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Vimeo / Venite Austria’s videos

Impression flower in the rain (40 sec) - 2017-09-21 (Fr, 22 Sep 2017)
Cast: Venite Austria Tags: flower, Impression and rain
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Impression of Hope (32 sec) - 2017-09-20 (Do, 21 Sep 2017)
Cast: Venite Austria Tags: Impression and Hope
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Flower Impression (32 sec) - 2017-09-19 (Di, 19 Sep 2017)
Cast: Venite Austria Tags: flower impression, impression and flower
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Nature Impression - 2017-09-16 (24 sek) (Mo, 18 Sep 2017)
Cast: Venite Austria Tags: Nature Impression
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Evening Impression (30 sek) 2017-09-10 (Mo, 18 Sep 2017)
Cast: Venite Austria Tags: Evening Impression
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Evening Impression 2017-09-09 (30 seconds) (Mo, 18 Sep 2017)
Cast: Venite Austria Tags: Evening Impression
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Impressions (18 sec) - 2017-09-07 (Mo, 18 Sep 2017)
Cast: Venite Austria Tags: Impressions
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Organsolo 'Ströhme' (Mo, 12 Jun 2017)
Cast: Venite Austria
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Music dialogue 8 (Di, 30 Mai 2017)
Artwork: music: Violin: Renate Spitzner | Viola: Gerald Spitzner Photos+ Video: Gerald Spitzner 2017-05-28 Cast: Venite Austria Tags: flowers, Video, music, Art and Photos
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Mains protectrices - Schützende Hände (Protecting Hands) (Sa, 20 Mai 2017)
Violin solo 'Mains protectrices - Schützende Hände' (Protecting Hands) music: Violin solo: Renate Spitzner | photo+video: Gerald Spitzner 2017-05-20 Cast: Venite Austria
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Hope - Espoir - Hoffnung (So, 14 Mai 2017)
Pianosolo: 'Hope - Espoir - Hoffnung' Dedication to all victims of slavery (10.5. - Remembering Day in France (Europe), "Abolissement de l'esclavage" - End of Slayery Artwork: music: Pianosolo: Gerald Spitzner photo+video: Gerald Spitzner 2017-05-12 Cast: Venite Austria Tags: Pianosolo, Art, Photos and Gerald Spitzner
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Music dialogue 7 (Mi, 10 Mai 2017)
'Music dialogue 7' - Dedication to Henri Dunant(Founder of the Red Cross) Violin: Renate Spitzner Viola: Gerald Spitzner Photos+Video: Gerald Spitzner Cast: Venite Austria Tags: flowers, Art, music, Violin-Viola and photos
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l'intelligence des fleurs (So, 07 Mai 2017)
'l'intelligence des fleurs', dedication to Maurice Maeterlinck (29 August 1862 – 6 May 1949) Violin: Renate Spitzner | Viola: Gerald Spitzner | Photos+Video: Gerald Spitzner Cast: Venite Austria Tags: Maurice Maeterlinck, flowers, Art, music, Violin-Viola and photos
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Music dialogue 4 (Sa, 06 Mai 2017)
Cast: Venite Austria Tags: Art, music, Violin-Viola and flowers
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Music dialogue 3 (Sa, 06 Mai 2017)
Cast: Venite Austria Tags: Art, music, flowers and Violin-Viola
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Music dialogue 2 (Fr, 21 Apr 2017)
Violin: Renate Spitzner - Viola: Gerald Spitzner Photos+Video: Gerald Spitzner 2017-04-18 Cast: Venite Austria Tags: music, art, Violin, flowers, Viola and Violn-Viola
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Music Dialogue (Di, 18 Apr 2017)
'Music Dialogue' Violin: Renate Spitzner Viola: Gerald Spitzner Photos+Video: Gerald Spitzner Cast: Venite Austria Tags: music, Dialogue, Art, Violin, Viola and Flowers
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'Light Impressions' (Mi, 29 Mär 2017)
Violia solo + Photos Cast: Venite Austria Tags: Light, music, Photos and art
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Violin solo 'Spring Impressions' (+Photo) (Mi, 29 Mär 2017)
music: Violin solo: composed and played by Renate Spitzner Cast: Venite Austria Tags: music, Art, spring, Photos and Violin
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Pianosolo Hommage à J.S.Bach (*21.3.1685) (Mi, 29 Mär 2017)
Piano solo: composed and played by Renate Spitzner 2017-03-21 Photo+Video: Gerald Spitzner Cast: Venite Austria Tags: Art, Photo, music, Pianosolo and Bach
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VIDEO 2017-03-23 GS Va solo 'Solo for Viola (Pipa 琵琶)' (Fr, 24 Mär 2017)
Cast: Venite Austria
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☳ 震 - Frühling vor den Toren - Early Spring Impressions (Sa, 18 Mär 2017)
music: Violine solo: Renate Spitzner Viola solo + 琵琶 Pipa: Gerald Spitzner Photos and Video artwork: Gerald Spitzner Cast: Venite Austria Tags: music, Art, Spring, Video, Fotos, and
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Moon Inspirations (music+photos artwork) (Fr, 03 Mär 2017)
music: Violine solo: Renate Spitzner Viola solo: Gerald Spitzner Photos and Video artwork: Gerald Spitzner Cast: Venite Austria Tags: Moon, music, Art and Photos
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Widmung für Sabine Oberhauser (+2017-02-23) Austrian Minister of Health (Sa, 25 Feb 2017)
music: Violine solo: Renate Spitzner Viola solo: Gerald Spitzner Cast: Venite Austria Tags: Art, music and Sabine Oberhauser
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Lunar eclipse music (2017-02-11) (Fr, 10 Feb 2017)
Lunar eclipse music (2017-02-11 ~01:45) music: Violine solo: Renate Spitzner Viola solo: Gerald Spitzner Cast: Venite Austria Tags: art, music, Lunar eclipse and moon
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Urgent Petition - Dringende Unterschriftenlisten

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News & Aktuelles

Drastischer Anstieg der Schweinswaltotfunde in der Ostsee (Sa, 23 Sep 2017)
Auch am Freitag fand die EMANUEL BRONNER wieder einen toten Schweinswal23.07 2017: Auch am Freitag fand die EMANUEL BRONNER wieder einen toten Schweinswal In den letzten Wochen und Monaten berichteten wir im Zuge unserer BALTIC SEA Kampagne vermehrt über Totfunde von Schweinswalen in der Ostsee. Es wurde zuletzt von jährlich ca. 130 toten Tieren allein in der Ostsee ausgegangen, wobei es auch hier schon den Hinweis auf eine vermutlich wesentlich höhere Dunkelziffer gab. Freitag Nachmittag fand die Besatzung der EMANUEL BRONNER im Rahmen einer routinemäßigen Patrouillenfahrt einen toten Schweinswal zwischen der dänischen Seegrenze und militärischem Minenlegergebiet, der auf dem offenen Meer trieb. Das Tier wurde von der Besatzung geborgen und den zuständigen Stellen übergeben. Dieser erneute Fund unterstützt den Verdacht, dass die Anzahl der Schweinswaltotfunde in der Ostsee dramatisch ansteigt. Auch am Freitag fand die EMANUEL BRONNER wieder einen toten Schweinswal Aufgrund neuester Erkenntnisse muss davon ausgegangen werden, dass sich unsere Befürchtungen mehr als bewahrheitet haben. Laut eines Berichts des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) an das Ministerium für Landwirtschaft Schleswig-Holstein* liegen die Zahlen allein für das Jahr 2016 bei über 180 Tieren in der schleswig-holsteinischen Ostsee. „Bei dieser Zahl handelt es sich auch nur um die gemeldeten Funde“, sagte Manuel Abraas, Leiter der BALTIC SEA Kampagne. „Man müsste nun noch die genauen Zahlen aus Mecklenburg-Vorpommern kennen. Auch hier müssen wir also auf eine unbekannte Dunkelziffer verweisen. Die Situation stellt sich damit in unseren Augen als viel dramatischer dar als ursprünglich angenommen.“ Klar dürfte wiederum die Ursache sein - Lärm, Verschmutzung und Fischerei sind die Hauptbedrohungen für Schweinswale und allesamt menschengemacht. „Wir dürfen auch nicht vergessen, dass dies nur Bestandsaufnahmen aus Deutschland sind. Zahlen aus Polen oder Dänemark liegen uns nicht vor oder werden zum Teil gar nicht erhoben“, so Abraas. „Betrachtet man die FFH-Gebiete Oderbank oder Adlergrund östlich von Rügen, so wissen wir, dass beispielsweise Schleppnetzfischer aus Polen dort unterwegs sind.“ Schleppnetze richten bekanntermaßen massive Schäden am Meeresgrund an, zerstören das dortige Leben und hinterlassen nichts als eine Wüstenlandschaft. Meldungen über Totfunde gibt es aus diesem Gebiet aber nicht, Kontrollen finden nur stichprobenartig statt. „Diese FFH-Gebiete sind nicht mal das Papier wert, auf dem sie geschrieben stehen“, sagte Manuel Abraas. „Wem oder was sollen sie nützen, wenn nicht den dort lebenden Meerestieren? Ohne wirksamen Schutz mit regelmäßigen Kontrollen und einem entsprechenden Fischerei-Monitoring kann das nicht gelingen.“ Auch am Freitag fand die EMANUEL BRONNER wieder einen toten Schweinswal Es wird Zeit, dass die verantwortlichen Politiker und Behörden handeln. Muss erst eine Schweinswalpopulation in der Ostsee ausgerottet sein, bevor sofortige Maßnahmen zum Schutz dieser Tiere ergriffen werden? Oder würde selbst dann nichts passieren und man würde weiterhin seiner täglichen Routine nachgehen? Gerade der zuständige Minister von Schleswig-Holstein, Dr. Robert Habeck, vom Bündnis90/die Grünen ist hier in der Pflicht, denn grüne Politik sollte immer auch dem Tierwohl dienen. „Unsere BALTIC SEA Kampagne ist wichtiger denn je, um auf diese Missstände aufmerksam zu machen. Das sind wir den Schweinswalen schuldig“, so Abraas. Wir fordern ein sofortiges, komplettes Verbot der Stellnetzfischerei in der Ostsee. Zusätzlich muss Deutschland hier mit seinen Nachbarstaaten (Dänemark, Polen) weitere wirksame Schutzmaßnahmen für die bedrohten Schweinswale etablieren. Auch am Freitag fand die EMANUEL BRONNER wieder einen toten Schweinswal *(aus: Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover –Mai 2017: Totfund-Monitoring von Kleinwalen und Kegelrobben in Schleswig-Holstein im Jahr 2016; Bericht an das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein; Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung)
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Zwei berüchtigte Wildererschiffe können ihre Arbeit nach einem spanischen Gerichtsbeschluss wieder fortsetzen (Fr, 22 Sep 2017)
wilderer119. September 2017: Das spanische Bundesgericht hat einem chinesischen Unternehmen eine Zahlung von 700.000 Euro als Entschädigung für eine Ladung illegal gefangenen Schwarzen Seehechts zugesprochen, die im vergangenen Jahr in Vietnam auf einem Schiff beschlagnahmt wurde, das einem spanischen Fischereisyndikat gehört. Zwei weitere Schiffe der gleichen Besitzer bereiten sich gerade darauf vor, in See zu stechen, nachdem sie zwei Jahre im kapverdischen Hafen Mindelo festgesetzt waren. Die Meeresschutzorganisationen Oceana und Sea Shepherd appellieren an die internationale Gemeinschaft, einen ihrer Meinung nach groben Justizirrtum unverzüglich zu beenden. Eine Regierung, die für illegale Fracht bezahlt Letzte Woche entschied das spanische Bundesgericht, dass die vietnamesische Regierung den Wert des konfiszierten illegalen Schwarzen Seehechts, der von der KUNLUN abgeladen wurde, an jene Firma zahlen muss, die diese Ladung kaufte. Sowohl Spanien als auch die Volksrepublik China sind jedoch Vertragspartner der Kommission für die Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis (CCAMLR), die bestimmt, dass ihre Staatsangehörigen nicht wirtschaftlich von einer illegalen, unregulierten und undokumentierten Fischerei (IUU-Fischerei) profitieren dürfen. Oceana und Sea Shepherd fordern die Regierungen Vietnams, Spaniens und Chinas nachdrücklich auf, die folgenden Maßnahmen zu ergreifen und unverzüglich zusammenzuarbeiten, um eine Zahlung zu verhindern, die eindeutig gegen internationale Vereinbarungen verstößt. „Mit der Aufforderung zur Zahlung von 700.000 Euro als Entschädigung für eine Ladung illegal gefangenen Schwarzen Seehechts sendet das spanische Gericht ein falsches Signal an die Fischer und den globalen Fischmarkt. Zweifellos war der beschlagnahmte Fisch illegal, da ihm die für den legalen Handel erforderlichen Unterlagen fehlten. Alle internationalen Verpflichtungen zur Bekämpfung der IUU-Fischerei werden durch die passive Haltung der spanischen und chinesischen Behörden aufs Spiel gesetzt. Stattdessen müssen die Regierungen die illegale Fischerei jetzt stoppen", sagte Lasse Gustavsson, Geschäftsführer von Oceana Europa. Die ATLANTIC WIND, vormals unter dem Namen YONGDING bekannt. Foto by Sea Shepherd Auf der schwarzen Liste befindliche Schiffe diesen Südsommer wieder einsatzbereit Das Urteil des spanischen Gerichts geht einher mit der Vorbereitung zur Wiederaufnahme der Fischereitätigkeiten von zwei anderen Schiffen, die auf der schwarzen Liste stehen und in der Vergangenheit mit dem gleichen Vidal-Syndikat in Verbindung standen. Aufgrund der Lila Ausschreibung von Interpol – eine internationale Warnung vor kriminellen Aktivitäten – wurden die beiden Schiffe, die früher YONGDING und SONGHUA hießen, in der Republik Kap Verde vor Westafrika festgehalten, nachdem Sea Shepherd die kapverdische Gerichtspolizei 2015 auf ihre Operationen aufmerksam gemacht hatte. Allerdings haben Oceana und Sea Shepherd kürzlich herausgefunden, dass diese Schiffe neu gestrichen, umbenannt und umgeflaggt wurden. Die YONGDING wurde in ATLANTIC WIND umbenannt und fährt nun unter der Flagge von Tansania, während die SONGHUA in PESCACISNE 2 umbenannt wurde und nun unter chilenischer Flagge fährt. „Nachdem ich die THUNDER in der längsten Verfolgungsjagd der Geschichte auf See beschattet habe, weiß ich jetzt, wie diese Kriminellen arbeiten", sagte Captain Peter Hammarstedt, Kampagnenleiter von Sea Shepherd Global. „Die Schiffe, die früher als YONGDING und SONGHUA bekannt waren, haben die Besatzung und die Fischereiausrüstung übernommen. Es ist offensichtlich, dass diese beiden Schiffe dafür vorbereitet werden, wieder auf See zu wildern, ermutigt durch die Entscheidung des spanischen Bundesgerichtshofs, kriminelles Verhalten zu belohnen.“ Sowohl Oceana als auch Sea Shepherd appellieren an die Regierung von Kap Verde, die Schiffe am Auslaufen zu hindern und ihnen jegliche Hafenunterstützung zu verweigern, da beide Schiffe sowohl unter der CCAMLR als auch unter der Internationalen Kommission für die Erhaltung der Thunfischbestände im Atlantik (ICCAT) auf der schwarzen Liste stehen. Sie appellieren auch an die Regierungen Tansanias und Chiles, der ATLANTIC WIND und PESCACISNE 2 die Registrierung unter ihren Flaggen rückgängig zu machen. „Es bedurfte mehr als zwei Jahrzehnte harter Arbeit von nicht-staatlichen Umweltorganisationen und bestimmten Regierungen, um die internationale Gemeinschaft im Kampf gegen die IUU-Fischerei zu vereinen", sagt Gustavsson. „Die YONGDING, die SONGHUA und die KUNLUN sind Symbole dieses Kampfes. Wenn die internationale Gemeinschaft sie nicht aufhält, plündern sie die Antarktis immer weiter." Polizei und Militär entern die YONGDING (die sich Luampa nennt) in Kap Verde 2015. Foto Josephine Watmore / Sea Shepherd HINTERGRUNDINFORMATIONEN Im Jahr 2016 starteten das spanische Landwirtschaftsministerium, die Polizeieinheit Guardia Civil und Interpol Razzien auf Grundstücken des spanischen Fischereikonzerns Vidal. Tausende von Dokumenten und Computerdateien wurden beschlagnahmt, sechs Personen verhaftet, und das spanische Landwirtschaftsministerium verhängte mit Erfolg Geldbußen in Höhe von bis zu 17,8 Millionen Euro sowie ein Fischfang-Verbot von 25 Jahren und die Einstellung staatlicher Fischerei-Subventionen für den Vidal-Konzern. Parallel dazu leitete die spanische Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren gegen Reedereien wegen Fälschung von Dokumenten, Geldwäsche, Umweltkriminalität und krimineller Verschwörung ein. Im Laufe der Untersuchung wurde eine illegale Ladung von 164 Tonnen vermutlich illegal gefangenem Schwarzen Seehecht von den Zollvollstreckungsbeamten in Vietnam auf Ersuchen der Guardia Civil durch Interpol beschlagnahmt. Die Ladung stammte von einem international schwarz gelisteten und von Interpol schwarz ausgeschriebenen Schiff namens KUNLUN. Ende 2016 wies der Oberste Gerichtshof Spaniens die Strafsache ab, obwohl ein Richter widersprach, mit der Begründung, dass die Gerichte nicht für die Regelung der illegalen, unregulierten und undokumentierten (IUU-Fischerei) in Hochseebereichen wie der Antarktis zuständig seien. Nach Auffassung des Gerichtshofs könnten daher Straftaten im Zusammenhang mit der IUU-Fischerei auf hoher See einschließlich der dokumentierten Geldwäsche nicht nach spanischem Recht strafrechtlich verfolgt werden.
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Sea Shepherd unterstützt gabunische Behörden bei der Festsetzung eines Fischereifahrzeugs (Di, 19 Sep 2017)
bycatch118. September 2017:  Im Jahr 1990 wurde das Label "Dolphin Safe" nach einem öffentlichen Aufschrei über die Zahl der in Thunfischfangnetzen getöteten Delfine ins Leben gerufen. Mehr als 25 Jahre später sterben weltweit immer noch Nichtzielarten sowie gefährdete Arten als Beifang in Thunfischnetzen. In Gabun, wo der Gelbflossen-Thun in denselben Gewässern gefischt wird, in denen auch Delfine, Schildkröten, Rochen und Haie leben, ist der Beifang eine häufige Erscheinung, die selten vermieden und von den industriellen Thunfischfängern häufig auch nicht gemeldet wird. In diesem Sommer entdeckten die gabunischen Fischereiaufsichtsbeamten während einer Routinebesichtigung und -inspektion, die von der gabunischen Marine und Sea Shepherd unterstützt wurde, die systematische Nichtmeldung von Beifängen an Bord des unter der Flagge El Salvadors fahrenden Fischereifahrzeugs MONTECELO. Die Nichtanmeldung der Beifänge ist ein Verstoß gegen das Gesetz von Gabun, da die Überwachung der Beifänge ein kritischer Bestandteil bei der Messung der gesamten Umweltauswirkungen durch die Fischerei ist. Gefährdeter Hammerhai gefangen in einem Thunfischnetz. Foto von Tara Lambourne/Sea Shepherd Beamte der gabunischen Fischereibehörde entdeckten eine Meeresschildkröte, einen großen Hammerhai, einen Blauhai und sieben Seidenhaie, die zusammen mit dem eigentlichen Ziel, dem Thunfisch, auf das Ringwadenschiff eingeholt wurden. Alle Haie schienen tot gewesen zu sein, als sie über Bord geworfen wurden. Auch der Hammerhai und die Seidenhaie. Am 9. August blieb das Sea Shepherd-Schiff, die BOB BARKER, bei der MONTECELO und dokumentierte sechs Haie, die als Beifang entsorgt wurden. Die MONTECELO und Sea Shepherds BOB BARKER in gabunischen Gewässern. Foto von Tara Lambourne/Sea Shepherd Als die MONTECELO zwei Tage später zum zweiten Mal geprüft wurde, zeigten die Aufzeichnungen, dass zwei gefährdete Hammerhaie von diesem Tag, sowie die sechs Haie vom Vortag nicht wie vorgeschrieben dokumentiert wurden. Infolgedessen wurde ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die MONTECELO eingeleitet, das drei mögliche Folgen haben könnte: eine Geldbuße, eine Aufhebung der derzeitigen Fanglizenz und/oder die Nichtverlängerung der Fanglizenz für das nächste Jahr. Bei der Befragung behauptete der Kapitän der MONTECELO, dass die Beifänge nicht gemeldet worden seien, weil er "zu beschäftigt" gewesen sei, "nicht wusste, dass es notwendig sei" und, dass er abgesehen davon "nicht in der Lage war, die Art zu identifizieren". Die Entdeckung, die Sea Shepherd an Bord der MONTECELO machte, ist Teil eines großen Problems, das durch OPERATION ALBACORE aufgedeckt wurde: Beifänge in gabunischen Gewässern werden von Thunfischfängern gar nicht oder nicht vollständig gemeldet, wodurch sich die Menge des Beifangs um das drei oder vierfache reduziert. Die BOB BARKER führt seit Mai Patrouillen in der Region als Teil der laufenden OPERATION ALBACORE durch, einer Kampagne zur Bekämpfung der illegalen, unregulierten und undokumentierten Fischerei (IUU-Fischerei) unter der Leitung der Regierung von Gabun. Durch Überwachung und Dokumentation unterstützt Sea Shepherd die gabunischen Behörden bei ihren Bemühungen, die Anzahl der ungewollten Tötungen und schweren Verletzungen von Tieren als Folge des Beifangs zu vermindern. Thunfischfangnetz, das auf das Deck der MONTECELO gezogen wird. Foto Tara Lambourne/Sea Shepherd.Die MONTECELO holt ihre Fischernetze ein. Foto Tara Lambourne/Sea Shepherd
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Antrag von Sea Shepherd auf ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Dänemark zurückgewiesen (Do, 14 Sep 2017)
eilmeldung1Dienstag, 12. September 2017: -  *Eilmeldung* Die Europäische Kommission ignoriert das Europäische Parlament und mehr als 250.000 Bürger, sodass Grindwale weiterhin abgeschlachtet werden können Die Europäische Kommission hat den Antrag von Sea Shepherd auf ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Dänemark zurückgewiesen, ohne anscheinend die rechtlichen Argumente von Sea Shepherd zu berücksichtigen, sodass das Abschlachten ungehindert fortgesetzt werden kann. Aber wir geben nicht kampflos auf. Am 8. Mai 2017 reichte Sea Shepherd Niederlande mit der formellen Unterstützung von 27 Mitgliedern des Europäischen Parlaments und über 250.000 Bürgern offiziell eine Klage bei der Europäischen Kommission ein, ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Dänemark für die Unterstützung der Abschlachtung von Grind- und anderen Walen auf den Färöern einzuleiten. Sea Shepherd machte diesen wichtigen Schritt in der Hoffnung, die direkte Unterstützung Dänemarks bei dem brutalen Grindadráp, auch Grind genannt, zu beenden, bei dem Hunderte von Grindwale mit Schnellbooten auf die Strände der Färöer getrieben und dann im Namen der "Tradition" gnadenlos abgeschlachtet werden. Sea Shepherd legte bei der Verletzungsklage Beweise vor, dass dänische Beamte der Polizei, der Marine und des Zolls das Grind unterstützen und sogar aktiv daran teilnehmen, was den Tod von Walen im Widerspruch zur EU-Habitat-Richtlinie zur Erhaltung der Natürlichen Lebensräume und der wilden Flora und Fauna (FFH). zur Folge hat. eilmeldung2 Wir erhielten nun, am 6. September 2017, die Antwort der Europäischen Kommission: Es wird kein Vertragsverletzungsverfahren gegen Dänemark eingeleitet – das Abschlachten kann ungehindert fortgesetzt werden. Die Kommission hat anscheinend diesen außerordentlichen Schritt unternommen, ohne die rechtlichen Argumente von Sea Shepherd oder die umfassenden Beweismittel zu berücksichtigen. Sea Shepherd erhielt Antwort in Form eines einseitigen Briefes, der die langjährige Position der Kommission nachplapperte, dass sich "die Färöer außerhalb der Europäischen Union" befinden, und daher "nicht der internationalen Verträge, die den Walfang verbieten, unterliegen". Allerdings waren dies nicht die Argumente von Sea Shepherd. Vielmehr brachte Sea Shepherd unumstößliche wissenschaftliche Beweise vor, die belegten, dass dieselben Grindwale, die durch Gewässer der Europäischen Union ziehen, Opfer des von Dänemark unterstützten Grindadráps sind. Dennoch ignorierte die Kommission (ohne Erklärung) diese Beweise und stellte fest, dass es keinen Zusammenhang zwischen der Abschlachtung und der Europäischen Union gibt und damit die Anwendung der Habitat-Richtlinie ungültig macht. Für Sea Shepherd ist dieser Kampf noch nicht vorbei. Wir werden einen weiteren Versuch starten, die Kommission zu überzeugen, zur Vernunft zu kommen. Wenn die Kommission unsere gut gestützte Position wieder nicht richtig berücksichtigt, wird der nächste Schritt sein, eine Beschwerde über Missstände in der Verwaltungstätigkeit der Kommission beim Europäischen Bürgerbeauftragten einzureichen.
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Sea Shepherd und Polizei Osttimors ertappen bei Razzia Fischereiflotte auf frischer Tat (Do, 14 Sep 2017)
Die Besatzung von Sea Shepherd dokumentiert Unmengen von toten Haien im Laderaum. Foto: Jake Parker / Sea Shepherd12. September 2017:  Eine gemeinsame Operation in der Morgendämmerung des 9. September, die von Sea Shepherds Schiff OCEAN WARRIOR und der Nationalpolizei von Osttimor (PNTL) durchgeführt wurde, endete mit der Festsetzung der Fischereiflotte Hong Long / Pingtan Marine Enterprises, die vor der Küste von Com in Osttimor vor Anker liegt. Auf Wunsch der PNTL beförderten Sea Shepherds Patrouillenschiff OCEAN WARRIOR und ihr Schlauchboot bewaffnete Polizisten, um die Schiffe zu entern, sowie Drohnen, um die Operation zu dokumentieren. Als die Schiffe von der PNTL gesichert waren, assistierten die Sea Shepherd-Besatzungsmitglieder bei der Dokumentation des Fangs an Bord, wodurch der Verdacht bestätigt wurde, dass es die Flotte nicht auf ein breites Artenspektrum, sondern auf Haie abgesehen hatte. Die Besatzung von Sea Shepherd dokumentiert Unmengen von toten Haien im Laderaum. Foto: Jake Parker / Sea Shepherd Nachdem sie die Flotte von 15 Schiffen seit zwei Wochen suchte, fand die Crew der OCEAN WARRIOR sie 150 km südlich von Osttimor, während sie mit verankerten Kiemennetzen nach Bodenfischen wie Haien fischten. Sea Shepherd dokumentierte, wie die Schiffe ihre Netze einholten und der Fang schien zu 95% aus Haien sowie vielen kaputten Korallen zu bestehen. Verbindungen zu dem Schiff, das letzten Monat auf den Galapagos-Inseln festgesetzt wurde Polizei von Timor Leste (PNTL), Maritimes Kommando, Australische Bundespolizei und Mannschaft von Sea Shepherd. Foto: Jake Parker / Sea Shepherd Die gleiche Flotte wurde in Osttimor im Februar dokumentiert, weil sie enorme Mengen von Haien auf das Mutterschiff FU YUAN YU LENG 999 entlud. Obwohl es einen öffentlichen Aufschrei gab, wurden wenige bis gar keine Maßnahmen ergriffen. Die FU YUAN YU LENG 999 hat im vergangenen Monat internationale Schlagzeilen gemacht, als sie im Galapagos-Nationalpark mit 300 Tonnen Haien festgesetzt wurde, die sie von vier Langleinenschiffen von Hong Long Fisheries und Pingtan Marine Enterprises erhalten hatte. Die Besatzung der FU YUAN YU LENG 999 sitzt jetzt in einem ecuadorianischen Gefängnis. Das Schiff wurde beschlagnahmt und soll verkauft werden. Die Firma Hong Long Fisheries, der die FU YUAN YU LENG 999 gehört, besitzt auch die 15 Schiffe, die in Osttimor tätig sind, obwohl Pingtan Marine Enterprises, welches in der us-amerikanischen NASDAQ-Börse gelistet ist, seinen Aktionären verkündet hat, dass auch sie die 15 Schiffe und Lizenzen besitzen, um in Osttimor zu operieren. Die Fischereibetriebe haben eine komplexe, verwobene Beziehung. Beide haben ihren Sitz in Fuzhou, China und gehören zu den Zhou Familien. Pingtan wurde 2014 von der Fischereiministerin Susi Prudjiastuti aus Indonesien des Landes verwiesen und durfte bisher nicht zurückzukehren. Die OCEAN WARRIOR mit der FU YUAN YU-Flotte vor der Küste von Osttimor. Foto: Jake Parker / Sea Shepherd Sea Shepherds Osttimor Kampagne Aufgrund öffentlicher Aufforderungen von Menschen aus Osttimor, die behaupten, dass sie von Land aus keine Möglichkeiten haben zu wissen, was die Flotte im Schilde führt, beschloss Sea Shepherd, die OCEAN WARRIOR auf eine Aufklärungsmission zu schicken, um Beweise zu sammeln und zu dokumentieren. Diese Beweise wurden an die Behörden und die Menschen von Osttimor übergeben, in der Hoffnung, dass sie in der Lage sein werden, zukünftige Lizenzen, die ernsthaft missbraucht werden, zu entziehen. Während der Inspektionen vom 9. September entstand ein ganzer Katalog von Bildern und Dokumentationen, der der PNTL und anderen Behörden zur Verfügung gestellt wurde. Kampagnenleiter und Sea Shepherd Globals Leiter für Asien, Gary Stokes, traf sich auch heute mit Osttimors ehemaligem Premierminister/Präsidenten und Gewinner des Friedensnobelpreises, Dr. José Ramos-Horta: „Skrupellose, ausländische, kommerzielle Fischereiaktivitäten müssen in Timor-Leste gestoppt werden“, sagte Dr. Ramos-Hortal. „Wir müssen unsere natürlichen Ressourcen schützen, es ist skandalös.“ sharkaust6 Zur Zeit der Veröffentlichung dieser Pressemitteilung überwacht die OCEAN WARRIOR die Flotte, die derzeit in der Nähe von Vemasse an der Nordküste vor Anker liegt, und auf Treibstoff wartet. Sea Shepherd befürchtet, dass die Flotte wieder flüchten kann, weil Deals von korrupten Beamten auf hohem Niveau gemacht werden, die zur Freilassung der Flotte führen könnten. „Es ist traurig, dass die gute Arbeit von PNTL und Sea Shepherd umsonst sein wird und sich diese Ozean-Terroristen wieder der Gerechtigkeit entziehen", sagte Gary Stokes. Treibnetz-Verstöße und Wildererschiffe Sea Shepherd fand auch eine zweite Flotte von drei Schiffen, die Hong Dong Pelagic Fisheries gehört und illegal in der gleichen Gegend fischt. Obwohl sie eine von Osttimor gewährte Lizenz besaßen, erwischte man sie beim Einsatz von mehr als 2 x10 km an Treibnetzen von jedem Schiff, was deutlich größer war, als die maximal erlaubten 2,5 km, so wie es durch internationales Gesetz vorgeschrieben ist. Sea Shepherd wird einen vollständigen Bericht über die Erkenntnisse an den Flaggenstaat dieser Schiffe, sowie Interpol, CITES, IOTC (Thunfisch-Kommission des Indischen Ozeans) und andere zuständige Behörden einreichen. Im vergangenen Jahr stieß Sea Shepherd auf sechs illegale Treibnetze im Indischen Ozean und forderte die Unterstützung Chinas, diese privat geführten Wilderei-Unternehmen vor Gericht zu bringen. China, das die IUU-Fischerei sehr ernst nimmt, leitete sofort eine Untersuchung ein und beorderte die Schiffe für eine Inspektion zurück. „Sie fanden heraus, dass drei der sechs Schiffe illegal fischten, ermittelten gegen das Unternehmen und entzogen die Kapitänslizenzen“, sagt Gary Stokes. „Wir hoffen, dass China bei diesen illegalen Schiffen die gleichen strengen Maßnahmen ergreifen wird.“ Gary Stokes und ein Offizier der PNTL im Kühlraum des Schiffes mit einem Leopardenhai. Foto: Jackson Oliver / Sea Shepherd
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AT_Greenpeace Österreich

Den Verschmutzern auf der Spur (Fr, 22 Sep 2017)
Rund acht Millionen Tonnen Plastikmüll landen jährlich in unseren Weltmeeren. Während die Verantwortung oft allein den Verbrauchern zugeschoben wird, nimmt Greenpeace nun die Hersteller in den Blick. An den Stränden der philippinischen Hauptstadt Manila haben wir Plastikteile gesammelt und diese anschließend ausgewertet. Nun wissen wir, welche Firmen die größten Verschmutzer unserer Weltmeere mit unnötigem Wegwerfplastik sind! Von Plastikflaschen bis hin zu Verpackungen: Bei der Sammelaktion an Manilas Stränden wurden über 50.000 Pastikteile zusammengetragen und ausgewertet. Die europäischen Großkonzerne Nestlé, Unilever sowie das philippinische Unternehmen PT Torabika führen bei unserem Firmen-Ranking die Liste der größten Verschmutzer an. Einweg als Sackgasse Der Zustand der Strände in den Philippinen ist leider keine Ausnahme: Plastikmüll findet sich in der Arktis, der Antarktis und an Stränden unbewohnter Inseln. Unsere Meere und Strände ersticken im Müll. Es ist Zeit, dass die Unternehmen Verantwortung übernehmen. Denn internationale Konzerne sind ein Schlüssel im Kampf gegen all das Plastik im Meer. Sie verkaufen Produkte in immer aufwändigeren und kleinteiligeren Plastikverpackungen – von Kapseln für Kaffee und Milch über einzeln verpackte Bonbons bis hin zu Kleinstverpackungen für Shampoo und Flüssigseife. Das Wegwerf-Wirtschaftsmodell mit seinen Einwegverpackungen bürdet der Gesellschaft hohe soziale und ökonomische Kosten auf, während die Unternehmen Gewinne einstreichen. Plastik – ein Traum wird zum Albtraum Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie vermitteln uns ständig, wie praktisch und billig Wegwerfverpackungen sind: Plastik ist zäh und leicht. Und genau das ist ein großes Problem für die Umwelt! Denn Kunststoff verharrt über Jahrzehnte bis Jahrhunderte in den Gewässern und an den Stränden. Es ist natürlich wichtig, verschmutzte Flüsse, Seen und Strände sauber zu machen und zu halten. Aber tatsächlicher Wandel kann nur entstehen, wenn der Eintrag von Müll gestoppt wird. Und das heißt für den Plastikmüll – und nicht nur auf den Philippinen –, dass wir dringend weg müssen vom Einwegplastik. Beispielsweise indem wir wie auch die Firmen stärker auf Mehrweglösungen setzen. Geben auch Sie Plastik keine Chance und helfen Sie unnötiges Wegwerf-Plastik zu stoppen.
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Nehmen Sie sich autofrei! (Fr, 15 Sep 2017)
Können Sie sich ein Leben ohne eigenen PKW vorstellen? Im städtischen Umfeld ist eine saubere und umweltfreundliche Mobilität für viele Menschen bereits selbstverständlich. Das hält nicht nur fit und fühlt sich gut an, es macht auch richtig Sinn. Copyright Paul Langrock Agentur Zenit. Rushhour im Berufsverkehr auf Berliner Hofjaegerallee. Allee, Strasse, Autoabgas, Autoabgase, Emission, Emmmissionen, Schadstoff, Schadstoffausstoss, Verschmutzung, Schmutz, Umweltverschmutzung, abstrakt, Abstraktion, Licht, Lichter, Grossstadt, Fahren, KFZ, Kraftfahrzeug, Auto, Autos, Berufsverkehr, Fahrzeug, Fahrzeuge, Infrastruktur, Verkehrsinfrastruktur, mobil, immobil, Mobilitaet, Immobilitaet, Stau, Stop and Go, Transport, transportieren, Strasse, Strassenszene, Verkehr, Geschwindigkeit, Geschwindigkeitsbegrenzung, Tempolimit, Tempo, dynamisch, Dynamik, mobility, mobile, immobility, immobile, bumper to bumper traffic jam, car, rush hour time, speed, high, low, city, alley, street, light, citylights, air pollution, polluted, contaminated, contamination. Berlin Tiergarten. 21. Oktober 2015 Diese 5 Fakten zeigen, wie unnötig ein eigener PKW im Stadtverkehr ist: 40 Prozent aller Wege, die mit dem PKW zurückgelegt werden, sind kürzer als fünf Kilometer – sieben Prozent gar kürzer als ein Kilometer! Ein klarer Fall für’s Fahrrad. Ein privates Auto steht im Schnitt 23 Stunden am Tag einfach so herum. Mit einem einzigen Carsharing-Auto können fünf bis acht private PKWs ersetzt werden. Zudem nützen 43 Prozent jener Menschen, die auf Carsharing gewechselt haben, häufiger das Rad und öffentlichen Verkehr. Das Auto wird im Schnitt nur noch halb so oft wie vor dem Umstieg verwendet. Bei 80 Prozent aller Fahrten zum Supermarkt lässt sich der Einkauf problemlos mit dem Fahrrad transportieren. Bei 14 Prozent der Einkäufe würde man ein Lastenfahrrad benötigen und lediglich für sechs Prozent aller Einkäufe wäre wirklich ein Auto notwendig. Auto-Pendler benötigen deutlich mehr Zeit für ihren Arbeitsweg, als Menschen, die Bahn fahren. Beispielsweise ist Wien von St. Pölten mit dem Auto in 63 Minuten erreichbar, mit der Bahn in weniger als der Hälfte der Zeit (28 Minuten). Auch die Kosten für das Pendeln mit dem Auto sind deutlich höher. Wir empfehlen daher, kurze Strecken in der Stadt zu Fuß und mit dem Rad zurückzulegen oder die Öffis zu nutzen. Auch Carsharing ist eine sinnvolle Alternative zum eigenen PKW: Es spart Kosten und Sie leisten ganz nebenbei einen Beitrag zum Umweltschutz. Wenn Sie mehr zu Mobilität erfahren wollen, haben Sie jetzt die Chance dazu: Beim Streetlife Festival 2017 informiert das Freiwilligenteam von Greenpeace am 16. und 17. September in Wien über umweltfreundliche Mobilitätsformen. Mehr dazu gibt es hier.
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Mindesthaltbarkeitsdatum: Rettet das Joghurt! (Mi, 13 Sep 2017)
Vielen ist es bekannt: Man stöbert im Kühlschrank und im hinteren Eck entdeckt man das ungeöffnete Joghurt von vor vier Wochen. Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist schon seit geraumer Zeit überschritten. Reflexartig landet das Joghurt im Müll, obwohl es noch genießbar wäre. In Österreich teilen jährlich 25 Millionen Becher Joghurt dieses Schicksal. Oft wird das MHD mit einem Wegwerfdatum verwechselt. Daher hat Greenpeace unter dem Motto „Rettet das Joghurt“ unterschiedliche Joghurtsorten auf der Mariahilfer Straße in Wien verkosten lassen. Die knifflige Frage war, ob die PassantInnen erkennen könne, welches Joghurt frisch aus dem Supermarktregal stammt und welches bereits seit mehreren Wochen das MHD überschritten hat. Die Überraschung: Mehr als die Hälfte der Befragten konnte nicht feststellen, bei welchem Joghurt das MHD überschritten war. Zudem gaben fast allen an, dass sie im Normalfall auch dieses Joghurt essen würden, weil im Geschmack und bei der Konsistenz nur leichte Unterschiede festgestellt werden konnten. Die Verkostung beweist einmal mehr, dass das MHD kein Wegwerfdatum ist. Greenpeace-Langzeittest beweist: Joghurt nach mehreren Monaten noch genießbar Sechs Monate nach Überschreiten des MHD war das getestete Naturjoghurt weiterhin mikrobiologisch unbedenklich und somit verzehrbar. Trotzdem werden Millionen Becher Joghurt ungeöffnet weggeworfen. Um die Lebensmittelverschwendung zu verringern fordert Greenpeace realitätsnahe Mindesthaltbarkeitsdaten. Vertrau auf deine Sinne und nicht auf das MHD! „Das MHD ist kein Verfallsdatum, sondern lediglich eine Herstellergarantie. Ob ein Produkt verdorben ist oder nicht, lässt sich besser mit den eigenen Sinnen als durch ein Datum auf der Verpackung erfassen“, empfiehlt Konsumentensprecherin Nunu Kaller. Bevor man sich also beim „abgelaufenen“ Joghurt für den Wurf in den Mistkübel entscheidet, sollte man mit seinen Sinnen die Lage überprüfen. Schauen, riechen und schmecken helfen bei der Entscheidung. Mit dieser einfachen Vorgehensweise können bis zu 25 Millionen Becher Joghurt vor der Tonne gerettet werden.
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Event-Tipp: How To Live Together (Di, 12 Sep 2017)
Was haben Anti-Brexit-Poster, ein Blumenstrauß, Portraits von Angela Merkel und spielende Kinder in Angola gemeinsam? Allesamt sind Exponate der aktuellen Ausstellung „How To Live Together“ in der Kunsthalle Wien, die sich mit den verschiedensten Aspekten unseres Zusammenlebens beschäftigt. Die Arbeiten von über dreißig internationalen KünstlerInnen widmen sich den brennenden Fragen unserer Gegenwart, die das gesellschaftliche Zusammenleben im Hinblick auf lokale wie globale Dimensionen aktuell bestimmen: Ökologische Ressourcenknappheit und Klimawandel, Migration, Armut, die neuen politischen Dynamiken, Herausforderungen der Technisierung, Umbrüche in den Arbeitswelten, veränderte Formen von Familienstrukturen und sozialen Gefügen. Viele dieser Themen sind auch für die Arbeit von Greenpeace von höchster Bedeutung. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Meine Sicht“ führt Greenpeace-Experte Adam Pawloff gemeinsam mit Kunstvermittler Wolfgang Brunner durch die Ausstellung, um die Querverbindungen zur Umwelt, in der wir als Gesellschaft leben, und den Kampagnen von Greenpeace zu beleuchten. Mittwoch, 13. September 2017, 18 Uhr Kunsthalle Wien Museumsquartier (Museumsplatz 1, 1070 Wien) Mit dem Codewort „Greenpeace“ erhalten Sie freien Eintritt in die Ausstellung.   Nähere Informationen zur Ausstellung unter http://www.kunsthallewien.at/#/de/ausstellungen/how-live-together
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Neuer Greenpeace-Einsatz: Für Frieden und Demokratie im Internet (Mo, 04 Sep 2017)
Wie praktisch das Internet doch ist: Wir treffen unsere Freundinnen und Freunde regelmäßig auf Facebook. Die Informationen, auf denen unser Weltverständnis fußt, besorgen wir uns auf Google. In den unterschiedlichsten Lebensbereichen ist unsere reale Welt inzwischen stark von der virtuellen durchdrungen. Doch dieser virtuelle Raum birgt auch reale Gefahren für ein demokratisches und friedliches Miteinander. Mit der Bewegung “Netpeace” setzt sich Greenpeace ab sofort auch für den Schutz unserer digitalen Umwelt ein. Im Moment bestimmen vor allem einige wenige Internet-Konzerne über unsere digitale Welt und über die Regeln, die darin herrschen. Hass im Netz, Fake News, digitale Überwachung: All das sind Gefahren für unsere Demokratie und für den Frieden – und damit auch für die Umwelt. Greenpeace nimmt neue Herausforderung an Greenpeace ist in den 1970ern mit dem Kampf gegen Atomwaffen erfolgreich als Friedensbewegung gestartet. Greenpeace-Kampagnen, wie etwa zum Schutz des Meeres oder der Arktis, stehen nach wie vor ganz klar im Zentrum unserer Umweltschutz-Arbeit. Unsere digitalen Zeiten erfordern jedoch, dass wir uns darüber hinaus auch für den Frieden in unserem virtuellen Lebensraum – dem Internet – einsetzen. Denn langfristig können wir die Umwelt nur schützen, wenn gewährleistet ist, dass demokratische Prinzipien auch in Zukunft unseren öffentlichen Austausch bestimmen. Die rasende Verbreitung von Lügen im Netz, wie etwa die Leugnung des Klimawandels, erschwert schon jetzt die Arbeit von Umweltorganisationen auf der ganzen Welt. Auch Qualitätsjournalismus leidet massiv unter den derzeitigen Entwicklungen im Netz. Die Politik reagiert bisher kaum auf diese Entwicklungen. Es ist daher an der Zeit, dass wir Menschen gemeinsam unsere digitale Welt neu gestalten. Netpeace - für Frieden und Demokratie im Internet Mit Netpeace initiiert Greenpeace von Österreich ausgehend eine neue Bewegung für Frieden und Demokratie im Internet. Was wir damit erreichen wollen? Kontrolle über die eigenen Daten statt Totalüberwachung, eine friedliche Kultur in sozialen Netzwerken statt Hasskommentare und Fake News und ein demokratisches Internet statt Monopolmacht durch US-Unternehmen. Noch haben wir die Chance, selbst die Zügel in die Hand zu nehmen und das Internet als einen Raum zu gestalten, der zu Frieden und Demokratie in unserer Gesellschaft beiträgt. Weitere Information zur Bewegung und dazu, wie Sie Teil davon werden können, gibt es hier: www.netpeace.eu
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Greenpeace-Aktivisten stellen sich Maschinen im Bialowieza-Urwald entgegen (Mi, 30 Aug 2017)
Bereits seit Jahren setzt sich Greenpeace zum Schutz des Bialowieza-Urwalds in Polen ein. Unterstützt wird dieser Einsatz nun auch von der UNESCO, der EU-Kommission und dem Europäischen Gerichtshof, der einen sofortigen Abholzugsstopp des Waldes angeordnet hat. Der polnische Umweltminister missachtet jedoch das EU-Recht und rückt weiterhin mit schweren Maschinen gegen den einzigartigen Märchenwald vor. Diese Woche protestieren Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten erneut im Bialowieza-Wald in Polen gegen die illegalen Abholzungen. Im Zuge des Protests haben sich die Umweltschützer aus 12 Ländern – darunter auch aus Österreich – an die Maschinen gekettet, um den Abtransport von Bäume zu verhindern. „Stoppt die Abholzung. Respektiert das EU-Recht“ steht auf einem der Transparente geschrieben. Denn der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat einstweilen entschieden, dass die polnische Regierung die Abholzung und den Abtransport der Bäume sofort stoppen muss. Es ist das erste Mal in der Geschichte der EU, dass ein Mitgliedsland einer Anordnung des EuG ignoriert. Einige Umweltschützer wurden bereits von Forstarbeitern weggebracht, doch der Protest hält weiterhin an. Die Verantwortlichen in Polen argumentieren, die Abholzungen und der Abtransport von toten Bäumen aus dem Wald seien Maßnahmen gegen einen massiven Borkenkäfer-Befall großer Waldgebiete. Der Borkenkäfer ist aber gar keine Gefahr für den Wald, wie zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs bestätigen. Die wahre Bedrohung für den letzten größeren Urwald Europas und dessen Bewohner ist die Abholzung. Der EuGH erlaubt die Abholzung ausschließlich aus Sicherheitsgründen. Dies würde beispielsweise zutreffen, wenn Bäume entlang von Straßen eine Gefahr für Menschen darstellen. In den letzten Wochen haben unsere Aktivistinnen und Aktivisten vor Ort jedoch Abholzungen von Waldbeständen dokumentiert, die nicht in diese Kategorie fallen und somit illegal sind. Zusätzlich werden tagtäglich Bäume aus dem Wald abtransportiert. Auch das verstößt gegen die Entscheidung des EuGH, da tote Bäume extrem wichtig für die Biodiversität des Waldes sind. Helfen Sie uns, die Abholzung dieses einzigartigen Lebensraums zu stoppen und unterzeichnen Sie die Petition zum Schutz des Bialowieza-Waldes.
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„Es ist an der Zeit, unsere Verantwortung wahrzunehmen und zu handeln“ (Do, 24 Aug 2017)
Dalia Kellou, Aktivistin aus Österreich, hat vergangene Woche an dem Greenpeace-Protest gegen Ölbohrungen in der Arktis teilgenommen. Nach mehreren Stunden wurde sie von der norwegischen Küstenwache festgenommen – so wie der Rest der Crew des Greenpeace-Schiffs „Arctic Sunrise“. Darauf folgten drei Tage der Ungewissheit. Nun ist Dalia wieder frei und erzählt uns, wie sie die vergangenen Tage erlebt hat. Viele Menschen fragen sich vermutlich, wie es sich anfühlt an Bord eines Schiffs zu sein, das von der Küstenwache beschlagnahmt wurde und in diesem Augenblick in Richtung Festland geschleppt wird. In diesem Moment überschlagen sich meine Gefühle und Gedanken. Es hat sich gut angefühlt, vor Ort zu sein in dem Bewusstsein, dass Statoil seine Bohrungen für einige Stunden stoppen musste, da wir uns in ihrer Sperrzone befanden. Teilweise war es auch unangenehm und anstrengend. Wir saßen insgesamt fast neun Stunden im Kajak: Das sind neun Stunden draußen in der arktischen Kälte, mit nassen Händen und ohne die Beine bewegen zu können. Auch die massive Ölbohrplattform war furchteinflößend. Das steil aufragende Gerüst passt einfach nicht in diese unendlich weite Wasserlandschaft. Es war ein merkwürdiges Gefühl als wir schließlich in unseren kleinen Kajaks unter die riesige Plattform paddelten und hinaufschauten. In dem Moment wurde ich richtig wütend – auf die Menschen, die sich das Recht herausnehmen, diese Gegend zu gefährden. Die rücksichtslos die letzten Tropfen Öl aus der Erde saugen und sich an fossile Rohstoffe klammern, anstatt einen Wandel hin zu erneuerbaren Energien in Gang zu setzen.  Die Aktion hat mich in meinem Gefühl bestärkt, dass ich genau das Richtige tue. Wir stehen an einem Punkt in der Geschichte, an dem Klimawandel nicht nur in Statistiken klar ersichtlich ist, sondern an dem wir die katastrophalen Auswirkungen in unserem Alltag spüren. Es ist an der Zeit, unsere Verantwortung wahrzunehmen und zu handeln. Trotz der Ungewissheit, was mit uns passieren wird, bin ich sehr zufrieden. Wir haben erreicht, was wir erreichen wollten. Wir haben das schmutzige Geschäft von Statoil unterbrochen und der Welt gezeigt, was derzeit in der Arktis passiert. Und wir haben Statoil Nachrichten aus aller Welt überliefert, die arktischem Öl eine klare Absage erteilen. Die Nachrichten waren für mich ein ganz wichtiger Teil unserer Aktion. Sie waren in gewisser Weise der Grund für mich, dieses Abenteuer anzutreten. Denn es sind nicht nur ein paar Individuen, die gegen die Ölbohrungen auftreten, es sind tausende Menschen. Gemeinsam mit ihnen wollten wir durch unsere Aktion für den nötigen Wandel einstehen und nach Shell auch weitere Ölkonzerne aus der Arktis verscheuchen. Die Nachrichten sind Teil der Zeugenaussagen, die im November genutzt werden um der norwegischen Regierung für ihr unverantwortliches Handeln den Prozess zu machen. Eine Lizenz für Korpfjell, das nördlichste Ölbohrgebiet in der Barentssee, wo auch unser Protest stattfand, hätte nicht erteilt werden dürfen. Das widerspricht der norwegischen Verfassung und gefährdet die Zukunft und Gesundheit nachkommender Generationen.  Dalia Kellou from Austria. Activist. Volunteer for the Austrian office/ Viennese volunteer team. Photographed in Tromsø, Norway. Dalia Kellou, 23 Jahre, Chemie-Studentin und Aktivistin für Greenpeace in Österreich    
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Catch Me If You Can (Mi, 23 Aug 2017)
Der österreichische Dieselgipfel ist vorüber. Von einem „aufgefetteten“ Ergebnis im Vergleich zum in Deutschland ausgetragenen Dieselgipfel spricht Verkehrsminister Jörg Leichtfried. Aus der Sicht von Greenpeace kann davon keine Rede sein. Wieder einmal haben die Interessen der Industrie über jene der Gesellschaft und der Umwelt gesiegt. Schon vor Beginn des Gipfels war absehbar, dass die Ergebnisse – wie auch in Deutschland – zugunsten der Automobilindustrie ausfallen würden. Der sogenannte Dieselgipfel war nicht mehr als ein Lobbying-Termin zwischen Politik und Industrievertretern. Umwelt- und Verbraucherschutz waren vom Dieselgipfel ausgeschlossen. Doch ohne deren Stimme bleiben unsere Gesundheit, das Klima und die Umwelt auf der Strecke. Das zeigt auch das magere Ergebnis des Treffens. Kein Ende für Diesel in Sicht Wie bereits in Deutschland haben sich Politik und Automobilindustrie beim österreichischen Dieselgipfel auf „freiwillige“ Software-Updates bei Diesel geeinigt. Laut den Herstellern sollen dadurch in Zukunft weit weniger gesundheitsschädliche Stickoxide in die Luft geblasen werden. Ein Irrglaube: Die beschlossenen Software-Updates würden laut Untersuchungen der Deutschen Umwelthilfe e.V. maximal fünf Prozent Verbesserung bringen. Doch das scheint kaum zu interessieren, denn ab Frühjahr 2018 ist geplant, hierzulande 600.000 Autos umzurüsten. Ebenfalls vom deutschen Dieselgipfel abgekupfert: Eine Umstiegsprämie für Besitzer älterer Dieselmodelle, um sich schneller ein neues Modell anzuschaffen. Diese „Abwrackprämie“ trägt in Österreich den Zusatz „Öko“. Das heißt, wer auf ein umweltfreundlicheres Modell oder ein E-Auto umsteigt, könnte eine Förderung zwischen 2.000 und 10.000 Euro erhalten. Wie hoch die Prämie tatsächlich ausfallen wird und welche Hersteller sie anbieten werden, ist noch nicht geklärt. Die Frage der Entschädigung vom Abgasskandal betroffener VW-Kunden war nicht Teil des Gipfels. Ein weiterer Gesprächstermin mit der Automobilindustrie ist für September geplant.  Warum Greenpeace das Ergebnis für Augenauswischerei hält? Um das Problem kurzfristig zu lösen, müsste die Industrie, statt Software-Updates durchzuführen, an die Hardware der Autos ran. So könnten die Abgaswerte tatsächlich gesenkt werden. Auch eine Umstiegsprämie ist nicht sinnvoll, da sie zum Kauf eines neuen Autos anregen soll – ein „Verkaufsgag“ der Automobilindustrie. Die Verursacher des Abgasskandals kommen auf diese Weise zu billig davon oder profitieren gar von ihren schmutzigen Betrügereien. Was es dringend braucht, ist eine Mobilitätswende. Nur wenn wir Mobilität künftig anders denken und gestalten, können wir verhindern, dass der massive Verkehr unsere Umwelt und Gesundheit zugrunde richtet. Der erste Schritt in diese Richtung ist, dem Verbrennungsmotor ein klares Ablaufdatum zu setzen. Zudem brauchen wir dringend eine smarte Infrastruktur, mit attraktiven öffentlichen Verkehrsangeboten, gut ausgebaute Radwegen und gemeinschaftlich genutzter E-Mobilität.
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Festnahme nach Protest: Österreicherinnen gegen Arktis-Öl (Fr, 18 Aug 2017)
Zwei junge Frauen aus Österreich haben sich gestern arktischen Ölbohrungen in den Weg gestellt. Gemeinsam mit weiteren AktivistInnen drangen sie in die Sperrzone der nördlichst gelegenen Ölplattform in der Arktis vor. Der friedliche Protest richtete sich sowohl an die norwegische Regierung, die die Ölbohrlizenz vergeben hat, als auch an den Konzern Statoil, der die Ölplattform betreibt. Am Abend wurde die gesamte Crew der Arctic Sunrise festgenommen und das Schiff beschlagnahmt. Dalia und Miriam, zwei junge Frauen aus Österreich, waren unter den Greenpeace-Aktivistinnen der „Arctic Sunrise“, die gestern mit Kajaks in die Sperrzone der Statoil-Bohrinsel eingedrungen sind. Vor der Plattform platzierten sie eine 300 Kilogramm schwere Weltkugel. Diese trägt Nachrichten von rund 1000 Menschen aus aller Welt, die ihre Stimme für die Arktis und für den Schutz unseres Planeten erhoben haben. Die Botschaft von Greenpeace an die norwegische Regierung und an den Ölmulti Statoil ist klar: Stoppt Ölbohrungen in der Arktis! "Arctic Sunrise" rechtswidrig durch Küstenwache beschlagnahmt Nach siebenstündigem Protest hat die norwegische Küstenwache die gesamte Crew der „Arctic Sunrise“ festgenommen und das Schiff beschlagnahmt. Dies ist jedoch rechtswidrig, da sich die Arctic Sunrise in internationalen Gewässern befand. Der friedliche Protest steht nach internationalem Seerecht unter Schutz. Das Schiff wird nun in Richtung Küste abgeschleppt, wo es in den nächsten Tagen erwartet wird. Die gesamte Crew - darunter auch die Aktivistinnen aus Österreich - bleiben bis dahin in Haft. Norwegische Regierung steht vor Gericht Der Protest in der Arktis fand im Zuge eines bevorstehenden Gerichtsprozesses statt. Greenpeace Nordic und die norwegische Organisation Nature & Youth haben eine Klage gegen die Regierung eingereicht. Denn die Vergabe der neuen Ölförderlizenzen widerspricht nicht nur dem Pariser Klimaschutzabkommen, sondern auch der eigenen Verfassung. Diese garantiert nach dem Paragraph 112 eine gesunde und sichere Umwelt für die kommenden Generationen. Ölbohrungen gefährden jedoch die Arktis, die als Kühlschrank des Planeten dafür sorgt, dass der Klimawandel nicht noch schneller angetrieben wird. Klimaschutz statt Ölbohrungen „Es ist aufregend, ein Teil dieser Gruppe motivierter Menschen zu sein, die das Öl-Zeitalter beenden wollen und diese starken Botschaften an Statoil und die norwegische Regierung senden”, erklärte Dalia vor der Aktion. „Anstatt Ölbohrlizenzen zu vergeben und damit den Klimawandel weiter aufzuheizen, muss Norwegens Regierung ihr Versprechen einhalten und sich für den Klimaschutz einsetzen. Für uns, für unseren Planeten und für die Zukunft der nächsten Generationen!” Die zwei Aktivistinnen aus Österreich und die gesamte Crew der Arctic Sunrise sind derzeit wohlauf. Die norwegische Regierung mag zwar das Greenpeace-Schiff rechtswidrig abschleppen lassen, doch sie selbst muss sich vor Gericht für ihr Handeln verantworten. Der Gerichtsprozess zu den neuen Ölförderlizenzen startet am 13. November.
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Fipronil - Was macht das Pestizid denn in den Eiern? (Mo, 14 Aug 2017)
Fipronil ist aktuell in aller Munde. Einem Reinigungsmittel für Geflügelställe wurde das eigentlich verbotene Insektenvernichtungsmittel Fipronil beigemengt. So landete der gesundheitsgefährdende Stoff in den Niederlanden, Deutschland und Belgien in Millionen von Eiern. Belastete Eier aus diesen Ländern wurden inzwischen in mindestens 12 EU-Staaten gefunden, darunter auch in Österreich. Fipronil ist ein Insektizid, das zum Beispiel bei Haustieren zur Bekämpfung von Läusen oder in der Landwirtschaft gegen Kartoffelkäfer verwendet wird. In Österreich ist es in der Landwirtschaft mittlerweile verboten. Noch dieses Jahr verliert es seine Zulassung für die Landwirtschaft in der gesamten EU. Für den Einsatz in Hühnerställen war es aber ohnehin nicht zugelassen. Hühnerstall in Norddeutschland: Das Futter wird automatisch in die Anlage gefüllt; Hamburg, 2014-08-25 © Dörthe Hagenguth Wie genau Fipronil in das betreffende Reinigungsmittel für Hühnerställe gelangt ist, konnte von Behörden und Staatsanwaltschaft noch nicht vollkommen geklärt werden. Alles deutet darauf hin, dass es sich um eine illegale Tat handelt. Ein belgisches Unternehmen dürfte einem Reinigungsmittel bewusst und mit voller Absicht Fipronil beigemischt haben. Fahrlässiges Verhalten der zuständigen Behörden? Besonders schockierend ist bei diesem Lebensmittel-Skandal, dass die Behörden in den Niederlanden und in Belgien wohl schon seit Wochen oder sogar Monaten von den vergifteten Eiern wussten. Durch ein schnelleres Einschreiten hätte verhindert werden können, dass mit Fipronil belastete Eier weiterhin auf den Markt kommen. Wer genau, wann, was wusste ist derzeit noch Gegenstand von Ermittlungen und muss unbedingt lückenlos aufgeklärt werden. Fest steht: Falls die niederländischen und belgischen Behörden tatsächlich Bescheid wussten – und darauf deutet momentan alles hin – dann ist das skandalös und absolut inakzeptabel. Kennzeichnung auch bei verarbeiteten Eiern dringend notwendig Das volle Ausmaß des Skandals ist bisweilen noch nicht bekannt. Noch immer tauchen belastete Chargen Eier auf. Außerdem ist es praktisch unmöglich nachzuvollziehen, in welchen verarbeiteten Produkten, also etwa Kuchen oder Mayonnaise, belastete Eier gelandet sind. Im Gegensatz zu frischen Eiern, wo Herkunft und Haltungsart immer klar ersichtlich sind, gibt es bei verarbeiteten Eiern keine Kennzeichnung. Greenpeace fordert daher schon seit Längerem die Kennzeichnung – so wie wir sie von Frischeiern im Supermarkt kennen – auch auf verarbeitete Eier auszuweiten. Konsumenten und Konsumentinnen dürfen bei verarbeiteten Eiern nicht länger über deren Herkunft und die Haltungsbedingungen der Tiere im Dunkeln gelassen werden. Höchste Zeit für eine bessere Landwirtschaft Skandale wie dieser sind in der industrialisierten Intensivtierhaltung keine Einzelfälle. Ob BSE, Gammelfleisch, Pferdefleisch-Skandal oder jetzt der Fipronil-Skandal. Sie alle sind Symptome eines Systems, das versucht um jeden Preis immer mehr und immer billiger zu produzieren.   Es ist höchste Zeit dem gegenzusteuern: Wenn wir die Tierhaltung wirklich verbessern und in Zukunft weitere Lebensmittel-Skandale vermeiden wollen, dann brauchen wir eine andere Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung. Das heißt mehr Regionalität, bessere Haltungsbedingungen, gesunde Tiere und hohe Qualität statt Masse. Viel Obst und Gemüse statt Billigfleisch und Billigeiern tragen darüber hinaus zu einem gesünderen Leben bei. 
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Synthetik-Mode bedroht die Weltmeere (Do, 10 Aug 2017)
Kaum zu glauben: Von unserem Kleiderschrank soll eine Gefahr für die Weltmeere ausgehen? Ist aber so! Denn ein Großteil unserer Kleidung besteht heute aus Kunstfasern, vor allem aus Polyester. Und diese Textilien verlieren beim Waschen winzige Plastikfasern, die bis ins Meer gelangen können. Wie ein Hintergrundpapier von Greenpeace zeigt, enthalten 60 Prozent der Kleidung weltweit bereits Polyester, Tendenz steigend. Zwischen 2000 bis 2016 stieg der Polyester-Einsatz für Bekleidungszwecke von 8,3 auf 21,3 Millionen Tonnen weltweit. Gleichzeitig hat sich die gesamte Textilproduktion verdoppelt: 2014 waren das unglaubliche 100 Milliarden Kleidungsstücke weltweit. Polyester ist der Treibstoff für das moderne Phänomen der „Fast-Fashion“: Die sehr billig produzierbare Kunstfaser hat den Konsumentinnen und Konsumenten ermöglicht, jedem noch so kurzweiligen Modetrend zu folgen und Kleidung für die Mülltonne zu kaufen. Plastikfasern sind im Ozean allgegenwärtig Der schnelle Konsum von billigen Textilien aus Kunstfasern gefährdet das Leben in unseren Gewässern. Beim Waschen lösen sich winzige Plastikfasern aus der Synthetik-Kleidung. Winzig bedeutet jedoch nicht gleich harmlos: Eine Fleece-Jacke kann bis zu einer Million Fasern pro Waschgang verlieren. Insgesamt 30.000 Tonnen Mikroplastik spülen allein Europas Waschmaschinen jährlich ins Abwasser. Weder ist die Technologie von Waschmaschinen noch die von Kläranlagen weit genug entwickelt, um diese Fasern aufzuhalten. Das herausgewaschene Mikroplastik landet direkt in unseren Flüssen und Meeren. Dort wird Mikroplastik von Meereslebewesen mit Futter verwechselt und bahnt sich den Weg über die Nahrungskette bis auf unsere Speisekarten – in Form von Muscheln und Fisch. Wie sich das Mikroplastik auf Meereslebewesen und den menschlichen Körper auswirkt, ist bislang noch nicht ausreichend erforscht. Kunstfaser adé? Können wir das Problem durch einen Boykott von Kunstfasern lösen? Leider nein! Kunstfasern durch natürliche Fasern wie etwa Baumwolle zu ersetzen, würde das Problem nur verlagern. Baumwolle ist extrem durstig und stellt in vielen Anbaugebieten ein Problem für die regionale Wasserversorgung dar. Außerdem wird beim herkömmlichen Anbau eine Unmenge an Pestiziden eingesetzt. Auch andere Textilien wie Viskose stellen angesichts des Massenkonsums von Kleidung keine nachhaltige Lösung dar. Stattdessen empfehlen wir, weniger, hochwertige und umweltverträgliche Kleidung zu kaufen, wie etwa aus Biobaumwolle. Zudem wirkt es entspannend, nicht jedem Trend nachzujagen. Ja, es kann sogar richtig Spaß machen, für ein neues Modeverständnis einzutreten; mit Kleidertauschpartys und selbst „gepimpten“ Kreationen.
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10 Fakten zu unserem Plastik-Planeten Erde (Mo, 31 Jul 2017)
Ein neuer Tag beginnt … mit einer gehörigen Portion Plastik: Mobiltelefon, T-Shirt, Zahnbürste, Müsliverpackung – alles ist aus Kunststoff. Und das ist erst der Anfang. Wir können heute nirgendwo mehr hingehen, ohne auf Dinge aus Plastik oder auf Plastikabfall zu stoßen. Ein Zustand, an den wir uns bereits gewöhnt haben. Jedoch ist Plastik inzwischen vom Wundermaterial zu einem ökologischen Langzeitproblem geworden. Eine kürzlich erschienene Studie von US-WissenschaftlerInnen befasst sich eingehend mit diesem Problem. Sie untersucht, wie viel Plastik in den letzten 60 Jahren tatsächlich produziert wurde und was nach dem Gebrauch damit geschah. Damit will sie das Plastikproblem stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung und der Politik rücken. 10 alarmierende Ergebnisse: Seit 1950 wurden unglaubliche 8,3 Milliarden Tonnen Plastik erzeugt. Das entspricht dem Gewicht von 822.000 Eiffeltürmen aus blankem Stahl. Nur 30 Prozent des bisher erzeugten Plastiks sind heute noch in Verwendung, der Rest bereits Teil eines massiven Umweltproblems. 79 Prozent des weltweiten Plastikabfalls landen auf Mülldeponien oder direkt in der Natur, wie etwa in unseren Weltmeeren. 12 Prozent werden verbrannt und nur 9 Prozent recycelt – meist ein einziges Mal. Das Plastik, das in unsere Ozeane gelangt, stellt eine erhebliche Gefahr für deren Bewohner dar. Manche Meereslebewesen bleiben in Plastikteilen hängen und ersticken an ihnen. Jedes Jahr verenden allein über eine Million Seevögel und 100.000 Meeressäuger qualvoll durch den Plastikmüll, der in unseren Meeren treibt. Inzwischen ist der Anteil an Plastik in den Meeren so hoch, dass jede dritte Schildkröte bereits Plastik in ihrem Magen hat. Indem Plastik jede Stufe der maritimen Nahrungskette durchdringt, von Zooplankton über kleine Fische bis hin zu Walen, gelangt es über Meeresfrüchte und Fischgerichte auch auf unsere Teller. Das Plastikproblem nimmt immer größere Dimensionen an. Etwa die Hälfte des seit den 1950er-Jahren erzeugten Plastiks ist höchstens 13 Jahre alt. Sollte dieser Trend fortgesetzt werden, so könnten sich 2050 bereits 12 Milliarden Tonnen Plastik auf Deponien und in der Umwelt befinden. Das entspricht dem Gewicht von 66 Millionen Blauwalen – jener faszinierenden Geschöpfe, die anstatt der Plastik-Ungetüme unsere Ozeane bevölkern sollten. Einen großen Teil des Problems macht Wegwerf-Plastik aus, denn 42 Prozent des bisher erzeugten Plastiks werden nur ein einziges Mal verwendet, bevor sie im Müll landen. Viele Becher, Flaschen und Sackerl sind gerade einmal fünf Minuten im Einsatz, bevor sie für hunderte Jahre unseren Planeten verunstalten. GP0STQWZL_Web_size.jpg Was können wir tun, um nicht im Plastik unterzugehen? Die Ergebnisse zeichnen ein klares Bild davon, wie unsere Erde immer mehr zum Plastik-Planeten wird. Dagegen müssen wir etwas unternehmen! Erster Schritt: Schluss mit Wegwerf-Plastik! Wir fordern daher große Unternehmen wie Coca Cola, die jährlich rund 100 Milliarden Plastikflaschen verkaufen, zur Umstellung von Einweg auf Mehrweg auf. Denn Mehrwegsysteme haben die Sammel- und Recycling-Raten von Plastikflaschen angekurbelt, in einigen europäischen Ländern auf über 80 Prozent. GP0STPX3F_Web_size.jpg Zudem müssen Regierungen verhindern, dass Plastik weiterhin in unsere Ozeane und unsere Umwelt gelangt. Daher ist das Greenpeace-Schiff “Rainbow Warrior III” derzeit im Mittelmeer unterwegs, um auf Wegwerf-Plastik wie Plastiksackerl, Einweggeschirr oder Plastikverpackungen aufmerksam zu machen. Jedoch auch winzig kleine Plastikteilchen bedrohen die Meere. Sogenanntes “Mikroplastik” gelangt meist über Kosmetikprodukte in die Umwelt. Daher fordert Greenpeace vom deutschen Konzern Nivea, nur mehr “plastikfreie” Körperpflege anzubieten. Großbritanniens Regierung geht bereits einen Schritt weiter: Nicht zuletzt dank des unermüdlichen Einsatzes von Greenpeace hat sie sich für ein Verbot von Mikroplastik in Kosmetikprodukten ausgesprochen. Geben auch Sie Plastik keine Chance und helfen Sie unnötiges Wegwerf-Plastik zu stoppen.  
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Erfolg für die kanadische Arktis: Inuit-Gemeinde gewinnt Klage (Fr, 28 Jul 2017)
Die Suche nach Öl lässt Unternehmen immer tiefer in die Arktis eindringen. Eine Inuit- Gemeinde in Kanada hat sich dagegen gewehrt und ging bis zum kanadischen Höchstgericht. Mit Erfolg: Die geplanten seismischen Untersuchungen an der Nordostküste der Baffin Insel dürfen nicht durchgeführt werden. Der Kampf der Inuit-Gemeinde für den Arktis-Schutz hat sich ausgezahlt. Die Clyde River-Gemeinde in der kanadischen Arktis lebt seit über 2.000 Jahren im Einklang mit der Natur. Das Meer ist ihre Lebensgrundlage und bietet den Menschen nachhaltige, lokale und gesunde Nahrung. Doch bereits in den 1970er und 1980er Jahren erlebten die Menschen von Clyde River die Folgen der seismischen Untersuchungen in der Arktis. Damals starben viele Fische und Robben. Als in den 2000er Jahren neue seismische Untersuchungen geplant wurden, wehrte sich die Clyde River-Gemeinde und protestierte gegen diese gefährlichen Pläne. Seit drei Jahren steht Greenpeace Seite an Seite mit Clyde River und setzt sich zusammen mit der Inuit-Gemeinde für den Schutz ihrer Lebensgrundlage und gegen die geplanten seismischen Untersuchungen in der Arktis ein. Hochdruckkanonen in der Arktis Der Plan der Ölbohr-Konzerne: Seismische Untersuchungen sollten den Meeresboden bei Clyde River nach Ölreserven abtasten. Dabei würden Hochdruckkanonen zum Einsatz kommen, die alle zehn Sekunden Schallwellen ins Meer schießen. Die Schallwellen sind vergleichbar mit der achtfachen Lautstärke eines abhebenden Düsenjets. Diese Geräuschverschmutzung wäre eine Katastrophe für alle Meereslebewesen gewesen. Bei Walen, Delfinen und anderen Meeressäugern hätten diese Hochdruckkanonen zum Gehörverlust und folglich zum Tod führen können, da sie auf dieses Sinnesorgan angewiesen sind. Qualvolle fünf Jahre lang hätten diese seismischen Untersuchungen in der kanadischen Arktis durchgeführt werden sollen. Doch die Gemeinde von Clyde River hat dem Vorhaben Einhalt geboten.   Clyde River zieht vor Gericht In den letzten Jahren machte Greenpeace den Kampf der Inuit-Gemeinde global bekannt. Weltweit erhoben Menschen – darunter auch Schauspielerin Emma Thompson, die Clyde River letztes Jahr besuchte – ihre Stimmen für das Recht der Inuit-Gemeinde, den Plänen der Ölkonzerne vor ihrer Haustür eine klare Absage zu erteilen. Denn die kanadische Regierung hatte ihre Pflicht verabsäumt, Clyde River im Vorhinein über die seismischen Untersuchungen zu informieren und ihr Einverständnis einzuholen. Aus diesem Grund zog Clyde River mit einer Klage vor das kanadische Höchstgericht. Ein Erfolg für die Arktis Das Gericht hat nun sein Urteil verkündet und zugunsten der Inuit-Gemeinde entschieden! Das bedeutet, dass fürs Erste keine seismischen Untersuchungen durchgeführt werden dürfen. Das ist ein großer Erfolg für die Menschen von Clyde River, die sich jahrelang für ihre Lebensgrundlage und ihr Zuhause eingesetzt haben. Das Urteil könnte weitreichende Konsequenzen für die Rechte indigener Gemeinschaften in Kanada haben. Genauso ist es ein Erfolg für die Arktis, die als natürliche Klimaanlage unseres Planeten vor gefährlichen Ölförderungen geschützt werden muss. Der Kampf geht weiter Die Bedrohung der Aktis geht dafür an anderen Ecken und Enden weiter. Mehrere Probebohrungen sollen diesen Sommer in der norwegischen Arktis durchgeführt werden. Aus diesem Grund ist das Greenpeace-Schiff „Arctic Sunrise“ derzeit in der Barentssee unterwegs. Helfen sie uns dabei, die Arktis vor der Profitgier der Ölkonzerne zu schützen.
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Nun gehören auch die Puten zu den Guten (Do, 27 Jul 2017)
Es ist ein großer Erfolg für Greenpeace und die österreichische Anti-Gentechnik-Bewegung: Alle in Österreichs Supermärkten erhältlichen heimischen Geflügelprodukte sind nun gentechnikfrei. Auf öffentlichen Druck hin stellten nun auch die letzten Puten-Betriebe auf gentechnikfreies Futter um. Einsame Nachzügler in Österreich sind jetzt die Schweine- und die Rinderbranche. 2010 wurde die kontrolliert gentechnikfreie Fütterung in Österreich erstmals bei Milchprodukten und Frischeiern umgesetzt. 2012 wurde Hühnerfleisch gentechnikfrei. Jetzt endlich haben alle organisierten Geflügelmäster gemeinsam mit ihren Vermarktern entschieden, auf ausschließlich gentechnikfreie Fütterung zu setzen. Durch die Umstellung werden in Zukunft jährlich über 3.000 Tonnen weniger Gentech-Soja nach Österreich importiert. Dieser Etappensieg soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es bei der Fleischproduktion noch viel zu verbessern gilt. Ein konsequenter nächster Schritt wäre, in allen Branchen auf regional produzierte Futtermittel umzusteigen. Nun sind Schweine und Rinder an der Reihe Bei Schweinen und Rindern gibt es besonders viel Handlungsbedarf. Weiterhin landen jährlich über 300.000 Tonnen importiertes Gentech-Soja in Österreich in den Futtertrögen. Dabei macht die Schweinemast ein besonders schlechtes Bild. Sie ist in Österreich nicht nur Hauptabnehmerin von Gentech-Soja, sondern auch für den Einsatz von über 75 Prozent der in der Viehzucht eingesetzten Antibiotika verantwortlich. Dagmar Urban, Landwirtschafts-Sprecherin bei Greenpeace, fordert daher: „Die Schweinebranche muss endlich aufwachen und einen ambitionierten Weg in Richtung Gentechnikfreiheit und mehr Nachhaltigkeit einschlagen“. Gemeinsam für eine bessere Fleischproduktion Generell tut es Gesundheit und Umwelt gut, weniger Fleisch zu essen. Zu mehr Gemüse, Soja oder Getreide zu greifen, bringt auch Abwechslung in die Ernährung. „Wenn Fleisch auf den Teller kommt, dann ist aus Umwelt- und Tierwohl-Sicht klar Bio-Fleisch die beste Wahl. Wenn kein Bio-Fleisch verfügbar ist, ist österreichisches, gentechnikfreies Fleisch eine gute Alternative“, empfiehlt Dagmar Urban. Zu erkennen sind gentechnikfreie Produkte am Bio-Zeichen bzw. am grünen „ohne Gentechnik hergestellt“-Zeichen.  
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Gier nach Arktis-Öl bedroht Naturparadies (Di, 25 Jul 2017)
Das Greenpeace-Schiff „Arctic Sunrise“ ist wieder unterwegs, um der Welt über neue Ölbohrungen in der Arktis zu berichten. Von Norwegen kürzlich vergebene Bohrlizenzen gefährden das einzigartige Naturschutzgebiet Bäreninsel. Gleichzeitig verstoßen sie gegen die Klimaschutzziele und die Verfassung Norwegens. Aus diesem Grund haben Greenpeace Nordic und Nature & Youth die norwegische Regierung verklagt. PICTURED:SUMMARY:Greenpeace voyage to Bear Island to document its unique and pristine environment after Norwegian government grant four new licenses for drilling in the 23rd licensing round. Statoil, the Norwegian state-owned company, is planning to drill in the area after the Norwegian government issued new licenses for drilling close to the island. In der arktischen Barentssee ist dieses Jahr mit einem Rekordhoch an Bohrungen zu rechnen. Denn im vergangenen Mai hat die norwegische Regierung an 13 Konzerne neue Ölbohrlizenzen vergeben, unter anderem an die österreichische OMV. Die nördlichste Bohrung soll 400 km vom Festland entfernt nahe der maximalen Ausbreitung der arktischen Eisdecke stattfinden. Norwegens Regierung pokert mit Bäreninsel Ein Teil der neuen Bohrlizenzen ist dem Naturschutzgebiet Bäreninsel bedrohlich nahe. Die südlichste Insel von Spitzbergen ist aufgrund ihrer Abgeschiedenheit ein unberührtes Naturparadies. Das flächendeckende Schutzgebiet beheimatet die größte Vogelkolonie der nördlichen Hemisphäre. Sie umfasst 126 verschiedene Vogelarten, von denen einige bereits auf der Liste der bedrohten Tierarten stehen. Jedes Jahr nisten hier etwa 1,5 Millionen Vögel. Doch auch für Robben, Walrosse, Delphine, Wale und manchmal sogar Eisbären bietet die Bäreninsel einen unverzichtbaren Lebensraum. PICTURED:Common Guillemots (white eye) and Brunich's Guillemot (centre) with Kapp Kolthoff and Fuglefjellet in the background.SUMMARY:Greenpeace voyage to Bear Island to document its unique and pristine environment after Norwegian government grant four new licenses for drilling in the 23rd licensing round. The nature reserve Bear Island is the southernmost island of the Norwegian Svalbard archipelago, and is situation 235km south east of Spitsbergen and 400km north/north west of the Norwegian mainland. Bear Island has the biggest seabird colony in the northern hemisphere. Every year approx. 1.5 million birds nest here. 126 species have been registered at the island, 33 of the species actually nest on the island. Several of the nesting species are threatened or endangered such as Guillemots and kittiwakes.Statoil, the Norwegian state-owned company, is planning to drill in the area after the Norwegian government issued new licenses for drilling close to the island. Österreichs Beteiligung an der Bedrohung der Arktis Der österreichische Mineralölkonzern OMV führte bereits Anfang 2016 Probebohrungen in der Nähe der Bäreninsel durch – unter schwierigsten Wetterbedingungen. Ölbohrungen sind immer riskant, doch die OMV hat kaum Erfahrung im Umgang mit den extremen Bedingungen im arktischen Winter. Eisige Kälte, lange Phasen der Dunkelheit und extreme Stürme mit bis zu fünf Meter hohen Wellen stehen in jener Jahreszeit immer wieder auf der Tagesordnung. Activists documenting the oil drilling operations of the Austrian OMV in the Arctic Ocean near Bear Island in winter are protesting this irresponsible venture with banners. Das Greenpeace-Schiff „Arctic Sunrise“ war deshalb schon damals vor Ort. Aktivisten und Aktivistinnen hatten gegen die hochriskante Ölbohrung der OMV in der Arktis protestiert. Mit an Bord Lukas Meus, Arktis-Sprecher von Greenpeace in Österreich und Expeditionsleiter auf dem Schiff. „Um verantwortungsvoll zu handeln, muss sich die OMV aus der Arktis zurückziehen und sich in ihrer Strategie neu orientieren. Der einzig richtige Weg ist weg von fossiler hin zu erneuerbarer Energie“, meint Lukas Meus. Arctic Sunrise sticht wieder in See Der Welt zeigen, welche Bedrohung Ölbohrungen für das sensible Ökosystem der Arktis und für das Klima bedeuten – das will die Crew der “Arctic Sunrise”. Dabei erhalten die Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten aktuell Unterstützung von Joanna Sustento von den Philippinen. Joanna verlor beim Super-Taifun Haiyan 2013 fast ihre ganze Familie. Als Überlebende dieser Klimakatastrophe weiß sie, wovon sie spricht: “Wenn Regierungen wie jene Norwegens die Ölförderung durch neue Lizenzen ankurbeln, könnten Super-Taifuns zur Normalität werden. Das ist wirklich beängstigend. Ich hatte keinen Einfluss auf den Taifun, der mein Zuhause zerstört hat, aber die norwegische Regierung kann etwas dagegen unternehmen. Meine Hoffnung gilt den vielen Menschen, die sich weltweit mit friedlichen Aktionen für das Klima einsetzen und die Politik in die Verantwortung nehmen.” PICTURED:SUMMARY:Barents Sea, Norway 22 July, 2017 - Swimmers and kayactivists from the Greenpeace ship Arctic Sunrise take to the water to continue opposing the Statoil Songa Enabler oil rig, 275km North of the Norwegian coast in the Arctic Barents sea.Climate change survivor and activist Joanna Sustento from the Philippines, and actress and activist Lucy Lawless from New Zealand, are among the 19 nationalities who have travelled to the high Northern waters onboard the Arctic Sunrise. Sustento wants the Norwegian government to take responsibility for its climate commitments and development of a new oil frontier in the Arctic. She lost her entire family, except for her brother, to Super-typhoon Haiyan in 2013 which left large parts of her hometown, Tacloban, in ruins. Greenpeace-Klage gegen arktisches Öl Aufgrund der Lizenzvergabe bringen Greenpeace Nordic und die Organisation Nature & Youth die norwegische Regierung im November 2017 vor Gericht. Denn die Vergabe der neuen Lizenzen widerspricht dem Pariser Klimaschutzabkommen, das Norwegen als eines der ersten Länder ratifizierte. Überdies sind sie verfassungswidrig. Denn Norwegens Verfassung garantiert eine gesunde und sichere Umwelt für die kommenden Generationen. Und das kann nur ohne weitere Ölbohrungen gelingen. Unterstützen Sie Greenpeace beim Schutz der Arktis und unterzeichnen Sie die Petition „Die Menschheit vs. Arktisches Öl“    
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Lebensmittel im Langzeitcheck: Die Sechs-Monats-Bilanz (Fr, 21 Jul 2017)
Verschiedene Käsesorten, Joghurt und Eier stapeln sich im Kühlregal. Ein Blick darauf zeigt: Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist schon seit Monaten überschritten. Doch werden die Lebensmittel richtig gelagert, ist das kein Problem. Denn wie der Greenpeace-Langzeittest zeigt, sind die Produkte weit über dem Mindesthaltbarkeitsdatum unbedenklich. Das Joghurt hat sogar die 6-Monats-Grenze überschritten. Bereits 26 Wochen, also mehr als sechs Monate ist das Mindesthaltbarkeitsdatum beim Joghurt abgelaufen, doch das Produkt ist weiterhin unbedenklich verzehrbar. Zu diesem Ergebnis kommt das Labor der Lebensmittelversuchsanstalt, die im Auftrag von Greenpeace seit Jänner 2017 acht Produkte mikrobiologisch und sensorisch getestet hat. Auch die anderen Lebensmittel, darunter Käse, Wurst und Sojajoghurt, haben deutlich länger gehalten, als das Mindesthaltbarkeitsdatum vermuten lässt. Räuchertofu und Soja-Joghurt haben beide jeweils über 18 Wochen, die Eier immerhin über 10 Wochen länger gehalten. Der verpackte Kuchen sowie die Salami waren mehr als acht Wochen nach dem Ablauf des MHD noch verzehrbar und der verpackte Schnittkäse hielt über sechs Wochen. Nur der Sesam-Dip war nach zwei Wochen bereits verdorben. Hier war offenbar ein realistisches MHD vom Hersteller angegeben. Aus der Sicht von Greenpeace ist es endlich Zeit zu handeln: Die Lebensmittelhersteller und die Politik sind gefragt. Um den Wegwerf-Wahnsinn zu stoppen müssen sie sich für ein realitätsnahes Mindesthaltbarkeitsdatum einsetzen. Denn jährlich landen 206.000 Tonnen Lebensmittel im Müll, ob wohl sie noch genießbar sind. Unterstützen Sie unsere Petition gegen Lebensmittelverschwendung Finanziell unterstützt wird der MHD-Langzeittest von MUTTER ERDE, einer Initiative des ORF und von führenden Umwelt- und Naturschutzorganisationen. 
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Chance für den Bialowieza-Urwald (Fr, 14 Jul 2017)
Der wertvolle Bialowieza-Urwald in Polen bekam in den letzten Tagen tatkräftige Unterstützung von internationaler Seite. Während die UNESCO ihre Position verstärkt und sich mit einem Beschluss erneut für den Schutz des Bialowieza-Urwaldes ausgesprochen hat, bringt die EU-Kommission Polen nun vor den Europäischen Gerichtshof. Beide Institutionen schließen sich der Forderung von Greenpeace und vielen weiteren Organisationen, WissenschaftlerInnen und Menschen weltweit an: Die polnische Regierung muss die Abholzung im Bialowieza-Urwald sofort beenden. (c) Adam Lawnik/Greenpeace Es ist der 25.März 2016: Der polnische Umweltminister Jan Szyszko verabschiedet einen Beschluss über die Änderung des Waldwirtschaftsplans und verdreifacht die Abholzungsrate im Bialowieza-Urwald. Damit hat es die polnische Regierung an die Spitze getrieben. Aus diesem Grund begann eine internationale Protestwelle, die in den letzten Monaten einen Höhepunkt erreichte. Greenpeace-AktivistInnen verbrachten mehrere Wochen im Bialowieza-Urwald, ketteten sich an die Abholzungsmaschinen und protestierten auf den Bäumen. Auf der politischen Bühne kam es zu einem Tauziehen zwischen nationalen Interessen und europäischen Umweltschutzmaßnahmen. Die EU-Kommission drohte Polen mit einem Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof, falls die Abholzungen nicht sofort beendet werden würden.  Szyszko zeigte sich davon unbeeindruckt und erklärte die Abholzung mit dem Befall des Borkenkäfers. Doch diese Argumentation lässt die EU-Kommission nicht gelten. WissenschaftlerInnen bestätigen, dass der Borkenkäfer quasi ein natürlicher Bewohner des Waldes ist. Nun lässt die EU-Kommission ihren Worten Taten folgen: Polen muss sich vor dem Europäischen Gerichtshof verantworten. Zusätzlich ging die europäische Institution noch einen Schritt weiter: Sie fordert von dem Europäischen Gerichtshof vor dem Verfahren bereits einstweilige Maßnahmen, damit die polnische Regierung die Abholzungsarbeiten sofort stoppt:  http://bit.ly/2ui2YXl (c) Grzegorz Broniatowski/Greenpeace Der Grund für das Einschalten der EU-Kommission: Die Abholzung ist illegal. Denn mit dieser gefährdet die polnische Regierung ein Gebiet des europäischen Natura 2000-Netzwerkes, das besonders wertvolle Schutzgebiete in der Europäischen Union verbindet. Neben dem Natura-2000-Netzwerk ist der Urwald ebenso Teil des UNESCO-Weltnaturerbes. Aus diesem Grund hat sich die UNESCO letzte Woche mit einem Beschluss erneut für den Schutz des Bialowieza-Urwalds in Polen ausgesprochen. Die Entscheidung erfolgte im Zuge einer Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees, die in der polnischen Stadt Krakau stattfand. Konkret fordert die UNESCO die polnische Regierung auf, die Abholzungsarbeiten zu stoppen und einen grenzüberschreitenden Verwaltungsplan für den Urwald einzurichten. Szyszko habe in seiner Entscheidung den außergewöhnlichen universellen Wert des Bialowieza-Urwalds nicht berücksichtigt. Beide Entscheidungen sind ein herber Rückschlag für den polnischen Umweltminister. Umso mehr zeigen sie, dass Europa hinter dem Bialowieza-Urwald steht. Denn dieser ist einer der Letzten seiner Art. Der Urwald ist nicht nur eine polnische Angelegenheit. Er ist ein europäisches Naturjuwel, für den es sich zu kämpfen lohnt. 
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Neue Greenpeace-Werbekampagne mit Josef Hader (Do, 13 Jul 2017)
Die neue Werbekampagne von Greenpeace spielt bewusst mit Fake News, um auf unrealistische Angaben beim Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) aufmerksam zu machen. Österreichs Haushalte produzieren jedes Jahr 206.000 Tonnen an vermeidbaren Lebensmittelabfällen, vieles davon ist auf eine falsche Interpretation des MHD zurückzuführen. Mit der neuen Kampagne zeigt Greenpeace auf Plakaten, in Printinseraten und im Hörfunk einmal mehr auf, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum kein Ablaufdatum ist. Josef Hader (c)Mitja Kobal/Greenpeace Für die Radiospots wurde kein geringerer als der österreichische Kabarettist Josef Hader gewonnen. Er unterstützt die Kampagne, da ihm das Thema Lebensmittelverschwendung sehr am Herzen liegt und ihn die Texte für die Radiospots überzeugten. Mit unterhaltsamen, teils skurrilen Anekdoten macht er klar, dass man das MHD nicht für bare Münze nehmen darf.  Die Spots gibt es hier zum Anhören: Die Sujets für Plakate und Printmedien greifen die Ergebnisse des Greenpeace-Langzeitchecks auf und zeigen Käse, Eier und Joghurt – Lebensmittel, die bis zu 16 Wochen nach Ablauf des MHD noch genießbar sind. Die Fake News wie „Obst macht dumm.“ werden hier direkt auf dem Lebensmittel kommuniziert, mit dem Zusatz: „Glaub nicht alles, was auf einem Ei steht. Schon gar nicht das Mindesthaltbarkeitsdatum.“ Mit der Kampagne ruft Greenpeace dazu auf, die Petition gegen Lebensmittelverschwendung zu unterzeichnen und die Forderung nach realistischen Angaben zum MHD zu unterstützen.
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Fortschritt beim Dosenthunfisch (Di, 11 Jul 2017)
Zwei Jahre lang führte Greenpeace eine Kampagne gegen Thai Union, den größten Dosenthunfisch-Hersteller der Welt. Dabei zeigten wir auf, welche katastrophalen Arbeitsbedingungen und zerstörerischen Fangmethoden in der thailändischen Fischerei-Industrie an der Tagesordnung stehen. Gemeinsam mit Menschen weltweit haben wir den Thunfisch-Konzern aufgefordert seine Geschäftspraktiken zu ändern. Mit Erfolg: Heute präsentiert Thai Union neue Richtlinien für seine globale Produktion. Mit sozialen und ökologischen Maßnahmen setzt Thai Union endlich Schritte zu einer nachhaltigen Fischerei. The Greenpeace ship Esperanza continues on an expedition in the Indian Ocean to peacefully tackle unsustainable fishing. With some tuna stocks in the Indian Ocean, such as Yellowfin, on the brink of collapse due to overfishing, the expedition is exposing destructive fishing methods which contribute to overfishing and harm a range of marine life including sharks and juvenile tuna. Jede fünfte Thunfischdose stammt von Thai Union. Auch in Österreich ist der Konzern mit der Marke „John West“ vertreten. Der thailändische Konzern trägt Verantwortung für unsere Meere. Denn bereits 90 Prozent der Fischbestände sind laut den Vereinten Nationen überfischt oder bis an die Grenzen genutzt. Doch bislang hat sich Thai Union geweigert, entsprechende Maßnahmen zu setzen, um tatsächlich einen nachhaltigen Beitrag zu leisten. Dies ändert sich jedoch ab heute: Mit neuen Richtlinien will der Fisch-Konzern zu einer nachhaltigen Fischerei beitragen. Dabei setzt Thai Union einerseits auf soziale Maßnahmen. Denn die Lebensbedingungen auf den thailändischen Fischfangschiffen sind oft extrem und führen zu Krankheiten bis hin zum Tod. Der Konzern wird bereits in den nächsten sechs Monaten einen Verhaltenskodex für menschenrechtskonforme Arbeitsbedingungen entlang seiner gesamten Lieferkette aufsetzen. Unabhängige Prüfer werden die Schiffe kontrollieren. Zusätzlich sollen elektronische Überwachungen menschenrechtsverletzende Praktiken auf den Flotten verbannen. Ebenso verlängert Thai Union ein Moratorium für das sogenannte Transshipment. Dies ist eine Methode der Fischerei-Industrie, bei der große Fischmengen auf offener See auf ein Transportschiff umgeladen werden. Das Fangschiff muss somit nicht zum Hafen zurückkehren und kann effizienter und kostengünstiger arbeiten. Auf offener See umgeht das Schiff jedoch auch staatliche Kontrollen. Damit verbunden sind oft Menschenrechtsverletzungen. Diese sind in der thailändischen Fischerei-Industrie gang und gäbe. Das Gehalt der Arbeiter wird oftmals zurückgehalten oder gar nicht ausbezahlt. Mündliche Vereinbarungen werden nicht eingehalten, was dazu führt, dass die Arbeiter oft mehrere Monate länger als vereinbart auf offener See bleiben müssen. Auch kommt es immer wieder zu verbaler und körperlicher Gewalt. Neben den sozialen Maßnahmen wird Thai Union auch ökologisch-nachhaltige Schritte setzen: Allen voran sollen zerstörerische Fischereimethoden reduziert werden. Im Fokus stehen zwei Fangarten: Die industrielle Langleinenfischerei und sogenannte Fischsammler (FAD). Beiden Methoden produzieren Beifang. (c) Greenpeace Die Langleinenfischerei soll bei Flotten, die für Thai Union liefern, reduziert und durch vertretbare Fangmethoden wie Leine und Rute ersetzt werden. Bei allen restlichen Langleinenschiffen sollen Methoden zum Einsatz kommen, um den Beifang zu reduzieren, wie zum Beispiel Rundhaken oder Vergrämer, die Vögel vertreiben. Denn etliche Tiere wie Seevögel, Schildkröten und Haie werden durch die Langleinenfischerei getötet und landen als Abfall wieder im Meer. Bis zum Jahr 2020 soll der Einsatz von FADs um 50 Prozent reduziert werden. Fischsammler sind künstliche, schwimmende Plattformen, die von den Fischereiflotten auf der Meeresoberfläche ausgebracht werden. Thunfische werden von den FADs instinktiv angezogen, aber auch viele andere Meerestiere. Greenpeace-VertreterInnen werden sich alle sechs Monate mit MitarbeiterInnen von Thai Union treffen, um die Umsetzung der Maßnahmen zu evaluieren. Bereits Ende 2018 wird eine unabhängige Prüfung den Fortschritt von Thai Union dokumentieren. Die Maßnahmen von Thai Union stellen die Weichen für eine vertretbare Fischerei, bei der Menschenrechte geachtet werden. Zusätzlich sind die Verpflichtungen des Konzerns aber auch ein Zeichen für die gesamte Fischerei-Industrie: Der Status Quo ist nicht mehr akzeptabel. Und wenn es der größte Dosenthunfisch-Hersteller der Welt schafft, derartige Maßnahmen anzukündigen, dann können und müssen globale Fisch-Konzerne diesem Beispiel folgen. Greenpeace wird sich dafür weiterhin weltweit einsetzen. 
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Geben wir Plastik keine Chance (Mo, 03 Jul 2017)
Ob Verpackungen, Elektrogeräte oder Möbel – Plastik ist heute überall. Jedes Jahr gelangen in etwa acht Millionen Plastikabfälle in die Weltmeere. Das Material ist langlebig. Experten gehen von bis zu 450 Jahren aus. Für unsere Umwelt ist das eine Gefahr. Denn mit den Jahren zerkleinert sich das Plastik in den Ozeanen. Fische, Schildkröten und Vögel verwechseln die Kunststoffteilchen mit Nahrung. Viele verenden, da ihre Mägen von Plastik verstopft sind. Der Plastic Bag Free Day am 3. Juli soll auf die gravierenden Auswirkungen unserer Wegwerfgesellschaft aufmerksam machen. 2015 hat das Europäische Parlament beschlossen, Plastiksackerl den Kampf anzusagen: Ab 2018 sollen EU-weit keine gratis Plastiksackerl mehr verteilt und bis Ende 2019 die Menge der Sackerl grundsätzlich reduziert werden. Aus der Sicht von Greenpeace ist dieser Beschluss jedoch zu lasch. Beispielsweise wurden dünne Obstsackerl nicht berücksichtigt. In Österreich hat sich der Lebensmittelhandel 2016 freiwillig verpflichtet, die Sackerl aus Kunststoff zu reduzieren. Obwohl die Zahl in diesem Bereich zurückgegangen ist, ist noch viel zu tun. Die Textilbranche nutzt weiterhin das Plastiksackerl und gibt es gratis an die Kundinnen und Kunden weiter. Um die Plastikflut einzudämmen kämpft Greenpeace an den unterschiedlichsten Fronten und weltweit für weniger Kunststoff.   „Rainbow Warrior III“ auf der Suche nach Plastik Seit Juni 2017 ist das Greenpeace-Schiff im Mittelmeer unterwegs um in den kommenden Monaten die schädlichen Auswirkungen von Plastik zu dokumentieren. Der Fokus dabei liegt auf Einwegplastik, also Kunststoffprodukte, die nur kurz genutzt werden, wie Kaffeelöffel oder Plastiksackerl. 11/06/2017. Baleares. España.Objetos plásticos gigantes emergen del agua en el Mediterráneo. A primera hora de la mañana, activistas de Greenpeace, han llevado a cabo en aguas baleares una acción simbólica para visibilizar el problema de la contaminación por plásticos en los mares, y más en concreto en el Mediterráneo. La organización ha colocado diez objetos gigantes (1), algunos de los más comunes que se encuentran en playas y mares (dos botellas de 12 metros, dos vasos de 6, tapones y pajitas) para visibilizar lo que está pasando bajo las aguas mediterráneas, aunque no se pueda ver.El buque insignia de Greenpeace, el Rainbow Warrior ha comenzado una gira en España y continuará en Italia, Croacia y Grecia. La última etapa llevará a la nave a la costa búlgara del Mar Negro, una cuenca también afectada por la contaminación plástica.Durante el tour "Menos Plástico, Más Mediterráneo", el Rainbow Warrior se detendrá en varios puertos de cada país y el equipo de a bordo se reunirá con políticos, realizará eventos de puertas abiertas para el público y realizará experimentos científicos simples para exponer plásticos. Además, en el mar, el buque llevará a cabo investigaciones científicas en colaboración con instituciones científicas de cada país.©Greenpeace Handout/Pedro ARMESTRE - No sales - No Archives - Editorial Use Only - Free use only for 14 days after release. Photo provided by GREENPEACE, distributed handout photo to be used only to illustrate news reporting or commentary on the facts or events depicted in this image.  Nein zu PET-Flaschen Coca-Cola ist der weltweit größte Softdrink-Hersteller. Jedes Jahr verkauft das Unternehmen rund 100 Milliarden Plastikflaschen – das sind 3.400 Flaschen pro Sekunde. Recycelt werden diese aber nicht. Greenpeace fordert von Coca-Cola Verantwortung zu übernehmen und seine Flaschen zu 100 Prozent zu recyceln.   Kosmetik ohne Mikroplastik Doch auch die Kosmetikindustrie ist gefragt: In etlichen Pflegeprodukten wie Gesichtscreme oder Shampoo steckt Plastik. So zum Beispiel in vielen Nivea Produkten. Der Konzern spricht eigentlich davon "frei von Mikroplastik" zu sein, doch der Schein trügt: Nivea-Produkte enthalten Mikrokunststoffe, die nachweislich umweltschädlich sind. Aus diesem Grund fordert Greenpeace vom deutschen Nivea-Konzern Beiersdorf wirklich „plastikfreie“ Körperpflege anzubieten.  DEU, Hamburg, 2017, Aktion der Greenpeace Jugend vor dem NIVEA Flagstore am Hamburger Jungfernstieg und der Binnenalster, Copyright : Greenpeace/Fred Dott, Hamburg, http://www.freddott.de Plastikfreie Produkte, ob Stoffsackerl, wiederverwertbare Trinkbecher oder Naturkosmetik: Alternativen zu Kunststoff gibt es bereits. Daher rät Greenpeace vor dem Kauf immer auf die Zusatzinformation zu achten und Plastik keine Chance zu geben
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Marktcheck 7-2017, Obst und Gemüse (Mo, 03 Jul 2017)
Der Greenpeace-Marktcheck hat das Obst- und Gemüseangebot der Supermärkte unter die Lupe genommen. Dafür hat Greenpeace für jedes der zwölf Monate eine Sorte ausgewählt, die frisch geerntet oder als Lagerware aus Österreich erhältlich ist. Bewertet wurde, wie viel von dem Obst- und Gemüse-Angebot in den Supermärkten aus Österreich kommt und wie hoch der Bio-Anteil ist. Test 7-2017, Obst & Gemüse Der Test vom Greenpeace-Marktcheck zeigt: Mehr als die Hälfte der Produkte stammen aus Österreich. Beim Bio-Anteil können und sollten sich die Supermärkte aus Sicht von Greenpeace noch verbessern. Als beste Note gab es ein „Gut“ – sowohl für den Testsieger Merkur als auch für Billa und Hofer auf den Plätzen zwei und drei.  Die Ergebnisse Greenpeace-Marktcheck 7-2017: Test Obst und Gemüse Zum Vergrößern und Ausdrucken einfach auf die Tabelle oben klicken. Hier die Detailinfos zum Nachlesen: das Ergebnisse und das Angebot der Supermärkte die Kriterien des Tests im Detail Obst und Gemüse im Test Die folgenden Sorten hat Greenpeace für den Test erhoben. Abgefragt wurde der Zeitraum April 2016 bis Mai 2017. Gemüse-Auswahl für 12 Monate 2017 April Radieschen März Erdäpfel Februar Karotten Jänner Zwiebel 2016 Dezember Äpfel November Maroni Oktober Weintrauben September Paradeiser August Paprika Juli Zucchini Juni Erdbeeren Mai Spargel   Heimische Ware schützt das Klima Ob bei Erdbeeren oder Spargel, der Griff zu heimischen Obst- und Gemüseprodukten ist auf jeden Fall möglich. Im Schnitt stammen über 60 Prozent der abgefragten Produkte aus Österreich. Das schont das Klima: Äpfel die beispielsweise aus Neuseeland angeschifft werden, sind fast sieben Mal so klimaschädlich wie Äpfel aus der Region. Nicht nur der Transport, auch die massive Bewässerung in heißen und trockenen Regionen wirkt sich negativ auf die Klimabilanz aus. „Wer österreichisches und saisonales Obst und Gemüse kauft, schützt das Klima“, sagt Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftssprecher bei Greenpeace in Österreich. Bio ist die beste Wahl Am besten für unsere Mensch und Umwelt sind Produkte in Bio-Qualität. Für deren Herstellung dürfen keine chemisch-synthetische Pflanzengifte eingesetzt werden. „Heimisches Obst und Gemüse in Bio-Qualität ist auch für unsere Gesundheit die beste Wahl“, sagt Theissing-Matei. Daher hat Greenpeace beim Obst und Gemüse-Test nicht nur abgefragt, wie hoch der Bio-Anteil insgesamt ist, sondern auch wie viel der Ware aus biologischer Landwirtschaft in Österreich kommt. Bei dem Greenpeace-Marktcheck konnten in der Kategorie „Bio aus Österreich“ Merkur, Billa und Hofer am meisten punkten. Lidl ist hier Schlusslicht und landet auf dem letzten Platz.  Einkaufen mit Verantwortung Die Supermärkte steuern mit der angebotenen Ware, welches Obst und Gemüse im Einkaufswagen landet. Mit dem Test von Obst- und Gemüse zeigt Greenpeace auf, dass sowohl bei heimischer Ware als auch beim Bio-Angebot noch Verbesserungsbedarf in den Märkten besteht. Aber auch die KonsumentInnen können und müssen beim Einkauf Verantwortung zeigen. Sebastian Theissing: „Greenpeace empfiehlt bei Obst und Gemüse möglichst saisonal, regional und bio zu kaufen. Das ist ein wichtiger Beitrag, damit Erdbeeren im Winter bei uns endlich der Vergangenheit angehören.“ Tipp: Saisonkalender Obst & Gemüse Die folgenden Saisonkalender helfen allen, die sich gesund ernähren und umweltfreundlich einkaufen wollen:   Obst und Gemüse aus ganz Österreich (umweltberatung.at) Obst und Gemüse aus Tirol (MPreis) Nachhaltigkeit am Prüfstand Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt der Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen Einzelhandels unter die Lupe. Jeweils zu Monatsanfang wird im Hinblick auf die Erfüllung von nachhaltigen Kriterien ein Ranking der größten Supermarktketten in Österreich veröffentlicht. Infos zu allen Tests unter: greenpeace.at/nachhaltigkeit-im-test
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Greenpeace-Test: Hälfte des Faschierten mit resistenten Keimen belastet (Mi, 21 Jun 2017)
Wie wir Nutztiere halten, schadet unserer Gesundheit: Wegen der schlechten Haltungsbedingungen werden die Tiere oft krank und deshalb mit Antibiotika behandelt. Dadurch passen sich immer mehr Bakterien an und werden resistent gegen die Medikamente. Solche multiresistenten Keime können auch für Menschen hochgefährlich sein. Wir haben stichprobenartig untersucht, inwieweit in Österreich erhältliches Frischfleisch in dieser Hinsicht belastet ist. Und die Ergebnisse unserer Tests sind alarmierend. Beim faschierten Fleisch war die Hälfte der Proben keimbelastet. In drei der sechs Produkte wurden ESBL-Keime entdeckt, in einem davon zusätzlich MRSA. Theoretisch können sich aber auch auf jedem anderen Fleischstück Keime befinden. Besonders häufig kann damit bei Schweinefleisch gerechnet werden, da in der Schweine-Mast sehr viele Antibiotika zum Einsatz kommen. Es braucht daher dringend eine drastische Reduktion des Antibiotika-Einsatzes in der Tierhaltung! Unser Tipp für Konsumentinnen und Konsumenten: Auf gute Küchenhygiene achten. Wer mit seinen bloßen Händen Fleischlaibchen oder Cevapcici formt, läuft Gefahr, mit resistenten Keimen in Berührung zu kommen. Im schlimmsten Fall kann das eine schwere Erkrankung nach sich ziehen. Nach dem Kontakt mit rohem Fleisch sollte man sich daher immer gründlich die Hände waschen und die Kochutensilien säubern. Das Fleisch sollte außerdem immer gut durchgebraten werden. Beim Kauf empfiehlt es sich, Bio-Fleisch zu wählen. Hier ist der Einsatz von Antibiotika sehr viel strenger geregelt. Und natürlich kann man statt zu Fleisch auch einfach zu Gemüse oder etwa zu Soja-Produkten greifen. Schmackhafte und gesunde Alternativen gibt es erfreulicherweise jede Menge.  Fordern wir gemeinsam Maßnahmen gegen den massiven Antibiotika-Einsatz in der Tierhaltung!
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Anketten und durchhalten (Di, 13 Jun 2017)
Schon seit drei Wochen befinden sich Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace im polnischen Bialowieza-Wald. Tag für Tag versuchen sie alles Erdenkliche, um die Rodungen in dem bedeutsamen Wald zu stoppen. Sie ketten sich an Maschinen, klettern auf Bäume und unterbrechen so die Abholzungsarbeiten. Ans Aufgeben denken die Aktivistinnen und Aktivisten nicht. Denn der Schutz des Bialowieza-Waldes ist zu wichtig. Wiola ist 26 Jahre jung und kommt aus der polnischen Stadt Poznan. Bereits seit sieben Jahren ist sie Greenpeace-Aktivistin und setzt sich für den Schutz unseres Planeten ein. Wiola bestieg schon im Jahr 2013 gemeinsam mit anderen den „Shard“-Wolkenkratzer in London, um gegen Ölbohrpläne von Shell in der Arktis zu protestieren. Die Aktion erreichte damals weltweite Aufmerksamkeit. Zwei Jahre später verkündete Shell, sich aus der Arktis zurückzuziehen. Jetzt protestiert Wiola gegen die Abholzung in einem der letzten Urwälder Europas, dem Bialowieza-Wald in ihrer Heimat Polen. Bei einem der Proteste befand sich Wiola auf einem dreibeinigen Gerüst, das zwischen Rodungsmaschinen aufgestellt war. Durch diese Blockade konnte die Abholzung vor Ort nicht weitergeführt werden. Wiola ist eine von vielen Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten, die derzeit im wertvollen Bialowieza-Wald gegen dessen Abholzung protestiert. Durchschnittlich 20 bis 40 Personen befinden sich seit dem 24. Mai in dem Urwald, um friedliche, direkte Aktionen durchzuführen. Greenpeace antwortet mit solchen Aktionen, wenn Unternehmen oder Regierungen auf die Zivilgesellschaft nicht mehr hören und Gespräche mit ihnen zu nichts führen. Und das ist der Fall beim Bialowieza-Wald: Greenpeace Polen setzt sich bereits seit Jahren für den Schutz dieses UNESCO-Weltnaturerbes ein. Er gehört zu den letzten Urwäldern Europas und bietet für mehr als 11.000 Tierarten ein Zuhause. Immer wieder hat es in der Vergangenheit so ausgesehen, als ob das polnische Umweltministerium endlich Schutzmaßnahmen für den Wald ergreifen würde. Doch jene, die sich freuten, freuten sich zu früh. Die polnische Regierung will nun das Ausmaß des Holzeinschlags im Bialowieza-Wald sogar verdreifachen. Und die Rodungen finden mitten in der Brutzeit der dort heimischen Vögel statt. Dies war eigentlich bis vergangenen Jänner verboten. Doch der polnische Umweltminister Jan Szyszko führte ein neues Gesetz ein, mit dem nun Rodungen während der Brutzeit erlaubt sind. Grund genug für Wiola und viele weitere Greenpeace-Aktivistinnen und Aktivisten, um vor Ort einzuschreiten und friedliche Aktionen zu organisieren. Sie wollen die Rodungen zumindest kurzfristig stoppen und außerdem weltweite Aufmerksamkeit für den Schutz des Urwaldes schaffen. Und sie tun dies mit Erfolg: Innerhalb der letzten drei Wochen konnten die Aktivistinnen und Aktivisten bereits für mehrere Tage die Rodungsarbeiten unterbrechen. Dafür ketteten sie sich an die Maschinen, die die Bäume fällen sollen, und kletterten auf Bäume, wo sie riesige Transparente anbrachten. Auch einige Bewohnerinnen und  Bewohner von naheliegenden Dörfern unterstützten die Aktionen. Die einen beteiligten sich mit selbst gebastelten Schildern an einem Protestmarsch durch den Wald; die anderen brachten den Aktivistinnen und Aktivisten, die an den Maschinen angekettet waren, Tee und Sandwiches, um sie nach stundenlangem Ausharren zu stärken.   Die Unterbrechung der Rodungsarbeiten hat zwar bislang den polnischen Umweltminister noch nicht zum Umdenken gebracht, doch die Aktionen sind von großer symbolischer Wirkungskraft und erreichten weltweite Aufmerksamkeit: Vom britischen Guardian bis zur Washington Post berichteten Medien über die Proteste. In Österreich zeigten etwa die Zeit im Bild im ORF und die Puls4 Nachrichten Beiträge über die Aktionen. Auch die UNESCO reagierte und veröffentlichte ein Schreiben, in dem die Organisation der Vereinten Nationen festhält, dass Rodungen von alten Bäumen im Bialowieza-Wald eine mögliche Gefahr für den außergewöhnlichen universellen Wert der Wälder darstellt. Und die EU-Kommission droht der polnischen Regierung mit einem Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof, falls die Rodungen nicht gestoppt werden. Mit all diesen Maßnahmen steigt der Druck auf die polnische Regierung. Sie muss endlich einsehen, dass das UNESCO-Weltnaturerbe vor weiterer Zerstörung geschützt gehört. Wiola und die anderen Greenpeace-Aktivistinnen und Aktivisten geben nicht auf. Sie protestieren weiterhin im Bialowieza-Wald und setzen sich für den Schutz eines der letzten Urwälder Europas ein. Bitte unterstützen Sie Wiola und die anderen und erheben auch Sie Ihre Stimme für diesen wertvollen Wald!
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