet Fehmarnbelt führen, welcher ein wichtiges Durchzugsgebiet für Schweinswale ist. Die Begünstigten dieses Projekts sind unklar, aber die Verlierer sind sicher: die Tierwelt der Ostsee, die unter dem zerstörten Meeresboden, dem ständigen Lärm und den Vibrationen leiden wird. Zusätzlich sind plötzliche Lärmbelästigungen, wie z.B. militärische Tests, eine besondere Gefahr für die Tiere. Wenn es den politischen Willen gäbe, könnte dieser zusätzliche Lärm durch Taktiken wie Luftpolstervorhänge reduziert oder sogar verhindert werden, doch sie werden kaum genutzt. Am besten wäre es, Lärm ganz zu vermeiden, wie der für diesen Herbst geplante Beschuss der ausgemusterten Fregatte KARLSRUHE im Militärgebiet Schönhagen vor der deutschen Ostseeküste. Die Schockwelle solcher Unterwasserexplosionen kann zu Gehörverlust, schweren Verletzungen oder sogar zum Tod von bis zu sieben Kilometer entfernten Schweinswalen führen. Darüber hinaus besteht keine Notwendigkeit, mehr Munition in die Ostsee zu entsorgen, während Munition aus dem Zweiten Weltkrieg immer noch Wasserverschmutzungen durch korrodierte Behälter verursacht, die Quecksilber in das Meer abgeben. Ein Schweinswal der Beltsee-Population, der möglicherweise als Beifang gefangen und während der 2017er Ostseekampagne entdeckt wurde. Meeresvermüllung Meeresmüll in verschiedenen Größen und Materialien schädigt das Ökosystem. Mancher Müll ist leicht zu sehen, anderer befindet sich unsichtbar auf dem Meeresboden, zerfällt langsam und verstärkt seine Wirkung, indem er in die marine Nahrungskette gelangt. Größere Müllteile verschlechtern die Qualität des Lebensraums und können bei vielen Arten zu Verletzungen oder zum Tod führen, wenn sie sich darin verfangen oder den Müll aufnehmen. Etwa 70% der in der Ostsee dokumentierten Abfälle stammen von Kunststoffen, die vom Menschen genutzt werden. Kunststoffe können sich jahrzehntelang auf dem Meeresboden halten und durch Wasserströmungen oder in den Körpern wandernder Arten weite Strecken zurücklegen. Zurückgelassene, verlorene oder weggeworfene Fischereiausrüstung, sogenannte Geisternetze, sind besonders bedenklich, da sie nicht nur aus Kunststoff bestehen, sondern auch über Jahrhunderte hinweg unbeabsichtigte oder gar geschützte Arten fangen. Riesige Güllelagunen aus einer deutschen Schweinefarm etwa 3 km von der Ostseeküste entfernt Überfischung und Grundschleppnetzfischerei Übermäßige Fischerei ist ein großes Problem in der Ostsee. Immer mehr Fischbestände gelten als überfischt, was bedeutet, dass sich Zielarten nicht schnell genug vermehren können, um die gefangenen Mengen zu ersetzen. Was wie ein rentables Geschäft aussieht, schmälert tatsächlich die Profite der Fischerei und bedroht die Existenz anderer Meeresbewohner, die von Fischen als Nahrung abhängig sind. Um den Zusammenbruch der Fischbestände zu vermeiden, werden die Fangquoten jedes Jahr von der EU festgelegt. Leider berücksichtigen diese Quoten nicht immer den Rat von Wissenschaftlern, was zu Zahlen führt, die nicht nachhaltig sind. Außerdem hat die Geschichte gezeigt, dass die Fischer ihre Praktiken nicht ändern, wenn es keine ausreichenden Kontrollen gibt, was zu einer unbekannten Anzahl illegal gefangener Fische führt. Ein Rückgang der Fischbestände bedeutet letztlich einen Rückgang der Nahrungsquellen für Schweinswale. Darüber hinaus zerstört die gängige Praxis der Grundschleppnetzfischerei den Meeresboden, der für das Laichen vieler Arten wichtig ist. Aktionsaufruf Störungen des marinen Ökosystems sind nicht nur eine Bedrohung für die Tierwelt, sondern auch für den Menschen. Millionen von Menschen sind nicht nur auf die Ostsee als Nahrungsquelle angewiesen, sondern ein gesundes Ökosystem ist die Grundlage für das Leben in dieser Region. Es ist nicht eine Person oder Aktivität, die ernsthafte Auswirkungen auf die Umwelt hat, sondern die millionenfache Multiplikation dieser Aktivitäten. Dies sind Probleme, die nur in kleinen Schritten angegangen werden können, und es gibt Probleme, die jetzt schon angegangen werden können. Die beiden wichtigsten Prioritäten für den Schutz der Schweinswale in der Ostsee bestehen darin, das Risiko, als Beifang getötet zu werden, zu stoppen und die Lärmbelästigung zu verringern. Beides ist leicht möglich, wenn der politische Wille vorhanden ist. Sea Shepherd fordert daher ein Verbot von Stellnetzen und anderen zerstörerischen Fanggeräten in Schutzgebieten, die Einstellung des Fehmarnbelt-Tunnelprojekts und ein Verbot der Abwrackung der stillgelegten Fregatte KARLSRUHE.
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Drei illegale Fischereifahrzeuge festgesetzt: Sea Shepherd kehrt für OPERATION ALBACORE III nach Gabun zurück (Mi, 11 Jul 2018)
alba20181Dienstag, 10. Juli 2018:  Ein Jahr nachdem Gabuns Präsident Ali Bongo Ondimba auf der Ozeankonferenz der Vereinten Nationen in New York die Gründung von neun neuen Nationalmeeresparks und elf neuen Meeresreservaten bekannt gegeben hat, ist die Meeresschutzorganisation Sea Shepherd nach Gabun zurückgekehrt, um die Regierung bei der Bekämpfung der illegalen Fischerei in dem heute größten Netzwerk von Meeresschutzgebieten Afrikas zu unterstützen. OPERATION ALBACORE III ist Sea Shepherds dritte Kampagne in Kooperation mit der gabunischen Regierung zur Bekämpfung der illegalen, unregulierten und undokumentierten Fischerei (IUU-Fischerei) in Zentralwestafrika. Während der gesamten Thunfischfangsaison 2018 werden gabunische Marinesoldaten, Kontrolleure der Fischereibehörde (ANPA) und Ranger der Nationalparkbehörde (ANPN) an Bord des Sea-Shepherd-Schiffes BOB BARKER stationiert sein und zusammen mit der Sea Shepherd Crew die Hoheitsgewässer Gabuns patrouillieren. Diese Patrouillen werden den Strafverfolgungsbehörden die Möglichkeit bieten, lebenswichtige Lebensräume für Thunfisch in Zentralwestafrika zu verteidigen, zu schützen und zu erhalten. Die gabunische Marine sichert das festgesetzte Schleppnetzschiff HUA YI 5. Foto: Tony Fenn James/Sea Shepherd Die neuen Informationen über die Kampagne wurden nach der Festsetzung von zwei Schleppnetzschiffen, der JIN LI 961 und der JIN LI 962, die illegal in den nördlichen Gewässern Gabuns fischen, offiziell freigegeben. Die Schleppnetzschiffe wurden vom Radar der BOB BARKER entdeckt, als sie die Grenze vom benachbarten Äquatorialguinea überquerten, um in den nach gabunischem Recht geschützten Meeresreservaten zu fischen. Bewaffnete gabunische Marinesoldaten gingen an Bord und sicherten die beiden Schleppnetzschiffe ohne Verletzte oder Zwischenfälle, während Vollstreckungsbeamte der ANPA und der ANPN die Schiffe inspizierten, dabei einen Tigerhai mit abgeschnittenen Flossen im Laderaum eines Schiffes entdeckten und somit Beweise für die Fischerei im Meeresreservat Cap Esterias fanden. Beide Schiffe werden nun im Hafen von Libreville festgehalten. alba20184 Ein weiteres Schiff, die HUA YI 5, wurde zuvor in der Nähe der kongolesischen Grenze im Meeresreservat Grand Sud du Gabon festgesetzt, weil es in gabunischen Gewässern ohne Lizenz fischte. Ziel von OPERATION ALBACORE III ist es, die neu gegründeten Meeresschutzgebiete Gabuns zu schützen, IUU-Fischerei aufzudecken und zu stoppen und gleichzeitig die Einhaltung von Rechtsvorschriften durch lizenzierte Fischereiunternehmen zu überwachen, sowie die bestehenden Beobachtungs-, Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen auszuweiten. Der Kampf gegen die IUU-Fischerei Es wird geschätzt, dass jährlich zwischen 11 und 26 Millionen Tonnen Fisch weltweit durch IUU-Fischerei gefangen werden. Entwicklungsländer sind besonders anfällig dafür: Bis zu 40% der in west- und zentralafrikanischen Gewässern gefangenen Fische werden von Kriminellen gefangen. Peter Hammarstedt Kapitän der BOB BARKER, Peter Hammarstedt, sagte: „Mit neuen Naturschutzgesetzen und -maßnahmen ist eine verstärkte Strafverfolgung notwendig, weshalb sich Sea Shepherd verpflichtet hat, unsere großartige Kooperation mit der Regierung von Gabun fortzusetzen, um zur Verteidigung und zum Schutz von Afrikas größtem Meeresschutzgebiet beizutragen. Gabun ist im Naturschutzmanagement der Region führend, und es ist uns eine Ehre, mit gabunischen Ordnungshütern an vorderster Front zusammenzuarbeiten, um die afrikanischen Meeresbewohner zu verteidigen.“ Im Jahr 2016 schloss sich Sea Shepherd mit der Regierung von Gabun für OPERATION ALBACORE I zusammen. Seitdem hat die Zusammenarbeit zu über 80 Inspektionen von Fischereifahrzeugen auf See und zur anschließenden Festsetzung von neun illegalen Fischereifahrzeugen geführt. alba204183
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Fish Dependence Day 2018, Europa (Mo, 09 Jul 2018)
Folgen der IUU-Fischerei . Foto: Alejandro Gimeno/Sea Shepherd GlobalBis zum 4. Mai 2018 waren deutsche Fischereierzeugnisse aus Nord- und Ostsee sowie aus Aquakultur für dieses Jahr aufgebraucht. Fisch, der ab dem 4. Mai 2018 in Deutschland verzehrt wurde, wird rechnerisch nur noch von Importen ermöglicht. Heute, am 9 Juli 2018 ist die Quote für ganz Europa erreicht! Der Fish Dependence Day wird jedes Jahr von der britischen Denkfabrik „New Economics“ ermittelt. Bedingt durch Überfischung und Massen an Beifang, der zu oft einfach ungenutzt und vor allem tot im Meer entsorgt wird, reichen die Bestände schon lange nicht mehr aus. Überfischung und Verschwendung müssen konsequent gestoppt werden. Hier sind die Politiker gefragt. Fisch im Netz eines Fangschiffes aus der EU Foto: Simon Ager Dazu kommt noch die illegale Fischerei. Der Fischfang durch die illegale, unregulierte und undokumentierte Fischerei (IUU-Fischerei) nimmt immer weiter zu! Es ist Sea Shepherds Mission, im Kampf gegen die IUU-Fischerei auf hoher See dort zur Stelle zu sein, wo jeden Tag unbemerkt kriminelle Machenschaften geschehen. Mit einer wachsenden Liste an Ländern und Regierungen, die mit Sea Shepherd zusammenarbeiten, wendet sich langsam das Blatt gegen alle, die unsere Ozeane aus persönlicher Gier plündern.
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AT_Greenpeace Österreich

FSC (Mo, 02 Apr 2018)
Obwohl Greenpeace International ein Gründungsmitglied des FSC war, hat dieses im März 2018 beschlossen, seine FSC-Mitgliedschaft nicht zu erneuern. Denn die FSC-Prinzipien und Kriterien werden in Ländern auf unterschiedliche Art und Weise implementiert. Zusätzlich kann das FSC-System in einigen Ländern den Schutz der Wälder nicht garantieren. Das FSC-Label FSC (Forest Stewardship Council) ist das einzige Holz-Zertifizierungssystem welches von Umweltverbänden und sozial engagierten NGOs anerkannt wird. Auch Greenpeace hat mitgeholfen, das FSC-System aufzubauen und zu verbreiten. Das Label sollte ein sowohl ökologisches, soziales als auch ökonomisch verantwortungsbewusstes Waldmanagement garantieren. Durch die breite Unterstützung der NGOs haben FSC-zertifizierte Produkte auf dem Markt eine stetig wachsende Nachfrage erfahren. FSC kämpft mit Problemen Trotz des Expansiontrends des FSC-Lables in den vergangenen Jahren konnte, gerade in Hochrisikogebieten, keine nachhaltige Waldbewirtschaftung durchgesetzt werden. In einigen Ländern und Regionen sind sowohl der FSC Standard als auch dessen Umsetzung und  Kontrolle unzureichend. Weder konnte Holzeinschlag in besonders schützenswerten und intakten Waldgebieten oder Menschenrechtsverletzungen verhindert noch Indigenenrechte respektiert und sichergestellt werden. Greenpeace fordert Lösungen Greenpeace ist deshalb über den Zustand sowie die schwindende Glaubwürdigkeit des FSC-Labels sehr beunruhigt. Um weitere Missbräuche des FSC-Labels zu verhindern, fordert Greenpeace mit Unterstützung weiterer besorgter FSC-Mitglieder Maßnahmen zur Lösung folgender zentraler Probleme: Mangelnder Schutz besonders erhaltenswerter Waldbestände (sogenannte «High Conservation Values» (kurz: HCV) Wälder) Abholzung von und in intakten Urwaldgebieten: Intact Forest Landscape (IFL) Soziale Konflikte und Menschenrechtsverletzungen in Hochrisikogebieten «Kontrolliertes Holz» (sogenanntes «Controlled wood» (kurz: CW) im FSC Mix Label bleibt unkontrolliert Mangelhafte Interpretation und Umsetzung des FSC-Standards durch Zertifizierungsfirmen zum Bericht «FSC at Risk» (engl.)
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Marktcheck 3-2018, Versteckte Käfigeier (Do, 15 Mär 2018)
Anlässlich des bevorstehenden Osterfestes hat Greenpeace Lebensmittel mit Ei unter die Lupe genommen. Während in den Supermarktregalen Frischeier aus Käfighaltung keinen Platz mehr haben, sind Käfigeier in Fertigprodukten nach wie vor enthalten. Die Eigenmarken der Supermärkte enthalten bis auf eine Ausnahme nur Eier aus Boden- und Freilandhaltung. Greenpeace-Marktcheck 3-2018: Versteckte Käfigeier   Die Tabelle zeigt: Testsieger wird Hofer mit einem „Gut“, die Mehrheit der anderen Supermärkte schneidet mit einem „Befriedigend“ ab.  Die Ergebnisse Test Versteckte Kaefig-Eier, 3 - 2018Zum Vergrößern und Ausdrucken einfach auf die Tabelle oben klicken. Bewertet hat Greenpeace die Haltungsform der Hühner, also in welchen und wie vielen Produkten Freiland-, Boden- oder Käfigeier verarbeitet wurden. Punkten konnten die Supermärkte bei der Herkunft aus Österreich und der gentechnikfreien Fütterung der Tiere. Beurteilt wurde auch, ob diese Informationen auch auf der Verpackung ersichtlich sind. Bei der Kategorie "Eigenmarken/Maßnahmen" wollte Greenpeace wissen, welche weiteren Schritte die Supermärkte setzen, um ihre eigenen Marken und das gesamte Sortiment zu verbessern.   Produkte im Eier-Test Greenpeace hat für diesen Test fünf Produktgruppen ausgewählt und die in den Supermärkten erhältlichen Produkte abgefragt: Ei-Aufstriche, Teigwaren mit Ei, Mayonnaise, Gugelhupf und Basis für Semmelknödel. In den Aufstrichen und Teigwaren finden sich nur Eier aus Boden- und Freilandhaltung. Käfigeier verstecken sich nach wie vor im Gugelhupf, in der Mayonnaise sowie in der Basis für Semmelknödel.  „Während frische Eier in den Supermärkten schon seit langem nur mehr aus Bodenhaltung oder der besseren Freilandhaltung kommen, verstecken sich Käfigeier immer noch in verarbeiteten Produkten“, kritisiert Nunu Kaller, KonsumentInnensprecherin bei Greenpeace in Österreich. Eigenmarken mit Boden- und Freilandeiern Bei ihren Eigenmarken haben die Supermärkte klare Richtlinien: Marken wie clever, Lomee oder S-Budget enthalten ausschließlich Boden- und Freilandeier. Das gilt nicht für die Marke „Jeden Tag“, erhältlich bei MPreis und Unimarkt, bei dieser ist der Einsatz von Käfigeiern nicht ausgeschlossen. Alle Infos zum Abschneiden der Supermärkte Die Kriterien der Bewertung Käfigeier auf unseren Tellern Über 80 Prozent der ÖsterreicherInnen lehnen Eier aus Käfighaltung und das damit verbundene Tierleid ab. Dennoch essen die ÖsterreicherInnen laut Statistik im Schnitt bis zu einem Käfigei pro Woche. Über Flüssigei oder Eipulver in der Gastronomie und über Fertigprodukte aus dem Supermarkt landet es auf den Tellern. Kennzeichnung ist mangelhaft Bei einem Drittel der eihaltigen Produkte im Handel fehlt die Angabe, wie das Huhn gehalten wurde oder woher es kommt. Das öffnet Tür und Tor für Eier aus Käfighaltung.  Leider sind auch die Eigenmarken der Supermärkte nicht lückenlos gekennzeichnet, und das obwohl sie nur Boden- oder Freilandeier enthalten.  Verbesserung bei Industriemarken Der Marktcheck zeigt Wirkung: Im Zuge dieses Tests hat der Hersteller von Jomo-Gugelhupf begonnen, Käfigeier in seinen Produkten durch Eier aus Bodenhaltung zu ersetzen. Die Umstellung war aber zum Zeitpunkt des Testes noch nicht abgeschlossen. Bio ist besser Um Käfigei völlig auszuschließen und gleichzeitig auch die Umwelt zu schonen, empfiehlt Greenpeace auch für das Osterfest Bio-Produkte: Bio-Pinzen sind bei Lidl und MPreis und natürlich in allen Bio-Supermärkten erhältlich. „Bio ist auch zu Ostern die beste Wahl! Im Gegensatz zu vielen konventionell produzierten Fertigprodukten, kommt ‚Bio‘ garantiert ohne Tierleid und Gentechnik aus“, sagt Kaller.  Nachhaltigkeit auf dem Prüfstand Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt der Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen Einzelhandels unter die Lupe. Jeweils zu Monatsanfang veröffentlicht Greenpeace ein Ranking der größten Supermarktketten in Österreich. Alle Infos finden sich unter greenpeace.at/nachhaltigkeit-im-test  
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Generalanwalt bestätigt: Abholzung im Bialowieza-Wald ist illegal (Di, 20 Feb 2018)
Bereits seit Jahren setzt sich Greenpeace zum Schutz des Bialowieza-Urwalds in Polen ein. Unterstützt wird dieser Einsatz von der EU-Kommission, die letztes Jahr eine Klage gegen die polnische Regierung vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) eingereicht hat. Nun hat der Generalanwalt des EuGH seine Stellungnahme abgegeben: Seiner Rechtsmeinung zufolge war die Erhöhung der Holzeinschlagsquoten durch die polnische Regierung illegal. Zwar ist die Stellungnahme für den EuGH nicht bindend, dennoch folgt dieser in seiner Entscheidungsfindung in den meisten Fällen der Einschätzung des Generalanwalts. Eine Entscheidung des EuGH wird in den kommenden Wochen erwartet. Der Bialowieza-Urwald gehört zu den letzten Urwäldern Europas. Rund 11.000 Tierarten leben in dem Wald, darunter auch der seltene europäische Bison. Neben dem Natura 2000-Netzwerk ist der Urwald ebenso Teil des UNESCO-Weltnaturerbes. Doch die polnische Regierung entschied, die Abholzungsrate im Wald für die nächsten zehn Jahre zu verdreifachen. Aus diesem Grund haben Greenpeace-Aktivistinnen und Aktivisten in den letzen Monaten immer wieder vor Ort protestiert und sich den Maschinen in den Weg gestellt, um die Abholzung zu verhindern. Die Verantwortlichen in Polen argumentierten, die Abholzungen und der Abtransport von toten Bäumen aus dem Wald wären Maßnahmen gegen einen massiven Borkenkäferbefall großer Waldgebiete. Der Borkenkäfer ist aber gar keine Gefahr für den Wald, wie zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bestätigen. Die wahre Bedrohung für den letzten größeren Urwald Europas und dessen Bewohner ist die Abholzung. Das sah auch die EU-Kommission und brachte die polnische Regierung vor den EuGH. Dieser entschied bereits im Herbst 2017, dass die polnische Regierung die Abholzung und den Abtransport der Bäume sofort stoppen müsse, bis es eine endgültige Entscheidung gebe. Es dauerte einige Monate, bis die polnische Regierung die Arbeiten im November 2017 fürs Erste komplett einstellt hat.   Die heutige Rechtsmeinung des Generalanwalts bestätigt, was Aktivistinnen und Aktivisten bereits lange sagen: Der ehemalige polnische Umweltminister Jan Szyszko hat das Gesetz gebrochen. Nun liegt es an dem neuen Minister Henryk Kowalczyk, die Entscheidung seines Vorgängers zu kippen und endlich die notwendigen Schutzmaßnahmen für einen der letzten Urwälder Europas zu treffen. Bislang stehen nur 17 Prozent des polnischen Urwalds Nationalpark unter Schutz. Greenpeace wird sich weiter dafür einsetzen, dass der gesamte Bialowieza-Wald zum Nationalpark wird. Helfen Sie uns, die Abholzung dieses einzigartigen Lebensraums zu stoppen und unterzeichnen Sie die Petition zum Schutz des Bialowieza-Waldes.  
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2018: Das Jahr, in dem wir die Antarktis schützen (Di, 13 Feb 2018)
Wer an buntes Leben in unglaublicher Dichte denkt, bringt es meist nicht mit den kalten Wassern der Antarktis in Verbindung. Aber genau dort, im Weddellmeer, pulsiert das Leben wie sonst nur in tropischen Riffen. Dieses Leben wird nun durch die Interessen der Krill-Industrie bedroht–doch mit einem Meeresschutzgebiet können wir diese Gefahr abwenden. Im tiefen Blau der Strömung bewegen sich braune Algenwälder. Am Boden sind orangegelbe Sonnensterne zu sehen. Ein schwarzweißer Pinguin taucht durch das Wasser. In den Tiefen findet der rostrote Riesenkalmar mithilfe seiner basketballgroßen Augen Beute. Und das mächtigste Tier, das die Erde je gesehen hat, der ehrfurchtgebietende Blauwal, pflügt durch eine rosa Wolke aus Krill, um sich zu ernähren. Das ist das Weddellmeer. Hier leben 14.000 Arten. Auf seinem Boden finden sich bis zu 150.000 Tiere pro Quadratmeter. An seinen Küsten sind Pinguinkolonien. Ein Drittel aller Kaiserpinguine wird auf dem Meereis im Weddellmeer geboren. Dies ist etwas anderes als die Eiswüste, die man sich vielleicht unter der Antarktis vorgestellt hat; dies ist ein reiches Ökosystem. Das Fundament des antarktischen Lebens – der Krill Grundlage für dieses Ökosystem ist ein winziges Krebstierchen: Höchstens so groß wie ein kleiner Finger, bildet der Krill die Grundlage der antarktischen Nahrungskette. Die meisten Tiere essen ihn entweder direkt oder ernähren sich von Tieren, die Krill verspeisen. Dazu gehören auch die allergrößten; Krill ist die Hauptnahrungsquelle der Wale. So braucht ein Buckelwal bis zu 4.000 Kilo Krill pro Tag, um zu überleben; ein Blauwal, das größte Tier, das die Erde je gesehen hat, kann gar 500 kg Krill mit einem Schluck aufnehmen. Der Krill hat aber auch einen größeren Nutzen: Indem er kohlenstoffreiche Nahrung aus dem Wasser aufnimmt und sie in tieferen Lagen ausscheidet, ist er ganz wesentlich für die Bindung von CO2 im Wasser. Das unscheinbare Tierchen ist damit ein wichtiger Verbündeter des Menschen im Kampf gegen den Klimawandel. Gentoo penguin with chick in Hope Bay on Trinity Peninsula, which is the northernmost part of the Antarctic Peninsula. Just outside Hope Bay, the Antarctic Sound connect the Bransfield Strait to the Weddell Sea. In this area, Greenpeace is about to conduct submarine-based scientific research to strengthen the proposal to create the largest protected area on the planet, an Antarctic Ocean Sanctuary. Krill-Fischerei dringt direkt ins Herz der Antarktis vor Doch Krill wurde in den letzten Jahren auch von einer wachsenden Industrie entdeckt. Er dient als Futter in den immer weiter wachsenden Fischfarmen. Zusätzlich enthält Krill Omega-3-Fettsäuren, denen gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben wird.  Daher landet Krill auch als Nahrungsergänzungsmittel in unseren Apotheken. Da das Geschäft mit dem Krill immer lukrativer wird, dringen nun Fischerei-Schiffe aus aller Welt tiefer in die antarktischen Meere ein, um den Krill mit industriellen Methoden abzufischen. Damit bedrohen sie die Nahrungsgrundlage der Antarktisbewohner ganz direkt: Sie stehen in Konkurrenz zu Walen, deren Bestände sich seit dem Ende des kommerziellen Walfangs 1986 immer noch nicht erholt haben.  Sie setzen ein Ökosystem unter Druck, das bereits unter den Folgen des Klimawandels leidet. Und sie bedrohen damit die Gesundheit der Meere – und das geht uns alle an. Humpback whale in Paradise Bay, Palmer Archipelago on the Antarctic Peninsula. Greenpeace is conducting submarine-based research of the seafloor to identify Vulnerable Marine Ecosystems, which will strengthen the case for the largest protected area on the planet, an Antarctic Ocean Sanctuary. Gesundheit der Meere Denn die Meere schenken uns Leben – im wahrsten Sinne des Wortes: Jeden zweiten Atemzug verdanken wir den Ozeanen, die 70 Prozent des Planeten bedecken. Und die Meere schützen uns vor den schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels. Sie nahmen in den letzten 60 Jahren einen Großteil der durch Treibhausgase verursachten Wärme auf; gäbe es keine Meere, hätte sich die Erde bereits um 36° erwärmt. Sie binden auch große Mengen an CO2. Und ihre Strömungen wirken wie Wärmetauscher, indem sie warmes Wasser aus den Tropen in die Polargebiete tragen und dort kühlen. Doch diese Mechanismen funktionieren nur, wenn die Meere gesund sind. Bereits kleine Einflüsse können das komplexe Gleichgewicht stören – so haben ForscherInnen erst vor wenigen Jahren herausgefunden, dass Wale den Meeresboden düngen und somit seine Fähigkeit, andere Lebewesen zu ernähren, steigern. Negative Umwelteinflüsse wie die Versauerung der Meere durch den Klimawandel haben noch gravierendere Auswirkungen. Es ist daher dringend notwendig, so viele Meeresgebiete wie möglich unter Schutz zu stellen; das aber ist schwerer als man denken mag. Icebergs in Charlotte Bay, Antarctic Peninsula. Greenpeace is on a three-month expedition to the Antarctic to carry out scientific research, including seafloor submarine dives and sampling for plastic pollution, to highlight the urgent need for the creation of a 1.8 million square kilometre Antarctic Ocean Sanctuary to safeguard species like whales and penguins. Meeresschutz mit Herausforderungen Der größte Teil der Meere befindet sich außerhalb von Staatsgebieten. Damit befindet er sich auch außerhalb der Möglichkeiten, Regeln für die nachhaltige Nutzung durchzusetzen. Rücksichtslose Industrien haben so freies Spiel, um die Meere brutal auszubeuten – es sei denn, die internationale Staatengemeinschaft schließt sich zusammen, um Meeresschutzgebiete einzurichten. Solche Meeresschutzgebiete sind die Hoffnung für die Erholung der Ozeane. In ihnen sind menschliche Aktivitäten eingeschränkt und industrielle Fischerei verboten. Und sie wirken: Studien haben gezeigt, dass sich die Biomasse in Gebieten, die für die Fischerei tabu sind, innerhalb kurzer Zeit vervierfacht. Bis jetzt konnten schon einige große Meeresschutzgebiete erwirkt werden: Die größten sind 1,5 Millionen Quadratkilometer vor Hawaii und 1,55 Millionen Quadratkilometer des im antarktischen Ross-Meeres. Nun haben wir die einzigartige Chance, ein noch größeres Meeresschutzgebiet zu errichten. Im Oktober 2018 tagt die Antarktis-Kommission. Sie wird darüber entscheiden, ob 1,8 Millionen Quadratkilometer des Weddellmeeres zum Schutzgebiet gemacht werden. Die Antarktis braucht uns wieder Schon einmal hat Greenpeace mit der Unterstützung von Millionen Menschen weltweit die Antarktis geschützt: Als in den 1980ern die Bergbauindustrie ihre Augen auf die Bodenschätze unter dem antarktischen Eis richtete, mobilisierte Greenpeace Menschen weltweit für den Weltpark Antarktis. Mit Erfolg: Seit 1991 ist die gesamte Landmasse unter Schutz gestellt. Doch heute gilt es wieder, die Antarktis zu schützen, wenn ihre Meere bedroht sind. Gemeinsam können wir Geschichte schreiben – mit dem größten Meeresschutzgebiet der Welt!
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Marktcheck 2-2018, Bio-Warenkorb (Mo, 12 Feb 2018)
Der Greenpeace-Marktcheck hat auch heuer das Bio-Angebot der größten österreichischen Supermarktketten geprüft. Das Ergebnis ist erfreulich: Der Großteil der abgefragten Produkte ist bei den Supermärkten in Bio-Qualität verfügbar.   Die Tabelle unten zeigt: Testsieger ist MPreis. MPreis, Merkur, Billa und Interspar bekommen von Greenpeace ein "Sehr Gut". Vier Supermarktketten werden mit einem „Gut“ bewertet: Hofer, Spar, Lidl und Unimarkt. PennyMarkt erhält die Note „Befriedigend“.   Die Ergebnisse Test BioWarenkorb, 2 - 2018 Zum Vergrößern und Ausdrucken einfach auf die Tabelle oben klicken. Zum Inhalt des Tests Nach dem Vorbild des statistischen Warenkorbs hat die Umweltschutzorganisation 50 Produktgruppen definiert, darunter Obst, Fleisch und Schokolade. Bewertet wurde, inwieweit Produkte mit einem Bio-Gütezeichen verfügbar sind, woher sie stammen und unter welchen Bedingungen sie produziert wurden. Bei zehn der 50 Produktgruppen hat Greenpeace in diesem Jahr das gesamte Angebot abgefragt und den Anteil an Bio-Produkten in den einzelnen Produktgruppen berechnet. Die Bewertungs-Kriterien und die Produkte im Warenkorb Viel bio im Supermarkt „Der Griff zu Bio-Lebensmitteln ist heutzutage leichter denn je. Davon profitieren nicht nur die Konsumentinnen und Konsumenten, sondern auch die Umwelt“, erklärt Nunu Kaller, KonsumentInnensprecherin bei Greenpeace in Österreich. Im Schnitt bieten die Märkte bei rund 80 Prozent des Warenkorbs auch ein Produkt mit einem Bio-Gütezeichen an. Verbesserungsbedarf bei fairer Herstellung Verbessern können sich die Supermärkte laut Greenpeace allerdings noch bei Lebensmitteln, die fair produziert sein sollten, beispielsweise bei Kaffee und Schokolade. Da nicht alle in Frage kommenden Produkte im Warenkorb mit dem Fairtrade-Siegel gekennzeichnet sind, besteht hier noch Handlungsbedarf.  Lob für die Herkunft Überzeugen konnten die Supermärkte bei der Herkunft: Hier gibt es ein Lob von Greenpeace, weil die Produkte größtenteils aus Österreich stammen. Ziel: Bio-Anteil weiter steigern Nur einzelne Artikel in Bio-Qualität anzubieten reicht nicht; wichtig ist ein hoher Bio-Anteil in allen Produktgruppen. Daher hat Greenpeace bei zehn ausgewählten Produktgruppen wie Äpfel, Milch und Weizenmehl auch den Bio-Anteil berechnet. Wie die einzelnen Supermärkte auch in diesem Bereich abschnitten, zeigen die detaillierten Infos zur Bewertung: Die Ergebnisse und die Infos über das Angebot der Supermärkte Test Bio-Warenkorb 2017 Hier zum Vergleich die Infos zum Test im Jänner 2017. Nachhaltigkeit auf dem Prüfstand Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt der Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen Einzelhandels unter die Lupe. Jeweils zu Monatsanfang veröffentlicht Greenpeace ein Ranking der größten Supermarktketten in Österreich. Das Ranking, die Test-Kriterien und Gewichtungen sowie Produktinformationen finden Sie unter  greenpeace.at/nachhaltigkeit-im-test  
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Alexander Egit (Fr, 09 Feb 2018)
  Mag. Alexander Egit Geschäftsführer Greenpeace in Zentral- und Osteuropa Fernkorngasse 10 1100 Wien Tel.: 01/545 45 80 Geboren am 28.6.1962 in Wien Österreichischer Staatsbürger Ausbildung: Abgeschlossenes Diplomstudium der Politikwissenschaften, Publizistik und Kommunikationswissenschaft. Lehramtsstudium der Leibeserziehung, Geschichte und Sozialkunde.   Berufliche Tätigkeit: seit Dezember 2006 Geschäftsführer von Greenpeace in Zentral- und Osteuropa seit Jänner 2018 Vorstandsvorsitzender von Greenpeace Europa   2013-2017 Mitglied im "Global Leadership Team" von Greenpeace 2006 Teamleiter GP Ungarn 2005–2006 Beratung des Aufbaus von Greenpeace in China Trainer für Kampagnen in Europa, Südostasien und Japan 2003–2005 Aufbau und Teamleiter von Greenpeace Polen seit 2000 Aufbau von Greenpeace in OsteuropaUniversitätslektor am Institut für Politikwissenschaften der Universität Wien 1997–2005 Vorstandsmitglied der IÖGV (Interessensvertretung Österreichischer Gemeinnütziger Vereine) 1993–1995 und 1997–2004 Vorstandsmitglied des ÖKO-BÜROs, Koordinationsstelle österreichischer Umweltorganisationen von Ende 1996 bis 2004 Umweltpolitischer Leiter von Greenpeace Österreich 1996 Freiberuflicher Konsulent für Non Profit Organisationen bis Ende 1995 Stellvertretender Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik von 1986 bis Ende 1995 Mitglied der Geschäftsführung und Sprecher der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000
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Greenpeace-Protest gegen ungarisches AKW vor Bundeskanzleramt (Di, 30 Jan 2018)
Mit einer vier Meter hohen Installation aus Atomfass-Attrappen protestiert Greenpeace heute vor dem Bundeskanzleramt gegen den Bau des ungarischen Atomkraftwerks Paks II. Anlass dafür ist der Staatsbesuch des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán bei Bundeskanzler Sebastian Kurz. Trotz der letzte Woche angekündigten Klage Österreichs gegen das grenznahe AKW will die ungarische Regierung laut Medienberichten ab Februar mit dem Bau beginnen. Adam Pawloff, Anti-Atom-Sprecher bei Greenpeace in Österreich: „Die ungarische Regierung begeht ein diplomatisches Foul gegen Österreich, wenn sie ohne den Ausgang der österreichischen Klage abzuwarten, mit dem Bau des AKW beginnt.“ Gründe für die Klage sind unter anderem die fehlende Ausschreibung des Projekts, die Genehmigung der Förderung des AKW durch die Europäische Kommission auf Grund eines – aus Sicht Österreichs, Luxemburgs und weiterer Staaten nicht vorhandenen – gemeinsamen europäischen Interesses sowie die Annahme, dass Ungarn den Energiebedarf durch andere Quellen, wie erneuerbare Energie decken könnte. Doch der Ausbau von Paks wiederspricht nicht nur EU-Recht: „Atomkraftwerke in Nachbarländern sind zudem das größte Sicherheitsproblem für Österreich. Beim heutigen Treffen mit seinem ungarischen Amtskollegen muss Bundeskanzler Kurz daher klarstellen, dass eine Regierung, die durch den Bau von neuen Risikoreaktoren Millionen Menschen gefährdet, in Sicherheitsfragen nicht vertrauenswürdig ist“. Nicht nur in Österreich wehrt man sich gegen das Atomkraftwerk. Laut einer erst kürzlich veröffentlichten repräsentativen Umfrage im Auftrag von Greenpeace Ungarn sind auch 61 Prozent der ungarischen Bevölkerung gegen den Bau von Paks II. „So wie die österreichische Bevölkerung ist auch die überwältigende Mehrheit der Ungarinnen und Ungarn gegen den Bau dieses Atomkraftwerks. Wir fordern Ministerpräsident Orbán daher auf, von dieser teuren Risikotechnologie abzulassen. Eine nachhaltige Versorgung mit sauberer und sicherer Energie aus Erneuerbaren ist auch für Ungarn möglich“, so Pawloff abschließend.
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Marktcheck 2017, Supermarkt des Jahres (Mi, 27 Dez 2017)
Beim Greenpeace-Marktcheck wird Merkur zum zweiten Jahr in Folge "Supermarkt des Jahres". Ein Jahr lang hat der Greenpeace-Marktcheck das Angebot der größten österreichischen Supermärkte unter die Lupe genommen. Auch 2018 wird es die monatlichen Tests geben. Jahressieger 2017 Bei insgesamt zehn Tests hat Greenpeace das Sortiment von neun Supermärkten verglichen und bewertet, wie ökologisch und nachhaltig die Produkte in ihren Regalen sind. Die Tabelle zeigt, wie die einzelnen Supermärkte 2017 und im Vergleich zum Vorjahr beim Greenpeace-Marktcheck abschnitten haben. Die Ergebnisse Jahressieger 2017 Zum Vergrößern und Ausdrucken einfach auf Tabelle oben klicken. Merkur war in fünf Monaten Testsieger und platziert sich damit vor Billa und MPreis, die auf den Plätzen zwei und drei liegen. Billa konnte sich um einen Platz verbessern, MPreis ist von Platz sechs auf drei vorgerückt. Die wichtigsten Kriterien für die Bewertung der Supermärkte waren 2017 das Bio-Angebot, die gentechnikfreie Herstellung der Produkte und eine klare Kennzeichnung der Herkunft und die Qualität der Zutaten.  Die Infos zum Abschneiden Merkur konnte den Jahressieg vom Vorjahr verteidigen und punktet vor allem mit einer guten Auswahl an biologisch erzeugten Produkten sowie bei der Herkunft der Rohstoffe und Zutaten. In beiden Bereichen liegt Billa knapp hinter Merkur und landet im Jahresvergleich auf Platz zwei. MPreis mit Firmensitz in Tirol rückt vom sechsten auf den dritten Platz vor. Zu verdanken ist das unter anderem den transparenten Produktinformationen. Susanne Winter, stellvertretende Geschäftsführerin bei Greenpeace in Österreich: „Unser Greenpeace-Marktcheck wirkt! Das Angebot in den Supermarktregalen, vor allem was die Eigenmarken angeht, verbessert sich. Und auch die Konsumentinnen und Konsumenten können sich im Lebensmittel-Dschungel besser orientieren.“ 2018 geht's weiter Auch 2018 wird der Greenpeace-Marktcheck die Supermärkte bei zehn Tests unter die Lupe nehmen. Im Fokus liegen der Bio-Anteil, die regionale Herkunft, die klare Kennzeichnung der Produkte sowie die Verbesserung des Sortiments. Dazu wiederholt Greenpeace einige Tests aus den letzten zwei Jahren. „Der Greenpeace-Marktcheck wird auch 2018 die Supermärkte unter die Lupe nehmen. Nur so kann den Konsumentinnen und Konsumenten auf Dauer das beste Angebot garantiert werden“, betont Winter.  Nachhaltigkeit am Prüfstand Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen Lebensmitteleinzelhandels unter die Lupe. Jeweils zu Monatsanfang wird im Hinblick auf die Erfüllung von nachhaltigen Kriterien ein Ranking der größten österreichischen Supermarktketten mit einheitlichem Sortiment veröffentlicht. Die Info zu allen Tests gibt es unter greenpeace.at/nachhaltigkeit-im-test
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Mit diesen 7 Tipps schenken Sie zu Weihnachten wahre Freude (Mo, 11 Dez 2017)
Funkelnde Kinderaugen, der Duft nach frischem Lebkuchen und fröhlicher Gesang aus dem Radio – das ist Weihnachten. Doch oft sieht die Realität anders aus: Stress, Kopfzerbrechen über die teuren Geschenke und den einhergehenden Kontostand sowie Massen an Krempel, der uns untergejubelt wird. Es ist nicht immer leicht, gute Weihnachtsgeschenke zu finden. Diese sieben Geschenktipps schonen nicht nur Ihre Nerven, sondern auch Ihre Geldtasche und unsere Umwelt! Vermeiden Sie Last-Minute-Käufe Viel zu oft ist der Advent alles andere als besinnlich: Die Zeit des großen Kaufens ist da und viele Menschen irren wie wahnsinnig durch die Straßen und übervollen Geschäfte. Vor lauter Stress werden die Geschenke in letzter Sekunde gekauft. Doch unbedacht gewählte Geschenke und Verlegenheitskäufe machen niemanden glücklich – und bevor man vor lauter Kaufwahn überhaupt in die besinnliche Stimmung kommt, ist Weihnachten schon wieder vorbei. Einen Augenblick innehalten und über Geschenke nachdenken Am sinnvollsten sind Geschenke, die ohnehin gebraucht werden. Denken Sie darüber nach, was Ihre Freunde und Familie sowieso kaufen würden oder schon immer haben wollten. Meistens kennt man die Liebsten gut genug, um durch eigene Überlegungen die sinnvollsten Geschenke zu finden. Vertrauen Sie sich selbst und nicht der Werbeindustrie! Hören Sie aufmerksam zu Seien Sie in der Adventszeit besonders aufmerksam. Dabei erfahren Sie Wünsche und lernen die Menschen, die Ihnen nahe stehen, noch besser kennen. Durch geschicktes Nachfragen gelingt die Überraschung trotzdem. Beim gemeinsamen Wunschzettel-Basteln ergeben sich interessante Gespräche und man hat die Chance, sich aktiv mit den eigenen Wünschen auseinanderzusetzen. Das schönste Geschenk: Zeit und Aufmerksamkeit Was die meisten Menschen wirklich voneinander wollen, ist ungestörte Aufmerksamkeit und das Gefühl, dem und der anderen wichtig zu sein. Die wertvollsten Geschenke können Sie nicht geben, sondern nur teilen. Besinnen Sie sich auf das Fest der Liebe und verbringen Sie bereits in der Vorweihnachtszeit schöne Stunden mit Ihren Freunden und der Familie: Beim gemeinsamen Malen, Töpfern, Backen, Nähen oder Basteln von persönlichen Geschenken oder beim Weihnachtslieder-Singen. Gaumenfreuden unterm Weihnachtsbaum Essen ist aufgrund seiner Vielseitigkeit ein wunderbares Geschenk. Verwöhnen Sie Ihre Familie und FreundInnen mit hochwertigen Köstlichkeiten. Wählen Sie ganz bewusst genussvolle und gesunde biologische Lebensmittel aus regionaler Herkunft. Besonders Selbstgekochtes oder mit viel Liebe Gebackenes kann zu einem ganz individuellen und persönlichen Geschenk werden. 26th April 2015. Silo Cafe in Brighton, UK. Ein Geschenk für’s Leben Nachhaltiges Schenken bedeutet auch langanhaltende Freude mit dem Geschenk. Überlegen Sie sich zeitlose Geschenke ohne Ablaufdatum! Am besten eignen sich Dinge, die schnell und leicht wieder repariert werden können oder solche, die generell nicht kaputtgehen. Ihre Liebsten werden sich ein Leben lang daran erinnern. Pflanzen Sie Besinnlichkeit Pflanzen bringen mehr Farbe ins Leben und verbreiten eine angenehme gemütliche Atmosphäre. Viele Geschenke können außerdem mit Blumen und Pflanzen aufgepeppt und originell gestaltet werden. Spezielle Weihnachtspflanzen wie Christrosen, Stechpalmen oder Mistelzweige sorgen durch ihren speziellen Duft oder ihre religiöse Bedeutung für eine besonders besinnliche Stimmung zur Weihnachtszeit.
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Marktcheck 12-2017, Vanille-Kipferl Zutaten (Mo, 04 Dez 2017)
Vor der Weihnachts-Backsaison hat der aktuelle Greenpeace-Marktcheck abgefragt, wie es in den österreichischen Supermärkten um die Zutaten für Bio-Vanillekipferl bestellt ist. Für alle, die heuer was Neues ausprobieren wollen und die Kipferl mit rein pflanzlichen Zutaten backen wollen, hat Greenpeace auch ein Rezept ohne Butter und Ei erstellt. Test 12-2017, Vanille-Kipferl Zutaten Beim Test hat Greenpeace abgefragt, ob die folgenden Zutaten - auch für ein rein pflanzlichen Rezept - in Bio-Qualität verfügbar sind, von wo diese stammen und ob die Herkunftsländer der Rohstoffe am Produkt angegeben sind.  Weizenmehl Dinkelmehl Eier aus Freilandhaltung Walnüsse od. Haselnüsse Vanille-Zucker (oder Vanillin-Zucker oder echte Vanille) Staubzucker Butter Mandeln Sojamilch  Die Ergebnisse Greenpeace-Marktcheck 12-2017: Vanille-Kipferl Zutaten Zum Ausdrucken einfach auf die Tabelle oben klicken. Die Tabelle zeigt: Fünf von neun Supermärkten im Test können bei „bio“ voll punkten. Bei der Herkunft der Zutaten können sich alle Supermärkte noch verbessern. Und die Kennzeichnung, also die Angabe der Länder auf den abgefragten Produkten ist nicht bei allen Supermärkten lückenlos. Billa und Merkur werden Testsieger, knapp gefolgt von Interspar, Spar und MPreis. Die ersten fünf Supermärkte im Test bekommen ein "Ausgezeichnet", die schlechteste Note ist ein "Gut".  Das Abschneiden und Angebot der Supermärkte sowie die Kriterien der Bewertung sind hier nachzulesen: die Ergebnisse im Detail die Kriterien im Detail  Vanille-Kipferl in Bio-Qualität  „Wer in der Weihnachtszeit gerne Vanille-Kipferl bäckt, kann bei mehr als der Hälfte der Supermärkte zu Bio-Zutaten greifen“, sagt Nunu Kaller, KonsumentInnensprecherin von Greenpeace in Österreich. „Dem Genuss mit gutem Gewissen steht somit nichts im Weg.“ Alle Supermärkte im Test können sich noch verbessern, weil die Kennzeichnung der Produkte nicht lückenlos ist oder die Zutaten unnötig weit gereist sind: So kommen die Bio-Mandeln bei Billa und Merkur aus Italien und sind damit deutlich kürzer und klimaschonender gereist als bei Spar und Interspar. Hier stammen die Mandeln aus Chile. Andererseits ist nur bei Interspar, Spar und MPreis die Herkunft der Zutaten auf allen Packungen ausgewiesen. Rein pflanzlich und biologisch hergestellt  Die beste Wahl aus Greenpeace-Sicht sind vegane Produkte in Bio-Qualität, weil die biologische Produktion wesentlich schonender für die Umwelt ist. Mehr pflanzliche Produkte sind auch für die Tiere sowie für unsere Gesundheit besser. „Kekse mit vorwiegend pflanzlichen Zutaten schmecken köstlich und sind zudem umweltfreundlicher als herkömmliches Gebäck. Viele leckere Weihnachtsrezepte laden jetzt ein, etwas Neues auszuprobieren“, meint Nunu Kaller. Test 12-2017, Vanille-Kipferl Zutaten Bild Vanille-Kipferl mit Butter & Ei Zutaten, möglichst in Bio-Qualität: 280 g Weizen- oder Dinkel-Mehl, 200 g Butter, zimmerwarm 1 Stk Eier aus Freilandhaltung 100 g Mandeln, Walnüsse oder Haselnüsse (gemahlen) 80 g Staubzucker 1 Pk Vanillezucker zusätzlich Staubzucker zum Bestäuben 1. Alle Zutaten vermischen und auf einer Fläche zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig eine Stunde lang luftdicht verpackt kühl rasten lassen. 2. Arbeitsfläche bemehlen und den Teig darauf in mehrere gleich große Teile schneiden. Die Teigteile in rund 2,5 cm dicke Teilrollen formen. Zirka 1 cm breite Stücke abschneiden. Diese Teigstücke dann zu Rollen mit spitzen Enden formen und zu einem Halbmond legen. 3. Das Backrohr auf 170 Grad vorheizen. 4. Blech mit Backpapier auslegen und die Kipferl darauf legen und im Rohr 10 – 12 min backen. 5. Vanillezucker und Staubzucker (ca. 25-30 g zusätzlich) vermischen und die noch heißen Kipferl darin wenden bzw. damit bestreuen. Vanille-Kipferl rein pflanzlich Zutaten, möglichst in Bio-Qualität: 280 g Mehl 120 g heimisches Öl 100 g Mandeln, Walnüsse oder Haselnüsse (gemahlen) 80 g Staubzucker 1 Pkg. Vanillezucker 40 g Sojamilch zusätzlich Staubzucker zum Bestäuben Die Zubereitung ist gleich wie beim oben stehenden Rezept. Aufgrund der Zutat Öl ist der Teig etwas bröckliger als bei der Verwendung von Butter oder Margarine, deshalb ist bei der Verarbeitung und beim Formen möglicherweise etwas mehr Geduld erforderlich ...  Das Ergebnis ist köstlich - es lohnt sich also jedenfalls, das rein pflanzliche Rezept mal auszuprobieren!    Nachhaltigkeit am Prüfstand Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt der Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen Einzelhandels unter die Lupe. Jeweils zu Monatsanfang wird im Hinblick auf die Erfüllung von nachhaltigen Kriterien ein Ranking der größten Supermarktketten in Österreich veröffentlicht. Infos zu allen Tests unter: greenpeace.at/nachhaltigkeit-im-test
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5 Tipps für einen nachhaltigeren Modekonsum (Fr, 24 Nov 2017)
Es geht nicht nur darum, was wir kaufen, sondern auch wie viel. In Zeiten der Wegwerfgesellschaft und Fast Fashion Mode ist die Verlockung groß, auf Schnäppchenjagd zu gehen. Der Preis dafür ist allerdings größer als gedacht: Umweltverschmutzung, soziale Ausbeutung und Kleidung, die schnell kaputt geht. All das sind gute Gründe dafür, den eigenen Modekonsum zu überdenken. Diese Tipps unterstützen Sie bei einem bewussteren und nachhaltigeren Umgang mit Mode. Legen Sie sich Nadel und Faden zu Aufgrund kleinerer Mängel landen Kleidungsstücke schnell einmal in der Altkleidersammlung. Ein Loch im Socken oder ein fehlender Knopf an Ihrem Hemd können allerdings mit ein paar kleinen Handgriffen repariert werden. Bei YouTube finden Sie gute Anleitungen dazu, wie Sie ganz einfach Löcher stopfen und Knöpfe so annähen, dass sie für alle Ewigkeit halten. Deutschland, Dresden, 26.06.2015, Kleidertausch waehrend der Greenpeace Detox Modenshow im Baerenzwinger in Dresden, © Thomas Victor Kleidung aus zweiter Hand Auf Flohmärkten, in Second Hand-Läden oder bei Kleidertauschparties bekommen Sie qualitative Kleidung zu günstigen Preisen. Anstatt Kleidung von der Stange zu kaufen, finden Sie hier die wahren Schnäppchen. Damit verlängern sie den Lebenszyklus der Kleidung enorm. Das ökologischste Kleidungsstück ist bekanntlich jenes, das nicht produziert werden muss. Wenn neu, dann bitte ökologisch und fair Gerne blendet man beim Kleiderkauf in Billigläden die Tatsache aus, dass das T-Shirt um 5,99 Euro bestimmt nicht unter fairen und ökologisch vertretbaren Bedingungen produziert wurde. Braucht man unbedingt neue Kleidung, lohnt sich daher der tiefere Griff in die Geldbörse. Denn Fakt ist, dass in den Produktionsstätten schlechte Arbeitsbedingungen vorherrschen und viele umweltschädliche Chemikalien eingesetzt werden. Gütesiegel für Textilien können hier als Anhaltspunkt für Umwelt- u. Sozialstandards herangezogen werden. Der Fashion Shopping-Guide von Greenpeace hält zahlreiche Tipps für den umweltfreundlichen Kleiderkauf parat. DIY: Do It yourself Selber nähen und stricken liegt im Trend! Wenn Sie schon einmal einen Pullover gestrickt haben, begreifen Sie den Wert eines Kleidungsstücks erst so richtig. Umso mehr erfreuen Sie Ihre Liebsten, wenn sie Ihnen kuschelige Socken und warme Hauben zum Geburtstag schenken. Inzwischen bieten viele Läden, Volkshochschulen und Designer Workshops an. Und das Internet quillt vor Do-It-Yourself-Anleitungen (DIY) geradezu über. In die Box damit Haben Sie die Nase voll von dem immer selben roten T-Shirt, das Ihnen früher einmal Glück gebracht hat? Suchen Sie sich fünf Teile aus, die Sie gerade nicht mehr anziehen wollen und verstauen Sie diese eine Zeit lang. Wenn Sie die Kleiderbox nach ein paar Monaten wieder hervorkramen, wirken Ihre Kleidungsstücke wie neu. Ein bisschen Abstand wirkt Wunder.
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Welche Städte treten für Mobilität in die Pedale (Do, 16 Nov 2017)
Beim „Landeshauptstädte-Ranking – Nachgefragt 2017“ für Österreich hat Greenpeace alle neun Hauptstädte erneut nach verkehrsrelevanten Kategorien miteinander verglichen. Dieses Mal zählt, welche Städte sich heuer verbessert haben. Nachdem wir im Mai ein „Landeshauptstädte-Ranking“ zum Thema Mobilität durchgeführt haben, wollten wir wissen, welche Städte dieses Jahr mit neuen Anreizen und Maßnahmen für eine nachhaltige und saubere Mobilität gepunktet haben. Dafür wurden die Kategorien Modal Split, Luftqualität, Radverkehr, öffentlicher Verkehr, Parkraumbewirtschaftung, Fußgängerfreundlichkeit, E-Mobilität und Carsharing herangezogen. Abgefragt wurde auch, ob Umweltzonen angedacht und welche langfristigen Maßnahmen geplant sind. Das Ergebnis unseres neuen Mobilitäts-Rankings „Nachgefragt“: Wien landet erneut auf dem ersten Platz – gefolgt von St. Pölten und Graz – und ist somit die Stadt, in der sich beim Thema Mobilität am meisten bewegt. Innsbruck schneidet am schlechtesten ab. Beim Radverkehr konnten Eisenstadt und Wien mit einem Ausbau des Radnetzes punkten. Auch im Bereich öffentlicher Verkehr hat sich manches verbessert: St. Pölten hat beispielsweise die Betriebszeiten der Buslinien auf Sonntag ausgeweitet und Wien die U1 ausgebaut. Graz hat vor allem in der Kategorie Carsharing gut abgeschnitten. Mit dem Projekt „tim“ wird hier versucht mehrere Mobilitätsangebote, wie E-Carsharing, Carsharing und E-Ladeplätze, zu bündeln. Im Bereich Parkraumbewirtschaftung fiel Wien positiv auf, da hier die Kurzparkzone auf den 10. Bezirk ausgeweitet wurde. Warum diese Maßnahmen wichtig sind? Der Verkehr ist für ungefähr ein Drittel der klimaschädlichen Treibhausgase in Österreich verantwortlich. Zusätzlich ist ein Großteil der gesundheitsschädlichen Stickstoffdioxid- und Feinstaub-Emissionen dem Verkehr zuzurechnen. Wie wir uns fortbewegen, sei es mit der Straßenbahn, zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Auto, wirkt sich also auf das Klima und unsere Gesundheit aus. Unser aktuelles Ranking zeigt, bereits innerhalb weniger Monate können die Landeshauptstädte wichtige Schritte setzen, um Mobilität nachhaltiger zu gestalten. Verbesserungsbedarf sehen wir jedoch weiterhin bei allen Städten. Die Präsentation vom „Landeshauptstädte-Ranking – Nachgefragt“ findet im Rahmen des Klima-Schwerpunktes von MUTTER ERDE statt, einer Initiative des ORF und führender Umwelt- und Naturschutzorganisationen.
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Die Uhr tickt für Fidschi (Mi, 15 Nov 2017)
Österreich muss dringend seine Verantwortung beim Klimaschutz wahrnehmen. Denn auch unsere Politik und unser Handeln beeinflussen, wie gravierend die Erderhitzung in den kommenden Jahrzehnten sein wird. Darüber hinaus sind wir mitverantwortlich für die Folgen des globalen Temperaturanstiegs in weit entfernte Staaten wie Fidschi. Weltweit ist das aus 300 Inseln bestehende Fidschi als Badeparadies bekannt. Fidschi ist aber auch einer der Inselstaaten im Pazifik, der schon jetzt besonders unter den katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels leidet. Die Böden an der Küste sind völlig versalzen, immer wieder fordern mächtige Zyklone zahlreiche Menschenleben und der überdurchschnittlich rasche Anstieg des Meeresspiegels drängt die Bevölkerung ins Innere der Insel. Und das, obwohl Fidschi kaum zum Ausstoß von Treibhausgasen beigetragen hat. Bonn als Überlebenschance für Fidschi Die Zukunft Fidschis hängt davon ab, ob wir der globalen Erderhitzung und dem damit verbundenen Meeresspiegelanstieg erfolgreich gegensteuern. Daher hat sich der Inselstaat in der Region auch zu einer starken Stimme für den Klimaschutz entwickelt. Fidschi hat als erster Staat weltweit das Pariser Klimaschutzabkommen ratifiziert. Dieses Jahr hat der Staat den Vorsitz bei der UN-Weltklimakonferenz COP 23 - die aus Platzgründen nun in der deutschen Stadt Bonn ausgetragen wird. Das ist das erste Mal, dass ein kleiner Inselstaat die COP leitet. Für Fidschi bedeutet der Vorsitz eine besondere Chance die Interessen der stark von der Erderhitzung bedrohten Regionen und Menschen ins Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit zu rücken. Was können wir in Österreich für die pazifischen Inselstaaten tun? Der kürzlich von der NGO Germanwatch veröffentlichte „Klimaschutz-Index 2018“ zeigt, dass Österreich bei diesem Ranking, das die Klimabilanz von insgesamt 57 Staaten miteinander vergleicht, erneut schlecht abschneidet. Österreich hat mit 49,5 von 100 möglichen Punkten sogar weniger Punkte als im Vorjahr erreicht und landet damit auf dem 35. Platz. Dieses schlechte Ergebnis ist auf den klimapolitischen Stillstand zurückzuführen, den wir in Österreich seit Jahren erleben. Ein gutes Beispiel dafür ist die Entwicklung der klimaschädlichen Treibhausgase im Land. Diese sind laut aktuellen Zahlen 2015 um 3,2 Prozent im Vergleich zu 2014 gestiegen. Greenpeace fordert daher von der zukünftigen Bundesregierung, Klimaschutz höchste Priorität einzuräumen und bereits im Regierungsprogramm konkreten Maßnahmen zu verankern. Hier erfahren Sie, wie Sie selbst in sieben Schritten wirkungsvoll zum Klimaschutz beitragen.
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Bonn: Ein Ziel. Eine Hoffnung. (Di, 14 Nov 2017)
Die UN-Klimakonferenz „COP 23“ ist noch bis Freitag in vollem Gange. Letzte Woche waren auch österreichische Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace bei den Protesten in Bonn für den Schutz des Klimas mit dabei. Hier schildern sie ihre Eindrücke und warum sich der Einsatz für das Klima lohnt. Sophia – Als nette Einstimmung besuchen wir als kleine Gruppe das Greenpeace-Schiff Beluga ll. Dieses ist momentan an der Rheinpromenade vertäut und bietet Besuchern die Möglichkeit einer kostenlosen Schiffsführung. Passend zur COP gibt es in der Ausstellung im Laderaum einen inhaltlichen Schwerpunkt zum Thema Klimawandel und Vertreibung. Nicht zu übersehen ist das große Banner zwischen den beiden Segelmasten mit dem Slogan „Planet Earth First“. Das ist auch das Motto unseres Einsatzes an diesem Wochenende in Bonn.    Leonie – Riesengroße schwarze Luftballons mit der Aufschrift „CO2“ schweben über der Menschenmenge. Hinter uns thront eine Skulptur von Angela Merkel in einer großen Smogwolke über einer Erdkugel. Wir sind auf der „Klima schützen – Kohle stoppen“-Demo in Bonn. So viele Menschen – geschätzt sind es 25.000 – haben sich hier versammelt, dass es nur sehr schleppend vorangeht. Als der Demonstrationszug vor dem Austragungsort der COP 23 eintrifft, bilden die schwarzen Luftballons schließlich den Schriftzug „End Coal!“. Kein Wunder, denn nur wenige Kilometer von Bonn entfernt wird immer noch Braunkohle abgebaut, einer der schmutzigsten und ineffizientesten fossilen Brennstoffe überhaupt. David – Wir sind sehr froh, bei der großen Klima-Demo in Bonn dabei gewesen zu sein. Zudem nehmen wir eine ganze Menge Motivation mit nach Hause. Die Liste an Dingen, die noch zu tun sind um die Folgen des Klimawandels abzumildern, ist unheimlich lange. Ich bin aber überzeugt davon, dass immer mehr Menschen aufwachen und realisieren, dass es noch nicht zu spät ist und dass wir gemeinsam die Chance haben unsere Welt zu einem besseren und gerechteren Ort für Menschen, Tiere und Natur zu machen. 
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Marktcheck 11-2017, Nikolo Sackerl (Mo, 13 Nov 2017)
Anlässlich des bevorstehenden Nikolo-Festes hat der Greenpeace-Marktcheck erneut das Angebot an Schoko-Nikolos in den Supermärkten unter die Lupe genommen. Der Test zeigt: Das Sortiment hat sich deutlich verbessert. Test 11-2017, Nikolo-Sackerl Beurteilt hat Greenpeace, welcher Supermarkt biologisch hergestellte und fair produzierte Schokolade für das Nikolo-Fest im Regal hat. Neben Schoko-Produkten hat der Test auch untersucht, wo weitere Produkte für das Nikolo-Sackerl wie Mandarinen, Erdnüsse und Datteln in Bio-Qualität erhältlich sind.   Die Ergebnisse Greenpeace-Marktcheck 11-2017: Nikolo-Sackerl Zum Ausdrucken einfach auf die Tabelle oben klicken. Die Tabelle zeigt: Testsieger mit der Note „Gut“ wird diesmal Billa. Ein "Gut" erhalten auch Merkur, MPreis und Hofer auf den Plätzen zwei bis vier. Spar, Interspar und Lidl bekommen von Greenpeace ein "Befriedigend". Wenig überzeugend ist das Schoko-Angebot bei PennyMarkt und Unimarkt. Die letzten beiden sind "Genügend" bzw. "Nicht Genügend". Das Abschneiden und Angebot der Supermärkte sowie die Kriterien der Bewertung sind hier nachzulesen: die Ergebnisse im Detail die Kriterien im Detail  Mehr bio und faire Nikolos erhältlich  Seit dem ersten Nikolo-Test im Jahr 2015 hat sich das Sortiment im Regal deutlich gebessert. Heuer bieten bereits sieben von neun Handelsketten einen Schoko-Nikolo an, der fair produziert und biologisch hergestellt ist. „Der Greenpeace-Marktcheck zeigt Wirkung: Heuer sind erstmals bei fast allen Supermärkten faire Bio-Schoko-Nikolos erhältlich“, sagt Nunu Kaller, KonsumentInnensprecherin bei Greenpeace in Österreich. „Schokolade ohne Gütesiegel hat im Nikolo-Sackerl nix verloren.“ Noch vor zwei Jahren war bei keinem der Supermärkte ein fairer Bio-Schoko-Nikolo erhältlich, damals bekam die Mehrheit der Supermärkte von Greenpeace ein „Nicht genügend“. 2016 haben Hofer und Spar nachgebessert und einen „guten“ Schoko-Nikolo angeboten. Bis auf PennyMarkt und Unimarkt haben heuer auch die anderen Handelsketten mit einer Schokofigur nachgezogen die beides kann, nämlich bio und fair sein: - Hofer bietet den Sankt Nikolaus von „Natur aktiv“ an, - Interspar und Spar haben den Niklas „Swiss Confisa“ im Regal und - Billa, Merkur, MPreis und Lidl führen eine Figur von „Riegelein“. Bei Billa und Merkur ist auch eine Schokotafel für das Nikolo-Fest von „BioArt“ erhältlich. Weitere Bio-Produkte im Sackerl Greenpeace hat neben Schokolade auch weitere Produkte bewertet, die sich häufig im Nikolo-Sackerl finden. Wer Mandarinen, Erdnüsse und Datteln in Bio-Qualität anbietet, konnte hier punkten. Bio ist schließlich nicht nur für die Gesundheit, sondern auch für die Umwelt gut. „Bio-Produkte im Nikolaus-Sackerl schonen unser Klima. Besonders empfehlenswert sind hier Obst und Nüsse, die aus Österreich stammen“, sagt Kaller abschließend.    Nachhaltigkeit am Prüfstand Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt der Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen Einzelhandels unter die Lupe. Jeweils zu Monatsanfang wird im Hinblick auf die Erfüllung von nachhaltigen Kriterien ein Ranking der größten Supermarktketten in Österreich veröffentlicht. Infos zu allen Tests unter: greenpeace.at/nachhaltigkeit-im-test
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Mit diesen 7 Tipps sparen Sie wirkungsvoll CO2 (So, 05 Nov 2017)
Tipps zum individuellen Klimaschutz gibt es jede Menge. Doch wie viel bringt welche Maßnahme tatsächlich? Anlässlich der gerade in der deutschen Stadt Bonn stattfindenden 23. UN-Klimakonferenz verrät Ihnen Greenpeace, welche Veränderungen im Alltag für den Klimaschutz besonders wichtig sind. 1. MIT FAHRRAD, BUS UND BAHN UNTERWEGS Bei einer täglichen Strecke von rund 20 Kilometern, sparen Sie bei einem PKW-Durchschnittsverbrauch von acht Litern auf 100 Kilometer rund 640 Kilogramm CO2 im Jahr. Besonders im städtischen Raum ist es ein Leichtes, das Auto links stehen zu lassen. 2. WENIGER FLEISCH AUF DEM TELLER Wer sich ausgewogen und fleischreduziert ernährt (ungefähr zwei Portionen Fleisch oder Fisch pro Woche), erspart dem Weltklima rund 400 Kilogramm CO2 im Jahr. Mit vorwiegend veganer Ernährung leben Sie noch merkbar klimafreundlicher. 3. KURZSTRECKENFLÜGE CANCELN Ein einziger Hin- und Rückflug Wien – Frankfurt verursacht ca. 350 Kilogramm CO2. Mit Fahrt zum Flughafen, Einchecken, Sicherheitskontrolle und Warten auf’s Gepäck sind sie mit dem Zug pro Strecke gerade einmal zwei bis drei Stunden später am Ziel und sparen sich einiges an Stress. 4. AUF ÖKOSTROM UMSTEIGEN Der Wechsel auf Ökostrom ist ganz einfach – und bringt enorm viel für das Klima. Ein durchschnittlicher Drei- bis Vier-Personen-Haushalt kann dadurch im Jahr bis zu 1,9 Tonnen CO2 einsparen. 5. BIO AUS DER REGION DEN VORZUG GEBEN Beim Bio-Anbau wird nur etwa die Hälfte der Energiemenge benötigt, die konventionelle Landwirtschaft braucht. Bei langen Transportwegen entstehen außerdem überflüssige Emissionen: Eine Mahlzeit von 100 Gramm Spargel aus Chile verursacht allein durch den Transport 1,7 Kilogramm CO2-Ausstoß. Aus der eigenen Region zur Spargelzeit sind es nur 60 Gramm. 6. HEIZUNG RUNTERDREHEN Keiner soll im Kalten sitzen! Aber die Absenkung der Raumtemperatur um nur ein Grad verringert die CO2-Emissionen eines Vier-Personen-Haushalts pro Jahr um rund 350 Kilogramm. Senkt man die Temperatur in der Nacht in der Wohnung generell auf 15 bis 16 Grad, spart das noch einmal knapp 300 Kilogramm CO2. 7. ENERGIESPAREND HAUSHALTEN Schon mit kleinen Kniffen können Sie im Haushalt Energie sparen: Zum Beispiel beim Waschen Vorwäsche weglassen und mit höchstens 60 Grad waschen, den Trockner vermeiden, bei Neuanschaffungen zu energieeffizienten Geräten greifen und den Stecker ziehen statt auf Standby zu schalten. Gemeinsam fallen diese Maßnahmen stark ins Gewicht, und sie sparen neben Strom auch noch Geld!   Was bei der diesjährigen Klimakonferenz „COP 23“ auf dem Programm steht, erfahren Sie hier.
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Schützen wir die Antarktis (Fr, 27 Okt 2017)
Wir Menschen lieben das Meer. Wir verbinden es mit Urlaub, Natur, Wildnis. Unsere Ozeane haben eine gigantische Ausdehnung. So gigantisch, dass wir sie lange für unzerstörbar hielten. Doch nach und nach belehren uns Beobachtungen und Studien eines Schlechteren: Rückten wir den Meeren erst mit Überfischung zu Leibe, folgten Ölbohrungen, Tiefseeabbau von Rohstoffen, Einleitung von Schadstoffen und zuletzt eine wachsende Plastikflut sowie die drohende Versauerung durch den Klimawandel. Jetzt brauchen die Ozeane dringend Hilfe. © Greenpeace / Jiri RezacDie beiden Polbereiche der Erdkugel haben eine Sonderrolle: Einerseits waren sie bislang wegen ihrer Eisschichten weniger stark von manchen Zivilisationsfolgen wie Fischfang oder Ölbohrungen bedroht. Andererseits reagieren sie wegen ihrer klimatischen Bedingungen besonders empfindsam auf Umwelteinflüsse. Ein trauriges Beispiel ging gerade um die Welt: in der Antarktis waren Tausende Pinguinküken gestorben. Aus einer ganzen Kolonie überlebten gerade zwei Küken. Als Grund vermuten Wissenschaftler sehr ungewöhnliche Wetterbedingungen: Regen durchnässte ihre Gefieder, und veränderte Eisbedingungen erschwerten das Jagen.   Wie schützen wir unsere Ozeane für künftige Generationen? Schutzgebiete kreieren wichtige Rückzugsräume für die Lebewesen im Meer und machen die Ozeane widerstandsfähig gegen die verschiedenen Belastungen. Fische und andere Meerestiere bekommen Bereiche, in denen die Populationen sich erholen können, was sich auch positiv auf andere Regionen auswirkt. Daneben kann ein Ozean mit viel gesunder Biomasse durch die Photosynthese der Algen mehr Kohlendioxid aus der Luft aufnehmen und dadurch den Klimawandel verlangsamen. Indirekt helfen Schutzgebiete außerdem, ein Bewusstsein für die Verletzlichkeit der Meere zu bilden.  © Greenpeace / Jorge Gutman Die gute Nachricht: Es bewegt sich etwas. Vor einigen Monaten hat die sogenannte CCAMLR (Eine internationale Kommission für die Erhaltung der lebenden Meeresschätze in der Antarktis) ein riesiges Gebiet im antarktischen Rossmeer geschützt. Nun gibt es Pläne für ein weiteres Schutzgebiet, das danebenliegende Wedell-Meer: auf einer Fläche, die 20 Mal so groß ist wie Österreich. Solche Pläne machen Hoffnung. Und sind nötiger denn je. Denn wo Eisdecken schmelzen, steht die Wirtschaft schon in den Startlöchern, um das Meer auszubeuten. Der Antarktis rücken beispielsweise verstärkt Krillfischer zu Leibe. Die kleinen Krebstierchen werden zu Fischmehl für Aquakulturen gehandelt, aber eine Menge Geld steckt auch im Handel mit Omega-3-Fettsäure-Produkten wie Krillöl. Die Krillfischerei ist eine bedenkliche Entwicklung, da Krill am Anfang der Nahrungskette für viele größere Tierarten steht. Das Wedell-Meer zu schützen, ist ein wichtiger und dringender Schritt gegen die drohende Ausbeutung der Antarktis. Wir werden daher die kommenden Monate dafür arbeiten, dass das Schutzgebiet im Wedell-Meer Wirklichkeit wird.   Gastautorin: Agneta Melzer ist studierte Kulturwissenschaftlerin und arbeitet im Bereich Medien und Kommunikation.
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Lebensmittel mit krebserregenden Schadstoffen belastet (Di, 24 Okt 2017)
Nach den alarmierenden Testergebnissen vom September hat Greenpeace nun erneut eine Reihe von Markenprodukten, die verarbeitete Pflanzenöle enthalten, auf gesundheitsgefährdende Stoffe untersuchen lassen. Wieder wurden teils alarmierend hohe Konzentrationen von wahrscheinlich krebserregenden Schadstoffen festgestellt. Wir haben diesmal Mürbteig, Krapfen, Chips, Backerbsen und Knabbergebäck für Babys bei der Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) testen lassen. Der Mürbteig von Tante Fanny, die Backerbsen von Land-Leben und die Brotstangerl von Milupa (für Babys ab acht Monaten) erwiesen sich als stark belastet. Der getestete Mürbteig von Tante Fanny wies besonders hohe Konzentrationen an 3-MCPD-Ester und Glycidyl-Ester auf (0,473 bzw. 0,478 mg/kg). Ein besorgniserregend hoher Glycidyl-Ester-Wert wurde bei den getesteten Brotstangerl von Milupa entdeckt (0,241 mg/kg). Das Produkt überschreitet den geplanten EU-Grenzwert für Kindernahrung um das Vierfache. Die von Greenpeace getesteten Land-Leben-Backerbsen wiesen sowohl bei 3-MCPD-Ester als auch bei Glycidyl-Ester sehr hohe Werte auf (0,281 mg/kg bzw. 1,089 mg/kg). Wieso warnt Greenpeace vor dem Verzehr belasteter Lebensmittel? Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) stuft Glycidol - das bei der menschlichen Verdauung von Glycidyl-Ester frei wird - als wahrscheinlich krebserregend ein. Glycidol hat sich außerdem als erbgutverändernd erwiesen. Eine EU-Grenzwert-Verordnung für Glycidyl-Ester wird in den nächsten Monaten in Kraft treten. 3-MCPD wird von der EFSA als möglicherweise krebserregend eingestuft. Für 3-MCPD-Ester ist derzeit noch kein Grenzwert geplant. Sowohl die EFSA als auch die AGES setzen den Tolerable Daily Intake (TDI) bei 0,8 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht am Tag fest. Wie kommen die Schadstoffe in die Produkte? Die schädlichen 3-MCPD-Ester und Glycidyl-Ester entstehen bei der Raffination von Pflanzenölen wie Palmöl. Einige palmölhaltige Produkte des aktuellen Tests zeigen aber niedrige Schadstoffwerte auf. Die Art der Raffination hat großen Einfluss auf den Schadstoff-Level. Durch bessere Raffinierungstechniken kann zumindest der Glycidyl-Ester-Wert massiv gesenkt werden. Wie können sich Konsumentinnen und Konsumenten schützen? Vor allem im Fall von Kindern raten wir dringend bis auf weiteres vom Verzehr des Tante-Fanny-Mürbteigs ab. Geht man nach dem TDI darf ein Kind maximal ein Achtel Mürbteig-Pizza am Tag essen, um nicht zu viel von dem Schadstoff aufzunehmen. Dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass Kinder und Erwachsene an einem Tag oft eine Vielzahl an weiteren belasteten Produkten konsumieren. Die neueste Lieferung der Brotstangerl von Milupa soll laut dem Unternehmen bereits niedrige Glycidyl-Ester-Werte aufweisen. Bei den Milupa-Brotstangerl ist daher unbedingt darauf zu achten, welches Mindesthaltbarkeitsdatum sie haben. Wenn das MHD vor April 2018 liegt, sollten Babys und Kinder sie keinesfalls verzehren. Die Land-Leben-Backerbsen wurden zwei Mal untersucht, einmal von Greenpeace und einmal von Land-Leben selbst. Das Unternehmen hat bereits erste Verbesserungen umgesetzt, wie der vom Unternehmen beauftragte Test einer späteren Charge zeigt. Dieser wies einen sehr niedrigen Glycidyl-Ester-Wert (0,028 mg/kg) auf. Die Belastung durch 3-MCPD-Ester war jedoch auch bei diesem Test beträchtlich (0,273 mg/kg). Dies entspricht etwa acht Esslöffeln Backerbsen. Daher raten wir Kindern von einem regelmäßigen Verzehr dieses Produktes ab. Können die Produkte aus dem ersten Test wieder gegessen werden? Für die im September beanstandete Milka-Erdbeer-Schokolade gibt Greenpeace vorsichtig Entwarnung. Die neueste Produktion (MHD 10/18) enthält deutlich weniger Schadstoffe, wie von Hersteller Mondelez vorgelegte Analysen belegen. Für die beiden beanstandeten Margarine-Produkte, den Rama-Würfel und die Alsan, bleibt die Greenpeace-Verzehrwarnung jedoch trotz positiver lebensmittelrechtlicher Beurteilung durch die AGES weiterhin aufrecht, denn die Behörden können nur die bereits gültigen Gesetze umsetzen. Die beiden Margarine-Produkte sind jedoch vor allem für Kinder bei regelmäßigem Verzehr gesundheitlich bedenklich. Was sind die nächsten Schritte zum Schutz von Konsumentinnen und Konsumenten? Trotz der Bemühungen einiger Produzenten besteht weiter dringend Handlungsbedarf. Zuallererst muss der Handel die Milupa-Brotstangerl mit MHD 13/03/18, die Land-Leben-Backerbsen mit MHD 04/18 und den Tante-Fanny-Mürbteig aus den Regalen nehmen, bis sichergestellt ist, dass diese unbedenklich für die Gesundheit sind. Wir fordern von österreichischen Herstellern, dass sie ab sofort nur solche Pflanzenöle für Lebensmittel verwenden, die aufgrund besserer Raffinierungstechniken keine hohen Schadstoffkonzentrationen aufweisen. Zudem muss der Handel sicherstellen, dass bei allen Produkten mit raffinierten Pflanzenölen schon jetzt der geplante EU-Grenzwert für Glycidyl-Ester eingehalten wird. Hier geht's zu den detaillierten Test-Ergebnissen.
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Greenpeace-Langzeittest: Wie realistisch ist das Mindesthaltbarkeitsdatum? (Mo, 23 Okt 2017)
Verschiedene Käsesorten, Joghurt und Eier stapeln sich im Kühlregal. Ein Blick darauf zeigt: Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist schon seit Monaten überschritten. Doch werden die Lebensmittel richtig gelagert, ist das in vielen Fällen kein Problem. Welche Lebensmittel das größte Durchhaltevermögen besitzen, verrät unser Langzeittest. Die Neun-Monats-Bilanz unseres Langzeittests liegt vor. Nun ist auch der Spitzenreiter, ein Naturjoghurt, das bei unserem Test die 6-Monats-Grenze beim Mindesthaltbarkeitsdatum problemlos hinter sich gelassen hat, ausgeschieden. Die Ergebnisse* der letzten neun Monate sind erstaunlich: Das von uns getestet Naturjoghurt war nach 26 Wochen weiterhin unbedenklich verzehrbar. Räuchertofu und Soja-Joghurt haben beide jeweils über 18 Wochen, die Eier immerhin über zehn Wochen länger gehalten. Der verpackte Kuchen sowie die Salami waren mehr als acht Wochen nach dem Ablauf des MHD noch verzehrbar und der verpackte Schnittkäse hielt über sechs Wochen. Nur der Sesam-Dip war nach zwei Wochen bereits verdorben. Hier war offenbar ein realistisches MHD vom Hersteller angegeben. Aus der Sicht von Greenpeace ist es endlich Zeit zu handeln: Die Lebensmittelhersteller und die Politik sind gefragt. Um den Wegwerf-Wahnsinn zu stoppen müssen sie sich für ein realitätsnahes Mindesthaltbarkeitsdatum einsetzen. Denn jährlich landen 206.000 Tonnen Lebensmittel im Müll, obwohl sie noch genießbar sind. Unterstützen Sie unsere Petition gegen Lebensmittelverschwendung  Finanziell unterstützt wurde der MHD-Langzeittest von MUTTER ERDE, einer Initiative des ORF und von führenden Umwelt- und Naturschutzorganisationen.  *Im Auftrag von Greenpeace hat das Labor der Lebensmittelversuchsanstalt seit Jänner 2017 acht Produkte mikrobiologisch und sensorisch getestet. 
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Schmerzlicher Verlust einer Freundin und Kollegin (Do, 19 Okt 2017)
Schweren Herzens geben wir bekannt, dass unsere Freundin und Kollegin Carolina Nyberg-Steiser von Greenpeace Nordic mit 29 Jahren bei einem tragischen Unfall im Amazonas ums Leben gekommen ist. Carolina befand sich an Bord eines kleinen Greenpeace-Flugzeugs, das bei der Landung auf dem Rio Negro nahe der brasilianischen Stadt Manaus im Amazonas abstürzte. Es liegen bisher keine Informationen zur möglichen Unfallursache vor. Das Unglück ereignete sich am Dienstag, dem 17. Oktober, gegen 11:50 Ortszeit (18:50 MESZ). Carolina Nyberg-Steiser Carolina war auf Besuch beim Greenpeace-Büro in Brasilien um mehr über die Arbeit zum Schutz des Amazons zu erfahren und selbst die Schönheit des Regenwaldes kennenzulernen. Die drei anderen Passagiere des Flugzeugs und der Pilot überlebten den Unfall mit leichten Verletzungen.    Aus Respekt gegenüber Carolinas Familie werden wir derzeit keine weitere Stellungnahme zu diesem Unglück abgeben. Wir alle werden Carolina zutiefst vermissen. Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie.
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Greenpeace-Ranking: Wie grün ist die Elektronikbranche? (Di, 17 Okt 2017)
IT-Konzerne geben sich ein visionäres, umweltbewusstes Image. Gleichzeitig entwickeln viele Marktführer Produkte für die Müllhalde. Greenpeace hat die größten Technologieunternehmen getestet und ein Branchenranking erstellt. Erfahren Sie, welche Unternehmen mit ihren Geräten wesentliche Umweltstandards erfüllen und wer die Schlusslichter bei grüner Elektronik sind. Für den Elektronik-Ratgeber „Guide to Greener Electronics“ hat Greenpeace 17 Technologieunternehmen in drei Kategorien geprüft: Energieeinsatz in der Produktion Einsatz von Chemikalien Recycling von Rohstoffen In die Bewertung fließt zudem die Untersuchung von 40 Geräten mit ein, mit Fokus auf Reparierbarkeit von Smartphones, Tablets und Laptops. Fairphone auf dem ersten und Apple auf dem zweiten Platz führen die Greenpeace-Bestenliste an. Sie verzichten auf gefährliche Chemikalien und produzieren klimafreundlich. Als einziges Unternehmen hat Apple zugesagt, nicht nur Datenzentren und Büros, sondern zukünftig die gesamte Lieferkette mit erneuerbaren Energien zu versorgen. Dell und HP folgen auf den nächsten Plätzen, da sie reparier- und aufrüstbare Geräte anbieten. Schlecht schneiden sowohl Microsoft als auch Apple bei der Reparierbarkeit ihrer Geräte ab. Auf Wegwerfhandys, die maximal zwei Jahre genutzt werden, setzen auch die chinesischen Firmen Huawei, Oppo und Xiaomi. Sie produzieren aktuell ein Viertel der weltweit verkauften Smartphones. Auch die Geräte von Samsung und Amazon – Amazon ist inzwischen zum drittgrößten Anbieter von Tablets geworden – landen auf den hinteren Plätzen. Daher sollte die erste Frage vor einem Neukauf immer sein: Brauche ich das Gerät wirklich? Umweltbewusste Käuferinnen und Käufer sollten darauf achten, dass sich Elektronik-Produkte reparieren und aufrüsten lassen. Doch die Verantwortung darf nicht allein an die Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben werden: Um wirklich grün zu werden, müssen Samsung und Co. komplett auf fossile Energien und gefährliche Chemikalien verzichten. Hier geht’s zur deutschen Zusammenfassung des Elektronik-Ratgebers.
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Der Klima- und Energie-Check (Fr, 13 Okt 2017)
Diesen Sonntag wird in Österreich gewählt. Daher hat Greenpeace die SpitzenkandidatInnen der bevorstehenden Nationalratswahl zur Klima- und Energiezukunft Österreichs befragt. Geantwortet haben Christian Kern (SPÖ), Sebastian Kurz (ÖVP), Heinz-Christian Strache (FPÖ), Ulrike Lunacek (Grüne) und Matthias Strolz (NEOS). Wir haben die Aussagen zusammengefasst. GP02LZV_Web_size.jpg Frage 1: Sind Sie der Meinung, dass Österreich das Ziel einer Dekarbonisierung bis zur Mitte des Jahrhunderts gesetzlich festschreiben soll sowie entsprechende Zwischenziele bis 2030 festzulegen hat, wie 100 % Stromversorgung auf Basis erneuerbarer Energieträger, eine Reduktion des Energieverbrauchs um 30 % gegenüber 2005 und eine Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien auf 60 % des Endenergiebedarfs (Basis 2005)? Zusammengefasste Antwort aller SpitzenkandidatInnen: Eindeutig mit „Ja“ wurde diese Frage nur von den Grünen und den NEOS beantwortet. Sowohl SPÖ als auch ÖVP bekennen sich nicht zu den Zwischenzielen von Greenpeace. Stattdessen setzen sie auf EU-Ziele beziehungsweise wollen diese abwarten. Die ÖVP möchte die Dekarbonisierung, also den umfassenden Verzicht auf Kohlendioxid-Emissionen, zur „Erfolgsstory“ machen ohne dies zu konkretisieren. Die FPÖ ist nicht explizit auf die Frage der Ziele eingegangen, tritt jedoch für diverse Maßnahmen wie den Ausstieg aus Kohlekraft, den Ausbau alternativer Energien und die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene ein. Die Antworten im Detail finden Sie hier. GP0STQDU2_Web_size.jpg Frage 2: Soll Österreich dem Beispiel anderer Staaten wie Schweden, Dänemark und Frankreich folgen und zur Gegenfinanzierung einer spürbaren Steuerentlastung des Faktors Arbeit die Abgaben und Steuern auf klimaschädliche Aktivitäten wie den Verbrauch fossiler Energieträger und anderer CO2-intensiver Produkte wesentlich erhöhen? Zusammengefasste Antwort aller SpitzenkandidatInnen: Auch bei dieser Frage kam ein klares Bekenntnis von den Grünen und den NEOS. SPÖ, ÖVP und FPÖ bekennen sich alle zur Entlastung des Faktors Arbeit. Die SPÖ lehnt eine Besteuerung fossiler Energie, wie Erdöl und Erdgas aus sozialen Gründen ab. ÖVP und FPÖ lehnen neue Steuern prinzipiell ab. Die ÖVP möchte Klimaziele über Anreize und Rahmenbedingungen erreichen.   Die Antworten im Detail finden Sie hier. GP0STQ6ZZ_Web_size.jpg Frage 3: Treten Sie für Maßnahmen ein, die konsequent den Gesundheitsschutz vor Konzerninteressen stellen und damit ähnlich wie in anderen Staaten das Ziel verfolgen, den Ausstieg aus dem Dieselantrieb für PKW umzusetzen sowie der Automobil-Industrie klare Vorgaben mit strengen Emissionslimits und entsprechender Überprüfung zu machen?  Zusammengefasste Antwort aller SpitzenkandidatInnen: Bei dieser Frage haben die Grünen explizit mit “Ja” geantwortet.  Die FPÖ begrüßt Maßnahmen zur Verringerung der Gesundheitsgefährdung durch Luftverschmutzung. Die SPÖ verweist auf europäische Regelungen und möchte, dass alternative und fossile Antrieben spätestens 2030 gleichwertig sind. Sowohl NEOS als auch ÖVP lehnen Verbote und Zwang ab. Die NEOS treten für mehr „Anstrengungen” ein ohne diese zu benennen, die ÖVP sieht die Notwendigkeit den Verkehrssektor zu elektrifizieren sowie mit der Strom- und Wärmeproduktion zu koppeln und setzt auf Anreize. Die Antworten im Detail finden Sie hier. Alle Fragen an die SpitzenkandidatInnen samt ihren Antworten finden Sie hier.
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Marktcheck 10-2017, Schweine- und Hühnerfleisch (Do, 12 Okt 2017)
Der Greenpeace-Marktcheck hat im Oktober das Angebot an frischem Schweine- und Hühnerfleisch in den Supermärkten bewertet. Als beste Note im Test vergibt Greenpeace ein „Befriedigend“, und zwar an die drei Erstplatzierten Merkur, Hofer und Interspar. Test 10-2017, Schweine- und Hühnerfleisch Der Tabelle unten zeigt den Verbesserungsbedarf bei Schweinefleisch, denn die Supermärkte schneiden im Schnitt bei Hühnerfleisch wesentlich besser ab. Merkur wird Testsieger und erhält die Note „Befriedigend“. Die Noten "Ausgezeichnet", "Sehr Gut" und "Gut" konnte Greenpeace bei diesem Test nicht vergeben.  Die Ergebnisse Greenpeace-Marktcheck 10-2017: Test Fleisch Zum Ausdrucken einfach auf die Tabelle oben klicken. Die Gesamtnote "Befriedigend" erhalten neben Merkur auch Hofer, Interspar und MPreis. Billa und Spar sind "Genügend". "Nicht Genügend" vergibt Greenpeace an Lidl, Unimarkt und PennyMarkt. Hier die Detailinfos zum Nachlesen: die Tabelle mit den detaillierten Bewertung der Supermärkte  die Ergebnisse und das Angebot der Supermärkt im Detail die Kriterien der Bewertung im Detail Huhn ist besser als Schwein  Greenpeace lobt im Test, dass sich die Haltungsbedingungen der Hühner, der Einsatz von gentechnikfreien Futtermitteln und die Menge an Antibiotika in der Hühnermast in den letzten Jahren in Österreich verbessert haben, und kritisiert, dass sich für die Schweine nur wenig verändert hat. „Die Österreicher und Österreicherinnen haben sich besseres Fleisch verdient. Das gilt natürlich nicht nur für Hühnerfleisch, sondern auch für das Schweinsschnitzel“ , sagt Nunu Kaller, KonsumentInnensprecherin von Greenpeace in Österreich. Schweinefleisch im Supermärkte Bis heute findet man kaum Bio-Schweinefleisch in den Supermarktregalen. 75 Prozent der österreichweit in der Tierhaltung eingesetzten Antibiotika landen im Schweinestall. Auch werden die Tiere in der Regel mit Gentech-Soja gefüttert. Schweinefleisch ist hingegen nur bei Merkur, Hofer, Interspar und MPreis in allen Filialen und ständig biologisch oder gentechnikfrei verfügbar. Zwar haben einige Supermärkte vorbildliche Projekte gestartet, um die Produktionsbedingungen bei Schweinefleisch zu verbessern, doch das ist noch nicht ausreichend. Vorbildliche Projekte für Tierwohl Die zwei Projekte „Fairhof“ bei Hofer und „Heimathöfe“ bei Interspar zeigen vor, dass gute Standards nicht nur bei bio möglich sind. Hofer hat bei „Fairhof“ die derzeit strengsten Anforderungen bei konventionellem Schweinefleich und agiert sehr transparent, indem es die zugrunde liegenden Standards auch im Detail veröffentlicht. Interspar bietet in allen Filialen „Heimathöfe“-Schweinefleisch sowie mehrere Produkte in Bio-Qualität bei Schwein und Huhn an. Merkur arbeitet bereits an einem eigenen Projekt mit strengen Standards für Schweinefleisch aus konventioneller Produktion und wird Testsieger mit einer guten Auswahl bei Bio-Fleisch und seinen Projekten in der Hühnermast. Die Geflügelbranche macht's vor “Vorbild muss die Geflügelbranche sein, die in den letzten Jahren schrittweise Verbesserungen umgesetzt hat“, betont Kaller. Nicht nur sind die Tierschutzbestimmungen bei Hühnern in Österreich höher als im Ausland, auch konnte der Einsatz von Antibiotika innerhalb weniger Jahre beinahe halbiert werden. Eine weitere Errungenschaft: Die Hühner werden gentechnikfrei gefüttert. In den Supermärkten spiegelt sich das durch ein großes Angebot an gentechnikfrei gefüttertem Fleisch wider. Auch Bio-Huhn gibt es in acht von neun Supermärkten.   Weniger Fleisch bringt's Eine Umstellung auf ein wirklich umweltfreundliches System der Tierhaltung ist allerdings nur dann möglich, wenn wir insgesamt weniger Tiere halten. Mit 66 Kilogramm Fleisch pro Jahr – zwei Drittel davon Schweinefleisch und im Schnitt neun Kilogramm Hühnerfleisch – essen ÖsterreicherInnen etwa drei Mal so viel wie gesundheitlich empfohlen. Greenpeace schlägt daher vor, mehr Gemüse und Hülsenfrüchte zu essen, und sich wenn, dann ein hochwertiges Stück Fleisch zu gönnen. Das ist gut für unsere Gesundheit aber auch für die Umwelt.   Nachhaltigkeit am Prüfstand Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt der Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen Einzelhandels unter die Lupe. Jeweils zu Monatsanfang wird im Hinblick auf die Erfüllung von nachhaltigen Kriterien ein Ranking der größten Supermarktketten in Österreich veröffentlicht. Infos zu allen Tests unter: greenpeace.at/nachhaltigkeit-im-test
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„Monsanto Papers“ zeigen skrupelloses Vorgehen des Konzerns (Mi, 11 Okt 2017)
Heute findet in Brüssel im Europäischen Parlament eine Anhörung zu den sogenannten „Monsanto Papers“ statt. Dabei handelt es sich um tausende interne E-Mails des US-Agrochemiekonzerns Monsanto, die im Rahmen eines Gerichtsprozesses veröffentlicht wurden. Die E-Mails legen nahe, dass MitarbeiterInnen von Monsanto versucht haben, Behörden bei der Bewertung von Glyphosat zu beeinflussen. **Environmental and health organisations launch European citizens’ initiative to ban glyphosate. / © Eric de Mildt/Greenpeace. All rights reserved**Brussels, 8 February 2017, EU, Place Schumann – Campaigners and activists met in Brussels (and other European cities Madrid, Rome, Berlin and Paris) today to launch a European Citizens’ Initiative (ECI) to ban glyphosate, reform the EU pesticide approval process, and set mandatory targets to reduce pesticide use in the EU. The goal is to collect at least one million signatures from Europeans and submit the petition before the Commission’s next move to renew, withdraw or extend the EU licence of glyphosate.Glyphosate – the most widely used weedkiller in Europe – is also known as Roundup, a Monsanto brand- name. In 2015, the World Health Organization (WHO) linked glyphosate to cancer. The European Chemicals Agency (ECHA) is currently working on a safety assessment.More information is available on [www.stopglyphosate.org](http://www.stopglyphosate.org) Angesichts dieser skandalösen Enthüllungen muss das Europäische Parlament eine offizielle und umfassende Untersuchung der Monsanto-Papers einleiten. Monsanto weigerte sich jedoch trotz Ladung durch das Europäische Parlament an der heutigen Anhörung teilzunehmen. Daraufhin wurde allen Monsanto-Angestellten die Zugangsberechtigung für das Parlament entzogen. Dieser Schritt ist durchaus legitim, denn auch internationale Konzerne müssen sich in einer Demokratie der parlamentarischen Kontrolle unterwerfen. Es ist nicht akzeptabel, nicht zu erscheinen, wenn die Fragen gerade unangenehm sein könnten. Was sind die „Monsanto Papers“? Bei den „Monsanto Papers“ handelt es sich um tausende E-Mails, die im Rahmen eines Gerichtsprozesses in den USA öffentlich gemacht wurden und seither aufgrund des brisanten Inhaltes große Wellen schlagen. Angestellte von Monsanto scheinen an Studien mitgeschrieben zu haben, die dann unter dem Namen von angeblich unabhängigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern publiziert wurden. Monsanto Skandal muss Aus für Glyphosat bringen Die Konzern-Emails lassen auch an der europäischen Bewertung Zweifel aufkommen: Sie legen nahe, dass der Konzern in den USA Einfluss auf die Bewertung des Unkrautvernichters ausgeübt hat. Auch auf die Glyphosat-Bewertungen in Europa könnte sich dies ausgewirkt haben. Den Einsatz des Unkrautvernichters in der EU unter diesen Umständen für weitere zehn Jahre zu erlauben, wäre verantwortungslos. 
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Diese Produkte gibt es jetzt gratis in der Natur (Do, 05 Okt 2017)
Herbstzeit ist Erntezeit! Bevor sich die Natur schlafen legt, verwöhnt sie uns noch mit einer reichen Palette an Früchten. Vielen dieser natürlichen Produkte schenken wir nur wenig Beachtung. Doch sind Kastanien, Eicheln oder Kiefer-Zapfen nicht nur hübsch anzusehen, sie sind auch richtig praktisch! Hier haben wir ein paar Tipps für Sie zusammengestellt, um naturschonend und geldsparend die Freuden des Herbstes zu genießen! Waschen ohne Chemie Wer es leid ist, seine Kleidung mit Chemie aus dem Supermarkt sauber zu bekommen, kann es einmal mit Kastanien oder Efeu probieren! Die darin enthaltenen Saponine sorgen für den Wascheffekt. Rosskastanien sind beliebte Parkbäume und überall in der Stadt zu finden. Die nicht für den Verzehr geeigneten Kastanien können mit etwas Muskeleinsatz zu Waschmittel verarbeitet werden. In den anderen Jahreszeiten sorgt der immergrüne Efeu für Nachschub. Eicheln für Experimentierfreudige Als der Import von Kaffee in Kriegszeiten schwierig war, galt die Eichel als gute Alternative zur Kaffeebohne. Dank der Stärke in den Eicheln kann man sie aber auch als Mehl zum Brot oder Kuchen backen verwenden. Roh sollte man sie aber aufgrund ihres hohen Gehalts an Gerbstoffen nicht essen. Vor dem Verzehr die Eicheln unbedingt im Wasserbad einlegen, damit sich die Gerbstoffe auswaschen. Kiefer-Zapfen als Wetterstation Wie wird das Wetter heute? Eine schöne Abwechslung zu den langweiligen Wettervorhersagen aus dem Fernsehen ist eine Kiefer-Zapfen-Wetterstation! Öffnen sich die Schuppen der Zapfen, wird es wahrscheinlich freundliches Wetter geben. Steht Regen vor der Tür, so schließen sich die Schuppen. Grund für diesen tollen Effekt ist, dass die Samen der Zapfen bei trockenem Wetter besser vom Wind verweht werden können – deswegen öffnen sich die Schuppen. Vor das Fenster gehängt sind die Zapfen außerdem richtig dekorativ. Gaumenschmaus mit Bucheckern Die Früchte der Buche passen perfekt als Topping für Salate oder als Beigabe zu einem leckeren Risotto. Damit die leicht giftigen Stoffe der Bucheckern nicht auf den Magen schlagen, müssen die Samen nach dem Herauslösen unbedingt für 5 Minuten geröstet werden. Das Röstaroma verleiht den Samen zudem eine wunderbar nussige Note.
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