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Vimeo / Venite Austria’s videos

Planet Jupiter - Sun - frate vento (Cantico delle Creature) (Mi, 22 Nov 2017)
The Planet JUPITER-Melody (Cantico delle Creature) in reflection to "☴ 巽 Sun / The Gentle (The Penetrating, Wind)" for Pipa 琵琶 and Viola and "frate vento - brother wind - 風弟兄" (Choir) composed by Gerald Spitzner Cast: Venite Austria Tags: Cantico delle Creature
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Planet Mars - Chên (Cantico delle Creature) (Mi, 22 Nov 2017)
The Planet MARS-Melody (Cantico delle Creature 5c) in reflection to "☳ Chên 震 - Thunder / the arousing" for Pipa 琵琶 and Viola composed by Gerald Spitzner Cast: Venite Austria Tags: Cantico delle Creature
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dancing music flower (2min) - 2017-11-16 (Mi, 22 Nov 2017)
Violin and Piano Cast: Venite Austria Tags: flower
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Music flower moment (4 min) (Sa, 04 Nov 2017)
Violin: Renate Spitzner Piano: Gerald Spitzner Video: Gerald Spitzner Cast: Venite Austria Tags: flower, music, Violn-Piano, Piano and Violin
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Lunar Moments (1min 42) - 2017-10-04 (Sa, 04 Nov 2017)
Video: 'Lunar moments' by Gerald Spitzner music: (2) from '8 Soli for Pipa 琵琶 and Viola' (of Cantico delle Creature) composed by Gerald Spitzner Viola: Gerald Spitzner A Venite Austria Project (2016 /2017) Cast: Venite Austria Tags: Canticle of Creation, Pipa, 琵琶, Cantiv, moon, Cantico delle Creature and Pipa solo
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Moments of light (4min) - 2017-10-21 (Sa, 04 Nov 2017)
Cast: Venite Austria Tags: art, Violin - Piano, poetic, video, music, violin and piano
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Mystic Creation (3min) - 2017-10-16 (Di, 17 Okt 2017)
Artwork: music: Violin: Prof. Renate Spitzner Viola: Gerald Spitzner Video: Gerald Spitzner Cast: Venite Austria Tags: short video, Mystic Creation, Art, music+video art, Violin, Viola, Violin-Viola and music
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Impression flower in the rain (40 sec) - 2017-09-21 (Fr, 22 Sep 2017)
Cast: Venite Austria Tags: flower, Impression and rain
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Impression of Hope (32 sec) - 2017-09-20 (Do, 21 Sep 2017)
Cast: Venite Austria Tags: Impression and Hope
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Flower Impression (32 sec) - 2017-09-19 (Di, 19 Sep 2017)
Cast: Venite Austria Tags: flower impression, impression and flower
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Nature Impression - 2017-09-16 (24 sek) (Mo, 18 Sep 2017)
Cast: Venite Austria Tags: Nature Impression
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Evening Impression (30 sek) 2017-09-10 (Mo, 18 Sep 2017)
Cast: Venite Austria Tags: Evening Impression
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Evening Impression 2017-09-09 (30 seconds) (Mo, 18 Sep 2017)
Cast: Venite Austria Tags: Evening Impression
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Impressions (18 sec) - 2017-09-07 (Mo, 18 Sep 2017)
Cast: Venite Austria Tags: Impressions
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Organsolo 'Ströhme' (Mo, 12 Jun 2017)
Cast: Venite Austria
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Music dialogue 8 (Di, 30 Mai 2017)
Artwork: music: Violin: Renate Spitzner | Viola: Gerald Spitzner Photos+ Video: Gerald Spitzner 2017-05-28 Cast: Venite Austria Tags: flowers, Video, music, Art and Photos
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Mains protectrices - Schützende Hände (Protecting Hands) (Sa, 20 Mai 2017)
Violin solo 'Mains protectrices - Schützende Hände' (Protecting Hands) music: Violin solo: Renate Spitzner | photo+video: Gerald Spitzner 2017-05-20 Cast: Venite Austria
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Hope - Espoir - Hoffnung (So, 14 Mai 2017)
Pianosolo: 'Hope - Espoir - Hoffnung' Dedication to all victims of slavery (10.5. - Remembering Day in France (Europe), "Abolissement de l'esclavage" - End of Slayery Artwork: music: Pianosolo: Gerald Spitzner photo+video: Gerald Spitzner 2017-05-12 Cast: Venite Austria Tags: Pianosolo, Art, Photos and Gerald Spitzner
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Music dialogue 7 (Mi, 10 Mai 2017)
'Music dialogue 7' - Dedication to Henri Dunant(Founder of the Red Cross) Violin: Renate Spitzner Viola: Gerald Spitzner Photos+Video: Gerald Spitzner Cast: Venite Austria Tags: flowers, Art, music, Violin-Viola and photos
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l'intelligence des fleurs (So, 07 Mai 2017)
'l'intelligence des fleurs', dedication to Maurice Maeterlinck (29 August 1862 – 6 May 1949) Violin: Renate Spitzner | Viola: Gerald Spitzner | Photos+Video: Gerald Spitzner Cast: Venite Austria Tags: Maurice Maeterlinck, flowers, Art, music, Violin-Viola and photos
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Music dialogue 4 (Sa, 06 Mai 2017)
Cast: Venite Austria Tags: Art, music, Violin-Viola and flowers
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Music dialogue 3 (Sa, 06 Mai 2017)
Cast: Venite Austria Tags: Art, music, flowers and Violin-Viola
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Music dialogue 2 (Fr, 21 Apr 2017)
Violin: Renate Spitzner - Viola: Gerald Spitzner Photos+Video: Gerald Spitzner 2017-04-18 Cast: Venite Austria Tags: music, art, Violin, flowers, Viola and Violn-Viola
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Music Dialogue (Di, 18 Apr 2017)
'Music Dialogue' Violin: Renate Spitzner Viola: Gerald Spitzner Photos+Video: Gerald Spitzner Cast: Venite Austria Tags: music, Dialogue, Art, Violin, Viola and Flowers
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'Light Impressions' (Mi, 29 Mär 2017)
Violia solo + Photos Cast: Venite Austria Tags: Light, music, Photos and art
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Urgent Petition - Dringende Unterschriftenlisten

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News & Aktuelles

Augenzeugenbericht OPERATION BLOODY FJORDS: Team 8 (Fr, 17 Nov 2017)
team2514. November 2017:  Im Rahmen unserer laufenden Kampagne OPERATION BLOODY FJORDS zur Beendigung des Abschlachtens von Delfinen und Grindwalen auf den dänischen Färöern führte Sea Shepherd zwischen Juli und Anfang September zehn Wochen lang Patrouillen an Land durch. Die von Sea Shepherd Großbritannien koordinierten Teams waren in sechs verschiedenen färöischen Städten stationiert, sodass 19 ausgewiesene Walfangbuchten abgedeckt wurden. Unsere Crew aus Freiwilligen, die ihre persönliche Urlaubszeit nutzte, um sich unter andere Touristen zu mischen, konnte in den zehn Wochen neun verschiedene Grindadráps dokumentieren. Wir veröffentlichen nun die persönlichen Aufzeichnungen und Bilder, die uns von sechs dieser Teams vorgelegt wurden. Team 8, welches in Klaksvík stationiert war, beobachtete das Grindadráp von Hvannasund am 29. August 2017, bei welchem 46 Grindwale getötet wurden und das Grindadráp von Bøur am 31. August 2017, bei welchem 29 Grindwale ums Leben kamen. „Ein Grind aus nächster Nähe zu erleben, war ein einschneidendes Erlebnis. An einem Ort der sonst so ruhig ist, war es nervenzerreibend zu beobachten, wie aktiv die Einheimischen wurden, sobald ein Grind im Gange war. Das erste Grind, das wir gesehen haben, fand in Hvannasund statt, wo es in 2017 bereits mehrere Delfinjagden gegeben hatte. Wir sahen das ganze Geschehen vom Herantreiben der etwa 50 Grindwale, über die Abschlachtungen, das Zerlegen und schlussendlich das Verteilen des Fleisches und des Fettes. Als die Grindwale von den kleinen Booten an die Küste getrieben wurden, verstärkte sich die Intensität der im Wasser zuckenden Körper. Den Walen wurden Haken in ihre Blaslöcher gerammt, bevor sie in einer sadistischen Art von „Tauziehen“ an Land gezogen wurden. Wir mussten beobachten, wie die Tiere scheinbar im Wahn ihre Köpfe gegen Steine schlugen. team26 Die an der Jagd beteiligten Personen standen bis zur Hüfte im vom Blut gefärbten Wasser und nahmen die Einschnitte direkt hinter den Köpfen der Wale vor, welche dafür sorgen, dass das Blut austreten kann. Andere nutzten das „Grindaknívur“, ein spezielles Walfangmesser, um die Wirbelsäule zu durchtrennen. Wir beobachteten und filmten mehrere Wale, die nach dieser Prozedur noch immer um sich schlugen. In einigen Fällen war es nötig, das Messer bis zu drei Mal zu benutzen, um das Tier zu töten. Wir filmten Wale, die noch bis zu einer Minute nach den Einschnitten zuckten und sich bewegten. Noch eine Stunde nach den Abschlachtungen versuchten die Fischer erfolglos einen einsamen Wal mit ihren Booten an den Strand zu treiben. Irgendwann gaben sie auf und ließen den Wal im Blut seiner Familie weiter schwimmen. team22 Wir blieben noch mehrere Stunden bis in die Nacht bei dem einsamen Wal, welcher erschöpft seine Kreise zog, wo das Grind stattgefunden hatte. Als die Abenddämmerung einsetzte, kam ein Schlauchboot aus dem Dorf und versuchte erfolglos, den Wal zu überfahren und mit der Bootsschraube zu töten. Kurz darauf kamen zwei Freizeitboote, und ich hatte die Chance, auf einem der Boote mitzufahren und mir den Wal von Nahem anzusehen. Der Besitzer des Boots kam, um das Befinden des Tieres zu untersuchen und sagte mir, dass der Wal die Nacht auf Grund seines Traumas und der Erschöpfung nicht überstehen würde. Der Wal konnte kaum noch zum Atmen auftauchen. Wir kehrten am Morgen zurück und der Wal befand sich noch immer an der gleichen Stelle, lebend. Später am Nachmittag gab es jedoch keine Spur mehr von ihm. team213 Wir beobachteten auch die Schlachtung der Wale und die der Tiere, die zwei Tage später in Bøur getötet wurden und unterhielten uns ausgiebig mit den Einheimischen. Die Kinder zeigten eine morbide Faszination für die Eingeweide und besonders die Zähne der Wale. Wir filmten Kinder, die versuchten die Zähne von mehreren Tieren mit nichts weiter als einem Taschenmesser zu entfernen. Ebenso entfernten sie an einem Wal Stücke von etwas, das aussah wie ein Tumor. Wir trafen ausländische Touristen, die davon angeekelt waren.“ team24 Mit 1.203 getöteten Grindwalen und 488 getöteten Delfinen bei 24 einzelnen Jagden auf den dänischen Färöern erwies sich 2017 als eines der bisher schlimmsten Jahre seit Mitte der 1990er. team27  team112  team211  team212
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Augenzeugenbericht OPERATION BLOODY FJORDS: Team 7 (Fr, 17 Nov 2017)
team7113. November 2017: Team 7 war in Tórshavn stationiert, beobachtete das Grindadráp von Tórshavn am 18. August 2017 (61 Grindwale wurden getötet), die Delfinjagd von Skalabotnur am 21. August 2017 (48 Weißseitendelfine wurden getötet) und das Schlachten eines Wals beim Hafenfest von Klaksvik am 19. August 2017. Im Rahmen unserer laufenden Kampagne OPERATION BLOODY FJORDS zur Beendigung des Abschlachtens von Delfinen und Grindwalen auf den dänischen Färöern führte Sea Shepherd zwischen Juli und Anfang September zehn Wochen lang Patrouillen an Land durch. Die von Sea Shepherd Großbritannien koordinierten Teams waren in sechs verschiedenen färöischen Städten stationiert, sodass 19 ausgewiesene Walfangbuchten abgedeckt wurden. Unsere Crew aus Freiwilligen, die ihre persönliche Urlaubszeit nutzte, um sich unter andere Touristen zu mischen, konnte in den zehn Wochen neun verschiedene Grindadráps dokumentieren. Wir veröffentlichen nun die persönlichen Aufzeichnungen und Bilder, die uns von sechs dieser Teams vorgelegt wurden. „Das Hafenfest in Klaksvik war ein Event wie wir es aus unseren Hafenstädten kennen. Es gab lokales Essen, frisch gefangen und zubereitet, darunter auch ein Foodtruck, der englische Fish and Chips verkaufte. Es gab ein Unterhaltungsprogramm für Kinder und Heliumballons (von denen die meisten versehentlich in den Himmel steigen gelassen wurden). Es gab mehrere Schiffe, auf welchen die Gäste an Bord gehen konnten, darunter auch die BRIMMIL und ein dänisches Kriegsschiff, welche beide Touren an Bord und Einblicke in die Brücke anboten oder Rundfahrten mit ihren Schnellbooten machten. In zwei oder drei Boxen gab es Krabben oder kleine Fischarten, welche die Kinder anfassen und untersuchen durften. Es gab auch eine Bühne am Hafeneingang, auf welcher sowohl Strickwettbewerbe als auch Konzerte äußerst talentierter Musiker für traditionelle Musik und andere Events stattfanden. Eines dieser Events war das Schlachten eines Grindwals, welcher bei einem der vorherigen Grindadráps gefangen und anschließend bis zum Event eingefroren wurde. Der Wal lag ganz in der Nähe der Bühne auf Paletten. Er wies die üblichen Markierungen an den Flossen auf, die sein Gewicht und Größe angaben. Ebenfalls war eine 155 in die Haut unter seinem Auge geritzt. Wie erwartet erregte der Wal über den Tag hinweg Aufmerksamkeit – meist von neugierigen Touristen und Kindern. Die Kinder kletterten auf ihm herum, traten ihn oder steckten ihre Finger in seine Augenhöhle und sein Blasloch. Menschen, darunter dänische Marinesoldaten versammelten sich dort, tranken und lachten. Dem Wal wurde genau so wenig Respekt im Tod wie zuvor im Leben erwiesen, bevor er brutal mit dem Rest seiner Schule abgeschlachtet wurde. team72 Als das Schlachtevent begann, sprach ein Mann über die Anlage, dass es darum ginge zu zeigen, was der Walfang wäre. Die Demonstration wurde auf Englisch und nicht auf Färöisch abgehalten. Es waren viele Touristen aus Schottland, Spanien, Italien und den USA vor Ort. Da die Färinger von der Kindheit an sehr vertraut mit dieser Praxis sind, ging es darum, den Walfang für Touristen zu erklären. Der Vortrag behandelte direkt die üblichen Argumente, welche geäußert werden, wenn es darum geht, warum der Walfang weitergeht und warum er betrieben wird. Dann wurde der Menge erklärt, wie die Wale gefangen und zum Töten vorbereitet werden und wie das Fleisch gewogen, berechnet und in der Gegend an die Einheimischen im Gebiet des Tötungsstrandes und an die Leute, die am Grind teilgenommen haben, verteilt wird. Der Vortrag erwähnte dann, wie den Walen Haken in die Blaslöcher gerammt werden, um sie an den Strand zu ziehen. Dies hat nicht allen gefallen. Ein Tourist am Ende fragte, wie sie dies als „human“ bezeichnen könnten. team73 Eine Gruppe Assistenten fuhr dann mit dem kompletten Zerlegen des Tieres fort. Zuerst wurde die Fettschicht Stück für Stück entfernt, gefolgt von dem Fleisch und wurde dann auf einer Palette zur Seite gelegt. Anschließend wurden die verschiedenen Zubereitungsarten für das Fleisch erklärt und es wurde ebenfalls erwähnt, dass die Flosse am besten schmecken würde. Während der Schlachtung wurde die Betonung darauf gelegt, dass es sich um nichts anderes handeln würde als den Konsum von Schweinen, Kühen oder Hühnern, die in einem Schlachthaus getötet werden, obwohl dieser Grindwal sich zuvor frei im Ozean bewegte, bevor er diesem entrissen wurde. Dies wurde von der Behauptung unterstrichen, dass die Art nicht bedroht sei, obwohl die Populationszahlen im Atlantik unbekannt sind. Es wurde erklärt, dass sie die größeren Bartenwale nicht töten würden, was stimmt, aber an keiner Stelle wurde erwähnt, dass sie auch andere Delfinarten wie den Weißseitendelfin jagen oder nur wenige Wochen zuvor irrtümlicherweise andere Walarten gejagt und belästigt haben. team74 Am Ende der Schlachtung wurde die Giftigkeit des Fleisches erwähnt. Es wurde erklärt, um welche Gifte es sich handelt, wovon sie verursacht werden und welche Gesundheitsrisiken der Verzehr mit sich bringt. Obwohl sie den Vortrag mit diesen Bedenken beendeten, verkündeten sie den Touristen kurz darauf, dass es bald frisch gekochtes Walfleisch und -fett gratis zum Probieren im Zelt neben der Bühne geben würde. Ein Angebot, welches wir ablehnten.“
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Sea Shepherd und der japanische Walfang (Do, 16 Nov 2017)
paul whaling1Nachricht von Captain Paul Watson - Die japanische Walfangflotte ist auf dem Weg zum Antarktischen Walschutzgebiet. Die Absicht der japanischen Walfänger ist es, im Antarktischen Walschutzgebiet trotz des internationalen Verbots des kommerziellen Walfangs, trotz des Walschutzgebietes im Südpolarmeer, trotz der Internationalen Walfangkommission (IWC), trotz des Internationalen Gerichtshofs, trotz des australischen Bundesgerichtshofs und trotz der Meinung der Weltöffentlichkeit und des Völkerrechts, verbrecherische Wilderei gegen geschützte Zwergwale zu verüben. Der Grund dafür, dass Sea Shepherd die japanische Walfangflotte jetzt nicht verfolgt, ist simpel. Sea Shepherd kann mit der Überwachungs- und Militärtechnologie der japanischen Regierung und ihrer Flotte krimineller Wilderer nicht mithalten. Die Walfänger haben Echtzeit-Satelliten-Überwachung – Sea Shepherd nicht. Die Walfänger haben 50 Millionen US-Dollar an Subventionen von ihrer Regierung zur Verfügung. Die Walfänger haben militärische Unterstützung. Die Walfänger haben die volle Unterstützung ihrer Regierung, weil die Walfangflotte im Besitz der japanischen Regierung ist. Sie können Gewalt ohne Folgen ausüben. Wenn wir uns gewaltfrei verteidigen, hat das schwerwiegende Auswirkungen. Sea Shepherd wird beim Widerstand gegen illegale japanische Walfangtätigkeiten im Südpolarmeer von keiner Regierung unterstützt. Sea Shepherd operiert innerhalb der Grenzen des Machbaren. Japan hat auch neue „Anti-Terror-Gesetze“ verabschiedet, um speziell Sea Shepherd zu stoppen, und diese Gesetze würden den Einsatz von tödlicher Gewalt sowie schwere Strafen gegenüber unseren Besatzungen rechtfertigen. Weiterzumachen wäre dumm. Wir würden ein paar Millionen Dollar und viele Monate damit verbringen, einen erneuten Misserfolg hinzunehmen, und wenn wir wie durch ein Wunder der Flotte begegnen würden, wären wir ohne die Unterstützung unserer eigenen feigen Regierungen der tödlichen Gewalt ausgesetzt. paul whaling2 Kurz gesagt haben wir alles Mögliche mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln unternommen und dies in einer lebensfeindlichen Umgebung gegen eine äußerst mächtige und rücksichtlose Regierung. Die Kritiker, die behaupten, wir würden überhaupt nichts tun, möchte ich daran erinnern, dass wir zwei Schiffe samt Besatzung haben, die im Moment daran arbeiten, das Aussterben der gefährdeten Golftümmler im Golf von Kalifornien zu verhindern. Wir haben ein Schiff, das die Wilderer vor der westafrikanischen Küste stoppt, und wir bereiten ein Schiff vor, um die Wilderer an der Ostküste Afrikas zu stoppen. Wir schicken ein Schiff, um das Great Barrier Reef zu verteidigen. Vor kurzem haben wir eine ganze chinesische Flotte von 15 Wilderer-Schiffen in den Gewässern Osttimors festgesetzt. Sea Shepherd zieht im Mittelmeer Geisternetze aus dem Wasser und verteidigt Schweinswale in der Ostsee. Sea Shepherd arbeitet hart daran, zerstörerische Fischfarmen in British Columbia zu schließen, die Strände rund um die Welt zu reinigen, Robben in Kanada und Schottland zu verteidigen, das Meeresreservat von Galapagos zu verteidigen und Haiwilderer dort festzunehmen. Mit anderen Worten: Sea Shepherd führt weltweit offensive Aktionen durch, um das Leben und die Vielfalt im Meer zu verteidigen. Wir machen keine Werbekampagnen. Wir tun nicht so, als ob wir Wale und andere Arten im Meer retten. Was wir tun, ist eingreifen und Leben retten, und das tun wir jeden Tag auf dem gesamten Planeten. Hier der Kommentar in voller Länge auf Englisch: https://www.seashepherdglobal.org/latest-news/sea-shepherd-japanese-whaling/
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OPERATION BLOODY FJORDS: Augenzeugenbericht von Team 5 (Mi, 15 Nov 2017)
team5412. November 2017:  Im Rahmen unserer laufenden Kampagne OPERATION BLOODY FJORDS zur Beendigung des Abschlachtens von Delfinen und Grindwalen auf den dänischen Färöern, führte Sea Shepherd zwischen Juli und Anfang September zehn Wochen lang Patrouillen an Land durch. Die von Sea Shepherd UK koordinierten Teams waren in sechs verschiedenen färöischen Städten positioniert, sodass 19 ausgewiesene Walfangbuchten abgedeckt wurden. Unsere Crew aus Freiwilligen, die ihre persönliche Urlaubszeit nutzte, um sich unter andere Touristen zu mischen, konnte in den zehn Wochen neun verschiedene Grindadráps dokumentieren. Wir veröffentlichen nun die persönlichen Aufzeichnungen und Bilder, die uns von sechs dieser Teams vorgelegt wurden. Team 5, das in Saltangará stationiert war, wurde Zeuge der Delfinjagd in Funningsfjordur am 5. August 2017 (133 Atlantische Weißseitendelfine getötet) und der Delfinjagd in Hvannasund am 6. August 2017 (39 Langflossen-Grindwale und 1 Atlantischer Weißseitendelfin getötet). „Um 21:00 Uhr am Abend des 5. August tauchten auf nationalen Internetseiten Berichte über zwei Treibjagden auf, ein Bericht über eine Schule von 100 Delfinen beim Funningsfjord, der andere über eine Schule von Grindwalen, die nach Hvannasund gedrängt wurde. Die Schule mit Delfinen wurde schnell in die ausgewiesene Tötungsbucht von Funningsfjord getrieben. Die ganze Familie wurde innerhalb von Minuten nach der Bekanntgabe des Grinds auf den nationalen Nachrichtenseiten geschlachtet. Als wir uns der Bucht näherten, erreichte uns die Nachricht, dass die Schule abgeschlachtet worden war. Auf der Fahrt dorthin passierten wir mehr als 20 Autos, die das Gebiet verließen; viele schienen ganze Familien an Bord zu haben, als sie die Bucht verließen. team52 Vor Eintreffen in der Bucht sahen wir noch viele Menschen, die sich am Hang versammelt hatten und in die Bucht hinunterschauten, während sie lachten und miteinander scherzten; Kinder liefen und spielten im Gras. Als wir uns den Gruppen anschlossen, begannen wir die blutige Szene unten zu sehen, das Meer war bereits rot gefärbt mit dem Blut von über 100 getöteten Delfinen. Die Gedanken drehten sich sofort um den krassen Gegensatz zwischen dem Bild von lachenden Menschen, spielenden Kindern und der barbarischen Szene vor uns am Wasser. Viele Delfine der Schule lagen noch immer an den Stränden, Blut floss aus den tödlichen Wunden, dort war ein Delfin mit einer so tiefen Wunde, dass er fast den Kopf komplett durchtrennt hatte. Wir sahen Eltern, die ihre Kinder hinunter brachten, um die Kadaver aus der Nähe zu sehen, wir beobachteten ein Elternpaar, das sogar ihren Jungen hochhob, um ihn auf den Körper eines Delfins zu setzen und Fotos von ihm zu machen. Der Mangel an Einfühlungsvermögen für die soeben brutal ausgelöschten Leben war klar, ebenso wie die Einsicht, dass künftige Generationen dieser brutalen Handlung bereits heute ausgesetzt sind. Schlauchboote fuhren immer noch von der Bucht weg und kehrten zum nahe gelegenen Hafen zurück; beim Beobachten konnten wir einige Delfine an Bord sehen, einige mit leblosen Körpern, die an die Seiten der Boote festgebunden waren. Man konnte Leute an Bord dabei beobachten, wie sie Metallstangen an den Seiten ihrer Boote befestigten. Metallstangen, die kurz zuvor eine Wand aus Lärm geschaffen hatten, mit deren Hilfe die Schule in einem Zustand der Angst versetzt und in die Bucht getrieben wurde. team58 Am Hafen konnten wir sehen, dass die bereits verlegten Delfine nicht sofort an Land gebracht wurden, sondern im Hafenbecken Reihe für Reihe angeleint waren, wo sie darauf warten, aus dem Wasser gehoben zu werden. Als wir zusahen und Fotos von dem Grauen vor uns machten, wuchs der Klang von Metall auf Metall in Lautstärke und Intensität. Als wir in Richtung Fjord blickten, konnten wir sehen, dass eine weitere Schule entdeckt worden war und in Richtung der Bucht getrieben wurde. Die kleine Schule kämpfte, um den Booten auszuweichen. Der Kampf dauerte nur wenige Minuten (obwohl die Bucht weit im Landesinneren liegt, sodass der Kampf sicher schon eine ganze Weile im Gange war), ehe die Boote sich abwendeten und die Schule entkam, als das Tageslicht zu verblassen begann. Im Hafen begann sich eine Gruppe in der Nähe der angebundenen Delfine zu bilden, so wie es Tradition ist, dass sich die Anwesenden beim Grindvorsteher registrieren lassen, um ihre Skinns zu sichern (der Begriff bezieht sich auf die Menge Fleisch, die die Familie bekommen wird). Wir beobachteten, wie ein Kadaver nach dem anderen aus dem Wasser gezogen wurde, anfänglich wurden die Delfine nur herausgezogen und liegen gelassen, während die Beteiligten weitere Kadaver herauszogen. Es wurde klar, dass es sich für die Anwesenden um eine unterhaltsame Veranstaltung handelte. Als wir den Gruppen zuhörten und mit ihnen sprachen, waren wir entsetzt, als wir hörten, dass die Leute das grausame Abschlachten als Spaß bezeichneten. Ungewöhnlich war, dass es zuweilen etwas Verwirrung und Planlosigkeit bei der Verarbeitung der Delfine zu geben schien, obwohl die aktiven Beteiligten erfahren und offiziell für das Grind zertifiziert sind. Die Kadaver wurden an Orte geschleppt, wo sie aufgereiht, und dann wieder bewegt wurden, als klar wurde, dass noch mehr Delfine im Wasser waren. Es schien, als ob sie nicht wirklich wussten, wie viele sie gerade abgeschlachtet hatten (was wohl der Fall war, da die endgültigen Zahlen erst viele Tage danach bekannt gegeben wurden). Von den zahlreichen grausamen Aktionen, die am Funningsfjord beobachtet wurden, ist das Bild, wie Rückenflossen entfernt und den Kindern zum Laufen und Spielen auf dem Dock zwischen den Kadavern von über 100 Delfinen ausgehändigt wurden, eines, das man nicht mehr los wird; ebenso wie wir Zeuge wurden, wie ein Wal-Baby, das nicht mehr als 30-60 cm groß war, schnell vom Dock weggeschafft und in einer Kiste vor den Augen der Zuschauer und der offiziellen Zählung versteckt wurde. Mütter, Babys und Jungtiere; niemand bleibt von der Abschlachtung verschont, aber einige sind eindeutig von der offiziellen Zählung verschont geblieben. team514 Als die Dunkelheit hereinbrach, war die Verwirrung über die endgültigen Zahlen so groß, dass Taucher, ungewöhnlich für die Zeit und die Lichtverhältnisse, ins Wasser geschickt wurden, um zu suchen. Als wir den Hafen verließen, waren es 107 Delfine, aber die endgültige Zahl lautete 133. Seltsam, dass offiziell geschulte/zertifizierte Teilnehmer 26 Kadaver verloren, die die Taucher ohne Zweifel lokalisieren mussten. Die Einheimischen hielten wachsam Ausschau nach Anwesenden von Sea Shepherd, da die Leute ungewohnte Gesichter fragten, ob sie von Sea Shepherd seien. So groß ist die Auswirkung von Sea Shepherds Arbeit, dass selbst wenn keine aktive Kampagne angekündigt wird, keine Boote am Horizont zu sehen sind, die Färinger sich noch immer bewusst sind, wie groß der Einfluss von Sea Shepherd ist. Am Morgen des 6. August fuhren wir aufgrund von Berichten, dass die am Vorabend getöteten Grindwale geschlachtet und an die Teilnehmer des Grinds verteilt würden, nach Klaksvik. Als wir um 7 Uhr morgens am Hafen ankamen, war die Schule auf den Docks zu sehen, wo sich bereits eine Gruppe von Leuten versammelte. Als wir näherkamen, konnten wir sehen, dass der Grindvorsteher mit den Anwesenden über ein Mikrofon sprach. Wie es nach einem Grind üblich ist, ist er für die Verteilung der Skinns zuständig. Während das weiterging, näherten wir uns den Kadavern, die in der Nacht zuvor brutal getötet wurden. Der Dampf, der aus ihren Körpern aufstieg, war immer noch warm, obwohl sie einige Stunden zuvor getötet wurden. In die Köpfe der Grindwale wurden bereits Nummern geschnitzt, um die Anzahl der Skinns zu identifizieren, die von jedem Körper geschlachtet werden können. Als der Grindvorsteher Namen nannte, traten Leute vor, um die Papiere abzuholen, die den ihnen zugewiesenen Grindwal bestätigten. Es zeigte sich, dass es weniger um Tradition ging, als um den gemeinschaftlichen Blutsport, und so wurde eine Reihe von zertifizierten Teilnehmern gesehen, die Alkohol tranken, während sie große scharfe Messer hielten, um mit dem Zerlegen zu beginnen. Die Teilnehmer des Grinds von Hvannasund sind deutlich erfahrener, nachdem sie bereits 2017 eine Reihe von Grinds absolviert haben; das Tempo, mit dem der Zerlegungsprozess voranschritt, war erschreckend effizient. Zuerst wurde der Grindwal enthäutet und die äußere Hautschicht und das Unterhautfett als Unterlage genutzt, auf dem das Fleisch, das kurzerhand von den Kadavern geschnitten wurde, abgelegt wurde. Es ist schon seltsam, mit was für einer Sorgfalt darauf geachtet wird, dass das Fleisch nicht von Schmutz verunreinigt wird, dennoch ist das Ausmaß der Quecksilberverunreinigung des Fleisches kein Grund zur Besorgnis. team515 Und wieder lachten, tranken und rauchten die Teilnehmer, während sie die Kadaver "verarbeiteten", kein Zeichen von Anerkennung, dass der Körper vor ihnen einmal ein fühlendes und intelligentes Wesen war, das am Vorabend terrorisiert und abgeschlachtet worden war.“ Mit 1.203 getöteten Grindwalen und 488 getöteten Delfinen bei 24 einzelnen Jagden auf den dänischen Färöern, erwies sich 2017 als eines der bisher schlimmsten Grindadráp-Jahre seit Mitte der 1990er. team55  team57  team511  team512  team59 team53  team513
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Augenzeugenbericht OPERATION BLOODY FJORDS: Team 2 (Di, 14 Nov 2017)
team2111. November 2017:  Im Rahmen unserer laufenden Kampagne OPERATION BLOODY FJORDS zur Beendigung des Abschlachtens von Delfinen und Grindwalen auf den dänischen Färöern, führte Sea Shepherd zwischen Juli und Anfang September zehn Wochen lang Patrouillen an Land durch. Die von Sea Shepherd UK koordinierten Teams, wurden in sechs verschiedenen färöischen Städten positioniert, so dass sie 19 ausgewiesene Walfangbuchten abdeckten. Innerhalb dieser zehn Wochen wurden unsere Freiwilligen, die ihre persönliche Urlaubszeit nutzten, um sich unter die anderen Touristen zu mischen, Zeuge von neun Grindadráps. In den kommenden Tagen werden wir die persönlichen Aufzeichnungen und Bilder veröffentlichen, die uns von sechs dieser Teams vorgelegt wurden. Team 2, welches in Tórshavn stationiert war, bezeugte den Grindadráp von Hvannasund am 17. Juli 2017, bei dem 191 Langflossen-Grindwale getötet wurden. „Die Hölle im Paradies. Lasst uns nicht lange um den heißen Brei reden: Das einzig himmlische an den Färöern ist das wundervolle Licht, das manchmal auf die markanten schwarzen und grünen Klippen, welche sich aus dem Meer erheben, scheint. Doch für jeden, der sich mit der Absicht die Leben tausender Unschuldiger zu retten, an diesen Ort begibt, besteht kein Zweifel daran, wie widersprüchlich es ist, da zu sein. Bevor ich abgereist bin, war uns bereits bewusst, dass dieses Jahr für die Delfine vor den Küsten der Inseln besonders schwer werden würde. Es gab bereits einige Treibjagden (oder Grindadráps), vor allem um Hvannasund, jedoch konnte ich mir kaum vorstellen, wie schwer es wirklich sein sollte. Der Gedanke daran, diese Massaker zu dokumentieren, ist ganz sicher kein schöner, aber es ist eine Erfahrung, die dich in eine völlig neue Dimension bringt – eine die sich radikal davon unterscheidet, tausende Kilometer entfernt nur Bilder und Videoaufnahmen, egal wie schockierend diese sein mögen, auf deinem Monitor zu sehen. team22 Am 17. Juli 2017 um 16:30 Uhr erhielten mein Partner und ich eine Nachricht: Eine färöische Webseite hatte gerade einen Artikel veröffentlicht, in dem stand, dass eine Schule von hundert Grindwalen von Jägern bei Hvannasund verfolgt wird. Ich habe Tórshavn so schnell ich konnte verlassen und die einstündige Fahrt Richtung Hvannasund angetreten. Es fühlte sich an wie eine Ewigkeit und alles, an das ich denken konnte, war, so schnell wie möglich anzukommen, um nichts zu verpassen. Ziel war es, alle Gräueltaten gegen die Delfine für rechtliche Zwecke zu dokumentieren, was in Anbetracht des Schicksals, das die Tiere erwartet, leider sehr ironisch wirkt. Als ich endlich den zweiten „Todestunnel“ (so haben wir die beiden langen, schmalen, düsteren Tunnel benannt, die uns nach Hvannasund bringen) verlassen habe, fuhr ich nach links. Von dort schauten wir runter auf die Stadt und konnten erkennen, dass die Bucht nicht ihre übliche Farbe hatte, sondern mit einer hellroten Substanz gefärbt war. Das Grindadráp hatte bereits stattgefunden. Eine Gruppe Touristen hielt am Straßenrand und schaute über den Strand auf die andere Seite der Bucht. Mir fiel der angeekelte Gesichtsausdruck der Frau auf. Sie schien zu denken: „Oh, wie furchtbar!“. Ich fragte mich, was ich nun machen solle und erinnerte mich an den Rat meines Teamleiters: “Geh so nah dran wie möglich. Tu so, als wärst du ein Tourist und alles wird funktionieren.“ Ich habe die kleine Straße zur Bucht überquert und bin runter zum Strand gegangen, an dem die Delfine abgeschlachtet wurden. Ich habe mich der Menge genähert. Die ganze Stadt muss da gewesen sein. Ich ging zum Ufer, wo dutzende von Kadaver aufgereiht und aufgetürmt lagen. Ich hatte keine Ahnung, wie viele tote Delfine vor mir lagen, denn bereits einer wäre zu viel. Doch dies war ein Blutbad. Als ich den Strand entlangging, habe ich diese große, beeindruckende Delfinart das erste Mal aus nächster Nähe gesehen – sie sind so groß, dass wir sie „Wale“ nennen. Sie alle hatten einen tiefen Schnitt hinter ihrem Kopf. Komischerweise habe ich in diesem Moment nichts gespürt. Der Schock traf mich erst später. Ich habe mich vermutlich zu sehr auf meine Aufgabe konzentriert. Die GoPro lief die ganze Zeit, auf der Suche nach verdächtigen Spuren auf den Kadavern. Tatsächlich hat mich die Menge kaum bemerkt. Einige Leute schauten zu mir rüber, aber die meisten lachten oder lächelten, was meine innere Wut verstärkte. Weiter hinten am Strand entdeckte ich einige Delfine, die noch am Leben waren. Ein Zustand, der nicht lange anhalten würde. Die Männer erstachen sie rasch und durchtrennten ihr Rückgrat. Schließlich verbluteten die Delfine auf der Seite liegend. Als ich weiterging, hörte ich zwei Boote auf See fahren, ein paar hundert Meter weit in den Fjord. Schwarze Flossen schauten aus dem Wasser, erst drei, dann vier kleine, dann eine fünfte, viel größere. Eine kleine Gruppe hatte überlebt, aber für wie lange? Sie blieben, wo sie waren und schwammen im Kreis. Tief im Innersten wollte ich ihnen zurufen zu fliehen, doch stattdessen eilte ich an das Ende des Strandes, um eine bessere Sicht zu haben. Von dort beobachtete ich, wie unermüdlich die Männer ihre Opfer verfolgten. Bei so vielen Delfinen, die bereits in ihrem Blut am Strand ertranken, verstand ich ihre Hartnäckigkeit gegenüber diesen fünf Delfinen nicht. Es war ein Anblick, für den es keine logische Erklärung gibt. Eine kleine Fähre, die die Stadt mit der Hauptstadt verbindet, kam in einem Manöver an, welches du nirgendwo sonst auf der Welt sehen würdest, und raste auf die Gruppe der Überlebenden zu. Die folgenden Szenen rücksichtsloser Gewalt mit der Beschallung von Gelächter und Freude der Teilnehmenden stand in schockierendem Kontrast zur Schönheit dieser Säugetiere. Glücklicherweise gaben die vier Boote, die die Gruppe Überlebender angegriffen haben auf und gestanden ihre Niederlage, trotz Jahrhunderte langer Erfahrung im Töten von Delfinen, ein. Was für eine Erleichterung! team23 Ich ging den anderen Weg zurück und beobachtete die Männer, wie sie Seile um die Schwanzflossen der Delfine banden und sie mit ihren Booten zogen, bevor sie mit Kränen aus dem Wasser gehoben und auf Lastwagen geladen wurden (die Tiere können mehrere Tonnen wiegen). Kinder warfen Steine ins Wasser und auf die leblosen Körper. Andere Leute machten Selfies und grinsten breit vor den Kadavern. Abgesehen von den fünf Überlebenden wurde kein Mitglied der Delfinfamilie, egal ob jung, alt, männlich oder weiblich, verschont. Und noch immer hatte ich Arbeit vor mir. Wir mussten nun den Lastwagen folgen und herausfinden, wo sie die Kadaver hinbringen würden. Wir fuhren in Richtung Klaksvik, dem nächsten Hafen, der in der Lage war, so viele Delfine aufzunehmen. Sie waren leicht zu verfolgen, da sie einen blutroten Streifen mitten auf der Fahrbahn zwischen den beiden Städten hinterlassen hatten. Nach zehn Kilometern führte die Spur in Klaksvik nach rechts, in Richtung Hafen. Ich parkte und als ich mich den Booten näherte, sah ich, dass die Kadaver am Ende des Kais aufgereiht lagen. Etwa ein Dutzend alter Färinger war da und redete miteinander. Leute gingen auf sie zu, um zu schauen. Nach kurzem Zögern und einem weiteren Missgeschick entschied ich mich runter zu gehen. Ich ging an einer Gruppe vorbei, die uns neugierig anschaute, aber mehr nicht. Wir waren nun nah genug dran, um zu erkennen, dass die Delfine ausgeweidet wurden. Langsam nährten wir uns dem Ende des Piers und nahmen uns Zeit, die toten Körper, nun außerhalb des Wassers, einen nach dem anderen genau zu betrachten. Sechs oder sieben Weibchen waren tragend. Die Plazenten auf dem Beton waren nicht gebrochen, aber eine von ihnen war eingerissen und legte das Auge eines Fötus offen. Ich zählte etwa 40 Grindwale. Dies schien nicht viel im Vergleich zur Anzahl von Kadavern am Strand von Hvannasund. Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, ist, dass sich der größte Kai des Hafens auf der anderen Seite der Bucht befand…Für uns gab es nichts weiter zu tun und als die Sonne unterging wollten wir die Aufmerksamkeit der Einheimischen nicht weiter erregen und entschieden uns, nach Hause zu fahren. Die Heimfahrt war extrem schwer, denn alles was wir an diesem Tag gesehen hatten, wiederholte sich in meinem Kopf. All der Horror und die Emotionen holten mich auf einmal ein. Zurück zu Hause ging es daran, die Bilder und Videos auszuwerten und zu sichern. Wir entschieden uns dazu, am nächsten Tag sehr früh zurückzufahren, um nach Spuren zu suchen, was mit all den Delfinen und ihrem Fleisch passiert war, zumal bereits mehrere Grindadráps stattgefunden hatten. Um 04:00 Uhr klingelte mein Wecker, doch es fiel mir schwer meine Augen zu öffnen. Das war nur ein kurzes Nickerchen. Gegen 05:00 Uhr kam ich in Klaksvik an. Logischerweise ging ich zum gleichen Dock wie am Tag zuvor. All die Kadaver waren noch da, doch die Plazenten waren weg. Ich untersuchte die Gegend, aber es gab keine Spur von ihnen, auch nicht in den Containern oder Mülltonnen. Was könnten sie also mit ihnen anstellen? Ich verließ den Hafen und entschied mich dazu, durch die Stadt zu fahren, um die Straßen kennenzulernen, was sich später als praktisch erweisen könnte. Da es sich um eine kleine Stadt mit wenigen Straßen handelt, war es recht einfach, sich zu orientieren. Trotzdem verpasste ich wieder den westlichen Eingang zum Hafen. Eine Straße führt zu den Erhöhungen über der Stadt und ich fuhr hoch, um einen besseren Überblick zu bekommen. Von dort konnte ich die gesamte Bucht und den Kai auf der linken Seite, an dem ich war, sehen…und den westlichen Kai. Dort war einiges an Bewegung, also nahm ich mein Teleobjektiv und entdeckte die unzähligen schwarzen Haufen, aufgereiht, einer nach dem anderen. Ich fuhr direkt dort hin. Als ich ankam, hatte sich bereits eine kleine Menge am Eingang des westlichen Kais versammelt. Ein Mann kam und begann mit der Menge zu sprechen. Es war Zeit, die Beute aufzuteilen. Dutzende von Menschen kamen mit Schubkarren, Mülleimern oder großen Tüten. Ich versuchte der Menge zu folgen und mich in dieser Gegend, die ich am Tag zuvor nicht gefunden hatte, umzuschauen. Jedoch wurde ich angestarrt und mir wurde zu verstehen gegeben, dass ich dort unerwünscht war. Ich blieb jedoch lang genug, um zu sehen, wie viel Fleisch und Fett verteilt wurde. Im Vergleich zur Größe des Delfins wurde nur eine dünne Schicht entnommen. Eine große Menge Fleisch blieb am Kadaver und Scharen von Möwen landeten, um es abzupicken. team24 Ich konnte nicht sehr lange dort bleiben und entschied mich, zurück zur anderen Seite der Bucht zu fahren. Dort waren die Kadaver noch immer intakt (wir haben nie herausgefunden, was mit ihnen passiert ist). Ich fand einen Platz in einer Nebenstraße mit einem relativ guten Blick auf die Geschehnisse auf der anderen Seite der Bucht. Ich setze mich nach hinten ins Auto, wo die Scheiben getönt waren und holte mein Objektiv raus. Durch einen Zufall entdeckte ich einen weißen Lastwagen, der gerade angelassen wurde. Als er vorbeifuhr, sah ich, dass er mehrere ausgeweidete, aber ansonsten intakte Grindwale geladen hatte. Meine Neugier geweckt, entschied ich mich, ihm zu folgen. Dies ist bei den wenigen Straßen der Insel denkbar einfach. Nach etwa hundert Metern auf der Straße bog er vor mir auf die Hauptstraße. Wir fuhren in die Richtung des westlichen Kais. Der Fahrer wendete auf dem Kai und ich fuhr direkt weiter. Als ich zurückkam konnte ich den Lastwagen nahe am Eingang stehen sehen. Ich entschied mich, dorthin zu gehen und parkte zwischen zwei Autos etwa 50 m entfernt. Ich beobachtete den Fahrer. Er tätigte einen Anruf, stieg aus dem Lastwagen, drehte sich um und sprach mit jemandem, stieg wieder ein, fuhr rückwärts und stieg wieder aus. Er wusste eindeutig nicht, was er zu tun hatte. Nach zehn Minuten startete er den Motor erneut und fuhr in ein Gebäude, wo ich ihn aus den Augen verlor. Minuten vergingen und nichts passierte. Ich entschied mich, zurück zu meiner Aussichtsplattform auf der anderen Seite der Bucht, über dem östlichen Kai, zu kehren. Die gleichen traurigen Bilder ereigneten sich. Ich beobachtete kleine Boote, die in der Bucht ankamen. Sie nahmen sich ein paar Stücke und fuhren wieder. Ich kann nicht sagen, ob die gleichen Boote mehrmals kamen. Und dann kam der weiße Lastwagen wieder zum Vorschein! Er fuhr an einem roten Lastwagen vorbei, den ich vorher nicht bemerkte hatte, als er in der Nähe des Kais wo die 150 Kadaver lagen, parkte. Dann sah ich, wie sich ein Gabelstapler bewegte und einen großen, noch immer intakten Wal hochhob (all das wurde gefilmt). Als sich der Gabelstapler mit dem Wal dem Lastwagen näherte, rutschte das Säugetier von der Gabel und fiel zu Boden. Obwohl ich wusste, dass er tot ist, war es unglaublich schmerzhaft zu sehen, wie er behandelt wurde. Der Gabelstapler konnte den Wal nach mehreren Versuchen wieder anheben und ließ ihn in den Container des roten Lastwagens fallen. Ich musste mich auf der Stelle entscheiden: Entweder sofort zu fahren und den weißen Lastwagen zu finden, was ein Risiko war, da ich ihn aus den Augen verloren hatte, oder zu bleiben und den roten Lastwagen zu beobachten. Ich entschied mich zu bleiben. Der Gabelstapler fuhr zurück zum Dock, hob einen weiteren großen Wal hoch und ließ ihn in den Container fallen, dieses Mal ohne Zwischenfall. Der Fahrer hatte den ersten Wal vielleicht fallen lassen, musste jedoch Erfahrung mit dem Balancieren der Körper dieser riesigen Wale haben, welche mehrere Tonnen wiegen, da er in der Lage war sie mit zwei Gabeln eines Staplers aufzuheben und so schnell zu manövrieren. Der rote Lastwagen fuhr wieder los. Um keine Zeit zu verlieren fuhr ich sofort los in Richtung Kreisverkehr, kurz vor der Stadt, wo der Lastwagen sicher vorbeikommen würde. Er hatte keine Wahl, egal in welche Richtung er fahren würde, er musste diesen Kreisverkehr passieren. Erwischt! Ich sah ihn vorbeifahren, als ich auf die Straße in Richtung Kreisverkehr bog. Ein paar Meter weiter auf der Straße, war ich überrascht, den weißen Lastwagen wieder zu sehen, der dort auf den roten gewartet hat. Also folgte ich nicht nur einem, sondern gleich zwei Lastwagen voll mit ganzen Grindwalkadavern. Wir fuhren immer weiter. Der weiße Lastwagen war trotz seiner Ladung sehr schnell und entfernte sich weiter. Das Gewicht der Wale zeigte sich auf den Strecken, die bergauf gingen, wo die Lastwagen mit einer Geschwindigkeit von gerade einmal 40 km/h zu kämpfen hatten. Es wurde klar, dass die Lastwagen nach Westen fuhren. Beim letzten Kreisverkehr, wo es nach Vagar abgeht, bogen die Lastwagen nach links. Wir fuhren eindeutig in die Hauptstadt. Als wir in Tórshavn angekommen sind, habe ich den weißen Lastwagen nach den ersten Kreisverkehren aus den Augen verloren. Bei all dem Verkehr entschied ich mich, auf Nummer sicher zu gehen und direkt hinter dem roten Lastwagen zu bleiben, damit sich kein weiteres Fahrzeug zwischen uns setzen könnte. Und dann fuhr der Lastwagen nach rechts…zu einer Tankstelle. Daran hatte ich nicht gedacht! Es gab keine Möglichkeit neben ihm halten zu können, also fuhr ich weiter, an der Tankstelle vorbei und wendete beim nächsten Kreisverkehr. Mir wurde flau im Magen, aus Angst, den Lastwagen verlieren zu können. Er war noch immer da! Ich hielt auf einem Parkplatz außerhalb der Tankstelle und wartete etwa zehn Minuten, bevor der Fahrer wieder raus kam. Er hielt an, um zu essen. Und dann ging es weiter. Ich blieb so nah wie möglich hinter ihm und begann mich zu fragen, ob der Fahrer bemerkt hatte, dass er seit einer Stunde von dem gleichen Fahrzeug verfolgt wurde. Ich begann mir einzureden, dass er in einer Million Jahre nicht daran denken würde, verfolgt zu werden. Dann blinkte der Lastwagen nach links und wechselte die Spur, um links abbiegen zu können. Ich tat das gleiche. Die Autos auf der anderen Seite hielten an und statt wie erwartet links abzubiegen, beschleunigte der Lastwagen und fuhr geradeaus weiter. Logischerweise verstärkten sich meine bisherigen Zweifel durch das Manöver des Lastwagens. Aber vielleicht hatte er sich einfach verfahren oder sich an eine Baustelle im Stadtzentrum erinnert. Egal, um welche Variante es sich handelte, ich würde seine Spur auf keinen Fall verlieren. Ich entschied mich, so bald wie möglich umzudrehen, an der Ampel zu warten und dann weiter in die Richtung des Lastwagens zu fahren. Ich habe mich überall umgesehen: Nichts! Ich habe in jede Straße geschaut, um zu schauen, wo der Lastwagen vielleicht gewendet haben könnte und dann habe ich ihn endlich am Ende einer Straße entdeckt. Ich drehte und schaffte es endlich wieder ihn einzuholen. Es war wie eine Verfolgungsjagd in einem Film! Ich hatte meine Lektion gelernt und hielt etwas mehr Abstand. So konnte ich ihm ohne Probleme bis zum Hafeneingang folgen. Ich hatte dieses Gebiet vor einigen Tagen bereits zu Fuß erkundet und wusste, dass die Verfolgung hier enden würde. Ich hielt Abstand und sah, wie der Lastwagen vor ein Tor fuhr. An dem Tor war ein Schild und ein Mann mit einer orangen Jacke. Ich hielt an, um nachzudenken, was ich als nächstes tun sollte. Ich war allein im Auto und sah ganz und gar nicht einheimisch aus. Ich hatte meine Kameraausrüstung dabei…Ich könnte ihm also folgen, obwohl es aussah, als ob der Zutritt nicht gestattet war. Und wer weiß was dann passieren würde, vor allem, wenn der Fahrer mein Auto entdeckt hätte. Oder ich könnte umkehren. Ich überlegte für ein oder zwei Sekunden. Als der Lastwagen sich bewegte, entschied ich mich den Hafen entlangzufahren, um mir Übersicht über den Doch zu verschaffen – was ich später bereuen würde. team25 Was für ein Fehler! Ich konnte den roten Lastwagen noch immer neben den Gebäuden am Kai sehen, aber er bewegte sich vorwärts und verschwand hinter zwei riesigen Schleppnetzschiffen, die meine Sicht blockierten. Ich habe den Lastwagen und die Wale aus den Augen verloren. Ich entschied mich, zu Fuß zurückzugehen. Mir fiel auf, dass es nur zwei Gebäude gab, in die der Lastwagen hätte verschwinden können. Das erste war Reparaturwerft für Schiffe, das zweite trug das United Seafood- Logo. Ein Gebäude, wo Fischer ihren Fang abladen. In anderen Worten: sein wahrscheinlichster Aufenthaltsort war eine Fischauktionshalle. Wie kann man in Anbetracht dessen behaupteten, dass kein Handel mit Delfinfleisch stattfindet (ob nun direkt oder verarbeitet)? team26   Ich blieb für einige Stunden dort und beobachtete. Ich sah keine weiteren Lastwagen ankommen und weder der rote, noch der weiße Lastwagen verließen die Halle. Dies ist also das Ende meiner Schilderung und selbst, wenn es keinerlei Zweifel mehr geben sollte, habe ich keine handfesten Beweise, wie die Kadaver in die Halle gebracht wurden. Ich verließ die Inseln mit einem extremen Gefühl von Frustration, aber auch mit der kleinen Hoffnung, dass ich im Kampf gegen die Massaker an Grindwalen irgendwie helfen konnte.“ Mit 1.203 getöteten Grindwalen und 488 getöteten Delfinen bei 24 einzelnen Jagden auf den dänischen Färöern, erwies sich 2017 als eines der bisher schlimmsten Grindadráp-Jahre seit Mitte der 1990er. team27  team28
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AT_Greenpeace Österreich

5 Tipps für einen nachhaltigeren Modekonsum (Fr, 24 Nov 2017)
Es geht nicht nur darum, was wir kaufen, sondern auch wie viel. In Zeiten der Wegwerfgesellschaft und Fast Fashion Mode ist die Verlockung groß, auf Schnäppchenjagd zu gehen. Der Preis dafür ist allerdings größer als gedacht: Umweltverschmutzung, soziale Ausbeutung und Kleidung, die schnell kaputt geht. All das sind gute Gründe dafür, den eigenen Modekonsum zu überdenken. Diese Tipps unterstützen Sie bei einem bewussteren und nachhaltigeren Umgang mit Mode. Legen Sie sich Nadel und Faden zu Aufgrund kleinerer Mängel landen Kleidungsstücke schnell einmal in der Altkleidersammlung. Ein Loch im Socken oder ein fehlender Knopf an Ihrem Hemd können allerdings mit ein paar kleinen Handgriffen repariert werden. Bei YouTube finden Sie gute Anleitungen dazu, wie Sie ganz einfach Löcher stopfen und Knöpfe so annähen, dass sie für alle Ewigkeit halten. Deutschland, Dresden, 26.06.2015, Kleidertausch waehrend der Greenpeace Detox Modenshow im Baerenzwinger in Dresden, © Thomas Victor Kleidung aus zweiter Hand Auf Flohmärkten, in Second Hand-Läden oder bei Kleidertauschparties bekommen Sie qualitative Kleidung zu günstigen Preisen. Anstatt Kleidung von der Stange zu kaufen, finden Sie hier die wahren Schnäppchen. Damit verlängern sie den Lebenszyklus der Kleidung enorm. Das ökologischste Kleidungsstück ist bekanntlich jenes, das nicht produziert werden muss. Wenn neu, dann bitte ökologisch und fair Gerne blendet man beim Kleiderkauf in Billigläden die Tatsache aus, dass das T-Shirt um 5,99 Euro bestimmt nicht unter fairen und ökologisch vertretbaren Bedingungen produziert wurde. Braucht man unbedingt neue Kleidung, lohnt sich daher der tiefere Griff in die Geldbörse. Denn Fakt ist, dass in den Produktionsstätten schlechte Arbeitsbedingungen vorherrschen und viele umweltschädliche Chemikalien eingesetzt werden. Gütesiegel für Textilien können hier als Anhaltspunkt für Umwelt- u. Sozialstandards herangezogen werden. Der Fashion Shopping-Guide von Greenpeace hält zahlreiche Tipps für den umweltfreundlichen Kleiderkauf parat. DIY: Do It yourself Selber nähen und stricken liegt im Trend! Wenn Sie schon einmal einen Pullover gestrickt haben, begreifen Sie den Wert eines Kleidungsstücks erst so richtig. Umso mehr erfreuen Sie Ihre Liebsten, wenn sie Ihnen kuschelige Socken und warme Hauben zum Geburtstag schenken. Inzwischen bieten viele Läden, Volkshochschulen und Designer Workshops an. Und das Internet quillt vor Do-It-Yourself-Anleitungen (DIY) geradezu über. In die Box damit Haben Sie die Nase voll von dem immer selben roten T-Shirt, das Ihnen früher einmal Glück gebracht hat? Suchen Sie sich fünf Teile aus, die Sie gerade nicht mehr anziehen wollen und verstauen Sie diese eine Zeit lang. Wenn Sie die Kleiderbox nach ein paar Monaten wieder hervorkramen, wirken Ihre Kleidungsstücke wie neu. Ein bisschen Abstand wirkt Wunder.
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Die Uhr tickt für Fidschi (Mi, 15 Nov 2017)
Österreich muss dringend seine Verantwortung beim Klimaschutz wahrnehmen. Denn auch unsere Politik und unser Handeln beeinflussen, wie gravierend die Erderhitzung in den kommenden Jahrzehnten sein wird. Darüber hinaus sind wir mitverantwortlich für die Folgen des globalen Temperaturanstiegs in weit entfernte Staaten wie Fidschi. Weltweit ist das aus 300 Inseln bestehende Fidschi als Badeparadies bekannt. Fidschi ist aber auch einer der Inselstaaten im Pazifik, der schon jetzt besonders unter den katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels leidet. Die Böden an der Küste sind völlig versalzen, immer wieder fordern mächtige Zyklone zahlreiche Menschenleben und der überdurchschnittlich rasche Anstieg des Meeresspiegels drängt die Bevölkerung ins Innere der Insel. Und das, obwohl Fidschi kaum zum Ausstoß von Treibhausgasen beigetragen hat. Bonn als Überlebenschance für Fidschi Die Zukunft Fidschis hängt davon ab, ob wir der globalen Erderhitzung und dem damit verbundenen Meeresspiegelanstieg erfolgreich gegensteuern. Daher hat sich der Inselstaat in der Region auch zu einer starken Stimme für den Klimaschutz entwickelt. Fidschi hat als erster Staat weltweit das Pariser Klimaschutzabkommen ratifiziert. Dieses Jahr hat der Staat den Vorsitz bei der UN-Weltklimakonferenz COP 23 - die aus Platzgründen nun in der deutschen Stadt Bonn ausgetragen wird. Das ist das erste Mal, dass ein kleiner Inselstaat die COP leitet. Für Fidschi bedeutet der Vorsitz eine besondere Chance die Interessen der stark von der Erderhitzung bedrohten Regionen und Menschen ins Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit zu rücken. Was können wir in Österreich für die pazifischen Inselstaaten tun? Der kürzlich von der NGO Germanwatch veröffentlichte „Klimaschutz-Index 2018“ zeigt, dass Österreich bei diesem Ranking, das die Klimabilanz von insgesamt 57 Staaten miteinander vergleicht, erneut schlecht abschneidet. Österreich hat mit 49,5 von 100 möglichen Punkten sogar weniger Punkte als im Vorjahr erreicht und landet damit auf dem 35. Platz. Dieses schlechte Ergebnis ist auf den klimapolitischen Stillstand zurückzuführen, den wir in Österreich seit Jahren erleben. Ein gutes Beispiel dafür ist die Entwicklung der klimaschädlichen Treibhausgase im Land. Diese sind laut aktuellen Zahlen 2015 um 3,2 Prozent im Vergleich zu 2014 gestiegen. Greenpeace fordert daher von der zukünftigen Bundesregierung, Klimaschutz höchste Priorität einzuräumen und bereits im Regierungsprogramm konkreten Maßnahmen zu verankern. Hier erfahren Sie, wie Sie selbst in sieben Schritten wirkungsvoll zum Klimaschutz beitragen.
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Bonn: Ein Ziel. Eine Hoffnung. (Di, 14 Nov 2017)
Die UN-Klimakonferenz „COP 23“ ist noch bis Freitag in vollem Gange. Letzte Woche waren auch österreichische Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace bei den Protesten in Bonn für den Schutz des Klimas mit dabei. Hier schildern sie ihre Eindrücke und warum sich der Einsatz für das Klima lohnt. Sophia – Als nette Einstimmung besuchen wir als kleine Gruppe das Greenpeace-Schiff Beluga ll. Dieses ist momentan an der Rheinpromenade vertäut und bietet Besuchern die Möglichkeit einer kostenlosen Schiffsführung. Passend zur COP gibt es in der Ausstellung im Laderaum einen inhaltlichen Schwerpunkt zum Thema Klimawandel und Vertreibung. Nicht zu übersehen ist das große Banner zwischen den beiden Segelmasten mit dem Slogan „Planet Earth First“. Das ist auch das Motto unseres Einsatzes an diesem Wochenende in Bonn.    Leonie – Riesengroße schwarze Luftballons mit der Aufschrift „CO2“ schweben über der Menschenmenge. Hinter uns thront eine Skulptur von Angela Merkel in einer großen Smogwolke über einer Erdkugel. Wir sind auf der „Klima schützen – Kohle stoppen“-Demo in Bonn. So viele Menschen – geschätzt sind es 25.000 – haben sich hier versammelt, dass es nur sehr schleppend vorangeht. Als der Demonstrationszug vor dem Austragungsort der COP 23 eintrifft, bilden die schwarzen Luftballons schließlich den Schriftzug „End Coal!“. Kein Wunder, denn nur wenige Kilometer von Bonn entfernt wird immer noch Braunkohle abgebaut, einer der schmutzigsten und ineffizientesten fossilen Brennstoffe überhaupt. David – Wir sind sehr froh, bei der großen Klima-Demo in Bonn dabei gewesen zu sein. Zudem nehmen wir eine ganze Menge Motivation mit nach Hause. Die Liste an Dingen, die noch zu tun sind um die Folgen des Klimawandels abzumildern, ist unheimlich lange. Ich bin aber überzeugt davon, dass immer mehr Menschen aufwachen und realisieren, dass es noch nicht zu spät ist und dass wir gemeinsam die Chance haben unsere Welt zu einem besseren und gerechteren Ort für Menschen, Tiere und Natur zu machen. 
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Marktcheck 11-2017, Nikolo Sackerl (Mo, 13 Nov 2017)
Anlässlich des bevorstehenden Nikolo-Festes hat der Greenpeace-Marktcheck erneut das Angebot an Schoko-Nikolos in den Supermärkten unter die Lupe genommen. Der Test zeigt: Das Sortiment hat sich deutlich verbessert. Test 11-2017, Nikolo-Sackerl Beurteilt hat Greenpeace, welcher Supermarkt biologisch hergestellte und fair produzierte Schokolade für das Nikolo-Fest im Regal hat. Neben Schoko-Produkten hat der Test auch untersucht, wo weitere Produkte für das Nikolo-Sackerl wie Mandarinen, Erdnüsse und Datteln in Bio-Qualität erhältlich sind.   Die Ergebnisse Greenpeace-Marktcheck 11-2017: Nikolo-Sackerl Zum Ausdrucken einfach auf die Tabelle oben klicken. Die Tabelle zeigt: Testsieger mit der Note „Gut“ wird diesmal Billa. Ein "Gut" erhalten auch Merkur, MPreis und Hofer auf den Plätzen zwei bis vier. Spar, Interspar und Lidl bekommen von Greenpeace ein "Befriedigend". Wenig überzeugend ist das Schoko-Angebot bei PennyMarkt und Unimarkt. Die letzten beiden sind "Genügend" bzw. "Nicht Genügend". Das Abschneiden und Angebot der Supermärkte sowie die Kriterien der Bewertung sind hier nachzulesen: die Ergebnisse im Detail die Kriterien im Detail  Mehr bio und faire Nikolos erhältlich  Seit dem ersten Nikolo-Test im Jahr 2015 hat sich das Sortiment im Regal deutlich gebessert. Heuer bieten bereits sieben von neun Handelsketten einen Schoko-Nikolo an, der fair produziert und biologisch hergestellt ist. „Der Greenpeace-Marktcheck zeigt Wirkung: Heuer sind erstmals bei fast allen Supermärkten faire Bio-Schoko-Nikolos erhältlich“, sagt Nunu Kaller, KonsumentInnensprecherin bei Greenpeace in Österreich. „Schokolade ohne Gütesiegel hat im Nikolo-Sackerl nix verloren.“ Noch vor zwei Jahren war bei keinem der Supermärkte ein fairer Bio-Schoko-Nikolo erhältlich, damals bekam die Mehrheit der Supermärkte von Greenpeace ein „Nicht genügend“. 2016 haben Hofer und Spar nachgebessert und einen „guten“ Schoko-Nikolo angeboten. Bis auf PennyMarkt und Unimarkt haben heuer auch die anderen Handelsketten mit einer Schokofigur nachgezogen die beides kann, nämlich bio und fair sein: - Hofer bietet den Sankt Nikolaus von „Natur aktiv“ an, - Interspar und Spar haben den Niklas „Swiss Confisa“ im Regal und - Billa, Merkur, MPreis und Lidl führen eine Figur von „Riegelein“. Bei Billa und Merkur ist auch eine Schokotafel für das Nikolo-Fest von „BioArt“ erhältlich. Weitere Bio-Produkte im Sackerl Greenpeace hat neben Schokolade auch weitere Produkte bewertet, die sich häufig im Nikolo-Sackerl finden. Wer Mandarinen, Erdnüsse und Datteln in Bio-Qualität anbietet, konnte hier punkten. Bio ist schließlich nicht nur für die Gesundheit, sondern auch für die Umwelt gut. „Bio-Produkte im Nikolaus-Sackerl schonen unser Klima. Besonders empfehlenswert sind hier Obst und Nüsse, die aus Österreich stammen“, sagt Kaller abschließend.    Nachhaltigkeit am Prüfstand Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt der Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen Einzelhandels unter die Lupe. Jeweils zu Monatsanfang wird im Hinblick auf die Erfüllung von nachhaltigen Kriterien ein Ranking der größten Supermarktketten in Österreich veröffentlicht. Infos zu allen Tests unter: greenpeace.at/nachhaltigkeit-im-test
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Schützen wir die Antarktis (Fr, 27 Okt 2017)
Wir Menschen lieben das Meer. Wir verbinden es mit Urlaub, Natur, Wildnis. Unsere Ozeane haben eine gigantische Ausdehnung. So gigantisch, dass wir sie lange für unzerstörbar hielten. Doch nach und nach belehren uns Beobachtungen und Studien eines Schlechteren: Rückten wir den Meeren erst mit Überfischung zu Leibe, folgten Ölbohrungen, Tiefseeabbau von Rohstoffen, Einleitung von Schadstoffen und zuletzt eine wachsende Plastikflut sowie die drohende Versauerung durch den Klimawandel. Jetzt brauchen die Ozeane dringend Hilfe. © Greenpeace / Jiri RezacDie beiden Polbereiche der Erdkugel haben eine Sonderrolle: Einerseits waren sie bislang wegen ihrer Eisschichten weniger stark von manchen Zivilisationsfolgen wie Fischfang oder Ölbohrungen bedroht. Andererseits reagieren sie wegen ihrer klimatischen Bedingungen besonders empfindsam auf Umwelteinflüsse. Ein trauriges Beispiel ging gerade um die Welt: in der Antarktis waren Tausende Pinguinküken gestorben. Aus einer ganzen Kolonie überlebten gerade zwei Küken. Als Grund vermuten Wissenschaftler sehr ungewöhnliche Wetterbedingungen: Regen durchnässte ihre Gefieder, und veränderte Eisbedingungen erschwerten das Jagen.   Wie schützen wir unsere Ozeane für künftige Generationen? Schutzgebiete kreieren wichtige Rückzugsräume für die Lebewesen im Meer und machen die Ozeane widerstandsfähig gegen die verschiedenen Belastungen. Fische und andere Meerestiere bekommen Bereiche, in denen die Populationen sich erholen können, was sich auch positiv auf andere Regionen auswirkt. Daneben kann ein Ozean mit viel gesunder Biomasse durch die Photosynthese der Algen mehr Kohlendioxid aus der Luft aufnehmen und dadurch den Klimawandel verlangsamen. Indirekt helfen Schutzgebiete außerdem, ein Bewusstsein für die Verletzlichkeit der Meere zu bilden.  © Greenpeace / Jorge Gutman Die gute Nachricht: Es bewegt sich etwas. Vor einigen Monaten hat die sogenannte CCAMLR (Eine internationale Kommission für die Erhaltung der lebenden Meeresschätze in der Antarktis) ein riesiges Gebiet im antarktischen Rossmeer geschützt. Nun gibt es Pläne für ein weiteres Schutzgebiet, das danebenliegende Wedell-Meer: auf einer Fläche, die 20 Mal so groß ist wie Österreich. Solche Pläne machen Hoffnung. Und sind nötiger denn je. Denn wo Eisdecken schmelzen, steht die Wirtschaft schon in den Startlöchern, um das Meer auszubeuten. Der Antarktis rücken beispielsweise verstärkt Krillfischer zu Leibe. Die kleinen Krebstierchen werden zu Fischmehl für Aquakulturen gehandelt, aber eine Menge Geld steckt auch im Handel mit Omega-3-Fettsäure-Produkten wie Krillöl. Die Krillfischerei ist eine bedenkliche Entwicklung, da Krill am Anfang der Nahrungskette für viele größere Tierarten steht. Das Wedell-Meer zu schützen, ist ein wichtiger und dringender Schritt gegen die drohende Ausbeutung der Antarktis. Wir werden daher die kommenden Monate dafür arbeiten, dass das Schutzgebiet im Wedell-Meer Wirklichkeit wird.   Gastautorin: Agneta Melzer ist studierte Kulturwissenschaftlerin und arbeitet im Bereich Medien und Kommunikation.
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Greenpeace-Langzeittest: Wie realistisch ist das Mindesthaltbarkeitsdatum? (Mo, 23 Okt 2017)
Verschiedene Käsesorten, Joghurt und Eier stapeln sich im Kühlregal. Ein Blick darauf zeigt: Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist schon seit Monaten überschritten. Doch werden die Lebensmittel richtig gelagert, ist das in vielen Fällen kein Problem. Welche Lebensmittel das größte Durchhaltevermögen besitzen, verrät unser Langzeittest. Die Neun-Monats-Bilanz unseres Langzeittests liegt vor. Nun ist auch der Spitzenreiter, ein Naturjoghurt, das bei unserem Test die 6-Monats-Grenze beim Mindesthaltbarkeitsdatum problemlos hinter sich gelassen hat, ausgeschieden. Die Ergebnisse* der letzten neun Monate sind erstaunlich: Das von uns getestet Naturjoghurt war nach 26 Wochen weiterhin unbedenklich verzehrbar. Räuchertofu und Soja-Joghurt haben beide jeweils über 18 Wochen, die Eier immerhin über zehn Wochen länger gehalten. Der verpackte Kuchen sowie die Salami waren mehr als acht Wochen nach dem Ablauf des MHD noch verzehrbar und der verpackte Schnittkäse hielt über sechs Wochen. Nur der Sesam-Dip war nach zwei Wochen bereits verdorben. Hier war offenbar ein realistisches MHD vom Hersteller angegeben. Aus der Sicht von Greenpeace ist es endlich Zeit zu handeln: Die Lebensmittelhersteller und die Politik sind gefragt. Um den Wegwerf-Wahnsinn zu stoppen müssen sie sich für ein realitätsnahes Mindesthaltbarkeitsdatum einsetzen. Denn jährlich landen 206.000 Tonnen Lebensmittel im Müll, obwohl sie noch genießbar sind. Unterstützen Sie unsere Petition gegen Lebensmittelverschwendung  Finanziell unterstützt wurde der MHD-Langzeittest von MUTTER ERDE, einer Initiative des ORF und von führenden Umwelt- und Naturschutzorganisationen.  *Im Auftrag von Greenpeace hat das Labor der Lebensmittelversuchsanstalt seit Jänner 2017 acht Produkte mikrobiologisch und sensorisch getestet. 
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Schmerzlicher Verlust einer Freundin und Kollegin (Do, 19 Okt 2017)
Schweren Herzens geben wir bekannt, dass unsere Freundin und Kollegin Carolina Nyberg-Steiser von Greenpeace Nordic mit 29 Jahren bei einem tragischen Unfall im Amazonas ums Leben gekommen ist. Carolina befand sich an Bord eines kleinen Greenpeace-Flugzeugs, das bei der Landung auf dem Rio Negro nahe der brasilianischen Stadt Manaus im Amazonas abstürzte. Es liegen bisher keine Informationen zur möglichen Unfallursache vor. Das Unglück ereignete sich am Dienstag, dem 17. Oktober, gegen 11:50 Ortszeit (18:50 MESZ). Carolina Nyberg-Steiser Carolina war auf Besuch beim Greenpeace-Büro in Brasilien um mehr über die Arbeit zum Schutz des Amazons zu erfahren und selbst die Schönheit des Regenwaldes kennenzulernen. Die drei anderen Passagiere des Flugzeugs und der Pilot überlebten den Unfall mit leichten Verletzungen.    Aus Respekt gegenüber Carolinas Familie werden wir derzeit keine weitere Stellungnahme zu diesem Unglück abgeben. Wir alle werden Carolina zutiefst vermissen. Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie.
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Greenpeace-Ranking: Wie grün ist die Elektronikbranche? (Di, 17 Okt 2017)
IT-Konzerne geben sich ein visionäres, umweltbewusstes Image. Gleichzeitig entwickeln viele Marktführer Produkte für die Müllhalde. Greenpeace hat die größten Technologieunternehmen getestet und ein Branchenranking erstellt. Erfahren Sie, welche Unternehmen mit ihren Geräten wesentliche Umweltstandards erfüllen und wer die Schlusslichter bei grüner Elektronik sind. Für den Elektronik-Ratgeber „Guide to Greener Electronics“ hat Greenpeace 17 Technologieunternehmen in drei Kategorien geprüft: Energieeinsatz in der Produktion Einsatz von Chemikalien Recycling von Rohstoffen In die Bewertung fließt zudem die Untersuchung von 40 Geräten mit ein, mit Fokus auf Reparierbarkeit von Smartphones, Tablets und Laptops. Fairphone auf dem ersten und Apple auf dem zweiten Platz führen die Greenpeace-Bestenliste an. Sie verzichten auf gefährliche Chemikalien und produzieren klimafreundlich. Als einziges Unternehmen hat Apple zugesagt, nicht nur Datenzentren und Büros, sondern zukünftig die gesamte Lieferkette mit erneuerbaren Energien zu versorgen. Dell und HP folgen auf den nächsten Plätzen, da sie reparier- und aufrüstbare Geräte anbieten. Schlecht schneiden sowohl Microsoft als auch Apple bei der Reparierbarkeit ihrer Geräte ab. Auf Wegwerfhandys, die maximal zwei Jahre genutzt werden, setzen auch die chinesischen Firmen Huawei, Oppo und Xiaomi. Sie produzieren aktuell ein Viertel der weltweit verkauften Smartphones. Auch die Geräte von Samsung und Amazon – Amazon ist inzwischen zum drittgrößten Anbieter von Tablets geworden – landen auf den hinteren Plätzen. Daher sollte die erste Frage vor einem Neukauf immer sein: Brauche ich das Gerät wirklich? Umweltbewusste Käuferinnen und Käufer sollten darauf achten, dass sich Elektronik-Produkte reparieren und aufrüsten lassen. Doch die Verantwortung darf nicht allein an die Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben werden: Um wirklich grün zu werden, müssen Samsung und Co. komplett auf fossile Energien und gefährliche Chemikalien verzichten. Hier geht’s zur deutschen Zusammenfassung des Elektronik-Ratgebers.
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Der Klima- und Energie-Check (Fr, 13 Okt 2017)
Diesen Sonntag wird in Österreich gewählt. Daher hat Greenpeace die SpitzenkandidatInnen der bevorstehenden Nationalratswahl zur Klima- und Energiezukunft Österreichs befragt. Geantwortet haben Christian Kern (SPÖ), Sebastian Kurz (ÖVP), Heinz-Christian Strache (FPÖ), Ulrike Lunacek (Grüne) und Matthias Strolz (NEOS). Wir haben die Aussagen zusammengefasst. GP02LZV_Web_size.jpg Frage 1: Sind Sie der Meinung, dass Österreich das Ziel einer Dekarbonisierung bis zur Mitte des Jahrhunderts gesetzlich festschreiben soll sowie entsprechende Zwischenziele bis 2030 festzulegen hat, wie 100 % Stromversorgung auf Basis erneuerbarer Energieträger, eine Reduktion des Energieverbrauchs um 30 % gegenüber 2005 und eine Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien auf 60 % des Endenergiebedarfs (Basis 2005)? Zusammengefasste Antwort aller SpitzenkandidatInnen: Eindeutig mit „Ja“ wurde diese Frage nur von den Grünen und den NEOS beantwortet. Sowohl SPÖ als auch ÖVP bekennen sich nicht zu den Zwischenzielen von Greenpeace. Stattdessen setzen sie auf EU-Ziele beziehungsweise wollen diese abwarten. Die ÖVP möchte die Dekarbonisierung, also den umfassenden Verzicht auf Kohlendioxid-Emissionen, zur „Erfolgsstory“ machen ohne dies zu konkretisieren. Die FPÖ ist nicht explizit auf die Frage der Ziele eingegangen, tritt jedoch für diverse Maßnahmen wie den Ausstieg aus Kohlekraft, den Ausbau alternativer Energien und die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene ein. Die Antworten im Detail finden Sie hier. GP0STQDU2_Web_size.jpg Frage 2: Soll Österreich dem Beispiel anderer Staaten wie Schweden, Dänemark und Frankreich folgen und zur Gegenfinanzierung einer spürbaren Steuerentlastung des Faktors Arbeit die Abgaben und Steuern auf klimaschädliche Aktivitäten wie den Verbrauch fossiler Energieträger und anderer CO2-intensiver Produkte wesentlich erhöhen? Zusammengefasste Antwort aller SpitzenkandidatInnen: Auch bei dieser Frage kam ein klares Bekenntnis von den Grünen und den NEOS. SPÖ, ÖVP und FPÖ bekennen sich alle zur Entlastung des Faktors Arbeit. Die SPÖ lehnt eine Besteuerung fossiler Energie, wie Erdöl und Erdgas aus sozialen Gründen ab. ÖVP und FPÖ lehnen neue Steuern prinzipiell ab. Die ÖVP möchte Klimaziele über Anreize und Rahmenbedingungen erreichen.   Die Antworten im Detail finden Sie hier. GP0STQ6ZZ_Web_size.jpg Frage 3: Treten Sie für Maßnahmen ein, die konsequent den Gesundheitsschutz vor Konzerninteressen stellen und damit ähnlich wie in anderen Staaten das Ziel verfolgen, den Ausstieg aus dem Dieselantrieb für PKW umzusetzen sowie der Automobil-Industrie klare Vorgaben mit strengen Emissionslimits und entsprechender Überprüfung zu machen?  Zusammengefasste Antwort aller SpitzenkandidatInnen: Bei dieser Frage haben die Grünen explizit mit “Ja” geantwortet.  Die FPÖ begrüßt Maßnahmen zur Verringerung der Gesundheitsgefährdung durch Luftverschmutzung. Die SPÖ verweist auf europäische Regelungen und möchte, dass alternative und fossile Antrieben spätestens 2030 gleichwertig sind. Sowohl NEOS als auch ÖVP lehnen Verbote und Zwang ab. Die NEOS treten für mehr „Anstrengungen” ein ohne diese zu benennen, die ÖVP sieht die Notwendigkeit den Verkehrssektor zu elektrifizieren sowie mit der Strom- und Wärmeproduktion zu koppeln und setzt auf Anreize. Die Antworten im Detail finden Sie hier. Alle Fragen an die SpitzenkandidatInnen samt ihren Antworten finden Sie hier.
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Marktcheck 10-2017, Schweine- und Hühnerfleisch (Do, 12 Okt 2017)
Der Greenpeace-Marktcheck hat im Oktober das Angebot an frischem Schweine- und Hühnerfleisch in den Supermärkten bewertet. Als beste Note im Test vergibt Greenpeace ein „Befriedigend“, und zwar an die drei Erstplatzierten Merkur, Hofer und Interspar. Test 10-2017, Schweine- und Hühnerfleisch Der Tabelle unten zeigt den Verbesserungsbedarf bei Schweinefleisch, denn die Supermärkte schneiden im Schnitt bei Hühnerfleisch wesentlich besser ab. Merkur wird Testsieger und erhält die Note „Befriedigend“. Die Noten "Ausgezeichnet", "Sehr Gut" und "Gut" konnte Greenpeace bei diesem Test nicht vergeben.  Die Ergebnisse Greenpeace-Marktcheck 10-2017: Test Fleisch Zum Ausdrucken einfach auf die Tabelle oben klicken. Die Gesamtnote "Befriedigend" erhalten neben Merkur auch Hofer, Interspar und MPreis. Billa und Spar sind "Genügend". "Nicht Genügend" vergibt Greenpeace an Lidl, Unimarkt und PennyMarkt. Hier die Detailinfos zum Nachlesen: die Tabelle mit den detaillierten Bewertung der Supermärkte  die Ergebnisse und das Angebot der Supermärkt im Detail die Kriterien der Bewertung im Detail Huhn ist besser als Schwein  Greenpeace lobt im Test, dass sich die Haltungsbedingungen der Hühner, der Einsatz von gentechnikfreien Futtermitteln und die Menge an Antibiotika in der Hühnermast in den letzten Jahren in Österreich verbessert haben, und kritisiert, dass sich für die Schweine nur wenig verändert hat. „Die Österreicher und Österreicherinnen haben sich besseres Fleisch verdient. Das gilt natürlich nicht nur für Hühnerfleisch, sondern auch für das Schweinsschnitzel“ , sagt Nunu Kaller, KonsumentInnensprecherin von Greenpeace in Österreich. Schweinefleisch im Supermärkte Bis heute findet man kaum Bio-Schweinefleisch in den Supermarktregalen. 75 Prozent der österreichweit in der Tierhaltung eingesetzten Antibiotika landen im Schweinestall. Auch werden die Tiere in der Regel mit Gentech-Soja gefüttert. Schweinefleisch ist hingegen nur bei Merkur, Hofer, Interspar und MPreis in allen Filialen und ständig biologisch oder gentechnikfrei verfügbar. Zwar haben einige Supermärkte vorbildliche Projekte gestartet, um die Produktionsbedingungen bei Schweinefleisch zu verbessern, doch das ist noch nicht ausreichend. Vorbildliche Projekte für Tierwohl Die zwei Projekte „Fairhof“ bei Hofer und „Heimathöfe“ bei Interspar zeigen vor, dass gute Standards nicht nur bei bio möglich sind. Hofer hat bei „Fairhof“ die derzeit strengsten Anforderungen bei konventionellem Schweinefleich und agiert sehr transparent, indem es die zugrunde liegenden Standards auch im Detail veröffentlicht. Interspar bietet in allen Filialen „Heimathöfe“-Schweinefleisch sowie mehrere Produkte in Bio-Qualität bei Schwein und Huhn an. Merkur arbeitet bereits an einem eigenen Projekt mit strengen Standards für Schweinefleisch aus konventioneller Produktion und wird Testsieger mit einer guten Auswahl bei Bio-Fleisch und seinen Projekten in der Hühnermast. Die Geflügelbranche macht's vor “Vorbild muss die Geflügelbranche sein, die in den letzten Jahren schrittweise Verbesserungen umgesetzt hat“, betont Kaller. Nicht nur sind die Tierschutzbestimmungen bei Hühnern in Österreich höher als im Ausland, auch konnte der Einsatz von Antibiotika innerhalb weniger Jahre beinahe halbiert werden. Eine weitere Errungenschaft: Die Hühner werden gentechnikfrei gefüttert. In den Supermärkten spiegelt sich das durch ein großes Angebot an gentechnikfrei gefüttertem Fleisch wider. Auch Bio-Huhn gibt es in acht von neun Supermärkten.   Weniger Fleisch bringt's Eine Umstellung auf ein wirklich umweltfreundliches System der Tierhaltung ist allerdings nur dann möglich, wenn wir insgesamt weniger Tiere halten. Mit 66 Kilogramm Fleisch pro Jahr – zwei Drittel davon Schweinefleisch und im Schnitt neun Kilogramm Hühnerfleisch – essen ÖsterreicherInnen etwa drei Mal so viel wie gesundheitlich empfohlen. Greenpeace schlägt daher vor, mehr Gemüse und Hülsenfrüchte zu essen, und sich wenn, dann ein hochwertiges Stück Fleisch zu gönnen. Das ist gut für unsere Gesundheit aber auch für die Umwelt.   Nachhaltigkeit am Prüfstand Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt der Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen Einzelhandels unter die Lupe. Jeweils zu Monatsanfang wird im Hinblick auf die Erfüllung von nachhaltigen Kriterien ein Ranking der größten Supermarktketten in Österreich veröffentlicht. Infos zu allen Tests unter: greenpeace.at/nachhaltigkeit-im-test
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„Monsanto Papers“ zeigen skrupelloses Vorgehen des Konzerns (Mi, 11 Okt 2017)
Heute findet in Brüssel im Europäischen Parlament eine Anhörung zu den sogenannten „Monsanto Papers“ statt. Dabei handelt es sich um tausende interne E-Mails des US-Agrochemiekonzerns Monsanto, die im Rahmen eines Gerichtsprozesses veröffentlicht wurden. Die E-Mails legen nahe, dass MitarbeiterInnen von Monsanto versucht haben, Behörden bei der Bewertung von Glyphosat zu beeinflussen. **Environmental and health organisations launch European citizens’ initiative to ban glyphosate. / © Eric de Mildt/Greenpeace. All rights reserved**Brussels, 8 February 2017, EU, Place Schumann – Campaigners and activists met in Brussels (and other European cities Madrid, Rome, Berlin and Paris) today to launch a European Citizens’ Initiative (ECI) to ban glyphosate, reform the EU pesticide approval process, and set mandatory targets to reduce pesticide use in the EU. The goal is to collect at least one million signatures from Europeans and submit the petition before the Commission’s next move to renew, withdraw or extend the EU licence of glyphosate.Glyphosate – the most widely used weedkiller in Europe – is also known as Roundup, a Monsanto brand- name. In 2015, the World Health Organization (WHO) linked glyphosate to cancer. The European Chemicals Agency (ECHA) is currently working on a safety assessment.More information is available on [www.stopglyphosate.org](http://www.stopglyphosate.org) Angesichts dieser skandalösen Enthüllungen muss das Europäische Parlament eine offizielle und umfassende Untersuchung der Monsanto-Papers einleiten. Monsanto weigerte sich jedoch trotz Ladung durch das Europäische Parlament an der heutigen Anhörung teilzunehmen. Daraufhin wurde allen Monsanto-Angestellten die Zugangsberechtigung für das Parlament entzogen. Dieser Schritt ist durchaus legitim, denn auch internationale Konzerne müssen sich in einer Demokratie der parlamentarischen Kontrolle unterwerfen. Es ist nicht akzeptabel, nicht zu erscheinen, wenn die Fragen gerade unangenehm sein könnten. Was sind die „Monsanto Papers“? Bei den „Monsanto Papers“ handelt es sich um tausende E-Mails, die im Rahmen eines Gerichtsprozesses in den USA öffentlich gemacht wurden und seither aufgrund des brisanten Inhaltes große Wellen schlagen. Angestellte von Monsanto scheinen an Studien mitgeschrieben zu haben, die dann unter dem Namen von angeblich unabhängigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern publiziert wurden. Monsanto Skandal muss Aus für Glyphosat bringen Die Konzern-Emails lassen auch an der europäischen Bewertung Zweifel aufkommen: Sie legen nahe, dass der Konzern in den USA Einfluss auf die Bewertung des Unkrautvernichters ausgeübt hat. Auch auf die Glyphosat-Bewertungen in Europa könnte sich dies ausgewirkt haben. Den Einsatz des Unkrautvernichters in der EU unter diesen Umständen für weitere zehn Jahre zu erlauben, wäre verantwortungslos. 
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Diese Produkte gibt es jetzt gratis in der Natur (Do, 05 Okt 2017)
Herbstzeit ist Erntezeit! Bevor sich die Natur schlafen legt, verwöhnt sie uns noch mit einer reichen Palette an Früchten. Vielen dieser natürlichen Produkte schenken wir nur wenig Beachtung. Doch sind Kastanien, Eicheln oder Kiefer-Zapfen nicht nur hübsch anzusehen, sie sind auch richtig praktisch! Hier haben wir ein paar Tipps für Sie zusammengestellt, um naturschonend und geldsparend die Freuden des Herbstes zu genießen! Waschen ohne Chemie Wer es leid ist, seine Kleidung mit Chemie aus dem Supermarkt sauber zu bekommen, kann es einmal mit Kastanien oder Efeu probieren! Die darin enthaltenen Saponine sorgen für den Wascheffekt. Rosskastanien sind beliebte Parkbäume und überall in der Stadt zu finden. Die nicht für den Verzehr geeigneten Kastanien können mit etwas Muskeleinsatz zu Waschmittel verarbeitet werden. In den anderen Jahreszeiten sorgt der immergrüne Efeu für Nachschub. Eicheln für Experimentierfreudige Als der Import von Kaffee in Kriegszeiten schwierig war, galt die Eichel als gute Alternative zur Kaffeebohne. Dank der Stärke in den Eicheln kann man sie aber auch als Mehl zum Brot oder Kuchen backen verwenden. Roh sollte man sie aber aufgrund ihres hohen Gehalts an Gerbstoffen nicht essen. Vor dem Verzehr die Eicheln unbedingt im Wasserbad einlegen, damit sich die Gerbstoffe auswaschen. Kiefer-Zapfen als Wetterstation Wie wird das Wetter heute? Eine schöne Abwechslung zu den langweiligen Wettervorhersagen aus dem Fernsehen ist eine Kiefer-Zapfen-Wetterstation! Öffnen sich die Schuppen der Zapfen, wird es wahrscheinlich freundliches Wetter geben. Steht Regen vor der Tür, so schließen sich die Schuppen. Grund für diesen tollen Effekt ist, dass die Samen der Zapfen bei trockenem Wetter besser vom Wind verweht werden können – deswegen öffnen sich die Schuppen. Vor das Fenster gehängt sind die Zapfen außerdem richtig dekorativ. Gaumenschmaus mit Bucheckern Die Früchte der Buche passen perfekt als Topping für Salate oder als Beigabe zu einem leckeren Risotto. Damit die leicht giftigen Stoffe der Bucheckern nicht auf den Magen schlagen, müssen die Samen nach dem Herauslösen unbedingt für 5 Minuten geröstet werden. Das Röstaroma verleiht den Samen zudem eine wunderbar nussige Note.
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Greenpeace schlägt Alarm: Gesundheitsgefahr durch Palmöl (Mi, 27 Sep 2017)
Wir haben bekannte Markenprodukte aus dem österreichischen Lebensmittelhandel, die Palmöl enthalten, auf gesundheitsgefährdende Stoffe untersuchen lassen. Die Ergebnisse zeigen teils alarmierend hohe Schadstoffkonzentrationen: Vor allem bei Milka-Erdbeer-Schokolade und Margarine. Bei den gefundenen Schadstoffen handelt es sich um 3-MCPD- und Glycidyl-Ester, die im Verdacht stehen, gesundheitsschädigend zu sein. Wir raten dringend bis auf Weiteres vom Verzehr der betroffenen Produkte ab! Ein Kind hat die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge von 3-MCPD-Ester bereits nach elf Gramm, also nach weniger als zwei Stück der getesteten Erdbeer-Schokolade von Milka, erreicht. Bei den beiden Margarinen, von Alsan und Rama, genügen 13 beziehungsweise 17 Gramm, also zwei dünn bestrichene Semmelhälften. Und da ist noch nicht berücksichtigt, dass Kinder und Erwachsene an einem Tag oft eine Vielzahl an Palmöl-haltigen Produkten konsumieren. Denn wie unsere Untersuchung zeigt, können 3-MCPD- und Glycidyl-Ester in sehr hohen Mengen in Lebensmitteln enthalten sein. Der Greenpeace-Test im Detail Wir haben elf Lebensmittel, acht davon mit Palmöl, testen lassen. Untersucht wurden Nougatcremen, Tortenecken, Tortenglasuren, Schokoladen, Margarinen und Packerlsuppen. Während in allen Produkten mit Palmöl die beiden Schadstoffe gefunden wurden, konnten sie in zwei der Palmöl-freien Lebensmittel gar nicht und im dritten nur in ganz geringen Mengen bestimmt werden. Die Greenpeace-Testergebnisse zeigen bei Produkten mit Palmöl derart hohe Konzentrationen von 3-MCPD-Ester, dass vor allem bei Kindern die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge von 0,8 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht rasch überschritten wird. Auch bei Glycidyl-Ester wurden hohe Konzentrationen gefunden. Besonders gravierend sind beide Werte bei der getesteten Milka-Erdbeer-Schokolade (0,993 bzw. 0,377 mg/kg) und bei den getesteten Margarinen von Alsan (0,81 bzw. 0,689 mg/kg) und Rama Original in Würfelform (0,619 bzw. 0,22 mg/kg). Diese elf Lebensmittel wurden getestet. Drei davon (Nougatcreme von Ja! Natürlich, Schokoglasur von Manner und Alpenmilch-Schokolade von Milka) enthalten kein Palmöl. Wie kommen die gefährlichen Schadstoffe in die Lebensmittel? Die gesundheitsgefährdenden Stoffe 3-MCPD- und Glycidyl-Ester entstehen bei der Raffination von Palmöl. Für sie gibt es keine gesetzlichen Grenzwerte – das ist absolut fahrlässig! 3-MCPD wird von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) als möglicherweise krebserregend eingestuft, Glycidol – das bei der menschlichen Verdauung von Glycidyl-Ester frei wird – sogar als wahrscheinlich krebserregend. Glycidol hat sich außerdem als erbgutverändernd erwiesen. Für diesen Stoff gibt es daher auch keine tolerierbare tägliche Aufnahmemenge. Die Aufnahme solle jedenfalls minimal sein, so die EFSA. Der Einsatz von Palmöl hat somit nicht nur drastische Auswirkungen auf die Umwelt, sondern auch auf unsere Gesundheit. Jetzt müssen Politik und Handel dringend einschreiten! Die Ergebnisse des Greenpeace-Tests im Detail finden Sie hier: http://bit.ly/2whXvhH Setzen auch Sie sich für den Schutz des Regenwaldes ein und unterzeichnen Sie unsere Petition
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Den Verschmutzern auf der Spur (Fr, 22 Sep 2017)
Rund acht Millionen Tonnen Plastikmüll landen jährlich in unseren Weltmeeren. Während die Verantwortung oft allein den Verbrauchern zugeschoben wird, nimmt Greenpeace nun die Hersteller in den Blick. An den Stränden der philippinischen Hauptstadt Manila haben wir Plastikteile gesammelt und diese anschließend ausgewertet. Nun wissen wir, welche Firmen die größten Verschmutzer unserer Weltmeere mit unnötigem Wegwerfplastik sind! Von Plastikflaschen bis hin zu Verpackungen: Bei der Sammelaktion an Manilas Stränden wurden über 50.000 Pastikteile zusammengetragen und ausgewertet. Die europäischen Großkonzerne Nestlé, Unilever sowie das philippinische Unternehmen PT Torabika führen bei unserem Firmen-Ranking die Liste der größten Verschmutzer an. Einweg als Sackgasse Der Zustand der Strände in den Philippinen ist leider keine Ausnahme: Plastikmüll findet sich in der Arktis, der Antarktis und an Stränden unbewohnter Inseln. Unsere Meere und Strände ersticken im Müll. Es ist Zeit, dass die Unternehmen Verantwortung übernehmen. Denn internationale Konzerne sind ein Schlüssel im Kampf gegen all das Plastik im Meer. Sie verkaufen Produkte in immer aufwändigeren und kleinteiligeren Plastikverpackungen – von Kapseln für Kaffee und Milch über einzeln verpackte Bonbons bis hin zu Kleinstverpackungen für Shampoo und Flüssigseife. Das Wegwerf-Wirtschaftsmodell mit seinen Einwegverpackungen bürdet der Gesellschaft hohe soziale und ökonomische Kosten auf, während die Unternehmen Gewinne einstreichen. Plastik – ein Traum wird zum Albtraum Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie vermitteln uns ständig, wie praktisch und billig Wegwerfverpackungen sind: Plastik ist zäh und leicht. Und genau das ist ein großes Problem für die Umwelt! Denn Kunststoff verharrt über Jahrzehnte bis Jahrhunderte in den Gewässern und an den Stränden. Es ist natürlich wichtig, verschmutzte Flüsse, Seen und Strände sauber zu machen und zu halten. Aber tatsächlicher Wandel kann nur entstehen, wenn der Eintrag von Müll gestoppt wird. Und das heißt für den Plastikmüll – und nicht nur auf den Philippinen –, dass wir dringend weg müssen vom Einwegplastik. Beispielsweise indem wir wie auch die Firmen stärker auf Mehrweglösungen setzen. Geben auch Sie Plastik keine Chance und helfen Sie unnötiges Wegwerf-Plastik zu stoppen.
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„Trojanisches Pferd“ CETA kommt nach Österreich (Mi, 20 Sep 2017)
Am 21. September tritt das umstrittene Handelsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada vorläufig in Kraft. Greenpeace sieht dadurch ökologische Standards und demokratische Handlungsspielräume bedroht. Doch gibt es überhaupt noch die Möglichkeiten, etwas gegen CETA zu unternehmen oder ist es dafür jetzt zu spät?     Was bedeutet eine vorläufige Anwendung von CETA? Vorläufige Anwendung bedeutet, dass ein Abkommen wirksam wird, noch bevor der Ratifizierungsprozess durch die Parlamente der EU-Mitgliedsstaaten abgeschlossen wurde. Dies kann sich auf das gesamte Abkommen oder auf Teile davon beziehen. Nach der Ratifikation durch alle EU-Mitgliedsstaaten tritt der Vertrag dann formal und zur Gänze in Kraft. Bisher haben von den 28 EU-Staaten nur Lettland, Dänemark, Spanien, Kroatien und Malta diesen Schritt gemacht. Die Zustimmung aller nationalen und in manchen Ländern auch regionalen Parlamente kann viele Jahre dauern. Im Falle von CETA betrifft die vorläufige Anwendung mehr als 90 Prozent des Abkommens. Ausgenommen sind derzeit noch die von der Zivilgesellschaft besonders stark kritisierten Sonderklagerechte für ausländische Investoren. Warum warnt Greenpeace vor der vorläufigen Anwendung von CETA? Mit der vorläufigen Anwendung von CETA kommen zahlreiche Gefahren ab sofort auf uns zu: Hinter den versprochenen wirtschaftlichen Vorteilen verstecken sich Gefahren für hohe Umweltstandards, eine Ausweitung der Macht von Konzernen und Einschränkungen für demokratische Handlungsspielräume. Öffentliche Dienstleistungen sind unzureichend geschützt und geraten unter verstärkten Liberalisierungsdruck. Auch das Vorsorgeprinzip, der zentrale Grundsatz der europäischen Umweltpolitik, ist in CETA nicht ausreichend verankert und wird geschwächt. Ökologische Standards sowie die kleinstrukturierte Landwirtschaft kommen durch den verstärkten Konkurrenzdruck und die regulatorische Kooperation – die auf eine Angleichung der Gesetzgebungen zwischen Kanada und der EU abzielt – in Bedrängnis. Ist es nicht schon zu spät, CETA zu stoppen, nachdem die vorläufige Anwendung begonnen hat? Nein, es ist nicht zu spät – noch können die Parlamente der EU-Mitgliedsstaaten CETA stoppen. Genau das fordern wir vom österreichischen Nationalrat. Denn wenn die Ratifizierung in einem Mitgliedsstaat scheitert, wird nicht nur das endgültige Inkrafttreten von CETA verhindert: Der Rat der EU hat sich verpflichtet, in einem solchen Fall auch die vorläufige Anwendung wieder zu beenden. Eine erst kürzlich von Greenpeace durchgeführte Befragung der Spitzenkandidatinnen und -kandidaten zur Nationalratswahl hat deutlich gezeigt, dass es in Österreich eine parlamentarische Mehrheit für einen Kurswechsel in der EU-Handelspolitik gibt. Wir müssen jetzt aktiv werden und unsere demokratischen und sozial-ökologischen Prinzipien – das Fundament Europas – schützen.
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Nehmen Sie sich autofrei! (Fr, 15 Sep 2017)
Können Sie sich ein Leben ohne eigenen PKW vorstellen? Im städtischen Umfeld ist eine saubere und umweltfreundliche Mobilität für viele Menschen bereits selbstverständlich. Das hält nicht nur fit und fühlt sich gut an, es macht auch richtig Sinn. Copyright Paul Langrock Agentur Zenit. Rushhour im Berufsverkehr auf Berliner Hofjaegerallee. Allee, Strasse, Autoabgas, Autoabgase, Emission, Emmmissionen, Schadstoff, Schadstoffausstoss, Verschmutzung, Schmutz, Umweltverschmutzung, abstrakt, Abstraktion, Licht, Lichter, Grossstadt, Fahren, KFZ, Kraftfahrzeug, Auto, Autos, Berufsverkehr, Fahrzeug, Fahrzeuge, Infrastruktur, Verkehrsinfrastruktur, mobil, immobil, Mobilitaet, Immobilitaet, Stau, Stop and Go, Transport, transportieren, Strasse, Strassenszene, Verkehr, Geschwindigkeit, Geschwindigkeitsbegrenzung, Tempolimit, Tempo, dynamisch, Dynamik, mobility, mobile, immobility, immobile, bumper to bumper traffic jam, car, rush hour time, speed, high, low, city, alley, street, light, citylights, air pollution, polluted, contaminated, contamination. Berlin Tiergarten. 21. Oktober 2015 Diese 5 Fakten zeigen, wie unnötig ein eigener PKW im Stadtverkehr ist: 40 Prozent aller Wege, die mit dem PKW zurückgelegt werden, sind kürzer als fünf Kilometer – sieben Prozent gar kürzer als ein Kilometer! Ein klarer Fall für’s Fahrrad. Ein privates Auto steht im Schnitt 23 Stunden am Tag einfach so herum. Mit einem einzigen Carsharing-Auto können fünf bis acht private PKWs ersetzt werden. Zudem nützen 43 Prozent jener Menschen, die auf Carsharing gewechselt haben, häufiger das Rad und öffentlichen Verkehr. Das Auto wird im Schnitt nur noch halb so oft wie vor dem Umstieg verwendet. Bei 80 Prozent aller Fahrten zum Supermarkt lässt sich der Einkauf problemlos mit dem Fahrrad transportieren. Bei 14 Prozent der Einkäufe würde man ein Lastenfahrrad benötigen und lediglich für sechs Prozent aller Einkäufe wäre wirklich ein Auto notwendig. Auto-Pendler benötigen deutlich mehr Zeit für ihren Arbeitsweg, als Menschen, die Bahn fahren. Beispielsweise ist Wien von St. Pölten mit dem Auto in 63 Minuten erreichbar, mit der Bahn in weniger als der Hälfte der Zeit (28 Minuten). Auch die Kosten für das Pendeln mit dem Auto sind deutlich höher. Wir empfehlen daher, kurze Strecken in der Stadt zu Fuß und mit dem Rad zurückzulegen oder die Öffis zu nutzen. Auch Carsharing ist eine sinnvolle Alternative zum eigenen PKW: Es spart Kosten und Sie leisten ganz nebenbei einen Beitrag zum Umweltschutz. Wenn Sie mehr zu Mobilität erfahren wollen, haben Sie jetzt die Chance dazu: Beim Streetlife Festival 2017 informiert das Freiwilligenteam von Greenpeace am 16. und 17. September in Wien über umweltfreundliche Mobilitätsformen. Mehr dazu gibt es hier.
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Mindesthaltbarkeitsdatum: Rettet das Joghurt! (Mi, 13 Sep 2017)
Vielen ist es bekannt: Man stöbert im Kühlschrank und im hinteren Eck entdeckt man das ungeöffnete Joghurt von vor vier Wochen. Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist schon seit geraumer Zeit überschritten. Reflexartig landet das Joghurt im Müll, obwohl es noch genießbar wäre. In Österreich teilen jährlich 25 Millionen Becher Joghurt dieses Schicksal. Oft wird das MHD mit einem Wegwerfdatum verwechselt. Daher hat Greenpeace unter dem Motto „Rettet das Joghurt“ unterschiedliche Joghurtsorten auf der Mariahilfer Straße in Wien verkosten lassen. Die knifflige Frage war, ob die PassantInnen erkennen könne, welches Joghurt frisch aus dem Supermarktregal stammt und welches bereits seit mehreren Wochen das MHD überschritten hat. Die Überraschung: Mehr als die Hälfte der Befragten konnte nicht feststellen, bei welchem Joghurt das MHD überschritten war. Zudem gaben fast allen an, dass sie im Normalfall auch dieses Joghurt essen würden, weil im Geschmack und bei der Konsistenz nur leichte Unterschiede festgestellt werden konnten. Die Verkostung beweist einmal mehr, dass das MHD kein Wegwerfdatum ist. Greenpeace-Langzeittest beweist: Joghurt nach mehreren Monaten noch genießbar Sechs Monate nach Überschreiten des MHD war das getestete Naturjoghurt weiterhin mikrobiologisch unbedenklich und somit verzehrbar. Trotzdem werden Millionen Becher Joghurt ungeöffnet weggeworfen. Um die Lebensmittelverschwendung zu verringern fordert Greenpeace realitätsnahe Mindesthaltbarkeitsdaten. Vertrau auf deine Sinne und nicht auf das MHD! „Das MHD ist kein Verfallsdatum, sondern lediglich eine Herstellergarantie. Ob ein Produkt verdorben ist oder nicht, lässt sich besser mit den eigenen Sinnen als durch ein Datum auf der Verpackung erfassen“, empfiehlt Konsumentensprecherin Nunu Kaller. Bevor man sich also beim „abgelaufenen“ Joghurt für den Wurf in den Mistkübel entscheidet, sollte man mit seinen Sinnen die Lage überprüfen. Schauen, riechen und schmecken helfen bei der Entscheidung. Mit dieser einfachen Vorgehensweise können bis zu 25 Millionen Becher Joghurt vor der Tonne gerettet werden.
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Event-Tipp: How To Live Together (Di, 12 Sep 2017)
Was haben Anti-Brexit-Poster, ein Blumenstrauß, Portraits von Angela Merkel und spielende Kinder in Angola gemeinsam? Allesamt sind Exponate der aktuellen Ausstellung „How To Live Together“ in der Kunsthalle Wien, die sich mit den verschiedensten Aspekten unseres Zusammenlebens beschäftigt. Die Arbeiten von über dreißig internationalen KünstlerInnen widmen sich den brennenden Fragen unserer Gegenwart, die das gesellschaftliche Zusammenleben im Hinblick auf lokale wie globale Dimensionen aktuell bestimmen: Ökologische Ressourcenknappheit und Klimawandel, Migration, Armut, die neuen politischen Dynamiken, Herausforderungen der Technisierung, Umbrüche in den Arbeitswelten, veränderte Formen von Familienstrukturen und sozialen Gefügen. Viele dieser Themen sind auch für die Arbeit von Greenpeace von höchster Bedeutung. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Meine Sicht“ führt Greenpeace-Experte Adam Pawloff gemeinsam mit Kunstvermittler Wolfgang Brunner durch die Ausstellung, um die Querverbindungen zur Umwelt, in der wir als Gesellschaft leben, und den Kampagnen von Greenpeace zu beleuchten. Mittwoch, 13. September 2017, 18 Uhr Kunsthalle Wien Museumsquartier (Museumsplatz 1, 1070 Wien) Mit dem Codewort „Greenpeace“ erhalten Sie freien Eintritt in die Ausstellung.   Nähere Informationen zur Ausstellung unter http://www.kunsthallewien.at/#/de/ausstellungen/how-live-together
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Neuer Greenpeace-Einsatz: Für Frieden und Demokratie im Internet (Mo, 04 Sep 2017)
Wie praktisch das Internet doch ist: Wir treffen unsere Freundinnen und Freunde regelmäßig auf Facebook. Die Informationen, auf denen unser Weltverständnis fußt, besorgen wir uns auf Google. In den unterschiedlichsten Lebensbereichen ist unsere reale Welt inzwischen stark von der virtuellen durchdrungen. Doch dieser virtuelle Raum birgt auch reale Gefahren für ein demokratisches und friedliches Miteinander. Mit der Bewegung “Netpeace” setzt sich Greenpeace ab sofort auch für den Schutz unserer digitalen Umwelt ein. Im Moment bestimmen vor allem einige wenige Internet-Konzerne über unsere digitale Welt und über die Regeln, die darin herrschen. Hass im Netz, Fake News, digitale Überwachung: All das sind Gefahren für unsere Demokratie und für den Frieden – und damit auch für die Umwelt. Greenpeace nimmt neue Herausforderung an Greenpeace ist in den 1970ern mit dem Kampf gegen Atomwaffen erfolgreich als Friedensbewegung gestartet. Greenpeace-Kampagnen, wie etwa zum Schutz des Meeres oder der Arktis, stehen nach wie vor ganz klar im Zentrum unserer Umweltschutz-Arbeit. Unsere digitalen Zeiten erfordern jedoch, dass wir uns darüber hinaus auch für den Frieden in unserem virtuellen Lebensraum – dem Internet – einsetzen. Denn langfristig können wir die Umwelt nur schützen, wenn gewährleistet ist, dass demokratische Prinzipien auch in Zukunft unseren öffentlichen Austausch bestimmen. Die rasende Verbreitung von Lügen im Netz, wie etwa die Leugnung des Klimawandels, erschwert schon jetzt die Arbeit von Umweltorganisationen auf der ganzen Welt. Auch Qualitätsjournalismus leidet massiv unter den derzeitigen Entwicklungen im Netz. Die Politik reagiert bisher kaum auf diese Entwicklungen. Es ist daher an der Zeit, dass wir Menschen gemeinsam unsere digitale Welt neu gestalten. Netpeace - für Frieden und Demokratie im Internet Mit Netpeace initiiert Greenpeace von Österreich ausgehend eine neue Bewegung für Frieden und Demokratie im Internet. Was wir damit erreichen wollen? Kontrolle über die eigenen Daten statt Totalüberwachung, eine friedliche Kultur in sozialen Netzwerken statt Hasskommentare und Fake News und ein demokratisches Internet statt Monopolmacht durch US-Unternehmen. Noch haben wir die Chance, selbst die Zügel in die Hand zu nehmen und das Internet als einen Raum zu gestalten, der zu Frieden und Demokratie in unserer Gesellschaft beiträgt. Weitere Information zur Bewegung und dazu, wie Sie Teil davon werden können, gibt es hier: www.netpeace.eu
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Greenpeace-Aktivisten stellen sich Maschinen im Bialowieza-Urwald entgegen (Mi, 30 Aug 2017)
Bereits seit Jahren setzt sich Greenpeace zum Schutz des Bialowieza-Urwalds in Polen ein. Unterstützt wird dieser Einsatz nun auch von der UNESCO, der EU-Kommission und dem Europäischen Gerichtshof, der einen sofortigen Abholzugsstopp des Waldes angeordnet hat. Der polnische Umweltminister missachtet jedoch das EU-Recht und rückt weiterhin mit schweren Maschinen gegen den einzigartigen Märchenwald vor. Diese Woche protestieren Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten erneut im Bialowieza-Wald in Polen gegen die illegalen Abholzungen. Im Zuge des Protests haben sich die Umweltschützer aus 12 Ländern – darunter auch aus Österreich – an die Maschinen gekettet, um den Abtransport von Bäume zu verhindern. „Stoppt die Abholzung. Respektiert das EU-Recht“ steht auf einem der Transparente geschrieben. Denn der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat einstweilen entschieden, dass die polnische Regierung die Abholzung und den Abtransport der Bäume sofort stoppen muss. Es ist das erste Mal in der Geschichte der EU, dass ein Mitgliedsland einer Anordnung des EuG ignoriert. Einige Umweltschützer wurden bereits von Forstarbeitern weggebracht, doch der Protest hält weiterhin an. Die Verantwortlichen in Polen argumentieren, die Abholzungen und der Abtransport von toten Bäumen aus dem Wald seien Maßnahmen gegen einen massiven Borkenkäfer-Befall großer Waldgebiete. Der Borkenkäfer ist aber gar keine Gefahr für den Wald, wie zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs bestätigen. Die wahre Bedrohung für den letzten größeren Urwald Europas und dessen Bewohner ist die Abholzung. Der EuGH erlaubt die Abholzung ausschließlich aus Sicherheitsgründen. Dies würde beispielsweise zutreffen, wenn Bäume entlang von Straßen eine Gefahr für Menschen darstellen. In den letzten Wochen haben unsere Aktivistinnen und Aktivisten vor Ort jedoch Abholzungen von Waldbeständen dokumentiert, die nicht in diese Kategorie fallen und somit illegal sind. Zusätzlich werden tagtäglich Bäume aus dem Wald abtransportiert. Auch das verstößt gegen die Entscheidung des EuGH, da tote Bäume extrem wichtig für die Biodiversität des Waldes sind. Helfen Sie uns, die Abholzung dieses einzigartigen Lebensraums zu stoppen und unterzeichnen Sie die Petition zum Schutz des Bialowieza-Waldes.
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Abweichende Mindesthaltbarkeitsdaten bei Molkereiprodukten (Fr, 25 Aug 2017)
Nachdem Greenpeace bereits bei zahlreichen Produkten unrealistische Mindesthaltbarkeitsdaten nachgewiesen hat, zeigt sich nun, dass bei der Kennzeichnung von Milchprodukten schwer erklärbare Unterschiede vorliegen. Den Gründen dafür ist Greenpeace nun nachgegangen. Eine Umfrage unter den zehn größten österreichischen Molkereien hat ergeben, dass die Unternehmen gleiche Produkte offensichtlich mit unterschiedlichen Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) versehen. Bei ganz normaler industriell hergestellter Butter etwa kann sich das MHD um bis zu 45 Tage unterscheiden. Neben Butter haben wir auch für Naturjoghurt (3,6 Prozent), Schlagobers und für sogenannte länger frische Milch die jeweiligen „Haltbarkeitsfristen“ sowie die Gründe für die Festlegung von den Herstellern abgefragt. An unterschiedlichen hygienischen Standards in den Molkereien kann es jedenfalls nicht liegen, dass die Mindesthaltbarkeitsdaten voneinander abweichen. Aus dem Werk mit der am längsten haltbaren Butter kommt nämlich auch das am kürzesten haltbare Joghurt. Woher kommen diese Abweichungen? Als Gründe für die unterschiedliche Festlegung bei identen Produkten wurden von einigen Herstellern Wünsche des Handels bei dessen Eigenmarken genannt. Ein Beispiel sind die Fristen bei Spars Bio-Butter: Die 250-Gramm-Packung lässt Spar mit einer Frist von 55 Tagen versehen, die 125-Gramm-Packung hingegen mit 60 Tagen. Dabei sollte man meinen, dass gerade kleinere Butterpackungen empfindlicher sind, da diese schneller auf kurzzeitig höhere Temperatur reagieren. Unverständlich sind auch verlängerte MHD-Fristen bei exportierten Produkten. Viele Lebensmittel überleben Mindesthaltbarkeitsdatum Dass viele Lebensmittel weit über das MHD haltbar sind und somit häufig in einwandfreiem Zustand in den Müll wandern, zeigt auch unser Langzeittest. Seit Jänner 2017 haben wir acht Lebensmittel, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben, regelmäßig überprüfen lassen. Das Ergebnis lässt aufhorchen: Ein getestetes Joghurt ist nach 26 Wochen weiterhin unbedenklich verzehrbar. Sechs der anderen sieben Lebensmittel, darunter Tofu, Eier und Wurst, haben auch deutlich länger gehalten, als es das MHD vermuten lässt. Für ein realitätsnahes Mindesthaltbarkeitsdatum, gegen Lebensmittelverschwendung Rund ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel landet laut FAO jährlich zwischen Acker und Teller im Müll. Das ergibt eine unglaubliche Menge von 1,3 Milliarden Tonnen teils noch genießbarer Nahrung. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von Überproduktion, über zu hohe Anforderungen des Handels an Produktmerkmale, bis hin zu ungeplantem Einkaufsverhalten von Konsumentinnen und Konsumenten. Auch das Mindesthaltbarkeitsdatum ist mitverantwortlich für die Verschwendung. Durch unrealistische Mindesthaltbarkeitsdaten landen Lebensmittel in der Tonne, die einwandfrei sind. Um die Lebensmittelverschwendung zu verringern fordern wir realitätsnahe und vereinheitlichte Mindesthaltbarkeitsdaten. Den Verbraucherinnen und Verbrauchern raten wir: Verlassen Sie sich speziell bei Milchprodukten auf die eigenen Sinne! Wenn ein Produkt das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten hat, zuerst schauen, riechen und schmecken. So ist leicht zu erkennen, ob die Butter, das Joghurt oder der Schlagobers noch genießbar ist. 
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